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Hermeneutisches Fallverstehen in der Arbeit mit Kindern im Konfliktgespräch. Ein Konzept zur Konfliktmediation

Título: Hermeneutisches Fallverstehen in der Arbeit mit Kindern im Konfliktgespräch. Ein Konzept zur Konfliktmediation

Tesis (Bachelor) , 2020 , 28 Páginas , Calificación: 1,00

Autor:in: Sandra Cicak (Autor)

Pedagogía - El profesor / Pedagogo
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Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, was eine Professionalisierung von Lehrkräften für Konfliktgespräche mit Schülerinnen und Schülern im Alter von zehn bis vierzehn Jahren kennzeichnet. Der Fokus dieser Arbeit liegt also auf einer fachgerechten und kompetenten Ausbildung des Lehrpersonals in Konfliktgesprächen mit Schülerinnen und Schülern.

Die vorliegende Arbeit lässt sich grob in zwei Teile gliedern. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagenkapiteln, zu welchen die Fragestellung, die Methoden, die Quellen, die Begriffsklärungen und zuletzt die ausgewählten Ansätze und Theorien zählen. Das erste Kapitel, das sich mit der Fragestellung befasst, beschreibt diese ausführlich und verortet diese in dem Kontext des Faches der Erziehungswissenschaft. Das darauffolgende Kapitel thematisiert die verwendete Arbeitsmethodik und die inhaltliche Begründung dieses Vorgehens. Zentral ist dabei die Darlegung des Vorgehens in der Beantwortung der Forschungsfrage. Das nächste Kapitel befasst sich mit den Forschungsgrundlagen. Die Begriffsklärungen, welche im nächsten Kapitel der Arbeit gegeben werden, sollen den Leserinnen und Lesern ein grundlegendes Verständnis über die behandelte Thematik dieser Arbeit ermöglichen. Primär geht in diesem Kapitel, bezogen auf das Thema, vor allem um die Begriffe Hermeneutik und Konflikt, die in diesem Zusammenhang beschrieben werden. Anschließend folgt das Kapitel zur Auswahl der zugrundeliegenden Ansätze und Theorien. Hier wird ein relevantes Konfliktmediationsmodell vorgestellt, auf dessen Basis der Kerninhalt der Arbeit fußt.

Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Bearbeitung der Forschungsfrage. Anlehnend an das davor beschriebene Kapitel, welches die Auswahl der Ansätze und Theorien umfasst, liefert dieser Teilabschnitt der Arbeit ein didaktisch-pädagogisches Konzept zur Konfliktmediation. Dieses soll Lehrerinnen und Lehrern einer Schule in Form einer Ausbildung die wichtigsten Prinzipien und Methoden der Konfliktmediation näherbringen, sodass sie danach kompetent und erfolgreich als Konfliktmediatorinnen und Konfliktmediatoren agieren können. Nach der Vorstellung dieses Konzeptes werden die Ergebnisse kurz zusammengefasst und diskutiert, bevor die gesamte Arbeit in einem Resümee zusammengefasst wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fragestellung

3 Methoden

4 Quellen

5 Begriffsklärungen

5.1 Der Begriff „Hermeneutik“

5.2 Der Begriff „Konflikt“

5.3 Konfliktmediation

5.4 Aufgaben der Konfliktmediation

5.5 Grundvoraussetzungen der Konfliktmediation

5.6 Der Konfliktmediationsprozess

6 Auswahl der Ansätze und Theorien

6.1 KULT-Modell

7 Beantwortung der Forschungsfrage

7.1 Didaktisches Konzept zur Konfliktmediation in der Schule

7.2 Erste Einheit – Konflikt und Konfliktmanagement

7.2.1 Einführung in das Thema und organisatorische Grundlagen

7.2.2 Eruierung des Vorwissens durch die Clustering-Methode

7.2.3 Theoretischer Input zum Thema Konflikt und Konfliktmediation

7.2.4 Festigung des Wissens durch ein Rollenspiel

7.2.5 Auflockerung der Theorie durch ein kurzes Gruppenspiel

7.2.6 Abschluss und schriftliches Festhalten der ersten Einheit

7.3 Zweite Einheit – Bewältigung eines Konfliktes

7.3.1 Wiederholung der letzten Einheit

7.3.2 Vorstellung des KULT-Modells

7.3.3 Das KULT-Modell

7.3.4 Erkundung des neuen Inhaltes mittels der Fünf-Schritt-Lesemethode

7.3.5 Wiederholung der Konfliktmediation mit Hilfe von Menti

7.3.6 Der Prozess der Konfliktmediation

7.3.7 Ausarbeitung der Konfliktmediation anhand eines praktischen Beispiels

7.3.8 Phase der Klärung

7.3.9 Phase der Ursache

7.3.10 Phase der Lösung

7.3.11 Phase des Transfers

7.3.12 Präsentation der Ergebnisse vor der Großgruppe

7.4 Dritte Einheit – Zusammenfassung und Evaluation der ersten beiden Einheiten

7.4.1 Zusammenfassung der Konfliktmediation anhand einer Talkshow

7.4.2 Evaluierung der Ausbildung

8 Ergebnisse

9 Diskussion der Ergebnisse

10 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Professionalisierung von Lehrkräften bei der Bewältigung von Konfliktgesprächen mit Schülern im Alter von zehn bis vierzehn Jahren. Ziel ist die Entwicklung eines didaktisch-pädagogischen Konzepts, das auf dem KULT-Modell basiert, um Lehrkräften die notwendigen Kompetenzen für eine erfolgreiche Konfliktmediation zu vermitteln.

  • Hermeneutisches Fallverstehen als pädagogische Grundlage
  • Anwendung und Erweiterung des KULT-Modells (Klärung, Ursache, Lösung, Transfer)
  • Didaktische Verlaufsplanung für schulinternes Konflikttraining
  • Förderung der sozialen Kompetenz und Handlungssicherheit von Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

6.1 KULT-Modell

Eine Möglichkeit der Konfliktmediation lässt sich im Rahmen des sogenannten KULT-Modells beschreiben. Diese Methode setzt aus vier Vorgängen zusammen, die zu einer erfolgreichen Konfliktbewältigung führen sollen. Die Namen der jeweiligen Phasen setzen sich aus den Anfangsbuchstaben des Wortes „KULT“ zusammen. Das „K“ steht in diesem Zusammenhang für „Klärung“. Im Vordergrund steht hier die Beschreibung des Konfliktes. Um dies zu ermöglichen, ist es wichtig, sich einen guten Überblick zu verschaffen. Das „U“ steht in diesem Kontext für die „Ursache“. Es wird versucht herauszufinden, worauf sich der Konflikt zurückführen lässt und die vorliegende Situation zu analysieren. Das „L“ steht für die „Lösung“. Hier stehen verschiedene Lösungsansätze, welche die Konfliktsituation entspannen sollen, im Fokus. Das „T“ steht für den „Transfer“. Dabei geht es primär um die Sicherstellung, dass die in den vorherigen Vorgängen erarbeiteten Lösungsansätze in der Praxis umgesetzt werden.

Das KULT-Modell soll als grundlegender Ansatz der vorliegenden Arbeit dienen. Durch ein in Folge entwickeltes didaktisch-pädagogisches Konzept soll dieses Modell durch weitere Ansätze ergänzt und somit optimiert werden. Im Unterschied zu fehlenden didaktischen Komponenten in der Konfliktmediation liefert dieses Modell ein umfassendes pädagogisch-didaktisches Konzept (vgl. Rögner, 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz von Konfliktmediation im schulischen Alltag und stellt den Aufbau des didaktischen Konzepts vor.

2 Fragestellung: Das Kapitel definiert das Forschungsinteresse an der Professionalisierung von Lehrkräften bei Konfliktgesprächen mit 10- bis 14-jährigen Schülern.

3 Methoden: Hier wird das Vorgehen zur Beantwortung der Forschungsfrage durch die Entwicklung eines didaktisch-pädagogischen Konzepts beschrieben.

4 Quellen: Das Kapitel gibt einen Überblick über die herangezogene Fachliteratur zur Hermeneutik und Konfliktmediation.

5 Begriffsklärungen: Es werden grundlegende Termini wie Hermeneutik, Konflikt und Konfliktmediation für das Verständnis der Arbeit definiert.

6 Auswahl der Ansätze und Theorien: Das KULT-Modell wird als zentraler theoretischer Rahmen für die Konfliktbewältigung vorgestellt.

7 Beantwortung der Forschungsfrage: Dieser Kernbereich beschreibt das didaktische Konzept der Ausbildung in drei Einheiten, von den theoretischen Grundlagen bis hin zur praktischen Anwendung und Evaluation.

8 Ergebnisse: Die Arbeit fasst zusammen, wie das KULT-Modell durch didaktische Ansätze zur Professionalisierung von Lehrkräften erfolgreich erweitert wurde.

9 Diskussion der Ergebnisse: Das Kapitel kritisiert zeitliche Ressourcen als limitierenden Faktor und ordnet die Bedeutung der Mediation ein.

10 Resümee: Die Arbeit resümiert, dass das entwickelte Konzept Lehrkräften die nötige Handlungskompetenz für professionelle Konfliktgespräche vermittelt.

Schlüsselwörter

Konfliktmediation, KULT-Modell, Hermeneutik, Lehrerprofessionalisierung, Konfliktmanagement, Schulpädagogik, Konfliktgespräche, pädagogisches Konzept, Mediationstraining, Konfliktbewältigung, soziale Kompetenz, Erziehungswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Professionalisierung von Lehrkräften bei der Durchführung von Konfliktgesprächen mit Schülern im Alter von zehn bis vierzehn Jahren durch ein strukturiertes Mediationskonzept.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung durch das KULT-Modell, die hermeneutische Betrachtung von Konfliktsituationen und die didaktische Aufbereitung für die Lehrerausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie sich eine professionelle Haltung und Handlungsweise von Lehrkräften in Konfliktsituationen durch ein gezieltes Training entwickeln und fördern lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein didaktisch-pädagogisches Konzept erstellt, das theoretische Grundlagen mit praktischen Anwendungsbeispielen (wie Rollenspielen und Fallanalysen) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Ausbildungseinheiten: Grundlagen zum Konfliktverständnis, die Anwendung des KULT-Modells zur Mediation und die Evaluation des Erlernten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Konfliktmediation, KULT-Modell, pädagogisches Konzept und professionelles Handeln charakterisieren.

Was unterscheidet das KULT-Modell von anderen Ansätzen?

Es bietet eine systematische Struktur aus Klärung, Ursache, Lösung und Transfer, die speziell in ein pädagogisch-didaktisches Konzept für den Schulalltag integriert werden kann.

Welche Rolle spielt die Hermeneutik bei der Konfliktlösung?

Die Hermeneutik dient als Basis für das „Fallverstehen“, um zu begreifen, warum Schüler in Konfliktsituationen unterschiedlich handeln und um als Lehrkraft professioneller zu interpretieren.

Warum ist das Rollenspiel als Methode so wichtig?

Es ermöglicht den Lehrkräften, das theoretische Wissen in eine handlungsorientierte Praxis zu überführen und sowohl die Perspektive des Mediators als auch des Kindes einzunehmen.

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Detalles

Título
Hermeneutisches Fallverstehen in der Arbeit mit Kindern im Konfliktgespräch. Ein Konzept zur Konfliktmediation
Universidad
University of Graz  (Erziehungs- und Bildungswissenschaft)
Curso
Vorlesung mit Übung
Calificación
1,00
Autor
Sandra Cicak (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
28
No. de catálogo
V922326
ISBN (Ebook)
9783346244543
ISBN (Libro)
9783346244550
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konflikt Konfliktmediation Hermeneutik Hermeneutisches Fallverstehen Jugendarbeit Didaktik Didaktisches Konzept Arbeit mit Jugendlichen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Cicak (Autor), 2020, Hermeneutisches Fallverstehen in der Arbeit mit Kindern im Konfliktgespräch. Ein Konzept zur Konfliktmediation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922326
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