Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale

Friedrich der Große im Spiegel des Nationalsozialismus

Das Friedrich-Bild von Adolf Hitler und Joseph Goebbels

Titre: Friedrich der Große im Spiegel des Nationalsozialismus

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 18 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Stefan Weidemann (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit stellt die persönlichen Aufzeichnung zu Friedrich II. in den Tagebüchern von Joseph Goebbels seinen und Hitlers öffentlichen Äußerungen über denselben gegenüber. Es wird dabei die Frage gestellt, inwieweit sich die Friedrich-Bilder unterschieden und ob sich im Lauf der Zeit eine qualitative oder quantitative Veränderung der Friedrich-Rezeption in Goebbels Tagebüchern, oder in den öffentlichen Äußerungen findet und wie sich eine solche erklären lässt. „Friedrich der Große hat einen Krieg 7 Jahre durchgehalten. [...] Hätte er damals den Kopf
verloren und einen feigen Frieden unterzeichnet, dann wäre Preußen niemals zur Weltmacht
emporgestiegen. Politik wird viel mehr mit dem Charakter als mit dem Verstande gemacht.
Und dem Mutigen gehört die Welt!“
Diese fatale Schlussfolgerung aus dem Tagebuch von Joseph Goebbels – niedergeschrieben
bereits am 16. September 1932 – vermittelt einen ersten Eindruck der Rezeption Friedrichs
des Großen im nationalsozialistischen Denken. Überhaupt unterlag die Figur des berühmten,
preußischen Königs in der Vergangenheit einer ganzen Reihe von Vereinnahmungen, ebenso
wie Ablehnungen. Dies mag, neben seiner historischen Wirkungsmacht, nicht zuletzt an
seinem ambivalenten Wesen liegen, das stets ein breites Spektrum an Interpretationen zuließ,
oder vielleicht geradezu herausforderte. War Friedrich Philosoph auf dem Thron, ein
Antimachiavell? Oder war er vielmehr der skrupellose Machtmensch, ein neuer Alexander,
der Preußen ohne Rücksicht auf Verluste ins Konzert der europäischen Mächte führen wollte?
Die Frage wird wohl immer unbeantwortet bleiben und sei es nur, weil keine der
Beschreibungen ausreicht um Friedrich II. zu charakterisieren. Allerdings verraten
Interpretationen stets auch etwas über den Interpreten. Dies gilt insbesondere dann, wenn die
Deutung besonders einseitig ausfällt, wie im Falle des Nationalsozialismus, der die Figur
Friedrichs des Großen ganz unzweifelhaft auf unzulässige Weise vereinnahmte. Doch welche Rolle spielte Friedrich II. tatsächlich im Geschichtsbild der
nationalsozialistischen Größen? Wann und wie wurde er zur Legitimation des eigenen
Handelns herangezogen und unterlag dies, über die wechselvolle Geschichte des Dritten
Reiches hinweg, einer signifikanten Veränderung?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Das Preußenbild im Nationalsozialismus

2 Friedrich der Große in den Tagebüchern von Joseph Goebbels

3 Friedrich der Große in den öffentlichen Äußerungen Hitlers und Goebbels'

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, in welcher Weise die historische Figur Friedrichs des Großen im Nationalsozialismus als Legitimationsquelle für die nationalsozialistische Führung, insbesondere für Adolf Hitler und Joseph Goebbels, instrumentalisiert wurde.

  • Das allgemeine Preußenbild des Nationalsozialismus und die Sonderstellung Friedrichs des Großen.
  • Die persönliche Rezeption und Identifikation mit dem preußischen König in den Tagebüchern von Joseph Goebbels.
  • Die Unterschiede zwischen persönlicher Wahrnehmung und der öffentlichen, propagandistischen Instrumentalisierung.
  • Die gezielte Nutzung des „friederizianischen Beispiels“ zur Rechtfertigung militärischer Strategien und zur Stärkung des Durchhaltewillens im Zweiten Weltkrieg.
  • Die kritische Reflexion über Geschichte als Instrument der Legitimation.

Auszug aus dem Buch

Einleitung

„Friedrich der Große hat einen Krieg 7 Jahre durchgehalten. [...] Hätte er damals den Kopf verloren und einen feigen Frieden unterzeichnet, dann wäre Preußen niemals zur Weltmacht emporgestiegen. Politik wird viel mehr mit dem Charakter als mit dem Verstande gemacht. Und dem Mutigen gehört die Welt!“

Diese fatale Schlussfolgerung aus dem Tagebuch von Joseph Goebbels – niedergeschrieben bereits am 16. September 1932 – vermittelt einen ersten Eindruck der Rezeption Friedrichs des Großen im nationalsozialistischen Denken. Überhaupt unterlag die Figur des berühmten, preußischen Königs in der Vergangenheit einer ganzen Reihe von Vereinnahmungen, ebenso wie Ablehnungen. Dies mag, neben seiner historischen Wirkungsmacht, nicht zuletzt an seinem ambivalenten Wesen liegen, das stets ein breites Spektrum an Interpretationen zuließ, oder vielleicht geradezu herausforderte. War Friedrich Philosoph auf dem Thron, ein Antimachiavell? Oder war er vielmehr der skrupellose Machtmensch, ein neuer Alexander, der Preußen ohne Rücksicht auf Verluste ins Konzert der europäischen Mächte führen wollte?

Die Frage wird wohl immer unbeantwortet bleiben und sei es nur, weil keine der Beschreibungen ausreicht um Friedrich II. zu charakterisieren. Allerdings verraten Interpretationen stets auch etwas über den Interpreten. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Deutung besonders einseitig ausfällt, wie im Falle des Nationalsozialismus, der die Figur Friedrichs des Großen ganz unzweifelhaft auf unzulässige Weise vereinnahmte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung der Arbeit und führt in die bewusste, oft einseitige Instrumentalisierung der historischen Figur Friedrichs des Großen durch die nationalsozialistische Führung ein.

1 Das Preußenbild im Nationalsozialismus: Dieses Kapitel beschreibt, wie der Nationalsozialismus Preußen als ideologische Basis nutzte, wobei Friedrich der Große als zentrale Identifikationsfigur für Staatsverständnis und Tugenden diente.

2 Friedrich der Große in den Tagebüchern von Joseph Goebbels: Hier wird anhand privater Aufzeichnungen aufgezeigt, wie Goebbels eine tiefe, persönliche Verehrung für den preußischen König entwickelte und ihn als Vorbild für Führungsstärke und Rücksichtslosigkeit stilisierte.

3 Friedrich der Große in den öffentlichen Äußerungen Hitlers und Goebbels': Das Kapitel analysiert die propagandistische Nutzung des Friedrich-Bildes in der Öffentlichkeit, insbesondere zur Rechtfertigung militärischer Notlagen und zur Beschwörung eines „Endsieg“-Mythos.

Schlussbetrachtung: Die Zusammenführung der Ergebnisse verdeutlicht die Kluft zwischen historischer Realität und nationalsozialistischer Verzerrung und betont die Gefahren einer geschichtspolitischen Instrumentalisierung.

Schlüsselwörter

Friedrich der Große, Nationalsozialismus, Preußen, Joseph Goebbels, Adolf Hitler, Geschichtsbild, Propaganda, Legitimationsstrategie, Durchhaltewillen, Siebenjähriger Krieg, Instrumentalisierung, Preußentum, Historische Rezeption, Drittes Reich, Führungspersönlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Art und Weise, wie die Nationalsozialisten, vor allem Hitler und Goebbels, die historische Gestalt Friedrichs des Großen für ihre politischen Ziele vereinnahmt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen das Verhältnis von Preußenbild und nationalsozialistischer Ideologie, die private Sicht Goebbels' auf den preußischen König und die öffentliche propagandistische Nutzung dieser historischen Figur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Friedrich der Große als Instrument der Legitimation diente und wie sein Bild den aktuellen Bedürfnissen des Dritten Reiches – besonders im Kontext der Kriegsniederlagen – angepasst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen wie Tagebüchern, Reden und offiziellen Verlautbarungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des allgemeinen Preußenbildes, eine Analyse der privaten Aufzeichnungen Goebbels' und einen Vergleich mit den öffentlichen Aussagen der nationalsozialistischen Führungsebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geschichtspolitik, Friedrich der Große, Propaganda, Nationalsozialismus und Ideologisierung beschreiben.

Inwiefern nutzte Goebbels das Bild Friedrichs des Großen, um Hitler zu beeinflussen?

Goebbels versuchte wiederholt, Hitler am Beispiel Friedrichs des Großen zu „korrigieren“ oder zu stärken, indem er Parallelen zwischen dessen Durchhaltevermögen in Krisenzeiten und der Situation Hitlers während des Zweiten Weltkriegs zog.

Warum war das Bild des „Durchhalte-Feldherren“ für die Nationalsozialisten so wichtig?

Besonders in der Endphase des Zweiten Weltkriegs diente dieses Bild dazu, die Bevölkerung und die Führungsebene zu motivieren und die Hoffnung auf eine „Wendung des Schicksals“ zu schüren, ähnlich wie es Friedrich im Siebenjährigen Krieg gelungen war.

Fin de l'extrait de 18 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Friedrich der Große im Spiegel des Nationalsozialismus
Sous-titre
Das Friedrich-Bild von Adolf Hitler und Joseph Goebbels
Université
University of Freiburg  (Historisches Seminar)
Cours
Preußen im 18. Jahrhundert
Note
2,0
Auteur
Stefan Weidemann (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
18
N° de catalogue
V92245
ISBN (ebook)
9783638060851
Langue
allemand
mots-clé
Friedrich Große Spiegel Nationalsozialismus Preußen Jahrhundert
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Weidemann (Auteur), 2007, Friedrich der Große im Spiegel des Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92245
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint