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Schülerfirma an einer „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“ (SFG). Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz

Title: Schülerfirma an einer „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“ (SFG). Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz

Examination Thesis , 2007 , 115 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rebecca Hasenclever (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Das Projekt Schülerfirma lernte ich im Rahmen meines zweiten Blockpraktikums im September 2006 an einer „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“ (SFG) kennen. Da ich mein Praktikum nicht in der Klasse mit der Schülerfirma absolvierte, lernte ich diese zunächst nur durch Erzählungen und als Kunde des „Schülercafes“ kennen. Mein Interesse daran war geweckt, denn das sah nicht nach normalem Unterricht aus. Ich informierte mich bei Lehrern aus der Schule darüber, und je mehr sie davon erzählten, desto erstaunter war ich, dass dies an einer „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“ möglich war.
Da ich zu dem Zeitpunkt ein Thema für meine Examensarbeit suchte, entschied ich mich, diese über Schülerfirmen zu schreiben. Nun wollte ich mehr darüber wissen. Ich absolvierte ein weiteres Praktikum an dieser Schule, dieses Mal in der Werkstufe, der Klasse mit der Schülerfirma.
Ich lernte die Arbeit der Schüler in einem zweiwöchigen Praktikum kennen und war erstaunt, zu welchen Leistungen sie in der Lage sind. Jeden Freitag versorgten sie die komplette Schule mit ihrem Angebot zum Frühstück. Und jeden Dienstag bereiteten sie ein Catering für die Menschen aus der WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen) in ihrer Stadt vor. Doch nicht nur die Vorbereitung war ihr Job; auch der Einkauf und der Verkauf gehörten zu ihren Aufgaben. Die Schüler sind dadurch in der Lage, mit Geld umzugehen, aber auch Begriffe wie Umsatz und Gewinn waren ihnen bekannt und konnten berechnet werden. Durch die-se Leistungen, mit denen auch die Lehrer nicht gerechnet haben, ließ ich mich immer mehr von dieser Methode begeistern. Doch bisher kannte ich nur die Praxis. Wie sieht es mit der Theorie aus? Was sagt die wissenschaftliche Literatur zu Schülerfirmen in der SFG?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Vorbemerkung

1. Einleitung

2. Was ist eine Schülerfirma?

2.1 Das didaktische Konzept der Schülerfirma:

Der Projektunterricht

2.2 Definition und Beschreibung der Schülerfirma

2.3 Was ändert sich für die Schüler?

2.3.1 Was ändert sich für die Lehrer?

2.3.2 Was ändert sich für die Schulen?

2.4 Entwicklungsgeschichte der Schülerfirma

2.5 Nachhaltige Schülerfirmen

2.6 Der pädagogische Sinn einer Schülerfirma

2.6.1 Mögliche Ziele der Schülerfirma

2.6.2 Lernziele nach Geyer

2.7 Schülerfirma pro und contra

2.7.1 Entwicklung von Fachkompetenzen

2.7.2 Entwicklung von überfachlichen Kompetenzen

2.7.3 Vorteile der Schülerfirma

2.8 Rechtsformen von Schülerfirmen

2.8.1 Die Schüler-Aktiengesellschaft (S-AG)

2.8.2 Die Schüler-Gesellschaft mit beschränkter Haftung (S-GmbH)

2.8.3 Die Schüler-Genossenschaft (S-eG)

3. Wie gründe ich eine Schülerfirma?

3.1 Gruppenfindung

3.1.1 Klassenfirma oder Arbeitsgemeinschaft?

3.2 Schulorganisatorische Bedingungen für die Gründung

3.3 Geschäftsidee

3.4 Rechtsfragen

3.4.1 Gesetzliche Grundlagen

Vier verschiedene Organisationsformen für Schülerfirmen

3.5 Organisatorische Fragen

3.6 Mögliche Unterstützung zur Bildung von Schülerfirmen

4. Schülerfirmen in der „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“

4.1 Definition und Beschreibung der SFG

4.1.1 Die Werkstufe

4.2 Schülerfirma in der SFG?

4.3 Die Schülerfirma im Rahmen des Lehrplans der SFG

4.4 Die Bedeutung der Schülerfirma für benachteiligte Schüler

5. Die Befragung

5.1 Das Ziel der Befragung

5.2 Die Durchführung der Befragung

5.3 Die Konzeption des Fragebogens

5.3.1 Fragebogen für Schulen mit Schülerfirma

5.3.2 Fragebogen für Schulen ohne Schülerfirma

6. Auswertung des Fragebogens

6.1 Auswertung des „Ja“ Fragebogens

6.2 Auswertung des „Nein“ Fragebogens

6.3 Besonderheiten

6.3.1 Eine Schülerfirma wurde beendet

6.3.2 Die Schülerfirmen werden gegründet

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung und Erfahrungen mit Schülerfirmen an Schulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz, um aufzuzeigen, wie diese pädagogische Methode zur Berufs- und Lebensvorbereitung benachteiligter Schüler beitragen kann.

  • Didaktische Konzepte und pädagogischer Nutzen von Schülerfirmen
  • Gründungsprozess, Rechtsformen und schulorganisatorische Rahmenbedingungen
  • Spezifische Anforderungen und Möglichkeiten in der „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“
  • Empirische Analyse der Verbreitung und Erfahrungen durch eine Umfrage in Rheinland-Pfalz
  • Förderung von Schlüsselqualifikationen und beruflicher Selbstständigkeit

Auszug aus dem Buch

2.2 Definition und Beschreibung der Schülerfirma

„Schülerfirmen können definiert werden als von den Schü ler/inne/n selbstständig betriebene ökonomische Projekte, in de nen sie ein Produkt herstellen bzw. eine Dienstleistung erbrin gen, die sie entweder nur in der Schule oder auch außerhalb der Schule verkaufen“ (siehe Dohmke-Aleithe 1999, S. 21). Schüler firmen sind Schulprojekte und keine realen Wirtschaftsunterneh men. Das bedeutet auch, dass vor allem pädagogische Ziele ver folgt werden und keine wirtschaftlichen. „Das Lernen steht im Mittelpunkt, nicht das Geldverdienen“ (siehe Dasecke 2002, S. 30). Schülerfirmen sollen und dürfen keine Konkurrenz zu realen Wirtschaftsunternehmen darstellen. Der pädagogische Gedanke hinter dieser Methode ist die Vorbereitung auf den späteren Be rufsalltag, um dadurch den Übergang zwischen Schule und Beruf zu erleichtern. Außerdem erlernen die Schüler Schlüsselqualifi kationen für den späteren Beruf und den Alltag. „Selbstständig keit, Unternehmergeist, Mut zur Innovation kann man nicht wie Fakten lernen, sondern muss sie als Anforderung und als eigene Qualifikation erfahren und entwickeln können“ (siehe Landesin stitut für Schule und Weiterbildung 2000, S. 8). Dazu bietet die Schülerfirma Gelegenheit, da die Schüler nicht nur theoretisch lernen, sondern praktisch eine Firma führen.

Ein ganz wichtiger Punkt für die Motivation der Jugendlichen ist, dass sie an praktischen Beispielen erkennen, wofür sie lernen und in welchen Situationen bestimmte Fähigkeiten und Fertigkei ten benötigt werden. Dabei bringen sowohl positive als auch ne gative Erfahrungen die Schüler in ihrem Berufsfindungsprozess weiter (vgl. Krause 2002, S. 7).

„Aus fachdidaktischer Sicht ist die Schülerfirma ein handlungs orientiertes Lehr-Lernarrangement, in dem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, am Beispiel „ihres“ Unterneh-

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorbemerkung: Erläuterung der Verwendung der maskulinen Sprachform in der Arbeit.

1. Einleitung: Vorstellung des Projektes und der persönlichen Motivation der Autorin zur Untersuchung von Schülerfirmen.

2. Was ist eine Schülerfirma?: Grundlagen, didaktische Konzepte, Ziele und rechtliche Aspekte von Schülerfirmen allgemein.

3. Wie gründe ich eine Schülerfirma?: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Planung und Umsetzung von der Gruppenfindung bis zur Geschäftsführung.

4. Schülerfirmen in der „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“: Analyse des Bildungsauftrags dieser speziellen Schulform und Integration von Schülerfirmen.

5. Die Befragung: Methodische Erläuterung zur Konzeption und Durchführung der Umfrage an Schulen in Rheinland-Pfalz.

6. Auswertung des Fragebogens: Statistische Analyse und Darstellung der Ergebnisse aus den zurückgesendeten Fragebögen.

7. Fazit: Zusammenfassende Schlussfolgerungen aus Theorie und praktischer Umfrage.

Schlüsselwörter

Schülerfirma, Förderschule, ganzheitliche Entwicklung, Berufsvorbereitung, Schlüsselqualifikationen, Projektunterricht, Arbeitspädagogik, Werkstufe, Wirtschaftspädagogik, Selbstständigkeit, Praxisorientierung, Rheinland-Pfalz, Inklusion, Kompetenzförderung, Schulkiosk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Schülerfirmen als handlungsorientierte Lehrmethode, speziell an Schulen mit dem Förderschwerpunkt „ganzheitliche Entwicklung“ in Rheinland-Pfalz.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Definition und Ziele von Schülerfirmen, die praktische Gründungsberatung sowie eine empirische Bestandsaufnahme der Erfahrungen an verschiedenen Förderschulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Schülerfirmen an Förderschulen umgesetzt werden können und welchen Beitrag sie zur Berufsvorbereitung und persönlichen Entwicklung der Schüler leisten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu pädagogischen und ökonomischen Grundlagen sowie einer quantitativen Umfrage mittels Fragebögen, die an 39 Schulen in Rheinland-Pfalz verschickt wurden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft behandelt?

Im Hauptteil wird beleuchtet, wie Schülerfirmen im Rahmen des spezifischen Lehrplans der Förderschulen funktionieren und wie der Übergang von der Schule in das Berufsleben durch Praxisprojekte wie die Werkstufe unterstützt wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Berufsvorbereitung, Schlüsselqualifikationen, Projektunterricht, Werkstufe sowie die Förderung von Handlungskompetenz und Integration bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Warum ist die Wahl der Rechtsform für eine Schülerfirma relevant?

Obwohl es rechtlich oft als Schulveranstaltung läuft, hilft eine Rechtsform (wie S-AG oder S-GmbH) dabei, Realitätsnähe zu erzeugen und die Schüler im Umgang mit wirtschaftlichen Strukturen zu schulen.

Welche Rolle spielt die Unterstützung durch externe Partner?

Kooperationen mit Betrieben oder Institutionen werden als essenziell erachtet, um Beratung, Praktikumsplätze und finanzielle Sicherheit für das Projekt zu gewährleisten, wobei dieses Potenzial aktuell noch zu selten genutzt wird.

Was lässt sich aus dem "Negativbeispiel" einer beendeten Schülerfirma lernen?

Die Beendigung deutet darauf hin, dass eine Überlastung der Lehrkräfte, mangelnde Einbeziehung der Schüler in den Entscheidungsprozess und ein zu hoher administrativer Aufwand das Scheitern des Projekts begünstigen können.

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Details

Title
Schülerfirma an einer „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“ (SFG). Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,3
Author
Rebecca Hasenclever (Author)
Publication Year
2007
Pages
115
Catalog Number
V92128
ISBN (eBook)
9783638060240
ISBN (Book)
9783640204700
Language
German
Tags
Schülerfirma Erfahrungen Rheinland-Pfalz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Hasenclever (Author), 2007, Schülerfirma an einer „Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung“ (SFG). Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92128
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