Macht in den Strukturen von Parteiorganisationen


Diplomarbeit, 1995
112 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhalt

0. Einleitung
- Zum Stand der Parteienforschung über DIE GRÜNEN

I. Begriffsklärung
1. Organisationen
- Anwendbarkeit des Analysekonzeptes von Empter auf die Parteiorganisation
Die Grünen
2. Struktur
3. Macht

II. Die Grünen als Parteiorganisation mit basisdemokratischen Strukturen
1. Struktureller Aufbau der Partei Die Grünen
a) Die Parteiorgane der Bundesebene
- Die Bundesversammlung
- Der Länderrat (Ost-Länderrat)
- Der Bundesvorstand
- Der Bundesfinanzrat
- Der Frauenrat
- Das Bundesschiedsgericht
- Die Bundesarbeitsgemeinschaften
- Die Bundesgeschäftsstellen
b) Die Bundestagsfraktion
2. Ablauf von Entscheidungsprozessen
a) Bundesversammlung
b) Fraktionsversammlung
3. Macht in den Strukturen der Partei
a) Bundesvorstand
b) Fraktion
c) Resümee

III. Schlußbemerkung

Literaturverzeichnis

0. Einleitung

Parteiorganisationen werden häufig anhand ihrer Programme, ihrer Stellung im Parteiensystem oder ihrer Outputs untersucht, selten treten dabei die internen ursächlichen Prozesse und Strukturen in den Vordergrund der Betrachtung. Die Grünen haben sich als eine Parteiorganisation formiert, in der die Strukturen und die ihnen zugrundeliegenden basisdemokratischen Prinzipien eine zentrale gestaltende Funktion einnehmen. Aus diesem Grund liegt es nahe sich mit den Parteistrukturen der Grünen genauer zu befassen.

Die vorliegende Arbeit geht von der These aus, daß von den Parteistrukturen der Grünen eine spezifische Form von Macht auf die Akteure einwirkt und sie versucht die Macht in den Parteistrukturen zu lokalisieren. Bei der Untersuchung dieser These müssen die zentralen Begriffe (Partei-)Organisation, Strukturen und Macht für ihre Verwendung definiert werden. Hierfür wird der von Empter (1988) entwickelte Analyseansatz verwendet. Der Vorzug des Ansatzes von Empter liegt in seiner multiparadigmatischen Konzeption von Organisationen, die handlungstheoretische, machttheoretische, strukturtheoretische sowie organisationstheoretische Paradigmen als integrale Bestandteile eines Analysekonzeptes betrachtet. Anhand dieses Analyseansatzes wird mit der umfangreichen, analytisch Die Grünen untersuchenden Arbeit von Raschke (1993), der strukturelle Aufbau der Partei dargestellt. Die anschließende Betrachtung des Ablaufes von Entscheidungsprozessen in der grünen Parteiorganisation bildet die Grundlage für die Lokalisierung der Macht in dessen Strukturierung. Die Theorie der Strukturierung von Giddens (1984/1988) klärt dabei den verwendeten Strukturbegriff und bietet eine Konzeption. Mittels dieses Strukturbegriffes kann die Macht als eine Erscheinungsform von strukturierten, institutionalisierten Aspekten von sozialen Systemen, wie politischen Organisationen, lokalisiert werden.

Zum Stand der Parteienforschung über Die Grünen

Über die Partei, ihre „neue“ Politik, ihre besondere Entstehungsgeschichte und ihren neuen Politikstil, gibt es eine fast unübersehbare Fülle von Literatur. Zu den wissenschaftlichen Publikationen gesellen sich bei den Grünen zahlreiche persönliche Erfahrungsberichte, Dissertationen (z.B. von H. Kleinert 1992, R. Heidger 1987) und persönliche Analysen[1] sowie Selbstdarstellungen. Sie vermitteln eine zumeist sehr individuelle Betrachtung der Partei und ihrer Politik. Häufig sind sie strömungspolitisch[2] geprägt, geben allerdings z.T. einen Einblick in die Argumentationen und politischen Zielvorstellungen der verschiedenen Strömungen.

Die wissenschaftlichen Publikationen über Die Grünen können in mehrere Forschungsfelder unterteilt werden (s. Poguntke 1993, S.188):

1) Darstellung der Gründungsgeschichte
2) Grüne Programmatik und innerparteiliche Strömungen
3) Die Sozialbasis der Grünen (Wähler, Aktive)
4) Organisationsanalyse der Partei Die Grünen
5) Sind Die Grünen eine „Bewegungspartei“ oder eine Partei?
6) Erklärungsansätze zur Entstehung und Verortung der Grünen in der Parteienlandschaft - internationaler Vergleich

1) Die Gründungsgeschichte ist anhand von Selbstdarstellungen und durch „profunde wissenschaftliche Analysen[3] “ (ebd.) gut dokumentiert. Über die wichtige und ausschlaggebende Rolle der „Neuen Sozialen Bewegungen“[4] bei der Gründung der Grünen sind sich die Autoren (s. Anm. 3) einig, ebenso über die Gründe: Der in den Neuen Sozialen Bewegungen nicht akzeptierte „Allparteienkonsens“ in den Fragen der Umwelt-, Energie- und Abrüstungspolitik sowie in den Bereichen demokratischer Selbstbestimmung und Beteiligung bzw. der Frage der Gleichberechtigung der Frauen, bildete ein zentrales bzw. das zentrale Einigungspotential, was zur Gründung einer, ihre Interessen vertretenen Partei führte.

2) Die Programme[5] der Grünen sind vor allem von den eher konservativen Politikwissenschaftlern[6] betrachtet oder, präziser formuliert, stark kritisiert werden. Die Politikwissenschaftler beklagen die „Staatsferne“ und die sich ihrer Meinung nach am Rande der Verfassungsmäßigkeit[7] bewegenden Forderungen und Vorstellungen in grünen Programmen.

Eine weitere Richtung beschäftigt sich komparativ mit den grünen Programmen und vergleicht sie auf internationaler (europäischer) Ebene[8] sowie mit den Programmen der etablierten Parteien[9]. Hier wird in einzelnen Punkten (z.B. in dem Ausbau der Sozialpolitik und der Umweltpolitik[10] ) eine programmatische Nähe mit der SPD festgestellt, was allerdings fast nur auf diesem Gebiet zutrifft. Bei den anderen Parteien sind die Unterschiede hingegen ausgeprägter.

Die Faktionen innerhalb der Grünen haben zahlreiche strömungspolitische Schriften aus den Reihen der Partei- und Strömungs“führerInnen“ hervorgebracht und eine wissenschaftliche Diskussion über die innere Zerrissenheit von politischen Organisationen sowie die Frage aufkommen lassen, „ob es sich bei den Grünen nicht in erster Linie um ein »Artefakt« der Fünf-Prozent-Hürde handle“ (Poguntke 1993, S. 192f.). Dahinter steht die Ansicht, daß Die Grünen als Partei ein Sammelbecken von unterschiedlichen Interessen und Gruppen darstellt, die lediglich gemeinsam die 5% Hürde überwinden wollen[11]. Eine andere Sichtweise betrachtet die strömungspolitische Ausdifferenzierung der Grünen als einen Ausdruck der an ihren Gründungsprozeß beteiligten unterschiedlichen Neuen Sozialen Bewegungen und der verschiedenen politischen Strategien[12], die sie verfolgen. Eine Analyse der Faktionen in den Grünen ist für das Verständnis des Willensbildungs- und Entscheidungssystems wichtig, sie wird jedoch erschwert durch ihre eher informellen Strukturen, ihrer internen Unverbindlichkeit sowie durch ihre nicht eindeutig geklärte Stellung und Funktion in der Partei. Aus diesem Grund ist ein Insider-Wissen Voraussetzung für eine Analyse.

3) Über die Wähler der Grünen ist sehr viel bekannt, nicht zuletzt aufgrund der allgemeinen Wahl- und Einstellungsforschung. Die Grünen Wähler sind mit folgenden Stichworten zu beschreiben[13]:

„- sie sind überwiegend unter 35 Jahre alt;
- sie sind meist formal hoch gebildet oder noch in der Ausbildung;
- Angehörige der neuen Mittelschichten sind überrepräsentiert;
- sie werden in sehr geringem Ausmaß von Männern häufiger gewählt als von Frauen. Betrachtet man allerdings nur die Gruppe der unter 35jährigen, so kehrt sich das Bild um: hier sind die Frauen etwas zahlreicher vertreten;
- einerseits haben Die Grünen einen überproportionalen Anteil von Arbeitslosen in ihrer Wählerschaft, andererseits schneiden sie sowohl in Beschäftigungssektoren mit extrem hoher als auch extrem niedriger Arbeitsplatzsicherheit besonders gut ab;
- sie haben überwiegend postmaterialistische Wertorientierungen und neigen zu unkonventionellen Formen politischer Beteiligung;
- sie sind überwiegend politisch links eingestellt; das deutlich linke Profil der grünen Wählerschaft ist seit 1980 kontinuierlich prononcierter geworden. Erst 1990 hat sich das grüne Elektorat wieder etwas zur Mitte orientiert. Ob dies eine dauerhafte Trendwende indiziert, läßt sich jedoch noch nicht beurteilen;
- Wähler mit Kirchenbindung sind sichtbar unterrepräsentiert, wobei sich jedoch die Konfessionen klar unterscheiden: aktive Protestanten sind deutlich stärker vertreten.“ (Poguntke 1993, S. 195f.)

Die Wähler der Grünen wurden auch auf ihre Einstellung zum parlamentarisch-demokratischen System in der Bundesrepublik Deutschland hin untersucht. Das Ergebnis zeigt, daß viele der grünen Wähler eine größere Distanz oder sogar eine starke kritische Einstellung zu den Institutionen einnehmen[14].

Von den grünen Aktivisten existiert fast kein empirisches Material, was nicht zuletzt auf der Tatsache beruht, daß Die Grünen keine genauen Mitgliederlisten führen. Einzelne Untersuchungen, vor allem von Landesverbänden geben einen Einblick[15].

4) Die Organisation der Grünen ist hauptsächlich auf der Bundesebene untersucht worden, bis auf wenige Ausnahmen[16]. Die Partei als Ganzes und ihre Politik wurde bisher am häufigsten betrachtet, seltener hingegen Prozesse innerhalb der Fraktion oder der Parteigremien[17]. Bei den Untersuchungen der Bundesebene lassen sich nach Poguntke zwei Richtungen ausmachen. Die erste konzentriert sich auf die „Dynamik innerparteilichen Prozesse“. Es wird jedoch vermieden, sie in Beziehung zu den formalen Strukturen zu setzen. Herbert Kitschelt[18] kommt in seiner Untersuchung zum Resultat, daß Die Grünen ihre Politik „primär von der Ideologie und den Politikpräferenzen der grünen Parteibasis“ (Poguntke 1993, S. 199) herleiten, und sie wenig um Wählerstimmen werben, wie dies die etablierten Parteien tun.

Die zweite Richtung beschäftigt sich im wesentlichen mit den neuen Organisationsidealen der Grünen, der basisdemokratischen Parteiorganisation[19]. Die Entwicklung innerhalb der Grünen sowie die Veränderungen, die von dem Anpassungsdruck des parlamentarisch-repräsentativen Systems ausgehen, werden hier thematisiert. Die einzelnen Instrumentarien wie das Imperative Mandat oder die Rotation[20] sorgten für Aufregung und waren Anlaß, sich mit der Rechtmäßigkeit[21] dieser radikal-demokratischen Regularien zu befassen. Über die internen Auswirkungen, die diese Instrumentarien hatten bzw. haben oder die Diskussion über sinnvolle Aspekte in ihnen, wurde bis zum Erscheinen der Untersuchung von Joachim Raschke[22] noch nicht intensiv erforscht. Mit dieser Untersuchung liegt zum ersten Mal ein umfassendes, die Bundesebene und die einzelnen Landesverbände mit einbeziehendes Werk vor, in dem die Strukturschwäche und die Strukturierungsprobleme der Grünen eingehend analysiert werden. Die Organisationsstruktur wird hier von allen, sie relevant prägenden Seiten, untersucht. Mit über 150 Interviews und mehrjähriger Teilnahme an Sitzungen der grünen Parteiorgane ist es das wohl umfassenste Werk über die Organisation der Grünen.

5) Zu den sozialen Bewegungen gibt es eine umfangreiche Forschung, ebenso zu den Beziehungen, die sie zu anderen Parteien pflegen[23]. Die Grünen, die aus den Neuen Sozialen Bewegungen entstanden sind, verstehen sich selbst als eine Bewegungspartei. Die Grünen bezeichnen sich als Interessenvertreter der Neuen Sozialen Bewegungen, obwohl die Forschung belegt hat, daß dieses Verständnis einseitig ist. Die Anhänger der Neuen Sozialen Bewegungen verteilen ihre Parteiensympathie genauso wie ihre Stimmen auf alle Parteien[24]. Eine institutionelle Einbindung der Neuen Sozialen Bewegungen konnten Die Grünen nicht erreichen.

Über Die Grünen im Parlament[25] und über ihre Regierungsfähigkeit[26] gibt es noch keine fundierten Erkenntnisse, vor allem nicht über ihre wirklichen Einflüsse auf die Politikgestaltung.

6) Einer der Erklärungsansätze für das Entstehen der Grünen argumentiert mit der „vorübergehenden Systemleistungskrise“ (ebd., S. 204) der parlamentarischen Parteiendemokratie[27]. Diese Argumentation berücksichtigt nicht die z.T. völlige Ausblendung von neuen Politikfeldern bei den etablierten Parteien. Die Grünen haben diese erst in die Parlamente getragen und damit die anderen Parteien quasi vorgeführt. Umweltpolitische und frauenpolitische Themen standen vor dem Aufkommen der Grünen nicht auf der politischen Agenda.

Im zweiten Erklärungsansatz wird dieser Aspekt mit einbezogen. Die „Modernisierung“ unserer Gesellschaftsordnung durch einen umfassenden Wertewandel, der bis zum Werteverlust geht sowie das Aufkommen von „postmaterialistischen“ Einstellungen werden als Erklärungen für eine politische Um- bzw. Neuorientierung angesehen[28]. Die Abnahme des Vertrauens zu den politischen Institutionen verschaffte den Grünen, die eine Partei „neuen Typs“ darstellten, einen Vertrauensvorschuß, besonders bei den jüngeren und dem politischen System gegenüber kritisch eingestellten Wählern. International vergleichende Studien[29] haben indes belegt, daß dies nur für eine Minderheit in der bundesdeutschen Gesellschaft zutrifft, weshalb Die Grünen auch nur in einigen Landtagen die 10% überschritten.

Dieser sehr kurze Überblick über den Stand der Forschung über Die Grünen zeigt, daß eine spezifische Betrachtung der Strukturen von Parteiorganisationen, die in dieser Arbeit versucht werden soll, nicht vorkommt. Eine Organisationsanalyse, die die Wechselwirkungen von Strukturen, individuellen und kollektiven Akteuren sowie die Gestaltung von Entscheidungsprozessen beleuchtet, wird in der Parteienforschung über Die Grünen anscheinend übersehen. Im Bereich der wirtschaftsorientierten Organisationsforschung[30] hingegen werden diese Prozesse schon seit einigen Jahren untersucht. Zu dem hier behandelten Thema gibt es für Die Grünen auf der Bundesebene erst eine brauchbare Untersuchung, die von Joachim Raschke. In ihr werden die Strukturen der Grünen bezüglich der vier zentral-prägenden Strukturierungsebenen untersucht: der ideologischen, der akteursbezogenen, der organisatorischen und der externen Strukturierung. Anhand dieser umfangreichen Betrachtung kann ein genaueres Bild von den Strukturen der Parteiorganisation der Grünen und ihrer Funktion bzw. Bedeutung für die Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse innerhalb der Partei gewonnen werden.

I. Begriffsklärung

Die Begriffe Macht, Struktur und politische Organisation bedürfen einer Festlegung auf Bestandteile oder Momente ihrer jeweiligen Bedeutungs- bzw. Interpretationsvielfalt. Erst nach einer Klärung dieser Begriffe und ihrer Verwendung im Zusammenhang dieser Arbeit, kann sinnvoll und nachvollziehbar argumentiert werden.

1. Organisationen

Organisationen können von zwei grundsätzlichen Perspektiven aus betrachtet werden. Die eine Perspektive betrachtet Organisationen als einen strukturierten Rahmen in dem kollektive Akteure anhand der formalen Strukturen handeln (struktur-funktionalistische Ansätze). Die andere Perspektive betrachtet Organisationen aus dem Blickwinkel der in ihr handelnden Akteure (handlungstheoretische Ansätze). Neben diesen zu unterscheidenen Betrachtungsebenen ist der Gegenstand dieser Ansätze ebenfalls zu differenzieren. Bezeichnungen wie „soziale“ und „politische“ Organisationen versuchen eine Unterscheidung einzuführen, die den „Charakter“ einer Organisation erfassen und beschreiben soll. Das gemeinsame liegt in der Prämisse einer „relativen Ordnung“ (s. Empter 1988, S. 50), „welche immer auch zumindest zum Teil das Ergebnis menschlicher Organisierungs- und Strukturierungsbemühungen darstellt“ (ebd.). Eine Analyse muß insofern die drei „Bedeutungsmomente“ von Organisationen einbeziehen: Struktur, Handeln und System. Sie können den oben benannten Unterscheidungen zugeordnet werden und drücken damit ihre jeweilige analytische Differenz aus.

„Soziale Organisationen“ beschreiben ein „relativ dauerhaftes (persistentes) und relativ komplexes System interdependenter (...) sozialer Handlungen bzw. Interaktionen“ (ebd.). Demgegenüber versteht Empter politische Organisationen als „...soziale, kulturelle Konstrukte, welche je spezifische Strukturierungsprozessen und Gestaltungsbedingungen unterliegen“ (1988, S. 7). In den politischen Organisationen wird ver- und gehandelt, weshalb sie ebenso als „Handlungs- und Interaktionssysteme, die durch Machtbeziehungen strukturiert sind...“ (ebd.) gesehen werden können. Diese Definition zielt schon auf die, nach Empter, prägenden Merkmale von politischen Organisationen ab. Ein soziales und kulturelles Konstrukt bildet eine politische Organisation, weil sich in ihr gesellschaftliche Individuen (d.h. soziale Akteure) mit ihren kulturellen Werten und Vorstellungen gemeinschaftlich (sozial) für die Erreichung, Durchsetzung und Verfolgung eines gemeinsamen Zieles oder Aufgabe einsetzen. Die „Ressourcen“ innerhalb von politischen Organisationen sind durch den interdependenten Charakter des Einflusses der Akteure auf die Strukturen von Organisation zu Organisation unterschiedlich, also spezifisch. Die Gestaltungsbedingungen einer politischen Organisation werden durch mehrere Faktoren determiniert. Zum einen durch die sozialen Akteuren selber[31], deren Zielerreichungsvorstellungen sowie die ausgehandelten Kompromisse zwischen ihnen, zum anderen durch formal-rechtliche Rahmensetzungen die durch Zweck und Ziel der politischen Organisation bestimmt sind. Die Akteure innerhalb von politischen Organisationen sind auf kommunikative Prozesse angewiesen, um gemeinsam handeln bzw. miteinander handeln zu können. Diese Definition oder besser die Beschreibung von politischer Organisation, kann nach Empter auf jegliche Variante, so auch auf politische Parteien angewandt werden.

Die Anfangs erwähnten Ansätze innerhalb der Organisationsforschung sollen nun eingehender betrachtet werden. Die sog. traditionelle Linie der Organisationsforschung, die sich an Managementtechnologien (Empter 1988, S. 23) orientiert, stellt die Organisationen als funktionale und möglichst effektiv funktionierende Systeme mit kollektiven Akteuren in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Die traditionelle Linie versucht Empter mit der als ihr „gegenüberstehend“ betrachteten Sichtweise von Organisationen, die vielmehr den individuellen bzw. kollektiven Akteur in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt hat und somit eine handlungstheoretische Sichtweise einnimmt, zu verbinden (ebd., S. 9f.). Empters Ansicht nach kann eine Gleichzeitigkeit und -wertigkeit der angeblichen Gegensätze angenommen werden (ebd., S. 34f.), da politische Organisationen beide Momente in sich beinhalten, also etwas Statisches[32] und komplexe Strukturen[33]. Die formale Strukturierung von politischen Organisationen bezieht sich auf das statische Moment, welches den Akteuren Handlungsorientierungen gibt, sie aber auch in ihren Handlungsmöglichkeiten (formal) beschränkt. Die komplexen Strukturen bzw. das „Strukturgeflecht“ in politischen Organisationen gestalten die Kommunikationsabläufe und die Handlungen der Akteure durch Machtbeziehungen und Kompetenzeinteilung. Beide Momente oder Eigenheiten der organisationstheoretischen Betrachtung von politischen Organisationen beschreiben aus verschiedenen Schwerpunktsetzungen die Organisationsrealität als Ganzes.

In der Organisationsforschung haben sich aus den ausgeführten Zugangsmöglichkeiten zwei Paradigmen herauskristallisiert, die Organisationen von unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Die dem sog. rationalen Paradigma folgende Betrachtung von Organisationen geht deterministisch - strukturfunktionalistisch bzw. systemtheoretisch an den Gegenstand heran und sieht Organisationen dementsprechend als kohärente funktionale Systeme an, in dem die individuellen bzw. kollektiven Akteure passiv, reaktiv und instrumentell - zielorientiert „handeln“. Demgegenüber steht das voluntaristische, aktions- und interaktionstheoretische, also interpretative politische Paradigma. Es betrachtet „Organisationen als Konfigurationen bzw. Arrangements individueller und kollektiver Akteure (...), die proaktiv und relativ selbstbestimmt bzw. autonom die organisatorischen Handlungsbedingungen beständig aushandeln und (re-)produzieren“ (ebd., S. 9).

Das rationale Paradigma ist aufgrund der zu beobachtenden Realität von sozialen bzw. politischen Organisationen dem politischen Paradigma gegenüber in einem Erklärungsnotstand und unter Rechtfertigungsdruck geraten (ebd., S. 9f.). Politische Organisationen, wie zum Beispiel die politischen Parteien entsprechen den Funktionsweisen des rationalen Paradigmas nicht, da die individuellen und kollektiven Akteure bzw. ihr handlungsprägender Charakter auf die Strukturen völlig ausgeblendet bleibt, dieser Charakter aber, einen in den letzten Jahren deutlich vor Augen geführten Einfluß besitzt (vor allem in Organisationen wie den Parteien).

Dem politischen Paradigma wirft Empter vor, daß in ihm die punktuelle bzw. relative Determiniertheit der individuellen und kollektiven Akteure durch die Strukturen zu wenig Beachtung geschenkt wird (ebd., S. 57ff.). Ein weiterer Kritikpunkt ist die z.T. generelle Ausblendung der Bedeutung und Funktion von Machtprozessen, die ein integraler Bestandteil von Handlungs- und Interaktionssystemen sind.

Die Handlungs- und Kommunikationsprozesse innerhalb der organisatorischen Strukturen bilden den prägenden Charakter von sozialen, also auch von politischen Organisationen. Den sozialen Akteuren, die innerhalb von Organisationen handeln und interagieren, wird von Empter ein strategisches Handeln unterstellt, welches einem politischen Handeln entspricht (ebd., S. 6f. u. S.48). Dabei spielen Machtstrukturen und -prozesse eine wichtige Rolle, da sie die Handlungs- und Kommunikationsabläufe determinieren.

Da Empter „Organisationen als komplexe Figurationen von Machtbeziehungen und Interessenkonflikten, Regelbefolgung und -mißachtung, Selbstdarstellung und Geheimhaltung, Wettbewerb und Kooperation sowie verdeckten Taktierens der Mitglieder aller hierarchischen Ebenen“ charakterisiert, wobei „deren Handlungsspielräume und Machtpotentiale allerdings erheblich differieren“ (ebd., S.43), stellen die individuellen und kollektiven Akteure sowie der strukturelle Rahmen, in dem diese agieren können bzw. müssen und von dem ihre Handlungsspielräume begrenzt werden, sehr wichtige Kategorien dar.

Akteure sind Handelnde, die durch ihre ständige Interaktion und Kommunikation innerhalb der Organisation die organisatorische Strukturform produzieren bzw. reproduzieren (ebd., S.49). Die kollektiven Akteure sind damit Bestandteil, der „Dualität von Strukturen“, die Giddens (1984 u. 1988) in seiner Theorie der Strukturierung formuliert. Sie besagt, „daß gesellschaftliche Strukturen sowohl durch das menschliche Handeln konstituiert werden, als auch zur gleichen Zeit das Medium dieser Konstitution sind“ (ebd. 1984, S.148, k.i.O.). Uneinigkeit herrscht dabei darüber, über welche Prozesse struktureller Bedingungen die Akteure in ihrem Verhalten oder Handeln beschränkt bzw. determiniert werden. Empter teilt diese anhand des Vorschlags von Lukes[34] in rationale und strukturelle Handlungsbeschränkungen ein.

- Rationale Handlungsbeschränkungen geben den Akteuren wichtige und triftige Gründe an die Hand, in einer bestimmten Weise zu handeln. „Sie beeinflussen damit die Kalküle bzw. die subjektive Rationalität der Akteure, belassen ihnen jedoch stets die Freiheit diese zu überwinden“ (Empter 1988, S. 54).

- Strukturelle Handlungsbeschränkungen hingegen schalten diese Freiheits- oder Handlungsspielräume aus bzw. begrenzen sie und lassen nur eine bestimmte Handlungsweise zu (ebd.).

Für die Beschreibung von Strukturen gibt es ebenfalls zwei unterschiedliche Erklärungsansätze:

- Der kollektivistische Erklärungsansatz (strukturfunktionalistisch oder systemtheoretisch - z.B. Parsons), reduziert die Struktur auf „ein System gemeinsamer Werte und Normen, welche die Regelhaftigkeit sozialen Handelns sicherstellen und gewährleisten“ (ebd., S.53).
- Der individualistische Erklärungsansatz (handlungs- oder interaktionstheoretisch), geht von den „beständigen und kontinuierlichen Prozessen der gegenseitigen Verhaltenssteuerung und -anpassung“ (ebd.) aus, die „allmählich verläßliche Verhaltenserwartungen (im Sinne von ´sozialen Regeln`) bei allen beteiligten sozialen Akteuren herausbilden und stabilisieren“ (ebd.).

Den individualistischen Erklärungsansatz von Strukturen ergänzt durch die Theorie von Giddens[35] vertritt Empter. Hierbei stellt er den prozessualen, dynamischen Charakter von und in hochstrukturierten Sozialsystemen (Handlungs- und Interaktionssysteme mit Machtbeziehungen) wie politischen Organisationen besonders heraus, um ein theoretisches Verständnis von den komplexen Zusammenhängen von Handeln bzw. Kommunikation und Organisation erhalten zu können. Dabei stellen die Machtbeziehungen (s. Kap.I.II.) sowie die Ressourcenverteilungen der Akteure den Schlüssel für das Verständnis bzw. die Analyse der Interaktionen zwischen den Akteuren in politischen Organisationen dar (ebd., S.7). „Wandel und Struktur einer Organisation erklären sich aus der Dynamik des Machtsystems bzw. dem ´Spiel der Machtbeziehungen`, aus denen sie besteht“ (ebd., S.8).

Politische Organisationen werden im Rahmen dieser Arbeit als strukturierte Handlungs- und Interaktionssysteme, die von Machtbeziehungen durchzogen sind, verstanden. Die in ihnen agierenden Akteure verfolgen individuelle als auch organisationsspezifische und auf Macht bezogene Intentionen, die sie im Rahmen der Organisation, aufgrund der Ansammlung von „Ressourcen“ in politischen Organisationen, am effektivsten durchsetzen können.

Die folgende Abbildung versucht die soeben beschriebenen Beziehungen aufzuzeigen und soll als ein möglicher Bezugsrahmen für die Analyse politischer Prozesse in politischen Organisationen fungieren.

Anwendbarkeit des Analysekonzeptes von Empter auf die Parteiorganisation Die Grünen

Der von Empter hervorgehobene ganzheitliche Ansatz bei der Analyse von politischen Organisationen, ist bei den Grünen aus folgenden Grund unbedingt erforderlich.

Die Grünen sind eine schwach (formal) strukturierte Partei, die Wert auf eine antihierarchische und dezentrale Organisation legt, neue politische Inhalte propagiert und neue politische Praktiken praktiziert. Individuelle und kollektive Akteure (Strömungen) erhalten eine stärkere (Macht-) Position, als dies in den etablierten Parteien der Fall ist. Formale Strukturen werden bewußt schwach konstruiert, so daß eine strukturelle Determiniertheit nicht eintritt. Parteifunktionen, die an Rollen bzw. Ämter gebunden sind, werden strukturell (d.h. durch die Satzung) in ihren Handlungsmöglichkeiten beschränkt und sollen durch die „Parteibasis“ kontrolliert werden. Die Partei ist nicht auf ihre Bundesebene als höchste Instanz zentriert, sondern alle Ebenen (Landes-, Kreis- und Ortsverbände) sind autonom konzipiert. Die Kommunikations- und Kompetenzstrukturen sind bei den Grünen nicht festgelegt. Sie variieren statt dessen nach Interessen- und Bedürfnislagen, sind also als informelle Strukturen zu charakterisieren. Informelle Strukturen und damit auch die sie ausfüllenden individuellen und kollektiven Akteure bilden bei den Grünen den größten strukturierenden Faktor.

Der Analyseansatz von Empter schreibt den kommunikativen und informellen Prozessen in politischen Organisationen eine wichtige Bedeutung zu, die in den bisherigen Organisationsanalysen entweder überbetont oder ignoriert worden sind. Gerade für die Parteiorganisation der Grünen bilden diese Prozesse den Schlüssel zum Verständnis einer politischen Organisation als solcher und der in ihr ablaufenden Prozesse. Ohne den Einbezug der Akteure in die Organisationsabläufe, kann diese Partei nicht korrekt dargestellt oder untersucht werden. Andererseits sind die Prozesse innerhalb einer politischen Organisation auch nicht zu verstehen, wenn nicht mit einer theoretischen Vorstellung von Systemen, Handlungen und Strukturen, aber auch von Machtprozessen, gearbeitet wird.

An der Parteiorganisation Die Grünen wird sehr deutlich, daß eine politische Organisation eine komplexe Konstruktion von strukturell bedingten Prozessen und in ihr (frei) agierenden Akteuren darstellt. Die spezifische Konstellation von formalen und informellen Strukturen, sowie von individuellen und kollektiven Akteuren bei den Grünen, macht es erforderlich ein umfassendes Analysekonzept auf sie anzuwenden, um diese Besonderheiten einerseits beschreiben und andererseits einordnen zu können. In Kapitel II. dieser Arbeit wird mit dem Analysekonzept von Empter, also der strukturfunktionalistischen und der handlungstheoretischen Interpretation von politischen Organisationen, versucht werden, die Parteiorganisation Die Grünen in ihrem strukturellen Aufbau zu beschreiben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Struktur

Für den Begriff „Struktur“ gibt es unterschiedliche Interpretationen. Die Intention, die hinter einer Anwendung eines Begriffes steht, stellt einen wichtigen Faktor für dessen Bewertung und Definition dar. Im folgenden werden zwei verschiedene Erklärungsansätze von Strukturen vorgestellt und auf ihre Anwendbarkeit für diese Arbeit betrachtet. Diese beiden Ansätze, der kollektivistische und der individualistische, geben die in den Sozialwissenschaften diskutierten Antipole wieder. Sie drücken sich in Gegensatzpaarungen aus wie z.B. Kollektivismus - Individualismus, Systemtheorie - Handlungstheorie sowie Funktionalismus - Interaktionismus.

Der kollektivistische Erklärungsansatz. Hierunter werden strukturfunktionalistische oder systemtheoretische Ansätze subsumiert - (s. Parsons 1985). Er reduziert die Bedeutung von „Struktur“ auf „ein System gemeinsamer Werte und Normen, welche die Regelhaftigkeit sozialen Handelns sicherstellen und gewährleisten“ (Empter 1988, S.53). Dabei stellt die Struktur eine formale Orientierungsebene oder ein festgelegtes und von allen Gesellschaftsmitgliedern akzeptiertes Regelwerk dar. Die Struktur ist ein rein formales Element, ein Ausdruck der Geordnetheit.

Bei diesem Erklärungsansatz wird der Wechselbeziehung Zwischen „Strukturen“ und Individuen keine bzw. viel zu wenig Beachtung gewidmet. „Strukturen“ sind von Individuen erschaffen worden. Die in ihnen geltenden Regeln werden von denselben Individuen benutzt und damit quasi am Leben erhalten, jedoch nicht in einem kontinuierlichen Prozeß verändert. Dieser Ansatz für sich allein, kann das hier zu betrachtende Phänomen nicht hinreichend erklären.

Der individualistische Erklärungsansatz. Hierunter werden handlungs- oder interaktionstheoretische Ansätze subsumiert. Dieser Erklärungsansatz geht von den „beständigen und kontinuierlichen Prozessen der gegenseitigen Verhaltenssteuerung und -anpassung“ aus, die „allmählich verläßliche Verhaltenserwartungen (im Sinne von ‘sozialen Regeln’) bei allen beteiligten Akteuren herausbilden und stabilisieren“ (ebd.).

Bei diesem Ansatz sind Strukturen nicht statisch, sondern sie befinden sich in einem ständigen Anpassungsprozeß, der sich auf die in ihnen und entlang ihrer Regeln (Mechanismen) agierenden Akteuren bezieht. Die Strukturen beeinflussen die Akteure sowohl in ihrem Handeln untereinander als auch in ihrem individuellen und nach außen gerichteten Handeln. Mit Hilfe dieses Ansatzes kann die Macht, die von den Strukturen ausgeht und auf die individuellen Akteure wirkt, besser erklärt werden. Strukturen sind auch Systeme - also ist auch dieser Ansatz unvollständig.

Sinnvoll ist erst eine Kombination beider Ansätze, da gesellschaftliche Strukturen von komplexer Natur sind und mit anderen Strukturen interdependieren. Aus diesem Grund schließen sich die beiden Ansätze nicht gegenseitig aus, sondern im Gegenteil, sie ergänzen sich, besonders in Bezug auf den gesamten Erklärungskontext Gesellschaft. Das hier zu betrachtende Phänomen findet nicht in einem Vakuum statt, sondern ist ein integraler Bestandteil der Gesellschaft, muß also auch als ein solcher behandelt und betrachtet werden. Die Strukturen in der Gesellschaft beinhalten alle Elemente, die in beiden Ansätzen formuliert, allerdings unterschiedlich bewertet werden. Aber sie erfüllen auch in verschiedenartigen Bereichen (wie z. B. in politischen Organisationen, in Unternehmen oder in Spielen - sofern sie als Regeln begriffen werden) inkongruente Funktionen, werden also auch nicht identisch wahrgenommen. Gesellschaften beinhalten Strukturen im Sinne sowohl des kollektivistischen als auch des individualistischen Ansatzes auf folgende Art und Weise:

1. Strukturen werden in der Theorie der Strukturierung von Giddens „als Regeln und Ressourcen, die an der sozialen Reproduktion rekursiv mitwirken“ (1988, S. 45) begriffen. Regeln versteht er „als Techniken oder verallgemeinerbare Verfahren (...), die in der Ausführung/Reproduktion sozialer Praktiken angewendet werden“ (ebd., S. 73). „Regeln können nicht ohne Bezug auf Ressourcen konzeptualisiert werden, die sich auf die Weisen beziehen, durch die Transformationsbeziehungen wirklich in die Produktion und Reproduktion sozialer Praktiken inkorporiert sind“ (ebd., S. 69f.). Luhmann hingegen schränkt den Strukturbegriff „durch seine Funktion, die autopoietische Reproduktion des Systems von Ereignis zu Ereignis zu ermöglichen (1991, S. 388) ein, um so die rekursive Eigenschaft von Strukturen erfassen zu können. Beide Definitionen finden in dem verwendeten Strukturbegriff ihren Platz.

Besonders wichtig sind hier die Wirkungen der Strukturen, die häufig den Inhalt der Beschäftigung mit bzw. der Erklärung von Strukturen bilden. Das, was für viele Sozialwissenschaftler Strukturen auszeichnet, ist ihre Funktion. Diese liegt in der „Strukturierung sozialer Beziehungen und sozialer Phänomene“ (Giddens 1988, S. 68).

2. Die handelnden Akteure wissen um die Existenz und Konstitution der strukturellen Rahmenbedingungen, in denen bzw. anhand derer sie handeln (Empter 1988, S. 76). Inwieweit und über welche Prozesse die strukturellen Bedingungen die Akteure in ihrem Verhalten oder Handeln determinieren oder beschränken, ist allerdings nicht eindeutig geklärt. Klar ist nur, daß die Strukturen das Handeln der Akteure dadurch beschränken, daß sich die Akteure an den Regeln (als manifestierte Handlungsregelmäßigkeiten, s. Nohlen 1989, S. 376) der Strukturen orientieren. Empter unterscheidet zwei Varianten von Handlungsbeschränkungen[36], eine „rationale“ und eine „strukturelle“. Rationale Handlungsbeschränkungen geben den Akteuren wichtige und triftige Gründe an die Hand, in einer bestimmten Weise zu handeln. “Sie beeinflussen damit die Kalküle bzw. die ‘subjektive Rationalität’ der Akteure, belassen ihnen jedoch stets die ‘Freiheit’ diese zu überwinden“ (1988, S.54). Strukturelle Handlungsbeschränkungen hingegen schalten diese Freiheits- oder Handlungsspielräume aus bzw. begrenzen sie und lassen nur eine bestimmte Handlungsweise zu (ebd.).

Mit dem Modell der „Dualität von Strukturen“ (Giddens 1984 und 1988) gelingt es, die erwähnten Eigenschaften von Strukturen zu einer gemeinsamen Aussage zusammen zu bringen. „Unter Dualität von Struktur verstehe ich, daß gesellschaftliche Strukturen sowohl durch das menschliche Handeln konstituiert werden, als auch zur gleichen Zeit das Medium dieser Konstitution sind“ (Giddens 1984, S.148, k.i.O.). Damit vereinigen die Strukturen die Bedingungen und die Folgen von gesellschaftlichem (strukturiertem) Handeln in sich.

Für eine Verortung von Macht in den Strukturen muß die Beziehung zwischen den Strukturen und den Akteuren sowie die Verbindung der Strukturen zu der Macht als ein Phänomen in/von sozialen Beziehungen genauer beschrieben werden. In der Theorie der Strukturierung spricht Giddens von „Struktur-prinzipien“ und „Strukturmomenten“, die noch nicht eingeführt wurden. Unter den „Strukturprinzipien“ sind Organisatonsprinzipien (im Sinne von organisieren) zu verstehen, „die in die Produktion und Reproduktion des übergreifenden institutionellen Arrangements einer Gesellschaft oder eines Gesellschaftstyps einbezogen sind“ (Giddens 1988, S. 432, s. auch S. 235ff.). Strukturprinzipien können folglich als grundlegende Orientierungen betrachtet werden, die die Strukturen innerhalb eines Systems (politische Organisation) mitgestalten. „Strukturmomente“ sind „institutionalisierte Aspekte sozialer Systeme, die sich über Raum und Zeit hinweg erstrecken“ (ebd., S. 240 u. S. 432). Die institutionalisierten Aspekte sozialer Systeme wie z.B. politische Organisationen, sind „Mittel und Ergebnis der kontingent ausgeführten Handlungen situierter Akteure“ (ebd., S. 246) und damit auch Bestandteil der Strukturen von politischen Organisationen, die als Regeln und Ressourcen die Handlungen von Akteuren (mit-)bestimmen.

Zusammenfassend wird in dieser Arbeit unter Strukturen folgendes verstanden: Strukturen bestehen aus Regeln und Ressourcen, die in ihrer Realisierung dieselben immer wieder reproduzieren, sie also bestätigen. Strukturmomente sind als institutionalisierte Aspekte (Regel und/oder Ressource) von Strukturkomplexen (politischen Organisationen) zu begreifen, die eine Form von Macht ausdrücken.

3. Macht

Das Phänomen „Macht“ ist ein immanentes Element von sozialen Beziehungen. Somit ist Macht innerhalb einer Organisation immer in der einen oder anderen Form vorhanden, denn in jeder Organisationen gibt es auch soziale Beziehungen.

„Macht“ ist soziologisch betrachtet ein amorpher Begriff (Weber 1985, S. 28). Diese seit Weber innerhalb der Sozialwissenschaften praktisch von allen geteilte Einschätzung des Begriffs „Macht“ hat zu einer Vielzahl von Definitions- bzw. Erklärungsansätzen geführt, die „Macht“ mit den unterschiedlichsten Attributen zu versehen versuchen. In der vorliegenden Arbeit soll aufgrund der spezifischen Anwendung des Begriffs „Macht“ (auf Strukturen) und seiner Wirkungen auf seine Umwelt (hierunter soll hier die Quelle, aber auch der Erscheinungsort - im Sinne von Auswirkungen - der Macht verstanden werden) eine allzu eingrenzende Festlegung vermieden werden. Diese Vorgehensweise, erklärt sich aus dem Umstand heraus, daß einerseits Macht Untersuchungsgegenstand ist, andererseits jedoch die Lokalisierung der Macht in den Parteistrukturen im Vordergrund steht. Für ein solches Vorhaben kann ein stark eingegrenzter (ein- oder zweidimensionaler) Machtbegriff (s. Empter 1988, S. 114ff.) nicht verwendet werden, weil er die zu beschreibenden Machtphänome nicht erfassen kann.

Die Beschreibung von „Macht“ innerhalb der Strukturen von Parteiorganisationen erfordert einen Machtbegriff, dessen Charakter[37] sich von dem abhebt, was individuellen Akteuren an Fähigkeiten und Eigenschaften zugeschrieben wird. Die mit der Macht häufig synonym verwendeten Begriffe wie Stärke, Kraft, Gewalt, Autorität, Herrschaft oder Einfluß (s. ebd. S. 88 sowie ausführlich Röttgers 1990, S. 371ff.), sind auf den ersten Blick fast ausschließlich menschliche Eigenschaften. Macht, die von Strukturen ausgeht oder in ihnen begründet ist, kann mit diesen Synonymen kaum beschrieben werden[38]. Der zu konstruierende Machtbegriff muß auf die Eigenschaften der Strukturen anwendbar sein und in Bezug auf Organisationen die kollektiven bzw. korporativen[39] Akteure in Beziehung zu den individuellen Akteuren setzen können.

„Macht“ ist ein relationales Phänomen (Röttgers 1990, S. 320). Die große Anzahl von erlebaren und erfahrbaren Machtphänomenen sind in der Machtforschung, sehr häufig auf der Grundlage von individuellen Akteuren ausgehend, als den „Machtbesitzenden“ oder „-ausübenden“, untersucht worden und selten aus dem Gesichtspunkt der Strukturen (im Sinne von Regeln und „Ressourcen“, s. hierzu Giddens 1988, S. 69) eines sozialen Systems. Nach einer kurzen Skizzierung dreidimensionaler Machtkonzepte[40], die neben den weiter unten ausgeführten Dimensionen des offenen Konflikts und der Behinderung unliebsamer Positionen als dritte Dimension strukturelle Effekte und solche die sich aus komplexen Systemen heraus ergeben, miteinzubeziehen versuchen, sollen im Folgenden einige im Rahmen dieser Arbeit relevanten Elemente des Konzeptes oder Ansatzes verschiedener Autoren dargestellt werden. Auf dieser Basis erst kann anschließend ein eigener, für den Zusammenhang fruchtbringender Machtbegriff entwickelt werden.

[...]


[1] Die Betonung auf persönliche Analysen kann damit begründet werden, daß eine in die Parteiorganisation integrierte Person selten die erforderliche „Ojektivität“ - im Sinne von Abstand - besitzt.

[2] Mit „strömungspolitisch geprägt“ ist gemeint, daß die in den parteiinternen Faktionen - „Realos“, „Fundis“, „Aufbruch“, „Linkes Forum“ - vertretenen Ansichten die Publikationen einfärben (s. auch Raschke 1993b, Kap. 6.1).

[3] Zu nennen wären hier: Petra Kelly/Jo Leinen 1982: Ökopax - Die neue Kraft, Berlin; Lilian Klotzsch/Richard Stöss 1984: Die Grünen, in: Richard Stöss (Hg.): Parteien-Handbuch. Die Parteien der Bundesrepublik Deutschland 1945-1980, Bd. 2, Opladen; Rudolf van Hüllen 1990: Ideologie und Machtkampf bei den Grünen, Bonn; Anna Hallensleben 1984: von der Grünen Liste zur Grünen Partei?, Göttingen sowie Lutz Metz 1991: Von den Bürgerinitiativen zu den Grünen, in: Roland Roth/Dieter Rucht (Hg.) 1991: Neue soziale Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland, 2. Aufl., Bonn, S. 379-391.

[4] Die „Neuen Sozialen Bewegungen“ bezeichnen „die im Gefolge der Studentenbewegung aufgetretenen sozialen Bewegungen: »AKW-B.«, »Alternativ-B.«, »Ökologie-B.«, »Bügerinitiativ-B.«, »Friedens-B.«, »Frauen-B.« etc.“ (Nohlen 1989, S. 905).

[5] Der Plural erklärt sich aus der Programmautonomie der Orts-, Kreis- und Landesverbände der Grünen, die in der Satzung des Bundesverbandes 1993, § 9 (2) festgelegt wurde.

[6] Emil-Peter Müller 1984: Die Grünen und das Parteiensystem, Köln; Klaus Gotto/Hans-Joachim Veen (Hg.) 1984: Die Grünen - Partei wider Willen, Mainz und H.-J. Veen/Jürgen Hoffmann 1992: Die Grünen zu Beginn der neunziger Jahre. Profil und Defizite einer fast etablierten Partei, Bonn/Berlin.

[7] Die „Verfassungsgefährdung“ wird u.a. in den direktdemokratischen (basisdemokratischen) Vorstellungen der Grünen gesehen sowie an der umfassenden Kritik an dem kapitalistischen Gesellschafts-und Wirtschaftssystem (vgl. Gotto/Veen 1984, S. 8).

[8] Ferdinand Müller-Rommel/Thomas Poguntke 1989: The Unharmonious Family: Green Parties in Western-Europe, in: Eva Kolinsky (Hg.) 1989: The Greens in West Germany, Oxford.

[9] Thomas Pokuntke/Hermann Schmitt 1990: Die Grünen:EntstehungshintergrundEntstehungshinter-grund, politisch-programmatische Entwicklung und Auswirkungen auf andere Parteien, in: Josef Schmid/Heinrich Tiemann (Hg.) 1990: Aufbrüche. Die Zukunftsdiskussion in Parteien und Verbänden, Marburg, S. 181-194.

[10] Das neue SPD-Grundsatzprogramm von 1989 enthält in denumweltpolitischenUmweltpoliti-schenPassagen fast die gleiche Formulierungen wie dasBundesprogrammBundes-programmder Grünen von 1980 (vgl. hierzu Poguntke/Schmitt 1990, S.187f., Anm. 21).

[11] Gotto/Veen a.a.O. und van Hüllen a.a.O.

[12] Joachim Raschke 1993: Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind, Köln; Hubert Kleinert 1992: Aufstieg und Fall der Grünen, Bonn;Heiner J. Haase1986: Parteiinterne Strömungen und Strategiedebatte bei den Grünen unter dem Aspekt von innerparteilichem Konsens und gesellschaftlicher Transformation, DiplomarbeitamInstitut für Politische Wissenschaft Universität Hamburg.

[13] Forschungsgruppe Wahlen: Sieg ohne Glanz: Eine Analyse derBundestagswahlBundestags-wahl1987, in: Max Kaase/Hans-Dieter Klingemann 1990: Wahlen und Wähler - Analysen aus Anlaß der Bundestagswahl 1987, Opladen, S. 689-734; Helmut Fogt/Pavel Uttitz 1984: Die Wähler der GRÜNEN - Systemkritischer neuer Mittelstand? , in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 15. Jg., H. 2, S. 232-242; Hans-Joachim Veen 1984: Wer wählt grün? Zum Profil der neuen Linken in der Wohlstandsgesellschaft, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 35-36, S. 3-17.

[14] Wilhelm Bürklin 1984: Grüne Politik, Opladen.

[15] Ralf Heidger 1987: Die Grünen: Basisdemokratie und Parteiorganisation: eine empirischeUntersuchen desUntersuchungdesLandesverbandes der Grünen in Rheinland-Pfalz, Berlin und Jörg Wischermann 1992: Anpassung und Gegenwehr: Die Parlamentsbeteiligung der Grün-Alternativen Liste Hamburg und ihre Folgen in der ersten Hälfte der achtziger Jahre.

[16] Vgl. Anm. 15.

[17] Wolfgang Ismayr 1985: Die Grünen im Bundestag: Parlamentarisierung und Basisanbindung, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 16. Jg., H. 3, S. 299-321; Lilian Klotzsch et al. 1989: Zwischen Systemopposition und staatstragender Funktion: Die Grünen unter dem Anpassungsdruck parlamentarischer Mechanismen, in: Dietrich Herzog/Bernhard Weßels (Hg.) 1989:KonfliktpotentialeKonfliktpo-tentialeund Konsensstrategien, Opladen.

[18] Herbert Kitschelt 1989: The Logics of Party Formation, Ithaca.

[19] Helmut Fogt 1984: Basisdemokratie oder Herrschaft der Aktivisten? Zum Politikverständnis der Grünen, in: Politische Vierteljahresschrift, 25. Jg., H. 1, S. 97-114; Bodo Zeuner 1988: Parlamentarisierung der Grünen, in: Die Grünen, Bundesgeschäftsstelle (Hg.) 1988: Von der Mühsal der Ebenen und der Lust der Höhen. Grüne Perspektiven, Bonn, S. 106-119.

[20] Hans-Hermann Kasten 1985: Die erlaubte verfassungswidrige Rotation. Das Urteil des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs zur Zulässigkeit des kollektiven Mandatsverzichts der GRÜNEN, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 16. Jg., H. 4, S. 468-484.

[21] Richard Stöss 1984: Sollen die Grünen verboten werden? Zur Kritik konservativer Staatsrechtslehrer an der Verfassungsmäßigkeit der Grünen/ Alternativen, in: Politische Vierteljahresschrift, 25. Jg., H. 4, S. 403-424.

[22] Joachim Raschke 1993: Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind, Köln.

[23] Franz Pappi 1989: Die Anhänger der Neuen Sozialen Bewegungen im Parteiensystem der Bundesrepublik, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 26, S. 17-27; Klaus v. Beyme 1986: Neue soziale Bewegungen und politische Parteien, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 44, S. 30ff.; Dieter Rucht 1987: Zum Verhältnis von sozialen Bewegungen und politischen Parteien, in: Journal fürSozialforschungSozialfor-schung, 27. Jg., H. 3-4.

[24] S. Franz Urban Pappi 1989: Die Anhänger der Neuen Sozialen Bewegungen im Parteiensystem der Bundesrepublik, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 26, S. 24.

[25] Franz Stärner 1989: Erfahrungen im Bonner Treibhaus - Zur Pressearbeit der Grünen im Bundestag, in: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, 1/89, S. 38-42; Wolfgang Ismayr 1985: Die Grünen im Bundestag: Parlamentarisierung und Basisanbindung, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 16.Jg., H. 3, S. 299-321.

[26] Richard Meng (Hg.) 1987: Modell Rot-Grün?, Hamburg; Björn Johnson 1988: Von der Fundamentalopposition zur Regierungsbeteiligung, Marburg.

[27] Jens Alber 1985: Modernisierung, neue Spannungslinien und die politischen Chancen der Grünen, in: Politische Vierteljahresschrift, 26. Jg., H. 3, S. 211-226.

[28] Oskar Niedermayer 1989: Die Europawahlen 1989: Eine international vergleichendeAnalysejAnalyse, in Zeitschrift für Parlamentsfragen, 20. Jg., S. 467-487; Joachim Raschke 1980: Politik und Wertewandel in westlichenDemokratienDemo-kratien, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 36, S. 23-45.

[29] Ferdinand Müller-Rommel 1992: Grüne Parteien in Westeuropa, Opladen.

[30] Vgl. hierzu ausführlich Stefan Empter 1988: Handeln, Macht undOrganisationOrganisa-tion. Zur interaktionistischen Grundlegung sozialer Systeme, Augsburg.

[31] Die einzelnen Organisationsmitglieder stimmen auf Versammlungen wie Parteitagen, Vollversammlungen etc., über Strukturveränderungen ab. Funktionsträger innerhalb politischer Organisationen (Parteien) spielen in Transformationsprozessen eine besondere Rolle (s. hierzu Sofsky/Paris 1994, S. 83ff.).

[32] Oft werden und wurden metaphorische Bezeichnungen wie „Maschine“ oder „Organismus“ mit komplexen Strukturen für die Bezeichnung von Organisationen verwand. Die Mechanismen innerhalb der Organisationen sollten danach mit denen einer Maschine und aufgrund ihrer Komplexität (Undurchschaubarkeit) zum Teil mit denen eines Organismus vergleichbar sein (vgl. Empter 1988, S. 15).

[33] Komplexe Strukturen besitzen häufig aufgrund des Ergebnisses von Aktions- und Interaktionsprozessen, einen der Kontingenz entsprechenden Charakter.

[34] S.: Lukes, S. 1977: Power and Structure, in: Lukes, S.: Essays in Social Theory, London/Basingstoke, S. 10ff.

[35] Vgl. hierzu die Ausführungen über Strukturen im vorherigen KapitelI.II.2.

[36] Diese Unterscheidung bei den Handlungsbeschränkungen hat Empter von S. Lukes (1977: Power and Structure, in: Lukes, S.: Essays in Social Theory, London/Basingstoke, S.3-29.) übernommen.

[37] Mit Charakter sind hier die Eigenschaften, also die Beschreibungsmerkmale gemeint.

[38] Allerdings wird noch in Bezug auf die Forschungsarbeit von Sofsky/Paris (1994) zu zeigen sein, daß der Autorität eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu kommt.

[39] Mit dem Begriff der korporativen Akteure meint Coleman (1979) ein Konglomerat aus Positionen oder Rollen, in denen Personen - individuelle Akteure - die Funktion inne haben, „die Aktivitäten auszuführen, die den von ihnen besetzten Positionen zugeordnet (sind)“ (S. 22). Kollektive Akteure sind demgegenüber solche, die einen Zusammenschluß von einzelnen Akteuren darstellen.

[40] Dieser Ausdruck ist von Empter (1988) übernommen worden.

Ende der Leseprobe aus 112 Seiten

Details

Titel
Macht in den Strukturen von Parteiorganisationen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut (Politische Wissenschaft))
Note
2,3
Autor
Jahr
1995
Seiten
112
Katalognummer
V9204
ISBN (eBook)
9783638159708
ISBN (Buch)
9783638697699
Dateigröße
801 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parteien, pol. Organisationen, Macht, Strukturen
Arbeit zitieren
dipl. pol. Karsten Wehrmeister (Autor), 1995, Macht in den Strukturen von Parteiorganisationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9204

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