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Macht in den Strukturen von Parteiorganisationen

Title: Macht in den Strukturen von Parteiorganisationen

Diploma Thesis , 1995 , 112 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: dipl. pol. Karsten Wehrmeister (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Parteiorganisationen werden häufig anhand ihrer Programme, ihrer Stellung im Parteiensystem oder ihrer Outputs unter-sucht, selten treten dabei die internen ursächlichen Prozesse und Strukturen in den Vordergrund der Betrachtung.
Die vorliegende Arbeit geht von der These aus, daß von den Parteistrukturen eine spezifische Form von Macht auf die Akteure einwirkt und versucht die Macht in den Parteistrukturen zu lokalisieren.
Bei der Untersuchung dieser These müssen die zentralen Begriffe (Partei-)Organisation, Strukturen und Macht für ihre Verwendung definiert werden. Hierfür wird der von Empter (1988) entwickelte Analyseansatz verwendet. Der Vorzug des Ansatzes von Empter liegt in seiner multiparadigmatischen Konzeption von Organisationen, die handlungstheoretische, machttheoretische, strukturtheoretische sowie organisationstheoretische Paradigmen als integrale Bestandteile eines Analysekonzeptes betrachtet. Anhand dieses Analyseansatzes wird mit der umfangreichen, analytisch Die Grünen untersuchenden Arbeit von Raschke (1993), der strukturelle Aufbau der Partei dargestellt. Die anschließende Betrachtung des Ablaufes von Entscheidungsprozessen in der grünen Parteiorganisation bildet die Grundlage für die Lokalisierung der Macht in dessen Strukturierung. Die Theorie der Strukturierung von Giddens (1984/1988) klärt dabei den verwendeten Strukturbegriff und bietet eine Konzeption. Mittels dieses Strukturbegriffes kann die Macht als eine Erscheinungsform von strukturierten, insititutionalisierten Aspekten von sozialen Systemen, wie politischen Organisationen, lokalisiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. EINLEITUNG

- ZUM STAND DER PARTEIENFORSCHUNG ÜBER DIE GRÜNEN

I. BEGRIFFSKLÄRUNG

1. ORGANISATIONEN

- Anwendbarkeit des Analysekonzeptes von Empter auf die Parteiorganisation Die Grünen

2. STRUKTUR

3. MACHT

II. DIE GRÜNEN ALS PARTEIORGANISATION MIT BASISDEMOKRATISCHEN STRUKTUREN

1. STRUKTURELLER AUFBAU DER PARTEI DIE GRÜNEN

a) Die Parteiorgane der Bundesebene

- Die Bundesversammlung

- Der Länderrat (Ost-Länderrat)

- Der Bundesvorstand

- Der Bundesfinanzrat

- Der Frauenrat

- Das Bundesschiedsgericht

- Die Bundesarbeitsgemeinschaften

- Die Bundesgeschäftsstellen

b) Die Bundestagsfraktion

2. ABLAUF VON ENTSCHEIDUNGSPROZESSEN

a) Bundesversammlung

b) Fraktionsversammlung

3. MACHT IN DEN STRUKTUREN DER PARTEI

a) Bundesvorstand

b) Fraktion

c) Resümee

III. SCHLUßBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Machtverhältnisse innerhalb der Parteistrukturen der Grünen zu lokalisieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die spezifischen, basisdemokratisch geprägten Strukturen der Partei einen eigenen Einfluss auf die politischen Akteure und deren Entscheidungsprozesse ausüben.

  • Analyse des parteiorganisatorischen Aufbaus der Grünen unter Berücksichtigung basisdemokratischer Prinzipien.
  • Anwendung des Analysekonzeptes von Stefan Empter zur Untersuchung politischer Organisationen.
  • Untersuchung des Zusammenwirkens von formalen und informellen Machtstrukturen innerhalb der Partei.
  • Betrachtung von Entscheidungsprozessen in Bundesversammlungen und der Bundestagsfraktion.
  • Einordnung der Macht als strukturierendes Element in sozialen und politischen Systemen auf Basis der Strukturierungstheorie nach Giddens.

Auszug aus dem Buch

Die Parteiorgane der Bundesebene

Die Organe der Bundespartei sind laut SatzBv, §10 Abs.1:

- die Bundesversammlung

- der Länderrat (Ost-Länderrat)

- der Bundesvorstand

- der Bundesfinanzrat

Als ein weiteres Parteiorgan ist noch das Bundesschiedsgericht hinzuzufügen. Im Anhang 1 der Bundessatzung ist das Frauenstatut geregelt. Der Frauenrat ist, aufgrund der nicht zustandegekommenen 2/3 Mehrheit auf der Bundesdelegiertenversammlung im November 1993, kein Organ im Sinne des § 10 der Satzung (SatzBv § 8 Abs. 6, S.36).

DIE BUNDESVERSAMMLUNG

Sie stellt formal das höchste Entscheidungsgremium der Partei dar. Auf der Bundesversammlung (BV) werden alle Personalentscheidungen durch Wahl oder durch Bestätigung getroffen. Die für die Bundespartei wichtigen und jeweils anstehenden politischen (Richtungs-) Entscheidungen werden in Form von Anträgen (Dringlichkeitsanträgen) formell eingebracht und anhand der gültigen bzw. eingespielten Geschäftsordnung verhandelt und beschlossen. Die Bundesversammlungen (BVs, Parteitage) sind bei den Grünen ein chaotischer Marathon. Sie finden meistens ohne Mittagspause und bis in den späten Abend statt (Raschke 1993b, S. 529).

Zusammenfassung der Kapitel

0. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Machtverhältnisse innerhalb der Parteiorganisation der Grünen unter besonderer Berücksichtigung ihrer basisdemokratischen Ausrichtung.

I. BEGRIFFSKLÄRUNG: Definition und theoretische Herleitung der zentralen Begriffe Organisation, Struktur und Macht im Kontext politischer Systeme.

II. DIE GRÜNEN ALS PARTEIORGANISATION MIT BASISDEMOKRATISCHEN STRUKTUREN: Detaillierte Darstellung des organisatorischen Aufbaus der Partei sowie Analyse der internen Entscheidungsprozesse und deren Strukturierung.

III. SCHLUßBEMERKUNG: Resümee der Ergebnisse zur Verortung von Macht in den Strukturen und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Partei.

Schlüsselwörter

Die Grünen, Macht, Parteiorganisation, Basisdemokratie, Strukturierung, Organisationstheorie, Bundesversammlung, Bundestagsfraktion, Entscheidungsprozesse, Machtquellen, politische Organisationen, Strukturmomente, Parteienforschung, Stefan Empter, Giddens.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Macht in den parteiinternen Strukturen der Grünen lokalisiert werden kann und welchen Einfluss diese Strukturen auf die politischen Akteure haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der organisatorische Aufbau, die basisdemokratischen Prinzipien, Entscheidungsprozesse in Gremien sowie das Zusammenspiel von formalen Regeln und informellen Machtpraktiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Macht in den Strukturen einer Parteiorganisation nicht nur ausgeübt wird, sondern bereits in der Ausgestaltung dieser Strukturen als Wirkungsweise enthalten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen multiparadigmatischen Analyseansatz nach Stefan Empter, kombiniert mit Elementen der Strukturierungstheorie von Anthony Giddens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkret den strukturellen Aufbau der Bundespartei, die Rolle der Bundestagsfraktion sowie die Abläufe der Entscheidungsfindung auf Parteitagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Macht, basisdemokratische Strukturen, Parteiorganisation, Strukturierung, Entscheidungsprozesse und die Grünen als Fallbeispiel.

Warum war der Bundeshauptausschuss (BHA) laut Autor problematisch?

Der BHA wurde als "Null-Organ" beschrieben, da er durch die Dominanz des Bundesvorstandes blockiert wurde und seine satzungsgemäße Funktion als Entscheidungsforum zwischen den Parteitagen kaum erfüllen konnte.

Wie wirkt sich das "permanente Plenarprinzip" auf Parteitage aus?

Das Prinzip führt zu langen, chaotischen Sitzungsabläufen, die informelle Absprachen in den "Gängen" fördern und so eine Art "zweiten Parteitag" entstehen lassen, in dem faktisch Politik betrieben wird.

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Details

Title
Macht in den Strukturen von Parteiorganisationen
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut (Politische Wissenschaft))
Grade
2,3
Author
dipl. pol. Karsten Wehrmeister (Author)
Publication Year
1995
Pages
112
Catalog Number
V9204
ISBN (eBook)
9783638159708
ISBN (Book)
9783638697699
Language
German
Tags
Parteien pol. Organisationen Macht Strukturen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
dipl. pol. Karsten Wehrmeister (Author), 1995, Macht in den Strukturen von Parteiorganisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9204
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