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Die Entwicklung des "Generalplans Ost"

Titre: Die Entwicklung des "Generalplans Ost"

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 26 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Stephanie Dahmen (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Einleitung
Bereits während des Ersten Weltkriegs formierte sich, basierend auf gesellschaftlichen Denkstrukturen wie dem Sozialdarwinismus, die Auffassung, „Deutschland könne neben den konkurrierenden Weltmächten USA, England und Russland nur durch Erweiterung seines Siedlungs- und Wirtschaftsraumes bestehen“. Darauf aufbauend zählten vor allem „Lebensraum“ und „Autarkie“ zu den Schlüsselbegriffen der nationalsozialistischen Ideologie, wobei die Bedeutung und Qualität dieser Begrifflichkeiten vor dem Hintergrund der rassenpolitisch und sozialdarwinistisch geprägten Weltanschauung des Nationalsozialismus und der damaligen Gesellschaft zu beurteilen sind. Die nationalsozialistische Politik zielte dementsprechend auf ein wirtschaftlich autarkes und militärisch unbesiegbares Großreich, das den europäischen Kontinent beherrschen und der deutschen „Herrenrasse“ neuen „Lebensraum im Osten“ bieten sollte.
In diesem Zusammenhang bildete nun der „Generalplan Ost“ eine Brücke zwischen rassenideologischer Programmatik, imperialistischen Interessen und wissenschaftlicher Expertise, da er sich mit den nationalsozialistischen Planungen für die Länder Osteuropas nach dem angenommenen Sieg im Zweiten Weltkrieg befasst. Der Begriff „Generalplan Ost“ ist jedoch keinesfalls eine eindeutige Bezeichnung, sondern umfasst verschiedene Planungsstufen und Varianten der Ostraumplanung. Insgesamt beschreibt der Generalplan Ost „die mittelfristige nationalsozialistische Kriegszielpolitik und die Utopie einer rassischen „Neuordnung“ Europas mit dem Ausgangspunkt der ländlichen Siedlung.“ Alle Entwürfe des „Generalplans Ost“ zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass sie die geographische Ausdehnung sowie die Siedlungsstrategie formulieren, des Weiteren den Siedlerbedarf und die Bevölkerungsstruktur analysieren und schließlich den Aspekt, wie mit den „Fremdvölkischen“ zu verfahren sei, thematisieren. Daher beschäftigt sich diese Arbeit mit der Fragestellung, inwieweit sich diese drei Grundlinien im Verlauf der Planungen entwickelt haben und welche Faktoren Einfluss darauf hatten. Dies soll zudem Aufschluss darüber geben, ob der „Generalplan Ost“ letztlich tatsächlich umsetzbar gewesen wäre.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. DER „GENERALPLAN OST“

1.1 Beteiligte Institutionen

1.2 Historische Entwicklung

2. INHALTLICHE ENTWICKLUNG

2.1 Geographische Ausdehnung und Siedlungsstrategie

2.1.1 Synthese

2.2 Siedlerbedarf und Bevölkerungsstruktur

2.2.1 Synthese

2.3 Behandlung der Fremdvölkischen

2.3.1 Synthese

3. FAZIT

4. QUELLENVERZEICHNIS/LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Umsetzung der nationalsozialistischen Ostraumplanungen, insbesondere des "Generalplans Ost", unter Berücksichtigung ihrer rassenideologischen Grundlagen und wissenschaftlichen Ambitionen. Ziel ist es, den kausalen Zusammenhang zwischen geographischer Ausdehnung, Siedlerbedarf und der Behandlung der dort ansässigen Bevölkerung aufzuzeigen sowie die Diskrepanz zwischen der Planungsmachtphantasie und der historischen Realität zu analysieren.

  • Entwicklung rassenideologischer Planungsvorgaben des Nationalsozialismus
  • Strukturierung von Siedlungsräumen und infrastrukturelle Planung
  • Analyse des Siedlerbedarfs und sozio-demographischer Projektionen
  • Die Rolle der Wissenschaft bei der Legitimierung der "Eindeutschung" und Vertreibung
  • Der kausale Zusammenhang zwischen Kriegführung und Siedlungspolitik

Auszug aus dem Buch

1.1 Beteiligte Institutionen

Vorrangig an der Entwicklung des „Generalplans Ost“ beteiligt waren drei SS-Hauptämter: das Reichskommissariat für die Festigung deutschen Volkstums (RKF), das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) sowie das Wirtschats- und Verwaltungshauptamt (WVHA).

Nach anfänglichen Konkurrenzkämpfen bezüglich der Siedlungspolitik zwischen den Heinrich Himmler unterstellten SS-Hauptämtern und der Reichsstelle für Raumordnung (RfR) sowie dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft (REM) konnte sich das RKF als einflussreichste wissenschaftliche Institution für die Siedlungsplanung von 1940 bis zum Zusammenbruch der Planungen in enger Kooperation mit dem Institut für Agrarwesen und Agrarpolitik der Berliner Universität durchsetzen. Ein besonderer Stellenwert ist in diesem Zusammenhang Prof. Dr. Konrad Meyer zuzuschreiben, der als Leiter der RKF-Planungsstelle „Hauptabteilung Planung und Boden“ und des Instituts für Agrarwesen und Agrarpolitik der Berliner Universität maßgeblich an der Entwicklung des „Generalplans Ost“ beteiligt war.

Während das RSHA vor allem eine Vormachtstellung in Bezug auf die „Entvölkerung“ und „Deportation“ unerwünschter Menschen gewann, entwarf das WVHA in erster Linie Nachkriegsbauplanungen, welche in die Planungen des RKF einbezogen wurden.

Darüber hinaus waren unterschiedlichste wissenschaftliche Disziplinen an den Begleitforschungen zum „Generalplan Ost“ beteiligt; sie reichten von der Geologie über Klimatologie, Verkehrs-, Landschafts- und Stadtplanung, Bevölkerungswissenschaft, Architektur, Statistik, Medizin, Biologie, Veterinärmedizin, Genetik, Agrarwissenschaften, Anthropologie, Soziologie, Finanz- und Verwaltungswissenschaften, Jura, Sprach- und Geschichtswissenschaften bis hin zur Archäologie. Im Rahmen dessen lieferten besonders Universitäten und Hochschulen die nötige Grundlagenforschung und „formulierten […]die Perspektiven des Machbaren“.

Finanziert wurden die Forschungen zum „Generalplan Ost“ vorrangig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die ideologischen Hintergründe der nationalsozialistischen Expansionspolitik ein und skizziert die Fragestellung zur Umsetzbarkeit des „Generalplans Ost“.

1. DER „GENERALPLAN OST“: Dieses Kapitel identifiziert die beteiligten SS-Institutionen, die Rolle der beteiligten Wissenschaftler und dokumentiert die chronologische Entstehung der verschiedenen Planungsstufen.

2. INHALTLICHE ENTWICKLUNG: Der Hauptteil analysiert detailliert die drei zentralen Grundlinien Geographische Ausdehnung, Siedlerbedarf und die Behandlung der „Fremdvölkischen“ in ihrer wechselseitigen Dynamik.

3. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass der Generalplan Ost ein wissenschaftlich instrumentalisierter Ausdruck einer megalomanen Weltanschauung war, die in extremer Spannung zur Realität stand.

4. QUELLENVERZEICHNIS/LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primärquellen und die wissenschaftliche Fachliteratur zur historischen Aufarbeitung auf.

Schlüsselwörter

Generalplan Ost, Nationalsozialismus, Ostraumplanung, Eindeutschung, Siedlungspolitik, Konrad Meyer, Rassenideologie, Siedlerbedarf, Vertreibung, Wissenschaftliche Expertise, RSHA, RKF, Vernichtungskrieg, Germanisierung, Bevölkerungsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entstehung und den Inhalt des „Generalplans Ost“ als zentrales Instrument der nationalsozialistischen Vernichtungs- und Siedlungspolitik während des Zweiten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der geographischen Siedlungsstrategie, dem kalkulierten Bedarf an deutschen Siedlern und der rassenpolitisch motivierten Behandlung der lokalen Bevölkerung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin untersucht, inwieweit sich die drei Grundlinien (Ausdehnung, Siedlerbedarf, Bevölkerungsbehandlung) im Verlauf der Planung entwickelt haben und ob das Projekt bei realistischer Betrachtung umsetzbar gewesen wäre.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine geschichtswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung von Zeitdokumenten, Denkschriften des Stabshauptamtes und der einschlägigen Forschungsliteratur basiert.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der räumlichen Planung des Siedlungswalls, der demographischen Planung der „Menschenbilanz“ und den wechselnden Methoden der Verdrängung und Eindeutschung der „Fremdvölkischen“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Ostraumplanung, Eindeutschung, Rassenideologie, Siedlungswall, Vernichtung durch Arbeit und wissenschaftliche Distanz.

Warum wird im „Generalplan Ost“ der Begriff der „Eindeutschung“ so prominent verwendet?

Die Eindeutschung fungierte als rassenbiologisches Selektionskriterium, das über das Überleben oder die Deportation/Vernichtung von Bevölkerungsgruppen entschied und die gewaltsame Umgestaltung Osteuropas wissenschaftlich legitimierte.

Welche Rolle spielten wissenschaftliche Institutionen bei der Planung?

Die Planung war eng mit akademischen Disziplinen wie Agrarwissenschaften, Geographie und Demographie verknüpft, die als Instrumente dienten, um die Vernichtungspolitik in ein technisch-rationales „Machbarkeitskonzept“ zu kleiden.

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Résumé des informations

Titre
Die Entwicklung des "Generalplans Ost"
Université
University of Münster  (Neuere und Neueste Geschichte)
Cours
Hauptseminar
Note
1,3
Auteur
Stephanie Dahmen (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
26
N° de catalogue
V92043
ISBN (ebook)
9783638054508
ISBN (Livre)
9783638947329
Langue
allemand
mots-clé
Entwicklung Generalplans Hauptseminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stephanie Dahmen (Auteur), 2006, Die Entwicklung des "Generalplans Ost", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92043
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Extrait de  26  pages
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