Typologien in Johann Wilhelm Ludwig Gleims Preußischen Kriegsliedern von 1756 und 1757


Hausarbeit, 2015

23 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
1.1. Forschungsstand
1.2. Methodisches

II. Johann Wilhelm Ludwig Gleim im Kontext des Siebenjährigen Krieges

III. Die preußischen Kriegslieder
III. 1. Rollenverständnis zwischen Autor, Grenadier und Dichter
111.1.1. Griechisch-römische Rückbezüge
111.2. Feindbilder
111.2.1. Habsburg und Russland
111.2.2. Frankreich
111.2.3. Reichterritorien
111.3. Friedrich-Bild
111.4. Patriotismus

IV. Konstituierung von patriotisch-nationaler Geschichtslyrik in Deutschland

V. Resümee

VI. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

„Krieg ist mein Lied! Weil alle Welt Krieg will, so sei es Krieg!“1

Der Siebenjährige Krieg von 1756 bis 1763, der erste ,Weltkrieg‘ der Geschichte, ist im heutigen Geschichtsbild noch zusehends durch die Person Friedrichs II. geprägt, der mit seinem Einfall in Sachsen den Krieg auf deutschem Territorium begann.2 Mit Kriegsaus­bruch konstituierte sich auch eine öffentliche Diskussion, die vor allem publizistisch aus­getragen wurde. Dies lässt sich neben zahlreichen Flugblättern und Zeitungen besonders in den literarischen Werken der Zeit nachweisen. Ein Beispiel für die Euphorie des Krie­ges und der Kriegspublizistik stellt dabei der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) dar. Er verfasste zunächst anonym seine preußischen Kriegslieder in den Feldzügen von 1756 und 1757 von einem Grenadier, in denen er unter dem Pseudonym eines Grenadiers vom Kriegsgeschehen in lyrischer Form berichtet. Mit Teilen diesen Kriegsliedern möchte sich die vorliegende Arbeit beschäftigen. Anhand der Kriegslieder soll untersucht werden, inwiefern verschiedene Topoi wie Rollenverständnisse, Feindbil­der, Stilisierung und Patriotismus transzendiert und in die deutsche Geschichtslyrik der darauffolgenden Jahrhunderte überführt wurden. Durch einzelne Gedichte der Kriegslie­dersammlung soll dies exemplarisch verdeutlicht werden.

Die Arbeit ist so aufgebaut, dass zunächst untersucht wird, wie Gleim seinen literarischen Stil im Zuge des Siebenjährigen Kriegs geändert hat, ehe dazu übergegangen wird, wel­che thematischen Schwerpunkte in seinen Gedichten besonders zum Tragen kommen, um dann zu resümieren, inwiefern diese Bereiche im weiteren Verlauf der deutschen Ge­schichtslyrik Einzug erhalten haben und den patriotischen Geist besonders im Zuge der Befreiungskriege und der Nationalstaatswerdung mitkonstituiert haben. Die Arbeit steht ebenfalls im Kontext der politischen Lyrik, die durch die Kriegslieder Gleims im weiteren Verlauf der deutschen Geschichte rezipiert und fortgeführt wurden.

I.1. Forschungsstand

Die Forschungslandschaft um Johann Wilhelm Ludwig Gleims Preußische Kriegslieder ist eher karg. Wo sind die Gründe dafür zu suchen? Zunächst einmal muss man konsta­tieren, dass die generelle Auseinandersetzung mit ,Geschichtslyrik‘ erst in den letzten Jahren wieder in den Fokus der Forschung gerückt ist. Nach einer ersten Auseinanderset­zung in Walter Hincks Einleitung aus dem Jahr 1979, „der den Begriffsnamen ,Ge- schichtslyrik‘ eingeführt hat“, wurde dieser Forschungsansatz zunächst nicht intensiver verfolgt.3 Mit dem zweibändigen Kompendium von Peer Trilcke und Heinrich Detering wurde 2013 eine exponierte Auseinandersetzung mit Geschichtslyrik vorgelegt, die eben­falls definiert, was Geschichtslyrik ist und leisten muss.4

In den letzten Jahren entfernte sich die Forschung auch von dem Ansatz, dass die Ge­dichte und Lieder, die sich mit national-völkischen und patriotischen Thematiken be­schäftigen, als politische Lyrik ein Tabu-Thema seien, da sie den Nationalismus fördern würden.5 Aus diesem Grund gab es die ersten Ansätze, die sich mit Gleims Kriegsliedern beschäftigten. Diese Auseinandersetzungen beschränken sich jedoch meist nur auf ein­zelne Gedichte des Zyklus‘. Bisherige Arbeiten aus den letzten Jahren sind die von Günter Peters zum Siegeslied nach der Schlacht bei Prag,6 7 Thorsten Voß Bey Eröffnung des Feld­zuges 17562 und eine Rundschau von Ulrich Kittstein und Barbara Becker-Cantarino zu einzelnen Aspekten in den preußischen Kriegsliedern und deren Auswirkung auf die lite­rarische ,Vaterlandspoesie‘.8

Anders sieht es bei Arbeiten bezüglich des Anakreontikers Gleim und seiner Transfor­mation zum Kriegsdichter aus, wo man exemplarisch den Aufsatz von David Lee: „Amor im Harnisch“ anführen kann.9 Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass diese Arbeiten nur Teilaspekte aus den Gedichten herausarbeiten, eine umfassende Studie zu den Liedern indes jedoch noch fehlt.

I.2. Methodisches

Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene Typologien aus Gleims Kriegs- und Siegesliedern herauszuarbeiten. Aus diesem Grund werden drei Gedichte aus Gleims Zyklus analysiert. Dabei wird jedoch keine sondierte Gedichtsanalyse für jedes einzelne Gedicht erfolgen, da die Gedichte sich hinsichtlich Reimform, Schema, Versmaß, Strophen und Kadenz nicht unterscheiden.10 Wichtig für die vorliegende Arbeit sind Inhalt und Interpretation der Gedichte, sodass einzelne Geschichtspunkte, die in den Gedichten zum Tragen kom­men, unter den jeweiligen Themenaspekten analysiert werden. Es wurde versucht, die wichtigsten Typologien der Gedichte vorzustellen, da sie in den ausgewählten Liedern auftreten und somit den ,roten Faden‘ der Gedichte darstellen. Hier und da kann die Ge­wichtung der Aspekte mal stärker und mal schwächer auffallen, nichtsdestotrotz bilden sie insgesamt eine Analogie. Nach der Untersuchung der Themenaspekte werden diese in den Kontext der politischen Geschichtslyrik besonders in den Befreiungskriegen und der Nationalstaatswerdung Deutschlands gestellt und bilden somit eine Rundschau der The­menaspekte der politischen Geschichtslyrik des beginnenden Nationalismus, welche ge­prägt ist von Feindbildern, Stilisierung von ,Nationalhelden‘ und Patriotismus.

II. Johann Wilhelm Ludwig Gleim im Kontext des Siebenjährigen Krieges

Johann Wilhelm Ludwig Gleim war nach seinem Studium in Halle alles andere als ein Kriegsdichter. Erste lyrische Aufmerksamkeit errang Gleim durch seinen dichterischen Freundschaftsbund mit Johann Peter Uz und Johann Nikolaus Götz in den 1740er Jah­ren.11 Mit seinem „Versuch in scherzhaften Liedern“ von 1744 antwortete Gleim auf die vorausgegangenen Strömungen der Anakreontik in Deutschland und der Schweiz und bildete zusammen mit Götz und Uz die Grundlage der deutschen Anakreontik des 18.

Jahrhunderts.12 Die Anakreontik, die besonders die Themenbereiche des „Lebensgenus­ses bei Wein, Weib, Musik und Tanz“ behandeln, waren die maßgeblichen Einflussberei­che Gleims geworden.13 Mit der Expansion Preußens unter Friedrich II., besonders im zweiten schlesischen Krieg von 1744-1745, begann Gleim sich den Kriegs- und Sieges­liedern zu widmen. Er begleitete 1744 den Markgrafen von Brandenburg-Schwendt im Krieg in Schlesien, wo auch seine Begeisterung für Friedrich II. begann. Ein Freund von Gleim, Friedrich Gottlieb Klopstock, veröffentlichte im Jahr 1749 in der „Sammlung ver­mischter Schriften von den Verfassern der Bremischen neuen Beyträge‘ eine Folge von drei Nachahmungen: ,Kriegslied, zur Nachahmung des alten Liedes von der Chevy- Chase-Jagd“, an denen sich auch Gleim in seinen preußischen Kriegsliedern orientierte.14 Während es Gleim fernab vom Schlachtfeld in ein klerikales Berufsfeld zog, blieb seine Lyrik besonders im Kontext des Siebenjährigen Krieges kombattant: „Er versteckte sich also hinter der fiktiven Verfasserschaft eines wirklichen Grenadiers, der als Zeitzeuge - so die Fiktion - die verschiedenen Kriegsgesänge verfasst haben soll“.15

III. Die preußischen Kriegslieder

Die preußischen Kriegslieder sind formal, wie bereits erwähnt, an Klopstocks Chavy- Chase-Strophen angelehnt. Allein diesen Fakt kann man den äußeren politischen Umstän­den zuschreiben: Mit dieser Form grenzte sich Gleim vom französischen Klassizismus ab und benutzte einen englischen Stil, was sich auf die Politik im Siebenjährigen Krieg über­tragen lässt. Preußen, welches ein Bündnis mit England eingegangen ist und sich so gegen das Bündnis zwischen dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und Habsburg, sowie Frankreich richtete.16 Die Poesie lässt sich als Gelegenheitsdichtung charakterisie­ren, also Gedichte die bei „Geburten und Todesfällen, bei Neujahrs- und Namenstagen [...] die ja nicht nur dynastische, sondern auch kriegerische Ereignisse rühmen und zu beklagen haben“.17 Die Lieder sind Kreuzreime mit drei- und vierhebigen Jamben, die sich abwechseln und immer einen männlichen Versausgang besitzen. Es sind immer vier Verse, die eine Strophe bilden.

Folgende Lieder finden für die Analyse Verwendung: Bey Eröffnung des Feldzuges 1756, Schlachtgesang bei Eröffnung des Feldzuges 1757 und das Siegeslied nach der Schlacht bei Roßbach. Die Auswahl erfolgte nach inhaltlichen Kriterien, da diese für die abgehan­delten Themenbereiche besonders ergiebig sind.

III.1. Rollenverständnis zwischen Autor, Grenadier und Dichter

Einen besonderen Schwerpunkt innerhalb der Lieder bildet die Divergenz zwischen Dich­ter und Grenadier, die Gleim auftreten lässt. Wie schon angedeutet berichtet Gleim aus der Perspektive eines Grenadiers, der an der Schlacht unmittelbar beteiligt ist, demnach ist er ein Augenzeuge der Ereignisse auf dem Schlachtfeld. Eine weitere Ebene tritt hinzu, wenn Gleim dem Grenadier eine weitere personalisierte Rolle gibt, nämlich die des Dich­ters, dies wird schon im ersten beiden Versen der ersten Strophe des Gedichts Bey Eröff­nung des Feldzuges 1756 deutlich:

„Krieg ist mein Lied! Weil alle Welt Krieg will, so sei Krieg“. 18

Hier wird der Krieg zum essentiellen Thema des Gedichtsimmanenten Dichters, bezie­hungsweise des Grenadiers, also dem lyrischen Ich. Daraus ergibt sich ein Rollenbild, welches den Autor anführt, der in räumlicher, zeitlicher und personaler Entfernung einen Grenadier auftreten lässt, der in dichterischer Form von den Erlebnissen des Schlachtfel­des berichtet. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum einen erzeugt diese Fiktion ein „hohes Maß an Authentizität, das durch eine Fülle von anekdotischen Details und an­schaulichen Momentaufnahmen in den Schlachtschilderungen verstärkt wird“.19 Zum an­deren „unterlag den ,Kriegsliedern‘ ein artistischer Gestus, der die inhaltliche und for­male Beschränkung mit einem geschickt vorgetäuschten Realismus vereinte“.20 Diese Fiktion dient also vornehmlich dazu, über die räumliche und zeitliche Distanz hinwegzu­täuschen und mit Hilfe eines einfachen Fußsoldaten, vielmehr ist ein Grenadier nicht, die Gedichte auch einem breiteren Publikum zugänglich machen zu können.

Auch in der zweiten Strophe greift das lyrische Ich die performative Ebene des Dichters und Grenadiers auf:

„Gern will ich seine Thaten thun; Die Leier in der Hand Wenn meine blut'gen Waffen ruhn, Und hangen an der Wand“.21

Das Zusammenspiel zwischen Soldat und Dichter wird hier deutlich. Nach der Schlacht folgt die Heroisierung in Form eines Barden, der von den Taten eines erfolgreichen Feld­herrn, in diesem Fall von Friedrich II., berichtet und sich selbst auch in diesen Kreis der erfolgreichen Kriegsteilnehmer mit einbezieht. Dies wird deutlich durch die blutigen Waffen, die zur Zierde an der Wand hängen und verdeutlichen, dass der Krieg vorbei ist und das lyrische Ich nicht mehr am Schlachtgeschehen teilnehmen wird. Das Blut, wel­ches an den Waffen klebt, wird als Metonymie für die getöteten Feinde gebraucht, die dem Sieger der Schlachten, also Preußen, zum Opfer gefallen sind.22 23

Das erste Lied Bey Eröffnung des Feldzuges 1756 nimmt nicht nur in der Ausarbeitung des Rollenverständnisses eine Sonderrolle ein, sondern auch in der Selbstwahrnehmung des lyrischen Ichs. Während sich im ersten Gedicht das lyrische Ich vorstellt, gibt es diese personalisierte Ich-Funktion im weiteren Verlauf der Gedichte zugunsten der ,Wir‘-Per­spektive auf und ist somit nicht mehr alleiniger Teilnehmer der Schlacht, sondern ein Teil einer Gemeinschaft. So will das lyrische Ich zunächst noch alleiniger Zeuge sein:

„Auch stimm ich hohen Schlachtgesang

Mit seinen Helden an“.22

„ Was acht‘ ich es, wenn über mir

Kanonendonner brüllt“. 24

So wandelt sich diese Perspektive zugunsten einer Soldatengruppe, die an der Schlacht teilgenommen hat:

„Ruft uns nun wieder in das Feld,

Wo Ruhm zu holen ist “. 25

„So tapfre Brüder! lagen wir, Wir kleiner Hauf im Thal“.26

Die Gründe für diesen Wandel innerhalb der Lieder können darauf zurückzuführen sein, dass Gleim sein erstes Gedicht als Aufhänger für die weiteren Lieder benutzt. Dies würde auch erklären, warum im ersten Gedicht nur vage von Schlachtgeschehnissen berichtet wird, während in den anderen Liedern topographische Namen und eindeutige Merkmale der Schlachtplätze zu finden sind. In diesem Gestus gibt Gleim dann auch das Rollenver­hältnis von Dichter und Grenadier zugunsten einer Gruppe auf, die repräsentativ als Ge­meinschaft im Krieg handelt. Außerdem würde dies die These des Authentizitismus und des Gemeinschaftsgefühls stärken, da das ,wir‘ mehr als die subjektive ,Ich‘ Wahrneh­mung wiederspiegelt und zudem auch ein hohes Maß an stiftendem Gemeinschaftsgefühl in sich birgt, was den Rezipientenkreis betrifft.

III.1.1. Griechisch-römische Rückbezüge

Ein weiterer Aspekt, der lediglich im ersten Lied zum Tragen kommt, ist der der grie­chisch-römischen Rückbezüge des Dichters. Dies ist nicht zuletzt auf die Anakreontik Gleims zurückzuführen, weshalb viele Auseinandersetzungen mit Gleim und den preußi­schen Kriegsliedern diese Thematik aufgreifen, so zum Beispiel der Aufsatz von David E. Lee mit dem Titel „Amor im Harnisch. Gleim als Anakreontiker und Grenadier“.27

So stellt das lyrische Ich schon zu Beginn des Gedichts Rückbezüge zum antiken Sparta her:

„Berlin sei Sparta! Preußens Held

Gekrönt mit Ruhm und Sieg“.28

Das antike Sparta, welches sich in der archaischen und klassischen Zeit zunächst gegen Messenien, dann gegen die persische Obermacht und später im Peloponnesischen Krieg gegen Athen zur Wehr setzen konnte, wird hier zum Bezugspunkt für Berlin, ein pars pro toto für den preußischen Staat unter Friedrich II. Preußen sah sich ebenfalls einer Über­macht gegenüber, bestehend aus Frankreich, Habsburg und dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, Russland, Schweden und Sachsen. Ebenfalls referiert Gleim an den griechischen Elegiendichter Tyratios, der im 7. Jahrhundert v. Ch. lebte. Dies ge­schieht durch einen „lateinischen Passus, der auf das erste Kriegslied folgt und seinerseits ein abgewandeltes Horaz-Zitat darstellt“.29 Durch die Abwandlung des Originalzitates „verwandelt er sie in eine Selbstcharakteristik des Grenadiers, der sich also durch die Vermittlung des Horaz mit Tyrtaios identifiziert“ und somit sich in die Ambiguität zwi­schen Dichter und Soldaten stellt.30 In eine ähnliche Richtung deuten auch die Verse:

„ „Wenn aber ich, als solch ein Held

Dir, Mars, nicht sterben soll

Nicht glänzen soll im Sternenzelt:

So leb ich dem Apoll“31

Diese Verse spielen darauf an, dass wenn der Grenadier keinen Heldentod auf dem Schlachtfeld sterben soll, er sich aus göttlich-heidnischer Intention den lyrischen Werken widmen wird. Dies wird durch die beiden römischen Gottheiten Mars und Apoll personi­fiziert: Mars als Gott des Krieges und Apoll als Gott der Künste wie Musik, Dichtung und Gesang.32 Das lyrische Ich legt seinen Fokus dennoch auf den kriegerischen Aspekt, der nicht nur durch die drei Verse einen deutlich höheren Versanteil besitzt, sondern auch durch den Parallelismus in Vers 26 und 27. Erst dann folgt als Konsequenz, dass sich das lyrische Ich der Dichtung zuwendet, ausgedrückt durch die konsekutive Konjunktion ,so‘.

[...]


1 Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Preußische Kriegslieder in den Feldzügen 1756 und 1757 von einem Grenadier. Mit Melodien, Berlin 1778, hier: Bey Eröffnung des Feldzuges 1756, S. 3, V. 1-2. Im Folgenden wird das jeweilige Gedicht unter dem Namen, Seite und Verszeile(n) zitiert.

2 Vgl. zum Siebenjährigen Krieg allgemein Füssel, Marian: Der Siebenjährige Krieg. Ein Weltkrieg im 18. Jahrhundert (= Becksche Reihe; 2704), München 2010, für die Erinnerungskultur besonders Kapitel IX., S. 101-109.

3 Trilcke, Peer: Geschichtslyrik. Reflexionsgeschichte - Begriffsbestimmungen - Bauformen, in: Ders. / Detering, Heinrich (Hrsg.): Geschichtslyrik. Ein Kompendium, Bd. 1., Göttingen 2013, S. 13-58, hier S. 13f.

4 Vgl. Im Kompendium besonders den systematische Zugang, S. 59-189.

5 Anm. Dass die Lieder Gleims eben nicht als „reine Kriegsverherrlichungspamphlematik zu lesen“ ist zeigt Bohnen, Klaus: G.E. Lessing-Studien. Werke-Kontexte-Dialoge (= Text und Kontext; 52), München 2006, S. 31.

6 Peters, Günther: Der zerrissene Engel. Genieästhetik und literarische Selbstdarstellung im achtzehnten Jahrhundert. Stuttgart 1982 (= Studien zur Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, 24). - S. 106-120: Das Genie auf dem Schlachtfeld. Gleims Grenadier und Lessings Bardentheorie.

7 Voß, Torsten: Grenadier und Skalde. Johann Wilhelm Ludwig Gleims Preußische Kriegs- und Siegeslie­der. Das Kriegerische als maskulin-ästhetische Haltung und (galantes) Rollenspiel in der Lyrik des 18. Jahrhunderts. In: Wirkendes Wort 63 (2013), S. 179-202.

8 Kittstein, Ulrich: Der Patriotismus des Poeten. Gleims Kriegslied Bey Eröffnung des Feldzuges 1756. In: Lyrik im historischen Kontext. Festschrift für Reiner Wild. Hrsg. von Andrea s Böhn. Würzburg 2009, S. 41-51 und Becker-Cantarino, Barbara: „Groß durch den Sieg des Königs“. Zur Preußendichtung von Wil­helm Ludwig Gleim und Anna Louisa Karsch, in: Keller, Andreas et.al. (Hrsg): Theorie und Praxis der Kasualdichtung in der Frühen Neuzeit (= Choloe; 43), Amsterdam 2010, S. 471-489.

9 Lee, David: Amor im Harnisch. Gleim als Anakreontiker und Grenadier. In: Euphorion 105 (2011), S. 19­50.

10 Darauf wird gesondert im III. Kapitel eingegangen, zur Form vgl. Friedrich, Cäcilia: Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Preußische Kriegslieder in den Feldzügen 1756 und 1757 von einem Grenadier, in: Riedel, Volker (Hg.): Der Aufklärer Gleim heute (= Schriften der Winckelmann-Gesellschaft; 10), Stendal 1987, S. 20-27, hier S. 20.

11 Vgl. Zeman, Herbert: Friedrich Hagedorn, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Johann Peter Uz, Johann Nikolaus Götz, in: Wiese, Benno von (Hg.): Deutsche Dichter des 18. Jahrhunderts. Ihr Leben und Werk, Berlin 1983, S. 135-161.

12 Vgl. Zeman, Herbert: Die deutsche anakreontische Dichtung. Ein Versuch zur Erfassung ihrer ästheti­schen und literaturhistorischen Erscheinungsformen im 18. Jahrhundert, Stuttgart 1972, S. 97-108.

13 Lorenzen, Käte: Johann Wilhelm Ludwig Gleim, in: NDB, Bd. 6, Berlin 1964, S. 449-450, hier S. 449.

14 Bosse, Heinrich: Klopstocks ,Kriegslied‘ (1749). Militärische Poesiepolitik im 18. Jahrhundert, in: Jahr­buch des Freien Deutschen Hochstifts 2000, S. 50-84, hier S. 68.

15 Edelmann, Thomas / Hofmann, Michael (Hrsg.): Lyrik vom Barock bis zur Goethezeit (= Oldenbourg Interpretationen; 95), Berlin 2002, S. 62.

16 Vgl. Edelmann, Thomas / Hofmann, Michael: Lyrik, S. 63.

17 Bosse, Heinrich: Klopstock, S. 55f und besonders zum Stand der Forschung der Kasualdichtung Wels, Volkhard: Einleitung. ‘Gelegenheitsdichtung’ - Probleme und Perspektiven der Forschung, in: Ders. Et.al. (Hrsg.): Theorie und Praxis der Kasualdichtung in der Frühen Neuzeit (= Chloe; 43), Amsterdam 2010, S. 9-33.

18 Bey Eröffnung des Feldzuges 1756, S. 3, V. 1-2.

19 Kittstein, Ulrich: Patriotismus, S. 43.

20 Kagel, Martin: Militärisches Heldentum und symbolische Ordnung in Gotthold Epharaim Lessings Phi- lotas und Minna von Barnhelm, in: Adam, Wolfgang et. Al. (Hrsg.): „Krieg ist mein Lied“. Der Siebenjäh­rige Krieg in den zeitgenössischen Medien, Göttingen 2003, S. 296-316, hier S. 300.

21 Bey Eröffnung des Feldzuges 1756, S.3, V. 5-8.

22 Anm. Auf den Aspekt der Feindbilder wird in dem gesonderten Kapitel III.2. ,Feindbilder‘ eingegangen.

23 Bey Eröffnung des Feldzuges 1756, S.4, V. 9-10.

24 Ebd., V. 15-16.

25 Schlachtgesang bey Eröffnung des Feldzuges 1757, S. 19, V. 3-4.

26 Siegeslied nach der Schlacht bei Roßbach, S.47, V. 13-14. Diese Beispiele wurden exemplarisch ausge­wählt, denn es lässt sich keine Ich-Form im weiteren Verlauf der Kriegslieder erkennen.

27 Vgl. Lee, David E.: Amor, S. 19-50.

28 Bey Eröffnung des Feldzuges 1756, S.3, V. 3-4.

29 Kittstein, Ulrich: Patriotismus, S. 50, dazu auch: Sagave, Pierre-Paul: Die Bedeutung Preußens in der Deutschen Literatur, in: German Studies Review, H.6,3 (1983), S. 365-398, hier S. 369f.

30 Kittstein, Ulrich: Patriotismus, S. 50, vgl. auch Antonsen, Jan-Erik: Text-Inseln. Studien zum Motto in der deutschen Literatur vom 17. bis 20. Jahrhundert, Würzburg 1998, S. 79ff.

31 Bey Eröffnung des Feldzuges 1756, S.5, V. 25-28.

32 Vgl. Voß, Thorsten: Grenadier S. 179-202, hier S. 188.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Typologien in Johann Wilhelm Ludwig Gleims Preußischen Kriegsliedern von 1756 und 1757
Hochschule
Universität Trier
Note
1,0
Jahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V922940
ISBN (eBook)
9783346243348
ISBN (Buch)
9783346243355
Sprache
Deutsch
Schlagworte
typologien, johann, wilhelm, ludwig, gleims, preußischen, kriegsliedern
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Typologien in Johann Wilhelm Ludwig Gleims Preußischen Kriegsliedern von 1756 und 1757, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922940

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