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Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China

Eine Weltordnung im Wandel

Titel: Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China

Bachelorarbeit , 2019 , 33 Seiten , Note: 0,0

Autor:in: Magnus Obermann (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die einen hegemonialen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China anheizen könnten. Ausgehend von der Analysefolie des sogenannten Thucydides's Trap, die zu diesem Zweck operationalisiert und methodisch angereichert wird, bestimmt die Arbeit in einem ersten Schritt kausale Faktoren für Hegemonialkriege und entwirft daraus ein Forschungsparadigma mit fünf unabhängigen Variablen und zwei Vergleichsfällen. In einem zweiten Schritt werden diese Variablen mittels eines Differenzvergleichs US-amerikanischer und chinesischer Hegemonialkonflikte seit 1945 getestet. Der Differenzvergleich seinerseits dient als Grundlage für die abschließende Beurteilung über die Möglichkeiten anhaltender sino-amerikanischer Spannungen sowie für einige Spekulationen über die künftige Aussicht auf eine internationale Ordnung, die sich aus den neuen Dynamiken ergibt.

Der Aufstieg Chinas in internationaler Politik und Wirtschaft sowie der Rückzug der USA aus dem Multilateralismus sind viel diskutierte Phänomene im Diskurs über die zukünftige Ordnung der internationalen Beziehungen, die sich immer stärker von den während der "Wendezeit" zu Ende des Kalten Krieges entstandenen Paradigmen zu lösen scheinen. Eine der Kernfragen lautet, wie sich abzeichnende Konflikte zwischen den neuen Supermächten USA und China auf friedliche Weise gelöst werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Explanandum: Ein Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China

2. Forschungsparadigma: Die Falle des Thukydides

2.1 Die Struktur hegemonialer Kriege

2.2 Das Thucydides’s Trap Project der Harvard University

2.3 Von Thucydides’s Trap zur Erstellung eines Forschungsdesigns

2.3.1 a) Ermittlung und Auswahl der unabhängigen Variablen

2.3.2 b) Auswahl der zu vergleichenden Fälle

2.4 Zusammenfassung des Forschungsdesigns

3. Analyse: Amerikanische und chinesische Hegemonialkonflikte seit 1945

3.1 Hohe Interdependenz

3.2 Rüstungsregulierung

3.3 Bündnissystem

3.4 Innenpolitische Faktoren und interkulturelle Kompetenz

3.5 Unterschätzung der Kriegsgefahr

3.6 Gelegenheit zum Kompromiss

3.7 Zusammenfassung der Analyseergebnisse

4. Ausblick: Ein Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China?

4.1 China als Bedrohung

4.2 China als Chance

4.3 Weltordnung

5. Resümee: So entkommen die USA und China der Falle des Thukydides

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedingungen für einen möglichen Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China, indem sie das theoretische Konzept der "Falle des Thukydides" auf die gegenwärtige Konstellation anwendet. Ziel ist es, durch eine historische Analyse und einen Vergleich mit anderen Konflikten seit 1945 Handlungsoptionen zu identifizieren, um eine militärische Eskalation zu vermeiden.

  • Anwendung des Thukydides’s Trap Project zur Identifikation von Hegemonialstrukturen
  • Entwicklung und Prüfung von unabhängigen Variablen anhand historischer Fallbeispiele
  • Analyse der bilateralen Spannungen zwischen den USA und China
  • Untersuchung der Bedeutung von Interdependenz und Rüstungsregulierung
  • Diskussion über die künftige Weltordnung und den Umgang mit dem Aufstieg Chinas

Auszug aus dem Buch

Die Struktur hegemonialer Kriege

Bereits Thukydides (5.-4. Jh. v. Chr.) untersuchte die Auswirkungen von Hegemonialstrukturen auf Krieg und Frieden. Sein empirisches Betrachtungsfeld war der Peloponnesische Krieg, über dessen Zustandekommen er feststellte:

„Für den eigentlichen Grund, der zum Kriegführen trieb, halte ich den Aufstieg Athens und die Furcht, die dieser bei den Spartanern auslöste“.

Diese Einschätzung stellt einen wegweisenden Hinweis für die Erforschung hegemonialer Kriege dar, die im 20. Jh. von der Politikwissenschaft aufgegriffen wurde. Nach wie vor stellen hegemoniale Rivalitäten eines der Ordnungsprinzipien der iB dar, da ihre Dynamik u.a. von der Machtverteilung zwischen den Staaten abhängt (Gilpin 1988, S. 591). Auch wenn es neben „Macht“ weitere Interaktionsmuster geben mag, lassen sich aus dieser Feststellung zwei Schlussfolgerungen ziehen: Hegemonialkriege werden einerseits nicht durch einzelne Persönlichkeiten in Machtpositionen hervorgerufen, sondern durch fundamentale Veränderungen im System der iB und somit strukturelle Bedingungen (Gilpin 1988, S. 592). Wenn andererseits ein derartiger Status der Veränderung erreicht ist, kommt es wiederum auf die Entscheidungsträger in den Schlüsselpositionen an, einer Eskalation friedensbewahrend entgegenzuwirken (vgl. Gilpin 1988, S. 593).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Explanandum: Ein Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China: Das Kapitel führt in die aktuelle Debatte um die sino-amerikanische Konfrontation ein und definiert das Forschungsziel sowie die methodische Herangehensweise.

2. Forschungsparadigma: Die Falle des Thukydides: Hier werden die theoretischen Grundlagen der "Falle des Thukydides" erläutert und die unabhängigen Variablen für die Untersuchung hergeleitet.

3. Analyse: Amerikanische und chinesische Hegemonialkonflikte seit 1945: Dieser Hauptteil prüft die entwickelten Variablen anhand historischer Fallbeispiele wie dem Kalten Krieg und dem sowjetisch-chinesischen Grenzkonflikt.

4. Ausblick: Ein Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China?: Das Kapitel diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse im Kontext der aktuellen Bedrohungs- und Chancenwahrnehmung Chinas sowie der zukünftigen Weltordnung.

5. Resümee: So entkommen die USA und China der Falle des Thukydides: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und konkrete Politikempfehlungen zur Vermeidung einer militärischen Eskalation formuliert.

Schlüsselwörter

Hegemonialkonflikt, USA, China, Thukydides-Falle, Internationale Beziehungen, Machtverteilung, Interdependenz, Rüstungsregulierung, Eskalationsvermeidung, Weltordnung, Außenpolitik, Systemkonflikt, Hegemonie, Sicherheitspolitik, Krisenprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Wahrscheinlichkeit eines Hegemonialkonflikts zwischen den USA und China unter Rückgriff auf das historische Modell der "Falle des Thukydides".

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Dynamik von Machtverschiebungen, internationale Sicherheitsarchitekturen, wirtschaftliche Verflechtungen sowie der Einfluss innenpolitischer Faktoren auf die Außenpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wovon es abhängt, ob es zwischen den USA und China zu einem Hegemonialkonflikt kommt, und welche Strategien zur Vermeidung eines solchen beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein politikwissenschaftliches Forschungsdesign, das auf der Ableitung unabhängiger Variablen aus der Harvard-Studie zum "Thucydides’s Trap Project" basiert und diese mittels eines qualitativen Differenzvergleichs an historischen Fallbeispielen testet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil untersucht systematisch Faktoren wie Interdependenz, Rüstungskontrolle, Bündnissysteme und interkulturelle Kompetenz anhand der Fälle des Kalten Krieges und des sowjetisch-chinesischen Konflikts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Hegemonialkonflikt, Thukydides-Falle, Machtverschiebung, Interdependenz, Rüstungsregulierung und Krisenprävention.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen strukturellen Gründen und kurzfristigen Auslösern?

Die Arbeit differenziert zwischen den tief verwurzelten strukturellen Ursachen eines Machtkonflikts und den situativen Auslösern, die durch politische Bemühungen beeinflusst oder vermieden werden können.

Warum wird der sowjetisch-chinesische Konflikt als Fallbeispiel herangezogen?

Er dient als wichtiges Vergleichsszenario, um zu zeigen, wie innenpolitische Fragmentierung und das Scheitern von Rüstungskontrolle oder Kompromissbereitschaft in einem sozialistischen Umfeld zu einer offenen Konfrontation führen können.

Was ist die Kernbotschaft für die Zukunft der sino-amerikanischen Beziehungen?

Die Arbeit schlussfolgert, dass ein Hegemonialkrieg kein unvermeidbarer Automatismus ist, sondern durch gezielte diplomatische Bemühungen, institutionelle Einbettung und eine auf Dialog basierende Außenpolitik abgewendet werden kann.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China
Untertitel
Eine Weltordnung im Wandel
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Zentrum für internationale Studien)
Note
0,0
Autor
Magnus Obermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
33
Katalognummer
V922099
ISBN (eBook)
9783346226235
ISBN (Buch)
9783346226242
Sprache
Deutsch
Schlagworte
USA China Thucydides Trap Hegemonialkonflikt Weltordnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magnus Obermann (Autor:in), 2019, Hegemonialkonflikt zwischen den USA und China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922099
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Leseprobe aus  33  Seiten
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