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Rassismuskritische Analyse von Konzepten zur interkulturellen Öffnung am Beispiel von zwei Wohlfahrtsorganisationen

Titel: Rassismuskritische Analyse von Konzepten zur interkulturellen Öffnung am Beispiel von zwei Wohlfahrtsorganisationen

Bachelorarbeit , 2020 , 42 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, in welcher Form Rassismus aus rassismuskritischer Sicht in Konzepten 'Interkultureller Öffnung' von Wohlfahrtsverbänden enthalten ist. Dafür werden zwei Konzepte Interkultureller Öffnung auf enthaltenen Rassismus untersucht und Widersprüche herausgearbeitet.

Die persönliche Motivation für diese Arbeit gründet auf rassistischen Erfahrungen, die viele meiner Freunde im Alltag machen müssen. Es zeigt, dass Rassismus überall, oft unbewusst, in unserer Gesellschaft verankert und nach wie vor wirkmächtig ist.
In der vorliegenden Arbeit wird zunächst der Begriff der Interkulturellen Öffnung und ihre Ziele erläutert. Anschließend daran werden der Kulturbegriff und die damit verbundenen Schwierigkeiten dargestellt, eine eindeutige Definition von 'Kultur' herzustellen.

Das nächste Kapitel thematisiert den Rassismus-Terminus und seinen historischen Entwicklungsverlauf sowie die Gründe für die gesellschaftliche Meidung des Begriffes. Im Folgenden wird das Anliegen der Rassismuskritik dargestellt und daran anschließend die neue rassistische Erscheinungsform des Kulturrassismus präsentiert.

Nach einer kurzen Einleitung werden in je einer Konzeptanalyse des Paritätischen Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) zentrale Begriffe rassismuskritisch analysiert und Problemfelder aufgezeigt. In einer anschließenden Zusammenfassung wird in einer zweiten Analyse der Versuch unternommen, Elemente der Ausländer- und Interkulturellen Pädagogik darzustellen und Rückschlüsse auf eine mögliche Rück- oder Weiterentwicklung der analysierten Konzepte zu ziehen. Abschließend werden in einem Fazit die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interkulturelle Öffnung

3. Kultur

4. Rassismus

4.1 Rassismuskritik

4.2 Kultur-Rassismus

5. Rassismuskritische Analyse

5.1 Leitfaden Interkulturelle Öffnung Der Paritätische

5.2 Handreichung Diakonie RWL

5.3 Zwischenfazit

6. Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Pädagogik

6.1 Ausländerpädagogik

6.2 Interkulturelle Pädagogik

6.3 Untersuchung des Konzeptes des Paritätischen

6.5 Zusammenfassung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht aus rassismuskritischer Perspektive, in welcher Form Rassismen in den Konzepten zur „Interkulturellen Öffnung“ von Wohlfahrtsverbänden enthalten sind, und arbeitet dabei Widersprüche sowie problematische Ansätze heraus.

  • Analyse von Konzepten zur Interkulturellen Öffnung
  • Rassismuskritische Perspektive auf Wohlfahrtsorganisationen
  • Untersuchung von Begriffen wie „Kultur“, „Migration“ und „Interkulturelle Kompetenz“
  • Vergleich zwischen Ausländerpädagogik und Interkultureller Pädagogik
  • Reflexion institutioneller Machtverhältnisse und Diskriminierungspraxen

Auszug aus dem Buch

4. Rassismus

Eine Verbreitung von rassistischen Denkformen und rassistisch motivierter Gewalt kann in der Bundesrepublik Deutschland zur Kenntnis genommen werden. Dadurch wird sich eine Erklärung von Rassimus nicht nur mit Geschichte und Ursachen, sondern auch mit den Erscheinungsformen beschäftigen müssen. Im wissenschaftlichen Diskurs finden sich daher unterschiedliche Schwerpunkte.

Der Begriff 'Rassismus' ist schwer zu definieren und abzugrenzen aufgrund der Tatsache, dass sehr unterschiedliche Vorstellungen unter diesem Terminus existieren (vgl. Rommelspacher 2011: 25). Eine Begriffsbestimmung des Rassismus kann als ein Schema von Machtverhältnisse legitimierenden und reproduzierenden Praxen und Diskursen definiert werden (vgl. Rommelspacher 2011: 29), wobei eine Rassismusdefinition im modernen westlichen Sinn auf der Behauptung der Verschiedenheit menschlicher 'Rassen' beruht (ebenda) und imaginierte körperliche Unterschiede die Grundlage der Ideologie des Rassismus bilden (vgl. Arndt 2017: 32). Dabei können nicht nur körperliche sondern vielmehr auch kulturelle oder religiöse Merkmale zu den Ausschlusspraktiken gezählt werden, wobei durch diese Zuschreibungen Menschen in ein 'Wir' und ein 'Nicht-Wir' eingeteilt werden (vgl. Mecheril/Castro Varela 2016: 16). Hierbei ist die Unterscheidung von Menschen mit ihrer Einteilung in materiell und symbolisch hierarchisch geordnete Gruppen mit bestimmten Bildern über diese sozialen Gruppen verbunden, in deren Folge Zuschreibungen von Eigenschaften und Wesensmerkmalen als quasi natürlich vorgestellt werden (vgl. Mecheril u. Melter 2011: 16). Mit diesen externen physiognomischen und kulturellen Merkmalen werden Dispositionen wie Intelligenz, Temperament oder charakterliche Eigenschaften verknüpft, welche als sozial-kulturell oder biologisch-genetisch determiniert abgebildet werden (vgl. Broden 2017: 820).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit einer rassismuskritischen Auseinandersetzung in der Sozialen Arbeit angesichts gesellschaftlicher Diskriminierungsformen und der Rolle von Wohlfahrtsverbänden.

2. Interkulturelle Öffnung: Es wird erläutert, wie Konzepte der interkulturellen Öffnung als strategische Adaption von Institutionen an eine zunehmend vielfältige Gesellschaft entstanden sind.

3. Kultur: Das Kapitel reflektiert die Vieldeutigkeit und den Wandel des Kulturbegriffs von einem dynamischen Verständnis hin zu einer potenziell ausgrenzenden Differenzkategorie.

4. Rassismus: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung von Rassismus als Machtsystem, einschließlich der Entwicklung hin zu „Kultur-Rassismus“.

5. Rassismuskritische Analyse: Anhand von Leitfäden des Paritätischen und der Diakonie RWL werden institutionelle Konzepte auf rassismuskritische Aspekte untersucht.

6. Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Pädagogik: Die Arbeit ordnet die untersuchten Konzepte historisch und inhaltlich zwischen der ausgrenzenden Ausländerpädagogik und dem pädagogischen Ansatz der Interkulturalität ein.

7. Fazit: Die Ergebnisse fassen zusammen, dass in den analysierten Konzepten zwar Entwicklungspotenzial vorhanden ist, aber auch kritische Rückschritte in diskriminierende Denkmuster bestehen bleiben.

Schlüsselwörter

Rassismus, Rassismuskritik, Interkulturelle Öffnung, Wohlfahrtsverbände, Soziale Arbeit, Kultur, Interkulturelle Kompetenz, Diskriminierung, Migrationsgesellschaft, Ausländerpädagogik, Interkulturelle Pädagogik, Diversität, Machtverhältnisse, Othering, Ausschluss

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Frage auseinander, wie Rassismus aus einer rassismuskritischen Perspektive in den Konzepten zur „Interkulturellen Öffnung“ von Wohlfahrtsverbänden verankert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Rassismuskritik, die Analyse von Kulturbegriffen, die Geschichte der Ausländer- und Interkulturellen Pädagogik sowie die institutionelle Organisationsentwicklung in der Migrationsgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, in Konzepten der Interkulturellen Öffnung enthaltene Rassismen und Widersprüche aufzudecken, um einen Beitrag zur kritischen Reflexion in der Sozialen Arbeit zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rassismuskritische Konzeptanalyse und vergleicht diese mit den theoretischen Hintergründen der Ausländerpädagogik sowie der Interkulturellen Pädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst Definitionen zu Rassismus und Kultur, eine detaillierte Analyse der Konzepte des Paritätischen (NRW) und der Diakonie (RWL) sowie eine Einordnung dieser Konzepte in pädagogische Paradigmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rassismuskritik, Interkulturelle Öffnung, Wohlfahrtsverbände, Differenzkonstruktion, Machtverhältnisse und Kulturalisierung.

Wie bewertet die Arbeit das Konzept des Paritätischen?

Das Konzept wird kritisch hinsichtlich seiner plakativen Darstellung von Migrant*innen und der Gefahr einer Kulturalisierung durch das Verständnis von „Interkultureller Kompetenz“ hinterfragt.

Welches zentrale Problem wird im Konzept der Diakonie RWL identifiziert?

Die Arbeit identifiziert die Benachteiligung aufgrund der Religions- bzw. Konfessionszugehörigkeit im Rahmen des kirchlichen Arbeitsrechts als zentralen Kritikpunkt.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rassismuskritische Analyse von Konzepten zur interkulturellen Öffnung am Beispiel von zwei Wohlfahrtsorganisationen
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
42
Katalognummer
V920550
ISBN (eBook)
9783346238245
ISBN (Buch)
9783346238252
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rassismuskritische analyse konzepten öffnung beispiel wohlfahrtsorganisationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Rassismuskritische Analyse von Konzepten zur interkulturellen Öffnung am Beispiel von zwei Wohlfahrtsorganisationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920550
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Leseprobe aus  42  Seiten
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