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Rene König als Modesoziologe

Title: Rene König als Modesoziologe

Bachelor Thesis , 2007 , 54 Pages , Grade: 2

Autor:in: Aleksandra Fedorska (Author)

Sociology - Consumption and Advertising
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Soziologen Rene König (1906-1992), der hier hinsichtlich seines Beitrages zur Modesoziologie vorgestellt wird.
Möchte man den Soziologen Rene König den Leser näher bringen, so ist es wichtig auf die lange Wirkungszeit seiner Forschung, die von der Veröffentlichung seines ersten Zeitschriftenbeitrages im Jahr 1931 bis kurz vor seinem Ableben Anfang der 90er Jahre dauerte, aufmerksam zu machen. Die also fast 60 jährige wissenschaftliche Arbeit Königs bietet sowohl ein breites Feld von Interessengebieten, Wirkungsbereichen, Wirkungsorten aber auch Publikationen, die von Rene König bearbeitet, gestaltet und geprägt wurden. Hinzukommt die interessante Tatsache, dass Rene König zwar seine Bedeutung als Wissenschafter im Fach Soziologie erlangt hat, dieses Fach aber nicht studierte. Während seiner akademischen Ausbildung existierte das Lehrfach der Soziologie gar nicht, dies konnte erst 1950 geändert werden. Die Lehrjahre des späteren Soziologen Rene König, führten ihn selbst durch das Studium der Philosophie, Kunstwissenschaft, Ästhetik und Völkerkunde.
Die Ansätze Rene Königs waren auch bezüglich der Soziologie im Allgemeinen, somit auch in Bezug auf die hier relevante Modesoziologie interdisziplinär angelegt, was im Verlauf der hier angestrebten Darstellung sichtbar werden wird.
Sein Begriff und seine wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Soziologie waren betrachtet man die Zeitepoche der 50er-80er Jahre nicht an den damals üblichen Schwerpunkten orientiert. König setzte sich bewusst nur am Rande mit der damals führenden Psychoanalyse auseinander. Sein hauptsächliches Interesse galt der Ethnologie und der Kunstwissenschaft, die er stets mit der Soziologie in Verbindung zu setzten verstand.
Die Schaffensphasen Königs werden von Alemann grob in sechs Abschnitte unterteilt worden. So ist die erste Phase seiner Arbeit auf die Bereiche der Ästhetik und Kunstwissenschaft konzentriert. Zeitlich beginnt dieser Abschnitt mit dem Erscheinen seines ersten Buches zum Thema Ästhetik im Jahr 1931.
Bis zur seiner Emigration aus Nazideutschland in die Schweiz im Jahr 1937 befasste sich König bereits mit der Soziologie bzw. arbeiteten seine Themen in die Soziologie ein. Dies gilt auch für den Essay zur „Machiavelli“, im dem König seine Ablehnende Haltung zur Nazi-Diktatur ausdrückte und begründete.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorgehensweisen

1.2 Definitionen

1.2.1 Der Begriff: Mode

1.2.2 Der Begriff: Modetheorie

2. Die modesoziologischen Ansätze von Rene König

2.1 Mode als soziales Phänomen

2.2 Mode als anthropologisches bzw. kulturelles Phänomen

2.3 Mode als historisches Phänomen

3. Modetheorie als Theorie des Wandels

3.1 Modeentstehung

3.2 Modeerscheinung

3.3 Modeauswirkung

4. Die Ausbreitungsstile der Mode nach König vor dem Hintergrund bekannter Modetheorien

5. Dimensionen des Wandels

5.1 Tiefendimension

5.2 Oberflächendimensionen

5.2.1 Optische Dimension

5.2.2 Akustische Dimension

5.2.3 Olfaktische Dimension

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den modesoziologischen Ansätzen von Rene König auseinander, um dessen spezifischen Beitrag zur Modesoziologie einzuordnen und in den Kontext bestehender Modetheorien zu stellen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Interdisziplinarität sowie die Vierdimensionalität des Modebegriffs nach König.

  • Analyse der modesoziologischen Grundlagen nach Rene König
  • Vergleichende Untersuchung verschiedener Modetheorien und Ausbreitungsstile
  • Diskussion der Mode als soziales "Totalphänomen"
  • Untersuchung der verschiedenen Dimensionen des modischen Wandels

Auszug aus dem Buch

3.1 Modeentstehung

Das Ursachenspektrum ist bei König einmal beim Individuum zu finden, dass sich durch den bereits beschriebenen Trieb äußerlich ausdrücken möchte. Dieser Ausdruck wandelt sich mit der sich wandelnden „Aussage“ des Individuums. „ Denn der menschliche Reichtum der steten Selbsterneuerung des Lebens trägt seinen Sinn in sich selbst.“64

„ Es heißt dies nämlich nicht mehr und nicht weniger, als dass Mode keineswegs nur eine Rand- und Oberflächenerscheinung der sozialen Welt ist, sondern dass sie mit ihrer Verwurzelung in bestimmten anthropologischen, psychologischen, ethologischen und soziologischen Grundverhältnissen wirklich die Möglichkeit besitzt, zu einer elementaren Macht des sozialen Geschehens zu werden.“65

Darüber hinaus obliegt der Mode an sich der Wesenszug der ständigen Wandelbarkeit, der gerade die Mode ausmacht. Die Mode ist somit eine Regelmäßigkeit, die Abweichungen, von bereits bestehenden und feststehenden Sitten abbildet. Sie ist in sich regelmäßig und unumgänglich.66

Im Rahmen des historischen Aspektes der Mode ging König bereits auf die langfristigen Erscheinungsformen der Mode ein. Diese treten als Stil oder Sitte auf. Würden Still und Sitte verharren und sich nicht mehr entwickeln bzw. wandeln würden, sie ihre soziale, kulturelle und historische Funktion verlieren. Erst durch die „schöpferische Spontaneität“67 der Mode und die damit verbundenen Abweichungen bleiben Stil und Sitte in der notwendigen Konstanz, um ihre Funktion als Regelsystem sozialer, kultureller und geschichtlicher Natur.68

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Person Rene König und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Die modesoziologischen Ansätze von Rene König: Darstellung der zentralen Konzepte Königs, wie Mode als soziales, anthropologisches und historisches Phänomen.

3. Modetheorie als Theorie des Wandels: Untersuchung der Entstehung, Erscheinung und Auswirkung von Mode als Prozess des Wandels.

4. Die Ausbreitungsstile der Mode nach König vor dem Hintergrund bekannter Modetheorien: Gegenüberstellung von Königs Ansätzen mit gängigen Verbreitungstheorien wie der Trickle-Theorie.

5. Dimensionen des Wandels: Differenzierung des Wandels in Tiefen- und Oberflächendimensionen inklusive optischer, akustischer und olfaktischer Aspekte.

6. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse und Würdigung des interdisziplinären Beitrags von Rene König.

Schlüsselwörter

Rene König, Modesoziologie, Modetheorie, Modewandel, Modeausbreitung, Totalphänomen, Sozialpsychologie, Zivilisationsprozess, Trickle-Down-Theorie, Tiefendimension, Oberflächendimension, Kommunikation, Kulturgeschichte, Nachahmung, Innovation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den wissenschaftlichen Beitrag des Soziologen Rene König zum Bereich der Modesoziologie und ordnet seine Theorien in den wissenschaftlichen Diskurs ein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet die Definitionen von Mode, die modesoziologischen Ansätze Königs, die verschiedenen Ausbreitungsstile sowie die psychologischen und kulturellen Dimensionen des modischen Wandels.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Beitrag Rene Königs zur Modesoziologie aufzuzeigen und seine Theorieansätze mit anderen Modetheorien hinsichtlich ihrer Ursachen, Formen und Auswirkungen zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird primär die in der Soziologie verbreitete vergleichende Methode eingesetzt, um Königs Ansätze in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen und von anderen Thesen abzugrenzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Königs modesoziologischen Ansätzen, die Untersuchung der Modetheorie als Theorie des Wandels, eine Analyse der Ausbreitungsstile sowie die Erläuterung der verschiedenen Dimensionen des Wandels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Totalphänomen, Modewandel, Vierdimensionalität, Zivilisationsprozess sowie die verschiedenen sozialen, anthropologischen und historischen Phänomene der Mode.

Warum spielt der Begriff des „Totalphänomens“ bei Rene König eine so zentrale Rolle?

König betrachtet Mode nicht isoliert, sondern als Teil eines umfassenden sozialen Regelungssystems, das tief in die Psyche und die zivilisatorische Entwicklung des Menschen eingebettet ist.

Inwiefern unterscheidet sich Königs Ansatz von klassischen Modetheorien wie der Trickle-Down-Theorie?

Während klassische Theorien oft stark auf Schichtenmodelle und den vertikalen Austausch fokussieren, legt König den Schwerpunkt auf eine ganzheitliche Langzeitbetrachtung, die Mode als ein interdisziplinäres, kulturelles Phänomen begreift.

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Details

Title
Rene König als Modesoziologe
Grade
2
Author
Aleksandra Fedorska (Author)
Publication Year
2007
Pages
54
Catalog Number
V92237
ISBN (eBook)
9783638060790
Language
German
Tags
Rene König Modesoziologe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aleksandra Fedorska (Author), 2007, Rene König als Modesoziologe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92237
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