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DJ-Kultur in auditiven und neuen Medien

Title: DJ-Kultur in auditiven und neuen Medien

Diploma Thesis , 2005 , 142 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Barbara Wimmer (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Summary Excerpt Details

Es wird davon ausgegangen, dass DJ-Kultur ein hybrides, popkulturelles Phänomen darstellt, welches mit der Erfindung des Radio-Apparates begonnen hat. Durch die Verbreitung neuer Technologien haben sich aber auch für DJs neue Tätigkeitsfelder entwickelt, und sie bereichern zusätzlich zum traditionellen Medium Radio auch die globale Internet-Radiolandschaft.

Der theoretische Rahmen meiner Diplomarbeit ist das Umfeld der "Cultural Studies". Als Ausgangsbasis dienen die Anfänge der Birminghamer "Subkulturschule" im direkten Vergleich mit Postsubkulturtheorien. ". Im Rahmen des "Cultural Studies"-Kontexts wird auch die Rolle des DJs als Meinungsbildner, Künstler, Star und Lehrender untersucht.

Die von mir für die Untersuchung des Gegenstandes angewandte Methode stellt das Experteninterview dar. Die Methodik orientiert sich an Lamneks „Qualitativer Sozialforschung“, sowie Bogners/Menzs „Experteninterview“. Zu Kreis der Experten zählen Personen, die im Umfeld als „DJ“ oder im Radio als Redakteur DJ-zentrierter Sendungen arbeiten, sowie Personen aus dem Cultural Studies-Umfeld.

Durch die zunehmende Technologisierung wird sich die DJ-Kultur weiterhin wandeln und anpassen. Als Abschluss der Arbeit möchte ich ausgehend von meinen Forschungsfragen die Hypothesen generieren.


1. DJ-Kultur ist ein hybrides, popkulturelles und globales Phänomen, welches sich durch die Entwicklung neuer Technologien ständig weiterentwickelt.
2. Der DJ von heute hat dabei verschiedene Funktionen. Er kann Opinion Leader, Star, Künstler oder Lehrender sein.
3. DJ-Kultur ist ein wesentlicher Teil der Clubkultur und ist neben dem Club vorwiegend in auditiven Medien wie z.B. dem Radio vertreten. Die Funktionen eines Radio-DJs und eines Club-DJs unterscheiden sich voneinander.
4. Durch die zunehmende Verbreitung neuer Technologien haben sich auf für den DJ neue Tätigkeitsfelder entwickelt. Zahlreiche Internet-Radiostationen werden ins Leben gerufen und ergänzen (bzw. komplementieren) die globale Medienlandschaft.
5. Die Authentizität der DJs, die in sogenannten „Nischen“- und „Mikromedien“ agieren, ist innerhalb der Club-Kultur größer als in „Massenmedien“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Erkenntniszusammenhang und theoretischer Bezugsrahmen

1.2. Aufbau der Arbeit

2. DJ-Kultur als hybrides, popkulturelles und globales Phänomen

2.1. Begriffsdefinitionen

2.1.1. DJ

2.1.2. Kultur

2.1.3. Pop

2.1.4. DJ-Kultur

2.2. Das Phänomen Pop und die Cultural Studies

2.2.1. Die Ursprünge: Die Birminghamer Subkulturschule

Die Kategorie Jugend

Die Kategorie Klasse

Die Kategorie Gender

Mainstream vs. Minderheiten

2.2.2. Die Fortsetzung: Postsubkulturtheorien

Die Kategorie Jugend

Die Kategorie Klasse

Die Kategorie Gender

Mainstream vs. Minderheiten

Lokal vs. Global

2.3. Das Phänomen DJ-Kultur in den Cultural Studies

2.3.1. Sarah Thornton’s „Club Cultures“

2.3.2. Ulf Poschardts „DJ Culture“

2.4. Die Rolle des DJs

2.4.1. Der DJ als Opinion Leader

2.4.2. Der DJ als Artist (Künstler)

2.4.3. Der DJ als Star

2.4.4. Der DJ als Identifikationsfigur

2.4.5. Der DJ als Educator (Lehrender)

2.5. Der weibliche DJ und die Rolle der Gender Studies

2.5.1. Gender Studies

2.5.2. Gender Studies und Musik

2.5.3. Das Phänomen „weiblicher DJ“ in den Cultural und Gender Studies

3. Die Medienentwicklung von Club- und DJ-Kultur

3.1. Massen-, Mikro- und Nischenmedien

3.1.1. Massenmedien

3.1.2. Mikromedien

3.1.3. Nischenmedien

3.2. Das Internet und die Konvergenz mit klassischen auditiven Medien

3.2.1. Definition und Wesensmerkmale des Internets

3.2.2. Die multimediale Darstellungsform „Audio“ im Internet

3.2.3. Konvergenz – Begriffe und Dimensionen

3.2.4. Inhaltlich-funktionale Konvergenz zwischen Radio und Internet

3.2.5. Inhalts- und Beziehungsaspekte von Kommunikation im Internet

3.2.6. Nutzung des Internets

3.3. Die Medien und Formate der DJ-Kultur

3.3.1. Die Vinyl-Schallplatte und der Technics SL 1210 MK2

3.3.2. Das Mixtape

3.3.3. Die CD und der CDJ

3.3.4. Das MP3-File und Final Scratch

4. DJ-Kultur im Radio

4.1. Radiopioniere – Die Entstehung und Geschichte des DJs

4.1.1. Die ersten Radioversuche

4.1.2. Der erste DJ-Star

4.1.3. Der schwarze Radio-DJ

4.1.4. Alan Freed – der Erfinder des „Rock’n’Roll“

4.1.5. Das Top-40-Format

4.1.6. Die Entwicklung in Europa

4.2. DJ-Kultur im Piratenradio und im Freien Radio

4.2.1. Piratenradio in England

4.2.2. Der englische Piratensender KOOL-FM

4.2.3. Die Grundsätze und Leitbilder Freier Radios

4.2.4. DJ-Kultur im Freien Radio in Österreich

4.2.5. DJ-Zentrierte Sendungen beim Freien Radio Orange am Beispiel der Sendung „Lost in Bass“

4.3. DJ-Kultur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

4.3.1. BBC Radio 1 und Radio 1Xtra in England

4.3.2. Hitradio Ö3 in Österreich

4.3.3. Jugend- und Kulturradio FM4 in Österreich

4.3.4. DJ-Zentrierte Sendungen bei FM4 am Beispiel der Sendung „La Boum De Luxe“

5. DJ-Kultur im Internet

5.1. Internet Radio

5.1.1. Angebote

5.1.2. Nutzung

5.1.3. Rechtliche Situation

5.1.4. Entwicklungen

5.1.5. Internet-Radio am Beispiel des US-Senders „Bassdrive“

5.1.6. Internet-Radio am Beispiel des österreichischen Senders „Play FM“

5.2. Virtual Communities und Websites

5.2.1. Definition

5.2.2. Bedeutung

5.2.3. Community Building am Beispiel vom Jugend- und Kulturradio FM4

5.2.4. Frauennetzwerke am Beispiel von „Female Pressure“

6. Methodik und Empirie

6.1. Das Experteninterview

6.2. Problemanalyse der Experteninterviews

6.3. Vorgangsweise bei der Auswertung der Experteninterviews

6.4. Auswertung der Experteninterviews

6.4.1. Szene-DJs vs. Massen-DJs

6.4.2. Die Bedeutung der DJ-Kultur und ihr Stellenwert

6.4.3. Die Bedeutung der Neuen Medien für die DJ-Kultur

6.4.4. Wandel der DJ-Kultur

6.4.5. Die Debatten: Radio vs. Club, CD vs. Vinyl

6.4.6. Gender: weibliche DJs im Blickpunkt

7. Resümee und Ausblick

7.1. Zusammenfassung

7.2. Ausblick

Zielsetzung und Themen

Diese Diplomarbeit untersucht den Wandel der DJ-Kultur von ihren historischen Anfängen bis zur aktuellen Gegenwart unter Berücksichtigung gesellschaftlicher sowie medientechnischer Faktoren. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Entwicklungsprozesse und die verschiedenen Einflüsse, die die DJ-Kultur geprägt haben.

  • Analyse der theoretischen Einbettung in Cultural Studies und Postsubkulturtheorien.
  • Untersuchung der Medienentwicklung (Radio, Internet, Vinyl, CD, MP3) und deren Konvergenz.
  • Darstellung der verschiedenen Rollen des DJs (Opinion Leader, Künstler, Star, Identifikationsfigur, Educator).
  • Empirische Forschung mittels Experteninterviews zu den Themenfeldern Szene- versus Massen-DJs, Gender-Aspekten und dem Stellenwert der DJ-Kultur.

Auszug aus dem Buch

2.4.1. Der DJ als Opinion Leader

Der DJ wird in der Fachliteratur sehr oft als Opinion Leader bezeichnet. Dies resultiert daraus, dass er sich als aktiver Plattensammler betätigt. Dabei ist er automatisch auch Konsument. Der DJ hat jedoch meist den Überblick über sämtliche Neuerscheinungen und beschäftigt sich intensiver mit der verfügbaren Musik, als ein durchschnittlicher Konsument. Der durchschnittliche Konsument richtet sich bei seiner Kaufentscheidung oftmals danach, wo er das Musikstück bereits gehört hat, und welcher DJ es regelmäßig spielt. Der DJ wiederum tauscht sich mit seinen Kollegen aus, um Neuerscheinungen zu besprechen. Der DJ fungiert somit als „Experte“ in seinem Musikbereich, und hat ein überdurchschnittlich ausgeprägtes subjektives Interesse. Die Funktionen eines Club-DJs und die eines Radio-DJs unterscheiden sich hierbei durch die Interaktionsmöglichkeit mit dem Publikum.

Der Club-DJ kann als „Opinion Giver“ betrachtet werden. Seine Aufgabe ist es, das Publikum zum Tanzen zu bringen und bestimmte Stimmungen zu erzeugen. Der Ort des Geschehens ist der Club und das Publikum kann unmittelbar auf seine Auswahl reagieren. Das Publikum kann folglich als „Opinion Asker“ bezeichnet werden. Im Gegensatz zum Zuhörer bei einem Rock-Konzert kann es jedoch nicht als Einzelperson betrachtet werden, sondern als Kollektiv, von diesem der DJ einen aktiven Teil darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der zentralen Forschungsfrage zu Wandel und Entwicklung der DJ-Kultur sowie Skizzierung des theoretischen Bezugsrahmens.

2. DJ-Kultur als hybrides, popkulturelles und globales Phänomen: Definition der Grundbegriffe, Einbettung in die Cultural Studies und Analyse der verschiedenen Rollen und Funktionen des DJs sowie der Gender-Problematik.

3. Die Medienentwicklung von Club- und DJ-Kultur: Untersuchung der Bedeutung verschiedener Medien (Massen-, Mikro-, Nischenmedien) sowie die Konvergenz von Radio und Internet und die Rolle technischer Formate wie Vinyl, CD und MP3.

4. DJ-Kultur im Radio: Historischer Rückblick auf die Radiopioniere, die Entstehung des DJ-Stars, Payola-Skandale, das Top-40-Format sowie die Rolle von Piraten-, Freien und öffentlich-rechtlichen Radios.

5. DJ-Kultur im Internet: Darstellung der Angebote und Nutzung von Internet-Radios, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Bedeutung von virtuellen Communities und speziellen Frauennetzwerken.

6. Methodik und Empirie: Erläuterung der angewandten qualitativen Forschungsmethode des Experteninterviews und Auswertung der geführten Gespräche nach soziologischen Kategorien.

7. Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse, Beantwortung der Forschungsfrage und ein kurzer Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.

Schlüsselwörter

DJ-Kultur, Club-Kultur, Cultural Studies, Radio, Internet, Vinyl, MP3, Musiksoziologie, Gender Studies, Experteninterview, Musikmedien, Community Building, Postsubkulturtheorien, Opinion Leader, Digitale Medien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der DJ-Kultur von den historischen Anfängen bis zur Gegenwart unter gesellschaftlichen und medientechnischen Gesichtspunkten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Einbettung in die Cultural Studies, die Rolle des DJs in der Musiklandschaft, die technische Medienentwicklung sowie geschlechterspezifische Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, in einer umfassenden Analyse zu untersuchen, wie sich die DJ-Kultur gewandelt hat und welche technologischen sowie gesellschaftlichen Faktoren diesen Prozess maßgeblich beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf dem Prinzip der qualitativen Sozialforschung, wobei als spezifische Untersuchungsmethode das explorative Experteninterview gewählt wurde.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung, die detaillierte Analyse der Medienentwicklung (Radio, Internet) und eine empirische Auswertung von Experteninterviews.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie "DJ-Kultur", "Cultural Studies", "Medienkonvergenz", "Szene-DJ" und "Digitalisierung" charakterisiert.

Welche Bedeutung haben "Nischenmedien" für die DJ-Kultur?

Nischenmedien dienen als wichtige Schnittstelle zwischen Club-Szene und Öffentlichkeit; sie besitzen eine hohe Glaubwürdigkeit und dokumentieren, was innerhalb der jeweiligen Szene geschieht.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Radio-DJs von der des Club-DJs?

Der Club-DJ agiert durch direkte Interaktion mit dem tanzenden Publikum („Opinion Giver“), während beim Radio-DJ die Interaktionsmöglichkeiten stärker eingeschränkt sind und er eher als "Opinion Leader" fungiert.

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Details

Title
DJ-Kultur in auditiven und neuen Medien
College
University of Vienna  (Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft)
Course
Diplom
Grade
2,0
Author
Barbara Wimmer (Author)
Publication Year
2005
Pages
142
Catalog Number
V92137
ISBN (eBook)
9783638060264
ISBN (Book)
9783640128037
Language
German
Tags
DJ-Kultur Medien Diplom
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbara Wimmer (Author), 2005, DJ-Kultur in auditiven und neuen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92137
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