Die Schüler der Klasse sind im Internat der Schule als auch in Wohngruppen der Stadt Chemnitz untergebracht. Sie verbringen ihre Freizeit oft gemeinsam und erleben gemeinsame Aktivitäten auch außerhalb des Klassenverbandes. Es wird sich während des Unterrichtes im fachlichen als auch im sozialen Bereich geholfen. Auf Grund dessen und der niedrigen Schülerzahl herrscht ein positives Klassenklima: d. h. die Schüler sind am Unterricht interessiert und arbeiten aktiv mit.
Die Unterrichtsstunde liegt am Anfang der Woche, jedoch sind auf Grund des starken Klassenverbandes und der guten Disziplin keine Unterbrechungen oder Störungen des Unterrichtes zu erwarten. Berichte des vergangenen Wochenendes werden in den Pausen ausgetauscht und sind nicht Thema der Unterrichtsstunden.
Das neue Themengebiet „Erfassen eines Mahnbriefes“ beinhaltet Schwerpunkte, die die Schüler während ihrer Ausbildung, als auch im privaten schriftlichen Gebrauch beherrschen müssen und ist fachübergreifend. Vereinzelt wurden bereits Vorkenntnisse signalisiert, welche sich aber auf den privaten Bereich beschränken.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Angaben
2. Analyse der Unterrichtsbedingungen
2.1 Analyse der Klasse
2.2 Stellung des Themas im Lehrplan
2.3 Fachinhaltliche Orientierung
2.4 Didaktischer Kommentar
3. Methodische Gestaltung unter Berücksichtigung der Lernziele und Medienwahl
3.1 Lernziele
3.2 Methoden
3.3 Wahl der Medien
3.4 Unterrichtsverlauf
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieses Unterrichtsentwurfs ist es, sehbehinderten und blinden Auszubildenden die theoretischen und praktischen Grundlagen des Mahnwesens zu vermitteln, um sie zur selbstständigen Erstellung rechtssicherer und korrekt formulierter Mahnschreiben zu befähigen.
- Vermittlung der Systematik und Textbausteine verschiedener Mahnstufen.
- Anwendung fachübergreifender Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse.
- Nutzung auditiver Lehrmethoden als Alternative zum visuellen Tafelbild.
- Förderung der kreativen Ausdrucksfähigkeit und sozialen Interaktion im Unterricht.
Auszug aus dem Buch
2. 3 Fachinhaltliche Orientierung
Kenntnisse über das Themengebiet „Mahnwesen“ wurden auf Grund der bereitgestellten Literatur der Fachlehrer, eigener Lektüre und mit Hilfe der Recherche aktueller Artikel und Ausführungen im Internet erworben.
Eine Mahnung ist eine Zahlungserinnerung des Gläubigers an den Schuldner, welcher eine geschuldete Leistung zu erbringen hat. Voraussetzung ist dabei der Verzug des Schuldners nach § 286 BGB. Die Mahnung ist an keine Form gebunden. Aus Gründen der Beweisführung empfiehlt sich die Schriftform und sollte eine bestimmte eindeutige Aufforderung an den Schuldner enthalten.
Die Stunde soll demnach die Formulierung eines Mahnbriefs beinhalten, wobei die wesentlichen Schwerpunkte beachtet werden sollen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeine Angaben: Dieses Kapitel enthält die formalen Rahmenbedingungen der Unterrichtsstunde, wie Schulart, Klassenstärke und das spezifische Thema.
2. Analyse der Unterrichtsbedingungen: Hier werden die Voraussetzungen der Lerngruppe, die Einordnung des Themas in den Lehrplan sowie die fachlichen und didaktischen Hintergründe erläutert.
3. Methodische Gestaltung unter Berücksichtigung der Lernziele und Medienwahl: Dieser Abschnitt beschreibt die Lernziele, die angewandten Methoden, den Medieneinsatz sowie den tabellarischen Ablauf der Unterrichtseinheit.
Schlüsselwörter
Unterrichtsentwurf, Mahnwesen, Fachkräfte für Textverarbeitung, Berufsschule, Sehbehinderung, Inklusion, Geschäftsbrief, Mahnbrief, Rechtschreibung, Grammatik, Unterrichtsmethodik, Textbausteine, Sprachfähigkeit, Didaktik, Lernziele.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf befasst sich mit der Planung einer Deutschstunde in einer Berufsschule für Textverarbeitung, in der das korrekte Verfassen von Mahnbriefen thematisiert wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Mahnwesen, der Anwendung formaler DIN-Vorgaben für Geschäftsbriefe sowie der Vertiefung von Rechtschreibung und Grammatik.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen befähigt werden, selbstständig Mahnbriefe verschiedener Stufen unter Einhaltung sprachlicher und formaler Kriterien zu verfassen.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Es kommen vorwiegend darstellende und problemorientierte Lehrmethoden zum Einsatz, ergänzt durch Diktate zur auditiven Wissensvermittlung.
Was wird im methodischen Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung durch Gedichte, die Erarbeitung der Mahnstufen mittels Diktat und die praktische, eigenständige Schreibphase der Schüler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben fachspezifischen Begriffen wie Mahnbrief und Geschäftsbrief prägen Begriffe wie Inklusion, Sehbehinderung und auditive Methodik die Arbeit.
Warum wird auf ein klassisches Tafelbild verzichtet?
Aufgrund der Sehbehinderung und Blindheit der Schüler in der Lerngruppe würde ein Tafelbild die Schüler benachteiligen; daher wird auf auditive Verfahren gesetzt.
Wie wird die Kreativität der Schüler in diesem Setting gefördert?
Durch freie Themenwahl beim Schreiben der Mahnungen und die anschließende Präsentation der Ergebnisse wird Raum für individuelle Gestaltung und Interaktion geschaffen.
- Citation du texte
- Susann Fink (Auteur), 2007, Unterrichtsstunde: Firmenbriefe - Schreiben einer Mahnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92100