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Vom Opfer zum Täter. Welche Auswirkungen hat häusliche Gewalt auf die Betroffenen?

Title: Vom Opfer zum Täter. Welche Auswirkungen hat häusliche Gewalt auf die Betroffenen?

Term Paper , 2020 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Cynthia Beckmann (Author), Elisa Flanz (Author)

Sociology - Law and Delinquency
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Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob Opfer häuslicher Gewalt also die, die sie am eigenen Leib erfahren, aber auch die, die sie miterleben und beobachten, grundsätzlich auch zu Tätern werden.

Zunächst werden die Begriffe Gewalt, häusliche Gewalt und Aggression mithilfe von Autoren wie Ulrich Papenkort, Maria Schäfer- Hohmann, Sandra Dlugosch, Joachim Lempert und Anja Steingen erklärt. Fortfahrend wird der Entwicklungsverlauf von Gewalt anhand des Gewaltenkreislaufs von Lempert beschrieben. Dann wird auf die Ursachen, Formen und Folgen von Gewalt eingegangen. Hier wurde Literatur von Lamnek, Luedtke, Ottermann und Vogl hinzugezogen. In einem weiterem Punkt werden die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung dargelegt und durch Interviews, die Philomena Strasser für eine Studie an verschiedenen Kindern durchgeführt hat, untermauert. Außerdem werden die Opfer, die aus häuslicher Gewalt hervorgehen und die Täter, die oft selbst darunter zu leiden hatten, näher betrachtet. Des Weiteren werden die Herausforderungen an die Soziale Arbeit genauer untersucht. Eine besondere Herausforderung ist, passende Präventions- und Interventionsmaßnahmen zu finden, um häuslicher Gewalt weitgehend vorzubeugen oder entgegenzuwirken. Abschließend wird ein zusammenfassendes Fazit formuliert, in welchem nochmal genauer auf die Fragestellung eingegangen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1 Gewalt

2.2 Häusliche Gewalt

2.3 Aggression

3. Entwicklungsverlauf von Gewalt

4. Formen von häuslicher Gewalt

5. Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung

6. Opfer und Täter

7. Herausforderung an die Soziale Arbeit - Prävention und Intervention

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf Betroffene, insbesondere die Fragestellung, ob Opfer – sowohl diejenigen, die Gewalt am eigenen Leib erfahren, als auch solche, die sie miterleben – selbst zu Tätern werden können.

  • Theoretische Grundlagen zu Gewalt, häuslicher Gewalt und Aggression.
  • Analyse des Entwicklungsverlaufs von Gewalt anhand des Gewaltkreislaufs.
  • Untersuchung der spezifischen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.
  • Betrachtung von Opfer- und Täterbiografien sowie verschiedenen Tätertypen.
  • Diskussion von Präventions- und Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit.

Auszug aus dem Buch

3. Entwicklungsverlauf von Gewalt

Papenkort schreibt in seinem Artikel „Unterscheidungen der Gewalt“ in dem Buch „Gewalt - eine interdisziplinäre Betrachtung“, dass die erste Unterscheidung zwischen Wirkung und Zweck sei. Gewalt kann nach Papenkort zum einen „als reaktive Wirkung auf eine Ursache, d.h. auf ein auslösendes Ereignis erfolgen“ (Papenkort, 2009: S.26). Das Ergebnis würde dabei negativ bewertet werden und diese Bewertung zur psychischen Ursache der gewalttätigen Reaktion. Es lasse sich auch von affektiver Gewalt sprechen, da die negative Bewertung fast immer, mit Wut oder Ärger verbunden sei. „Zweitens kann Gewalt proaktiv als Mittel zum Zweck eingesetzt werden. Wenn die Wirksamkeit des Mittels im Vordergrund steht, handelt es sich, mit den Worten Max Webers, um >zweckrationale< Gewalt“ (ebd.). Liege der Akzent jedoch auf der Bedeutung des Zwecks, sei die Gewalt „wertrational“ (ebd.). Zusammenfassend ist „die Gewalt psychisch motiviert und erfolgt, juristisch gesprochen, mit Vorsatz“ (ebd.: S.27).

Der Gewaltkreislauf ist ein immer wieder überarbeitetes und verändertes Modell. Die erste Version wurde 1988 entwickelt. Der Begriff des Kreises sei konfrontativer, denn er drücke aus, dass der Mann sich im Kreis drehe, keinen Schritt vorwärts komme und weiter drehen würde, sofern er nicht wirklich etwas verändere. „Der Gewaltkreislauf wird in zehn Phasen durchlaufen.“ (Lempert, 2009: S. 145 ff.) Im Buch wird beschrieben, dass es zehn Phasen sind. Jedoch sind es elf Phasen, die er hier ausführt. Die Intensität der Gewalt steige im Laufe der Zeit und die Abstände zwischen den Taten würden immer kürzer werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, ob Opfer häuslicher Gewalt selbst zu Tätern werden können, und beschreibt das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe Gewalt, häusliche Gewalt und Aggression unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Perspektiven.

3. Entwicklungsverlauf von Gewalt: Hier wird der Prozess von Gewaltanwendung theoretisch beleuchtet und das Modell des Gewaltkreislaufs nach Lempert detailliert beschrieben.

4. Formen von häuslicher Gewalt: Es werden die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt, insbesondere physische, psychische und sexuelle Gewalt, sowie deren gesellschaftliche Wahrnehmung analysiert.

5. Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung: Das Kapitel widmet sich den negativen Folgen von häuslicher Gewalt für Kinder, untermauert durch Interviews aus einer Studie von Philomena Strasser.

6. Opfer und Täter: Dieser Abschnitt untersucht Charakteristika von Opfern und analysiert verschiedene Tätertypen hinsichtlich ihrer Motive und Verhaltensmuster.

7. Herausforderung an die Soziale Arbeit - Prävention und Intervention: Es werden die Aufgaben und Hilfsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit sowie präventive Ansätze in Kindertagesstätten und Schulen diskutiert.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet abschließend die eingangs formulierte Fragestellung zur intergenerationalen Weitergabe von Gewalt.

Schlüsselwörter

häusliche Gewalt, Gewaltkreislauf, Aggression, kindliche Entwicklung, Opfer, Täter, Soziale Arbeit, Prävention, Intervention, Trauma, Macht, Kontrolle, Kindeswohl, psychische Gewalt, Familienhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie sich häusliche Gewalt auf die Betroffenen auswirkt und ob Opfer, die Gewalt erleben oder beobachten, die Tendenz haben, selbst zu Tätern zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der theoretische Gewaltbegriff, der phasenhafte Entwicklungsverlauf von Gewalt, die Auswirkungen auf Kinder, die Typologie von Tätern sowie die Rolle der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die langfristigen Auswirkungen häuslicher Gewalt zu verstehen und zu klären, inwiefern die Erfahrung von Gewalt die eigene künftige Rolle in Beziehungsgefügen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Interviews (insbesondere der Studie von Philomena Strasser).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Begriffe definiert, der Gewaltkreislauf erläutert, die Auswirkungen auf die psychische und physische Entwicklung von Kindern analysiert und verschiedene Täterstrategien untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen häusliche Gewalt, Gewaltkreislauf, Opferschutz, Tätertypen, Prävention und Hilfe zur Selbsthilfe.

Wie unterscheidet sich der „Family Only Typ“ von anderen Tätertypen?

Der „Family Only Typ“ übt Gewalt ausschließlich in der Familie aus, während er im sozialen Umfeld oft als besonders angepasst und umgänglich wahrgenommen wird.

Warum ist das Miterleben von elterlicher Gewalt für Kinder so belastend?

Kinder, die Gewalt zwischen den Eltern erleben, sind oft mit extremen Loyalitätskonflikten konfrontiert, leiden unter Hilflosigkeit und Angst und lernen unbewusst, dass Gewalt ein Mittel zur Machtausübung sein kann.

Welche Aufgabe übernimmt die Soziale Arbeit im Kontext von häuslicher Gewalt?

Sie leistet Unterstützung durch Hilfseinrichtungen wie Frauenhäuser, bietet Beratung an und verfolgt den Ansatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“, um Betroffene zu befähigen, ihr Leben wieder selbstständig zu gestalten.

Warum ist Präventionsarbeit in Kindergärten und Schulen so wichtig?

Da Kinder oft nicht wissen, wie sie sich gegen Gewalt wehren können, sind Erzieher und Lehrkräfte gefordert, Anzeichen frühzeitig zu erkennen und das Umfeld für Kinder zu schaffen, in dem ihre Rechte gewahrt werden.

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Details

Title
Vom Opfer zum Täter. Welche Auswirkungen hat häusliche Gewalt auf die Betroffenen?
College
University of Applied Sciences Mainz
Grade
1,3
Authors
Cynthia Beckmann (Author), Elisa Flanz (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V922557
ISBN (eBook)
9783346245298
ISBN (Book)
9783346245304
Language
German
Tags
opfer täter welche auswirkungen gewalt betroffenen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cynthia Beckmann (Author), Elisa Flanz (Author), 2020, Vom Opfer zum Täter. Welche Auswirkungen hat häusliche Gewalt auf die Betroffenen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922557
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