Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz des E-Learnings in der Pflege. Die Studie hat das Ziel, dem Leser einen aktuellen Überblick über die Umsetzung des E-Learnings in Unternehmen der stationären Krankenversorgung zu verschaffen. Folgende Forschungsfrage wird betrachtet: In welcher Form wird das E-Learning in der fachlichen Fort- und Weiterbildung bei Pflegekräften in der stationären Krankenversorgung umgesetzt?
Im Gesundheitssystem ist durch die stetige wissenschaftliche Weiterentwicklung der Medizin und der Pflege sowie aufgrund des technischen Fortschritts ein großer Fort- und Weiterbildungsbedarf vorhanden. Außerdem erfordert die Zunahme an rein funktionsorientierten Aufgabenprofilen oder einer Spezialisierung bestimmter Arbeitsaufgaben eine breite Vielfalt an Weiterbildungsmöglichkeiten. Um auf die komplexen und schnell voranschreitenden Entwicklungen in der Medizin und in der Pflege reagieren zu können, müssen die Krankenhäuser die Implementierung aktuellen evidenzbasierten Wissens sicherstellen.
Fortwährend wurde eine höhere Anzahl an Informations- und EDV-Systemen in den beruflichen Alltag einer Pflegekraft integriert. Aus diesen Gründen der mehr Anwendung von EDV und durch den chronischen Fachkräftemangel besteht ein hoher Bedarf an gut aus-, fort- und weitergebildeten Pflegekräften, die sich diesen Herausforderungen stellen können. In diesem Kontext spielt der Bedarf an einer kostengünstigen, effizienten und effektiven Weiterbildung eine große Rolle
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Konzeptionelle Phase
2.1 Herleitung der Forschungsfrage
2.2 Motivation für das Thema
3 Literaturanalyse
3.1 Zusammenfassung der Aussagen aus der Literaturanalyse
3.2 Definition
3.2.1 E-Learning
3.2.2 Erklärung der betrieblichen Weiterbildung
4 E-Learning-Formen
4.1 Computer-Based Training/Web-Based Training
4.1.1 Virtual Classroom
4.2 Blended Learning
4.3 Simulationslernen
5 Design und Planungsphase
5.1 Entwickelte Methode
5.2 Quantitative Studie
5.3 Querschnittstudie
5.4 Identifikation der Grundgesamtheit
5.5 Stichprobenerhebung
5.6 Bias
6 Daten
6.1 Spezifische Daten
6.2 Validität der Daten
7 Entwicklung des Fragebogens
7.1 Festlegung des Inhaltskonstrukts
7.2 Formulierung der Frage zum Inhaltskonstrukt
7.2.1 Art der Information
7.2.2 Formale Struktur der Fragen und Antwortvorgaben
7.2.3 Antwortformate
7.2.4 Formulierung
7.3 Prätest
7.4 Empirische Phase
7.5 Datenerhebung
7.6 Vorbereitung der Datenanalyse
8 Analysephase
8.1 Datenanalyse aus den Fragebögen
8.1.1 Frage 1
8.1.2 Frage 2
8.1.3 Frage 3
8.1.4 Frage 4
8.1.5 Frage 5
8.1.6 Frage 6
8.1.7 Frage 7
8.2 Zusammenfassung der Ergebnisse in Bezug auf die Forschungsfrage
8.3 Zusammenfassung der Ergebnisse im Kontext der Literatur
9 Anwendung der Ergebnisse
10 Fazit und Schlussfolgerung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stand und die Art der Umsetzung von E-Learning-Methoden in der fachlichen Fort- und Weiterbildung für Pflegekräfte in der stationären Krankenversorgung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese modernen Lernformen in den klinischen Alltag integriert werden und wie sie von den Mitarbeitern wahrgenommen werden.
- Status quo des E-Learning-Einsatzes in der stationären Krankenpflege.
- Vergleich gängiger E-Learning-Formate (WBT, Blended Learning, Simulation).
- Analyse der Akzeptanz und Praxistauglichkeit bei Pflegekräften.
- Untersuchung von Barrieren und Erfolgskriterien bei der Implementierung digitaler Lerninhalte.
Auszug aus dem Buch
4.2 Blended Learning
Wenn das Blended Learning direkt aus dem Englischen übersetzt wird, bedeutet es gemischtes Lernen. Hierbei handelt es sich um eine didaktisch sinnvolle Verschmelzung zwischen Präsenzunterricht und E-Learning im Rahmen einer Weiterbildung. Die beiden Lernformen werden so verknüpft, dass die jeweiligen Nachteile einer Lernform durch die andere Lernform positiv beeinflusst werden (Blended Learning Network, o. J.). Im Rahmen des Blended Learning Network (BLN) konnten sich die beteiligten Firmen auf folgende Definition einigen:
„Um Blended Learning handelt es sich, wenn alle beteiligten Lernformen und die dafür geeigneten Medien auf der Basis eines integrativen Konzeptes eingesetzt werden. Weiterhin handelt es sich bei Blended Learning um organisiertes und durchgängig betreutes Lernen. Die verschiedenen Lernformen werden dabei so miteinander verzahnt, dass jede gemäß ihrer spezifischen Stärken zur Erreichung bestimmter Lernziele beiträgt. Internet bzw. Intranet-Technologien kommen dabei ebenso zum Einsatz wie Präsenztraining. Art und Umfang orientieren sich an den jeweiligen Lernzielen. Blended Learning fördert den individuellen Lernprozess und ein selbstverantwortliches Lernen. Durch das Zusammenwirken dieser Aspekte wird das Ganze mehr als die Summe seiner Teile und ermöglicht einen größtmöglichen Lernerfolg und Lerntransfer.“ (Bazmbach, Kronmayer, Volkmer & Winter, 2004, S. 26)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Fortbildungsbedarf im Gesundheitssektor und die zunehmende Bedeutung von E-Learning als effizientes Werkzeug im Krankenhausalltag.
2 Konzeptionelle Phase: Hier wird die Forschungsfrage abgeleitet und die persönliche Motivation des Verfassers dargelegt, die sich aus der Digitalisierung klinischer Abläufe ergibt.
3 Literaturanalyse: Dieser Abschnitt fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen und definiert grundlegende Begriffe wie E-Learning und betriebliche Weiterbildung im Kontext der Literatur.
4 E-Learning-Formen: Es werden verschiedene digitale Lernmethoden vorgestellt, darunter WBT, Virtual Classroom, Blended Learning und Simulationslernen, und deren Nutzen für Unternehmen erläutert.
5 Design und Planungsphase: Das Kapitel beschreibt den methodischen Aufbau der Untersuchung, inklusive der Wahl des Online-Fragebogens als Erhebungsinstrument.
6 Daten: Es wird auf die Spezifikationen der Datenerhebung und die Validität der gewonnenen Daten eingegangen.
7 Entwicklung des Fragebogens: Hier wird detailliert der Prozess der Fragebogenentwicklung, der Prätest und die Vorbereitung der empirischen Phase geschildert.
8 Analysephase: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Befragung anhand von sieben spezifischen Fragen und diskutiert diese im Kontext der Literatur und der Forschungsfrage.
9 Anwendung der Ergebnisse: Es wird diskutiert, wie die gewonnenen Erkenntnisse für die Implementierung einer E-Learning-Plattform in Krankenhäusern genutzt werden können.
10 Fazit und Schlussfolgerung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der hohen Akzeptanz von E-Learning und formuliert Ansätze für zukünftige Studien.
Schlüsselwörter
E-Learning, stationäre Krankenversorgung, Pflege, Weiterbildung, Fortbildung, Web-Based Training, Blended Learning, Online-Befragung, betriebliche Weiterbildung, Digitalisierung, Kompetenzentwicklung, Personalführung, Wissensmanagement, Simulation, Evaluation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie E-Learning-Formate in der beruflichen Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften in deutschen Krankenhäusern aktuell eingesetzt werden und welche Akzeptanz diese Methoden bei den Anwendern genießen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?
Zentrale Themen sind der Vergleich verschiedener E-Learning-Methoden, die Nutzung von IT-Anwendungen und Produktschulungen durch digitale Medien sowie die Abwägung zwischen Präsenzunterricht und ortsunabhängigen Online-Lernformen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, einen fundierten Überblick über die tatsächliche Umsetzung digitaler Weiterbildung in der stationären Krankenpflege zu geben und herauszufinden, in welcher Form E-Learning bei Pflegekräften angewendet wird.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Querschnittstudie, bei der 64 Teilnehmer aus der stationären Krankenversorgung mittels eines standardisierten Online-Fragebogens befragt wurden.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturanalyse, eine detaillierte Erläuterung des Studiendesigns und die umfassende Auswertung der Befragungsdaten, die grafisch in Form von Balkendiagrammen aufbereitet wurden.
Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die wichtigsten Schlagworte sind E-Learning, stationäre Krankenversorgung, Weiterbildungsmanagement, digitale Lernmethoden und Anwenderakzeptanz.
Wie bewerten die Teilnehmer das E-Learning im Vergleich zum Präsenzunterricht?
Die Ergebnisse zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Befragten (48 gegenüber 11) die E-Learning-Form der klassischen Präsenzveranstaltung vorzieht, was auf eine hohe Akzeptanz hindeutet.
Welche Rolle spielt die Erfolgskontrolle bei den untersuchten Maßnahmen?
Die Untersuchung identifizierte ein Defizit: Bei der Mehrheit der Teilnehmer (47 von 59) findet derzeit keine systematische Erfolgskontrolle der durchgeführten E-Learning-Weiterbildungen statt.
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- Anonym (Author), 2020, E-Learning in der stationären Krankenversorgung. Umsetzung von E-Learning-Methoden in der Weiterbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920329