Die Bewahrung des Zeitzeugen. Eine Notwendigkeit für die Erinnerungskultur?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2019

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Erinnerungskultur
2.1 Erinnern und Vergessen
2.2 Gedächtnis

3. Die Geschichte des Zeitzeugen

4. USC Shoah Foundation
4.1 Visual History Archive
4.1.1 Das VHS in der schulischen Bildung
4.2 Dimensions in Testimony

5. Die Bewahrung des Zeitzeugen - Eine Notwendigkeit für die Erinnerungskultur?
5.1 Notwendigkeit für die Bildung
5.2 Notwendigkeit für die Gedenkstätten
5.3 Notwendigkeit für die deutsche Erinnerungskultur

6 Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Zeitzeugen des Holocaust sind aus den Museen und Gedenkstätten, sowie der Bildungsarbeit nicht mehr wegzudenken. Doch was geschieht mit unserer Erinnerungskultur, wenn alle Zeit­zeugen ausgestorben sind? Verschiedenste Projekte versuchen diesen Prozess durch die Digi­talisierung aufzuhalten, indem sie Interviews von Zeitzeugen konservieren und für spätere Ge­nerationen nutzbar machen. Doch benötigen Jugendliche heutzutage überhaupt noch Zeitzeu­gen, um sich zu erinnern? Stellt die Bewahrung der Zeitzeugen des Holocaust demnach eine Notwendigkeit für die deutsche Erinnerungskultur dar?

Für Horst Seferens1 würde das Aussterben der Zeitzeugen einen tiefen Einschnitt in der gesam­ten Erinnerungskultur bedeuten2, auch laut Dr. Josef Schuster3 sind die Deutschen verpflichtet, die Erinnerungen der Zeitzeugen am Leben zu erhalten. Harald Welzer hingegen spricht sich gegen den weiteren Einsatz von Zeitzeugen in jeglicher Hinsicht aus. Für ihn stellt das Ausster­ben der Zeitzeugen kein Problem dar, vielmehr eine „große Chance für eine Neuausrichtung der Erinnerungs- und Bildungsarbeit“4. Auch Ulrike Jureit kritisiert die Fokussierung auf die Zeitzeugen als „Geschichtsvermittler“. Die künftigen Generationen hätten keine biografischen Verbindungen zur NS-Zeit und bräuchten daher aktuelle Bezugspunkte anhand derer die Ent­wicklungen der NS-Zeit behandelt werden sollen.5

Der folgende Hauptteil dieser Arbeit beginnt mit einer theoretischen Einführung zum Erinnern und zum Gedächtnis. Danach folgt die Entwicklung des Zeitgenossen zum Zeitzeugen und sei­ner medialen Präsenz. Daraufhin werden zwei Projekte von Steven Spielberg vorgestellt, mit welchem er dem Prozess des Aussterbens der Zeitzeugen entgegenwirken möchte. Zum Einen das Visual History Archive, welches auch von der Universität Berlin aus geschichtsdidaktischer Sicht betrachtet und an Schulen ausprobiert wird, zum Anderen Dimensions in Testimony, wel­ches mittels Hologrammen die Illusion eines Interviews suggeriert . 6 Schließlich folgt eine Dis­kussion über die Vor- und Nachteile der Konservierung von Erinnerungen, wie auch deren Ein­satz in Museen und Gedenkstätten, vor allem aber in der Bildung und der abschließenden Be­antwortung der Fragstellung, ob die Bewahrung der Zeitzeugen eine Notwendigkeit für die Er­innerungskultur darstellt.

2. Erinnerungskultur

Die Erinnerungskultur beinhaltet Wissen über Vergangenes, welches eine Gemeinschaft teilt. Auf diesem Wissen baut die Gemeinschaft ihre Identität auf und definiert sich als Einheit. Dem Erinnern wird in Deutschland ein immens großer Wert beigemessen. Neben zahlreichen Ge­denktagen wird vor allem an Gedenkorten erinnert, die Bewusstsein für die deutsche Identität schaffen und Vergangenes wieder lebendig machen.7

2.1 Erinnern und Vergessen

Erinnern ist ein Prozess, bei dem sich ein Individuum Vergangenes bewusst macht; dazu zählen Erlebnisse aber auch Wünsche, Vorstellungen oder Gedanken. Diese können durch Reize, wie Gerüche oder Ähnlichkeiten, ausgelöst werden. Oft erscheinen uns diese Erinnerungen unvoll­ständig und lückenhaft. Bei wiederholtem Erinnern an eine Situation wird die Erinnerung schrittweise abgewandelt. Wir können uns nicht an die Situation an sich erinnern, nur an die letzte Erinnerung daran, welche immer an die damalige Perspektive gebunden ist. Dem Erin­nern folgt unwiderruflich das Vergessen. Die direkt im Gedächtnis gespeicherten Informatio­nen spiegeln auch lediglich einen kleinen Teil der gelebten Realität wider. Aufgrund dessen muss immer auf die Differenz zwischen Ereignis, Erlebnis und Erinnerung geachtet werden.8

2.2 Gedächtnis

Da Erzählungen von Erinnerungen immer an einen sozialen Kontext gebunden sind, wirken andere Personen indirekt oder direkt auf die erzählte Erinnerung ein. Die Erzählung ist abhän­gig vom Erzählpartner und welches Bild man diesem von sich zeigen möchte; dabei können Informationen hervorgehoben oder bewusst vermieden werden. Dieser Dialog geht ins „kom­munikative Gedächtnis“ über. Dieses Gedächtnis hat ca. 80 Jahre bestand und wird nur aus Alltagskommunikation gespeist. Wenn die Erzählung jedoch über ein anderes Medium weiter­gegeben wird, wie das Fernsehen oder Audioaufnahmen, geht diese ins „kulturelle Gedächtnis“ über, da „kein neuer Sinnzusammenhang zwischen den Gesprächspartnern hergestellt [werden kann], sondern ein einseitiges Deutungsangebot unterbreitet“9 wird. Das „kulturelle Gedächt­nis“ ist durch schwerwiegende vergangene Ereignisse gekennzeichnet; Traditionen, Riten oder Denkmäler rufen uns diese ins Gedächtnis, welches sich je nach den Bedürfnissen der Gemein­schaft weiterentwickelt.10

Das Fundament des „kulturellen Gedächtnisses“ macht die Erinnerung in repräsentierten For­men aus. Daraus ergibt sich aber eine Schwierigkeit für die Zeit des Holocaust, denn schriftliche sowie bildliche Darstellungen über diese wurden tabuisiert. Das galt zum Beispiel für die Serie Holocaust von 1973 oder den Film Schindlers Liste von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993. Nach der Jahrtausendwende hat sich dies geändert, denn „jene bezogen sich noch unmittelbar auf den Holocaust als nachwirkenden Präsenz des historischen Ereignisses, wir beziehen uns bereits auf einen als sozialen Konstruktion und kulturelle Repräsentation vermittelten Holo- caust.“11 Schon lange vor dem drohenden Aussterben von Trägern der Erinnerungen an den Holocaust hat sich ein „auf Repräsentationen gestütztes mediales Holocaustgedächtnis entwi- ckelt“12.

Da das „kulturelle Gedächtnis“ mehrere Generationen Bestand haben soll, müssen diese auch die Repräsentationen überdauern; sie werden in verschiedensten Institutionen verankert. Die Institutionalisierung des Holocaust fand in den 90er Jahren ihren Anfang. Neben Gedenkstätten, wie dem Yad Va Shem in Jerusalem, dem Anne Frank Haus oder Konzentrationslagern wie Auschwitz-Birkenau, umfasst diese auch Mahnmale, wie das Holocaust Mahnmal in Berlin und andere Institutionen, wie Archive, Museen oder Orte, in denen Erinnerungen an den Holocaust am Leben erhalten werden.13

3. Die Geschichte des Zeitzeugen

Der Begriff des „Zeitzeugen“ tauchte erstmals 1975 auf, war aber erst Ende der 80er Jahre im Sprachgebrauch verankert. Durch den Auftritt von Zeitzeugen im Fernsehen wurden diese ste­tig bekannter und veränderten die Vergangenheitsaufarbeitung. Zudem fanden die Zeitzeugen Eingang in die Bildung, indem sie Schulen besuchten und dort von ihren Erlebnissen während des Holocaust berichteten, wodurch die Geschehnisse erfahrbarer und authentischer für die Schülerinnen wurden.14

Historiker stehen den Erinnerungen der Zeitzeugen kritisch gegenüber, da diese keiner Wissen­schaftlichkeit unterliegen. Martin Sabrow erklärt dazu: „Wir erinnern ja nicht das damalige Geschehen direkt, sondern wir erinnern es über die Brücke der letzten Erinnerung an unser Reden. Und so ist jede Erinnerung eine Art stille Post, in der sich die Erinnerungen ein stück­weit verschleifen und verschieben, ohne dass wir das aber merken können.“15 Trotz dessen erscheinen die Aussagen der Zeitzeugen glaubwürdiger als diejenigen der Historiker, da der Zeitzeuge vor Ort war und damit Authentizität ausstrahlt. Dennoch schleichen sich viele Unge­reimtheiten in die Erinnerungen, die nur die Historiker durch Quellenarbeit aufdecken können. Aufgrund des Aussterbens der Zeitzeugen haben sich viele Organisationen verpflichtet, die Er­zählungen aufzunehmen und den jüngeren Generationen nutzbar zu machen, wie zum Beispiel die USC Shoah Foundation.

4. USC Shoah Foundation

1994 gründete der Regisseur Steven Spielberg die Organisation Survivors of the Shoah Visual History Foundation, um die Erinnerungen der Überlebenden und anderer Zeugen des Holocaust aufzunehmen und zu archivieren.16

4.1 Visual History Archive

Die lebensgeschichtlichen Interviews, auch testimonies genannt, haben meist eine Länge von über zwei Stunden und berichten über die Zeit vor dem Krieg, während des Krieges und über die Nachkriegszeit. Die Zeitzeugen durften sich die Sprache, in der sie das Interview führten, selber aussuchen. Das Projekt wurde über Mundpropaganda bekannt, wodurch viele Zeitzeugen daran teilnahmen. Dadurch konnten mehr als 55.000 Interviews aus 65 Ländern und in 43 ver­schiedenen Sprachen aufgenommen werden. Diese mehr als 115 Stunden Audiomaterial wur­den katalogisiert und mit bestimmten Schlagwörtern markiert. Daraus eröffnete sich das Visual History Archive (VHS).

Spielberg wollte die Interviews Bildungseinrichtungen auf aller Welt zugänglich machen, um Toleranz-, Holocaust- und Genozid-Bildung als elementare Bestandteile der Lehrpläne zu ver­ankern. Als das Projekt 2006 ein Teil der University of Southern California wurde, insbeson­dere dem Dana and David Dornsife College of Letters, Arts and Sciences, kam er diesem Wunsch ein stückweit näher. Das Projekt wurde in Shoah Foundation Institute (SFI) umben­annt. „To overcome prejudice, intolerance, and hatred—and the suffering they cause—through the educational use of the Institute 's Visual History Archive“ 17 wurde zur Leitidee des SFI. Um das Arbeiten mit dem VHS an den Schulen zu erleichtern, entwickelte das Institut die Website IWitness, welche neben über 2000 Vollzeit Interviews auch Hintergrundinformationen und Lernmodule zur Verfügung stellt. Den Lehrkräften und Dozenten stehen Anleitungen und Ideen für die Nutzung der Interviews zur Verfügung, für die Schülerinnen besteht die Möglichkeit eigene Videos zu schneiden.18

4.1.1 Das VHS in der schulischen Bildung

2006 ist das Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin 2006 eine Ko­operation mit dem SFI eingegangen. Das Projekt „Zeugen der Shoah. Das Visual History Ar­chive in der schulischen Bildung“ wurde ins Leben gerufen, womit ein Zugang zum VHS er­möglicht wurde. Schülerinnen ab der 8. Jahrgangsstufe erhielten die Möglichkeit, mit den tes­timonies zu arbeiten. Innerhalb dieser Projekttage wurde ein besonderer Wert auf lebensweltli­che Bezüge gelegt. Aus diesem Grund wurden zum Einen Interviews mit den unterschiedlichs­ten Lebenswegen ausgewählt, zum Anderen aus Berlin stammende Zeitzeugen, die während ihrer Erlebnisse ein ähnliches Alter wie die Schülerinnen aufwiesen.19 Dies führt zu einer Iden­tifikation mit dem Überlebenden und damit zu einer höheren emotionalen Beteiligung des Ge­genübers. Darüber hinaus werden die Schülerinnen „für die subjektive autobiografische Sinn­bildung der lebensgeschichtlichen Erzählungen sensibilisiert“20.

Außerhalb der Projekttage entwickelte das CeDiS eine DVD-Reihe mit den Themen Fliehen, Überleben, Widerstehen und Weiterleben. Diese beinhalten zwölf testimonies, welche auf eine Länge von 30 Minuten gekürzt wurden. Die DVDs können als Filme auf dem Fernseher ange­sehen oder auf dem PC als interaktive Lernsoftware genutzt werden, welche dann noch zusätz­liche Materialien zur Verfügung stellt. Somit wird ein selbstbestimmtes und forschendes Ler­nen gefördert, welches zusätzlich zu einer weiterführenden selbstständigen Beschäftigung mit dem Holocaust führen soll.21

4.2 Dimensions in Testimony

Da aufgezeichnete Interviews einen Dialog im echten Leben nie ersetzen könnten, aber zukünf­tige Generationen trotzdem die Chance haben sollen, diesen zu erleben, wurde das Projekt Di­mensions in Testimony ins Leben gerufen, welches die Illusion eines echten Gesprächs erwe­cken soll. Das erste Konzept wurde 2012 entwickelt, 2014 begann die Produktion: Es wurden 2D-Hologramme von 16 Zeitzeugen aufgenommen. Diese Interviews hatten im Schnitt eine Länge von 12 Stunden und wurden von 50 Hochgeschwindigkeitskameras begleitet. Dem Zeit­zeugen wurden etwa 150 Fragen gestellt, von denen man erwartet, dass sie nach mehreren Ge­nerationen immer noch aktuell sind. Das Hologramm antwortet direkt auf die von ihm gestellte Frage, sodass man in einen Dialog treten kann.22

5. Die Bewahrung des Zeitzeugen - Eine Notwendigkeit für die Erinnerungskultur?

Mit Blick auf das Aussterben der Holocaust Opfer ist die Angst um das Vergessen dieser sehr groß. Aleida Assmann bezeichnet dieses Vergessen als „Mnemozid“, welcher auf den Genozid folgt und die Opfer ein weiteres Mal beseitigt.23 Aber können die Verbrechen überhaupt ver­gessen werden, obwohl sie zahlreich dokumentiert und institutionalisiert wurden? Müssen die Erinnerungen von Zeitzeugen ein Bestandteil der Erinnerungskultur sein, damit sich nachfol­gende Generationen an den Holocaust erinnern können?

5.1 Notwendigkeit für die Bildung

Für Dr. Josef Schuster, den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, stellt die schulische Bildung eine zentrale Figur für das Fortbestehen der Erinnerung dar. Wenn die Schü­lerInnen in dieser Phase keinen adäquaten Zugang zu der Thematik bekämen, wären sie im weiteren Verlauf nicht mehr offen für weitere Beschäftigungen mit dem Holocaust. Sie wären genervt von den sich immer wiederholenden Floskeln, wie „Man darf nicht vergessen und man muss sich erinnern, damit so etwas nie wieder geschieht.“ Deswegen strebt der Zentralrat der Juden in Deutschland einige Veränderungen im Curriculum an: Noch bevor die Thematik der Nationalsozialisten und des Holocaust mit seinen Mechanismen im Geschichtsunterricht be­handelt wird, findet das Thema schon Eingang in den Deutschunterricht, in Form von Lektüren über die Shoah. Ohne ein entsprechendes Hintergrundwissen könnten die Schülerinnen nicht vernünftig mit der Literatur arbeiten und verstünden nicht, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Daher setzt sich der Zentralrat für eine Umkehrung dieser Reihenfolge ein. Des Weite­ren reiche die Thematisierung der jüdischen Kultur im Zeitraum von 1933 bis 1945 nicht aus, um das gesamte Ausmaß der Massenvernichtung begreifen zu können. Außerdem wäre dieses Wissen elementar, um das jüdische Zusammenleben und die jüdische Kultur heute zu verstehen. Daher hat der Zentralrat 2016 eine Erklärung mit der Kultusministerkonferenz ver­fasst, um die Vermittlung der jüdischen Geschichte für die Lehrkräfte zu erleichtern.24

Die jetzige und künftige Generation der Kinder und Jugendlichen haben meist keinen Bezug mehr zum Holocaust, da weder die Eltern noch die Großeltern eine Beziehung dazu haben; das Interesse schwindet. Trotz dessen wird von ihnen eine gewisse Betroffenheit erwartet, wenn sie mit den Verbrechen der Nationalsozialisten konfrontiert werden. Da ist es laut Schuster kein Wunder, dass sich die Jugendlichen abwenden und keine Empathie zeigen wollen. Um das In­teresse wecken zu können, müsse die Vergangenheit neu aufbereitet werden, da die Jugendli­chen schon früh durch die Massenmedien mit visuellen Eindrücken zugeschüttet werden. Bei einem Gedenkstättenbesuch zum Beispiel reiche es nicht aus, wenn die Jugendlichen mit einem heruntergekommenen Mauerwerk konfrontiert werden; es müsse mehr geschehen, um die Lei­den der Opfer den künftigen Generationen zugänglich zu machen. Deswegen gehören für Schuster Zeitzeugen unumstritten zur Bildung dazu: Sie gäben den Fakten aus den Ge­schichtsbüchern ein Gesicht und würden Empathie für die Verbrechen auslösen. Das schaffe kein Geschichtsbuch.25

Auf der einen Seite setzt sich Schuster für die Einbindung von Zeitzeugen in die Bildung ein, auf der anderen Seite steht er der Aufnahme von Zeitzeugeninterviews jedoch kritisch gegen­über: Er sei zwar dankbar, dass die Erinnerungen für die Nachwelt festgehalten werden, trotz­dem müssen vor allem Pädagogen bedenken, dass diese den Menschen nicht ersetzen können und die Authentizität nicht wahrhaftig ist. „Auch die ästhetische Aufbereitung ist für die Wir­kung beim Betrachter von Bedeutung.“26

Die Inanspruchnahme von Zeitzeugen oder auch Zeitzeugeninterviews in der Schule, in wel­chen diese selbst noch Kinder waren, findet die Historikerin Ulrike JUREIT problematisch. Da nur von Eindrücken aus der Kindheit berichtet werden kann, kritisiert JUREIT die Qualität des historischen Wissens, welches damit vermittelt wird.27

[...]


1 Sprecher der Gedenkstätte Sachsenhausen.

2 Siehe Anchuelo 2018, Mit Online-Angeboten.

3 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

4 Welzer 2012, Vom Zeit zum Zukunftszeugen, S. 48.

5 Siehe Anchuelo 2018, Mit Online-Angeboten.

6 Siehe USC Shoah Foundation, in: https://sfi.usc.edu/dit (letzter Zugriff: 28.09.2019).

7 Siehe Braun, Erinnerungskultur, Website der Konrad Adenauer Stiftung.

8 Siehe Henke-Bockschatz 2014, Oral History, S. 31f.

9 Barricelli 2010, Kommemorativ oder kollaborativ?, S. 18.

10 Siehe Assmann 1988, Kollektives Gedächtnis, S. 10-12.

11 Assmann 2006, Der lange Schatten der Vergangenheit, S. 237.

12 Ebd.

13 Siehe ebd., S. 239.

14 Siehe Sabrow 2012, Der Zeitzeuge als Wanderer, S. 14-16.

15 Sabrow, in: Westhoff 2009, Geschichtschen oder Geschichte.

16 Siehe Website des USC Shoah Foundation Institute.

17 Website des USC Shoah Foundation Institute.

18 Siehe ebd.

19 Siehe Barricelli/Brauer/Wein 2009, Zeugen der Shoah, S. 5.

20 Ebd., S. 6.

21 Siehe Klingenböck 2012, Über die Bearbeitung lebensgeschichtlicher Interviews, S. 29.

22 Siehe de Jong 2018, Immersive Räume.

23 Siehe Assmann 2007, Die Last der Vergangenheit, S. 378.

24 Siehe Schuster 2017, Erinnern ohne Zeugen, Rabbiner - Brandt - Vorlesung .

25 Siehe ebd.

26 Ebd.

27 Siehe Herzing/Longerich 2013, Wenn die Zeitzeugen gehen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Die Bewahrung des Zeitzeugen. Eine Notwendigkeit für die Erinnerungskultur?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Zwischen historischer Dokumentation und touristischer Attraktion. Zum Umgang mit der digitalen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in virtuellen Räumen, Museen und Erinnerungsorten
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V922816
ISBN (eBook)
9783346245168
ISBN (Buch)
9783346245175
Sprache
Deutsch
Schlagworte
NS-Vergangenheit, Zeitzeugen, Erinnerungskultur
Arbeit zitieren
Caroline Meinhardt (Autor), 2019, Die Bewahrung des Zeitzeugen. Eine Notwendigkeit für die Erinnerungskultur?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922816

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