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Die Musiker der Alta Capella

Title: Die Musiker der Alta Capella

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nicole Köhnen (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Bei jeglicher Art von Untersuchung eines Gegenstandes stellt sich naturgegeben als eine der ersten Fragen die Frage nach der Herkunft. Als weitere Frage stellt sich demnach auch die Frage nach der Herkunft des Begriffes. In wie weit diese zwei einfach anmutenden Fragen jedoch nicht einfach zu beantworten sind, erschließt sich dem Interessenten spätestens wenn dieser sich ebenfalls noch der Begriffsherkunft widmet. Wir sind also in einem Bereich, den die Historik, die Germanistik, die Linguistik und nicht zuletzt die interdisziplinäre Kulturwissenschaft interessiert. In dieser Referatsausarbeitung ist es mein Ziel die Musiker der Alta Capella darzustellen. Wie eingangs erwähnt, bleibt es den Gedanken nicht erspart nach deren Herkunft zu fragen, bei der man nach gründlicher Lektüre entsprechender Fachliteratur schnell fündig wird. Dass die Musiker der Alta Capella von den mittelalterlichen Spielleuten stammen, bzw. sich aus ihnen herausbildeten, ist an Quellen neuerer Untersuchungen eindeutig und schnell belegbar. Was ist aber mit deren Herkunft wiederum? Hierzu verwende ich hauptsächlich die Literatur von Wolfgang Hartung, Antonie Schreier-Hornung, Walter Salmen, ebenso Artikel aus dem MGG. Möchte man sich eine Musikergruppe, ja einen ganzen Berufsstand in einem Zeitraum von ca. 1400 - 1550 anschauen, so kommt man nicht umhin, rund 1000jährige Musik- und Kulturgeschichte zu betrachten. Anhand dieser darzustellenden Zeitspanne, kann diese Ausarbeitung also nur Ausschnitte bieten.
Das Vorgehen soll hier sein, ausgehend vom Spielmann des Mittelalters, der Problematik seiner Traditionen, seiner Darstellung, seines sozialen und kulturellen Standes hinführen zu einem Überblick über die Aufgaben, Funktionen und dem gewandelten Bildes des Musikers in der Renaissance und zur Etablierung eines neuen Berufsstandes, begründet erstmals durch die Vereinigungen der so genannten „Alta Capella“.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Spielmann im Mittelalter

2.1 Die Kleidung

2.2 Die Spielorte

2.3 Die Entlohnung

2.4 Soziale Stellung (zusammenfassender Blick)

3. Die Musiker der Alta Capella

3.1. Aufgaben bei Hofe

3.2 Stadtmusiker

3.3 Soziale Stellung

4. Das neue Selbstbewusstsein des Musikers

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die sozialen Rahmenbedingungen des Berufsstandes der Musiker im Mittelalter und der Renaissance, mit einem besonderen Fokus auf die Entstehung der Alta Capella und deren soziale sowie berufliche Etablierung.

  • Herkunft und Definition des Spielmannsbegriffs im Mittelalter
  • Stigmatisierung und soziale Stellung der fahrenden Spielleute
  • Wandel der Musikerrollen durch städtische und höfische Anstellungen
  • Entstehung von Zünften und Gilden zur Existenzsicherung
  • Etablierung eines neuen Selbstverständnisses als Berufsmusiker

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Spielorte

Spielmänner, Spielertrosse, Spielfrauen alle die für die Unterhaltung zuständig waren hatten die Funktion Bedürfnisse zu befriedigen, fröide“ und kurzweil zu bereiten. So mannigfaltig also der Bedarf an Festen war, so vielfältig musste auch der Spielmann sein. Er war angehalten in Städten, im Freien, in Dörfern und auch an Höfen zu spielen. Diese Einsatzgebiete boten einerseits dem Spielmann eine gute Einnahmequelle für seinen Unterhalt aber auf der anderen Seite musste er auch diverse Instrumente spielen und fähig sein ein großes Repertoire zu bieten.

Die größte Chance bot sich einem Spielmann der es sich zutraute und Gelegenheit bekam bei Hofe aufzuspielen. Höfe waren oft fürstlicher oder ritterlicher Wohnsitz und ggf. galt der Fürst als musikalischer Dilettant, der lediglich Kampf- und Jagdkenntnisse besaß. Der Hof bot dem fahrenden Spielmann eine Chance zur Anstellung als Hofmusikant und damit eine Möglichkeit des sozialen Aufstiegs. Je größer die Ortschaft, umso größer und häufiger gab es Möglichkeiten Feste zu feiern. So boten Städte vielfältige Gelegenheiten für Gaukler und Spielleute aufzuspielen. Festlichkeiten, wie Hochzeiten hatten einen hohen Bedarf an Spielleuten. Nicht nur die Anlässe in Städten sondern auch die Orte, in denen Spielleute spielen konnten, und Feste gefeiert wurden waren häufiger, zum Beispiel auf dem Marktplatz, im Wirtshaus ja sogar auf Friedhöfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten der Begriffsherkunft und setzt den methodischen Rahmen zur Betrachtung der Entwicklung des Musikerstandes vom Spielmann zur Alta Capella.

2. Der Spielmann im Mittelalter: Dieses Kapitel analysiert die Problematik des Spielmannsbegriffs, deren Kleidung, Spielorte und Entlohnung, die maßgeblich durch soziale Ausgrenzung geprägt waren.

3. Die Musiker der Alta Capella: Hier werden die spezifischen Aufgaben, das soziale Umfeld und die Anstellungsbedingungen der Musiker an Höfen und in Städten detailliert untersucht.

4. Das neue Selbstbewusstsein des Musikers: Das abschließende Kapitel resümiert die Entwicklung hin zum geregelten Berufsmusikertum und die damit verbundene Chance auf soziale Anerkennung.

Schlüsselwörter

Alta Capella, Spielmann, Mittelalter, Renaissance, Berufsmusiker, Spielmannsgeld, Zunftwesen, soziale Stellung, Hofmusik, Stadtmusiker, Instrumentenkunde, Musikgeschichte, Vaganten, soziale Mobilität, Gilde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Berufsstand der Musiker im Übergang vom Mittelalter zur Renaissance und analysiert deren soziale Wandlungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung des Spielmanns, die Professionalisierung durch höfische und städtische Anstellungen sowie die Rolle der Zünfte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Etablierung des Berufsstandes der Alta Capella und das damit verbundene neue Selbstbild des Musikers darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert kulturwissenschaftliche Ansätze mit einer kritischen Analyse der Fachliteratur und historischer Quellen, wie etwa Rechnungsbüchern und Gesetzestexten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Lebensbedingungen, die Entlohnung und die soziale Einordnung vom fahrenden Spielmann bis hin zum sesshaften Stadt- oder Hofmusiker analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Alta Capella, Berufsmusiker, Zunftwesen, soziale Mobilität und die mittelalterliche Ständegesellschaft.

Welche Rolle spielte die Kirche für Spielleute?

Die Kirche betrachtete fahrende Musiker oft als Dämonendiener oder gesellschaftliche Außenseiter, was deren rechtliche und soziale Stellung massiv erschwerte.

Warum war die Anstellung bei Hofe so begehrt?

Die Anstellung als Hofmusikant bot nicht nur ein festes Einkommen, sondern auch die Chance auf einen sozialen Aufstieg und den Schutz vor der Rechtlosigkeit.

Was unterscheidet Stadtmusiker von fahrenden Spielleuten?

Stadtmusiker genossen durch ihre Sesshaftigkeit und die Einbindung in zünftige Strukturen eine höhere gesellschaftliche Anerkennung als die heimatlosen, fahrenden Spielleute.

Was war die Funktion der „Alta Capella“?

Das Ensemble diente als Instrument der Machtdemonstration an Höfen und repräsentierte durch prunkvolle Kleidung und Musik den Status des Herrschers.

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Details

Title
Die Musiker der Alta Capella
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Universität)
Course
Alta musica - Blasmusikkultur der Renaissance
Grade
1,0
Author
Nicole Köhnen (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V92138
ISBN (eBook)
9783638058940
ISBN (Book)
9783638949569
Language
German
Tags
Musiker Alta Capella Blasmusikkultur Renaissance Musik Orchester Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Köhnen (Author), 2008, Die Musiker der Alta Capella, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92138
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