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Von der "society with slaves" zur "slave society"

Die Entwicklung des Rechtsstatus der Afrikaner während der Kolonialzeit in den südlichen Siedlungen Nordamerikas

Title: Von der "society with slaves" zur "slave society"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carolin Lucke (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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I. Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2
2. Die “Indentur“ als Vorreiter der Sklaverei 3
3. Die Rechtfertigung der Sklaverei aus Sicht der Sklavenhalter 4
4. Der rechtliche Status der afrikanischen Arbeitskräfte in den südlichen Kolonien 6
4.1 Die Institutionalisierung der Sklaverei in Virginia 7
4.2 Lebensverhältnisse der Sklaven im kolonialen Virginia 10
5. Schlussfolgerung 13

II. Quellenverzeichnis: 15
III. Literaturverzeichnis: 15

Diese Arbeit widmet sich der rechtlichen und sozialen Entwicklung der ersten in die südlichen Kolonien eingeführten Afrikaner von “Servants“ zu Sklaven. Dabei soll die These belegt werden, dass durch die Gesetzgebung eine gezielte, etappenweise Entrechtung der Schwarzen vorangetrieben wurde. Es soll aufgezeigt werden, dass sich diese Entrechtung zunächst aus den wirtschaftlichen Zwängen der rasant wachsenden Landwirtschaft ergab,
dann aber zunehmend durch ein rassistisches Weltbild legitimiert wurde.
Als in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts Afrikaner nach Nordamerika importiert wurden, existierten keinerlei Gesetze über den rechtlichen Status dieser unfreien Arbeiter. Erst Jahrzehnte später wurden in den Kolonien Bestimmungen darüber eingeführt, welche Menschen als Sklaven galten. Nach und nach schränkten die südlichen Kolonien mit immer drastischeren Gesetzen die Rechte der schwarzen “Servants“ ein, bis sie zum Ende des 17. Jahrhunderts als lebenslanges Grundeigentum (“real estate“) ihrer Besitzer galten.
Das erste Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit der “Indentur“, der Vertragsarbeit europäischer Siedler in den nordamerikanischen Kolonien und klärt, inwieweit parallel dazu eine Ausgangsbasis für die Leibeigenschaft Schwarzer geschaffen wurde.
Der zweite Abschnitt untersucht, mit welchen Argumenten die Versklavung von Afrikanern für den Einsatz in den südlichen Kolonien begründet wurden. Ethnische und kulturelle Verschiedenheiten zwischen den europäischen Siedlern und den Schwarzen „prädestinierten“ die Afrikaner für eine Unterjochung aus wirtschaftlichen Motiven. Der nachfolgende Teil analysiert die Rechtsgeschichte der Schwarzen in den südlichen Siedlungen vom Beginn ihrer Migration an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die “Indentur“ als Vorreiter der Sklaverei

3. Die Rechtfertigung der Sklaverei aus Sicht der Sklavenhalter

4. Der rechtliche Status der afrikanischen Arbeitskräfte in den südlichen Kolonien

4.1 Die Institutionalisierung der Sklaverei in Virginia

4.2 Lebensverhältnisse der Sklaven im kolonialen Virginia

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die rechtliche und soziale Transformation afrikanischer Arbeitskräfte in den südlichen nordamerikanischen Kolonien vom Status als vertraglich gebundene "Servants" hin zur lebenslangen Versklavung. Dabei wird untersucht, wie ökonomische Notwendigkeiten und eine zunehmend rassistisch motivierte Gesetzgebung die systematische Entrechtung vorantrieben.

  • Die Entwicklung von der "Indentur" zur dauerhaften Sklaverei
  • Wirtschaftliche und ideologische Rechtfertigungsstrategien der Sklavenhalter
  • Die rechtliche Institutionalisierung der Sklaverei, insbesondere am Beispiel Virginias
  • Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Sklaven im kolonialen Virginia
  • Der Einfluss rassistischer Ideologien auf die soziale Hierarchie

Auszug aus dem Buch

2. Die “Indentur“ als Vorreiter der Sklaverei

Riesige Flächen unkultivierten Landes und das warme Klima in den südlichen Kolonien Nordamerikas waren die ideale Basis für eine landwirtschaftliche Nutzung auf kommerzieller Ebene. Für den Aufbau dieser wurden vor allem eine große Anzahl von billigen Arbeitskräften benötigt. Seit der Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents gab es “Indentured Servants“, zumeist englische, schottische und irische Einwanderer aus der Unter- und Mittelschicht, die zur Finanzierung der hohen Überfahrtskosten oder durch ihre kriminelle Vergangenheit sich dazu verpflichteten, mehrere Jahre einem bereits ansässigen Adligen Dienste zu leisten. Dieses freiwillige Arbeitsverhältnis zwischen dem “Indentured Servant“ und seinem Herrn war vergleichbar mit einer Art Schuldknechtschaft und verlief über einen Zeitraum von vier bis zehn Jahre. Nach Ablauf der Dienstzeit erhielt er seine Freiheit.

Die “Indentur“ war entscheidend für die massenhafte Zuwanderung europäischer Arbeitskräfte in die südlichen Kolonien. Doch deckten diese Arbeiter im endenden 17. Jahrhunderts den Bedarf an Arbeitskräften für die sich ausweitenden arbeitsintensiven Tabak-, Reis-, Indigo- und Baumwollplantagen in den südlichen Kolonien nicht mehr ab. Als 1619 die ersten zwanzig Afrikaner von einem holländischen Kriegsschiff nach Virginia gebracht wurden, machte sich niemand Gedanken über deren Status. Obwohl sie im Gegensatz zu den europäischen Kontraktarbeiter unfreiwillig aus ihren Heimatländern nach Nordamerika verfrachtet wurden und ihre Anzahl vorerst sehr gering blieb, fielen sie zunächst in diese Kategorie, lebten unter ähnlichen Bedingungen, erhielten aber geringere Löhne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der rechtlichen Entrechtung afrikanischer Arbeitskräfte ein und formuliert die These, dass diese durch wirtschaftliche Zwänge begann und rassistisch legitimiert wurde.

2. Die “Indentur“ als Vorreiter der Sklaverei: Das Kapitel erläutert das System der Vertragsarbeit europäischer Einwanderer und zeigt auf, wie anfangs auch afrikanische Arbeitskräfte in ähnliche, teils integrierbare Arbeitsverhältnisse eingegliedert wurden.

3. Die Rechtfertigung der Sklaverei aus Sicht der Sklavenhalter: Hier werden die ökonomischen Motive, die klimatische Anpassungsfähigkeit der Afrikaner und die religiöse sowie spätere rassistische Argumentation für die Versklavung beleuchtet.

4. Der rechtliche Status der afrikanischen Arbeitskräfte in den südlichen Kolonien: Dieses Hauptkapitel analysiert den Prozess der gesetzlichen Fixierung des Sklavenstatus und die drastischen Einschränkungen der Lebenswelt der Betroffenen.

4.1 Die Institutionalisierung der Sklaverei in Virginia: Es wird detailliert dargestellt, wie durch spezifische Gesetze in Virginia (z.B. zur Konvertierung, zum Erbrecht und zur Bestrafung) die Sklaverei rechtlich zementiert wurde.

4.2 Lebensverhältnisse der Sklaven im kolonialen Virginia: Dieses Kapitel beschreibt den Alltag auf Plantagen, den demografischen Wandel und die Strategien der Sklaven zum Erhalt ihrer menschlichen Identität trotz Rechtlosigkeit.

5. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst zusammen, wie das System der "peculiar institution" auf rassistischen Ideologien aufbaute und zeigt, dass die diskriminierenden Strukturen über das Ende der Kolonialzeit hinaus fortbestanden.

Schlüsselwörter

Sklaverei, Kolonialzeit, Nordamerika, Virginia, Indentur, Plantagenwirtschaft, Sklavengesetze, Rassismus, Entrechtung, Rechtsstatus, Zwangsarbeit, Sklavenhalter, Arbeitskräfte, Bürgerrechte, Segregation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den historischen Prozess der rechtlichen und sozialen Entwicklung, durch den die ersten afrikanischen Arbeitskräfte in den südlichen nordamerikanischen Kolonien von einem Status als "Servants" in eine lebenslange, gesetzlich verankerte Sklaverei gezwungen wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Vertragsarbeit (Indentur), die ökonomischen Motive der Plantagenbesitzer, die Entstehung rassistischer Rechtfertigungsideologien sowie die systematische rechtliche Institutionalisierung der Sklaverei.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Beleg der These, dass die Entrechtung Schwarzer eine etappenweise Entwicklung war, die zunächst aus ökonomischen Zwängen resultierte und später zunehmend durch ein rassistisches Weltbild legitimiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die sich primär auf die Auswertung kolonialer Gesetzestexte sowie auf die neuere wissenschaftliche Literatur zur Sklavereigeschichte stützt.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die konkreten Gesetze, die die Sklaverei in Virginia institutionalisierten, sowie die tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Sklaven auf den Plantagen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sklaverei, Indentur, Virginia, Sklavengesetze, Plantagenwirtschaft, Rassismus und Entrechtung.

Welche Rolle spielte der "Virginia slave code" von 1705?

Dieser Kodex systematisierte und erweiterte alle vorangegangenen Bestimmungen und legte endgültig fest, dass afrikanische Sklaven rechtlich als persönlicher Grundbesitz ("real estate") ihrer Herren galten.

Wie reagierten Sklavenhalter auf das Problem des Sklavenaufstands?

Sie reagierten mit drastischen gesetzlichen Verboten für Sklavenversammlungen, untersagten das Erlernen von Lesen und Schreiben und setzten bei Anzeichen von Rebellionen harte körperliche Strafen bis hin zur Todesstrafe ein.

Welchen Einfluss hatte das Christentum auf den Status der Sklaven?

Obwohl die Taufe anfangs Hoffnung auf Freiheit weckte, wurde durch Gesetze klargestellt, dass die Konvertierung keinerlei Einfluss auf den unfreien Status habe, womit religiöse Argumente als Befreiungsmöglichkeit eliminiert wurden.

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Details

Title
Von der "society with slaves" zur "slave society"
Subtitle
Die Entwicklung des Rechtsstatus der Afrikaner während der Kolonialzeit in den südlichen Siedlungen Nordamerikas
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,3
Author
Carolin Lucke (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V92186
ISBN (eBook)
9783638060431
ISBN (Book)
9783638954808
Language
German
Tags
Entwicklung Rechtsstatus Afrikaner Kolonialzeit Siedlungen Nordamerikas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Lucke (Author), 2005, Von der "society with slaves" zur "slave society", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92186
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