Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Basics and General

Augustus und die Umgestaltung der römischen Elite in der res publica restituta

Title: Augustus und die Umgestaltung der römischen Elite in der res publica restituta

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Carla Herrmann (Author)

Politics - Basics and General
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit wird sich hierbei genauer mit der Frage beschäftigen, inwiefern es im Rahmen der res publica restituta zu Veränderungen innerhalb der römischen Elite oder gar zu einer aktiven Umgestaltung derselben durch Augustus kam.

Um dies zu beantworten, werden im Folgenden sowohl die Gruppe der homines novi als Vertreter einer ‚neuen‘ Elite, als auch die ‚alte‘ Elite in Gestalt des Senatorenstands vorgestellt. Dabei werden beide Akteursgruppen daraufhin analysiert, welche Beweggründe hinter einer Beteiligung an dem transformierten System standen. Darüber hinaus wird geklärt werden, auf welche Weise die Einbindung von neuer und alter Elite dem formalen princeps inter pares, der de facto jedoch als Alleinherrscher gelten kann, die Transformation der res publica ermöglichte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Transformation der Republik

2. Die Umgestaltung der römischen Elite im Rahmen der augusteischen res publica restituta

2.1 Die homines novi – Das neue Elitenpotenzial

2.2 Der Senatorenstand – die alte Elite

2.3 Augustus – Die zentrale Figur der res publica restituta

3. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Umgestaltung der römischen Elite durch Augustus im Rahmen der sogenannten res publica restituta. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern Augustus aktiv auf die Zusammensetzung und Struktur der Elite einwirkte, um sein Herrschaftssystem zu stabilisieren und die Republik in eine faktische Alleinherrschaft zu transformieren.

  • Die Rolle der homines novi als neue, loyal gebundene Elitenschicht.
  • Die Einbindung und Disziplinierung des alteingesessenen Senatorenstands.
  • Strategien zur Sicherung von Loyalität durch finanzielle Patronage und institutionelle Revisionen.
  • Die Bewahrung der republikanischen Fassade trotz systemischer Transformation.
  • Die zentrale Stellung des Augustus als princeps innerhalb des transformierten Systems.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die homines novi – Das neue Elitenpotenzial

Mit dem Ende des Bürgerkriegs kehrten nicht nur einige der alten aristokratischen Familien, von denen an späterer Stelle die Rede sein wird, in die römische Öffentlichkeit zurück. Auch sogenannte homines novi, die meist aus Honoratiorenfamilien der italienischen Städte stammten und die sich oftmals militärisch an Augustus‘ Seite verdient gemacht hatten, konnten nun einen Platz in der römischen Elite besetzen (Syme 1988: 67). So wurde beispielsweise M. Vipsanius Agrippa aufgrund seiner militärischen Leistungen nicht nur in den Senat aufgenommen, sondern besetzte auch mehrmals das Amt des Konsuls (Eck 1995: 142). Neben ihrem Dienst auf dem Schlachtfeld, der die Machtposition des Augustus erst ermöglicht hatte, dürften viele der homines novi, die einen solchen Aufstieg erlebten, davon profitiert haben, dass die Zahl der nobiles (Mitglieder der römischen Aristokratie) im Laufe des Bürgerkriegs stark dezimiert wurde. Zum anderen waren sicherlich nicht alle alten römischen Familien sofort zu einer Zusammenarbeit mit Augustus bereit, der nicht unmittelbar qua Geburt zu dieser Herrschaftsclique gehörte (Nitschke 2006: 143f.).

Für Augustus bedeutete die Aufnahme der homines novi in Positionen, die bisher der ‚alten‘ Elite vorbehalten waren, zahlreiche Vorteile: So wirkte er durch ihre Einbeziehung auf eine stärkere Gesamtintegration Italiens hin, die über die zentralistische Konzentration auf Rom hinausging (Eck 1995: 143). Des Weiteren waren durch die erwähnte Dezimierung der adligen Familien zahlreiche Posten in Verwaltung und Militär vakant, die Augustus nun mit tatsächlich kompetentem und vor allem loyalem Personal besetzte. Ihres Rückhalts konnte er sich weitaus sicherer sein als dessen der ‚alten‘ Elite (Bringmann/Schäfer 2002: 66f.). Nicht zuletzt erzeugte die Schaffung einer ‚neuen‘ Elite eine Konkurrenzsituation, die die Mitglieder des Senatorenstands bisher nicht gewohnt waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Transformation der Republik: Dieses Kapitel führt in die historische Ausgangslage ein, skizziert den Übergang von der Republik zur augusteischen Alleinherrschaft und definiert die Relevanz der Elite für diesen Regimetransformationsprozess.

2. Die Umgestaltung der römischen Elite im Rahmen der augusteischen res publica restituta: Dieser Hauptteil analysiert die Instrumente und Strategien des Augustus, mit denen er sowohl neue Akteure als auch die traditionelle Elite an sein System band, um seine Herrschaft zu festigen.

2.1 Die homines novi – Das neue Elitenpotenzial: Hier wird die Gruppe der homines novi als loyale, militärisch und administrativ wichtige Stütze des augusteischen Systems vorgestellt, deren Aufstieg eine Konkurrenz zur alten Aristokratie darstellte.

2.2 Der Senatorenstand – die alte Elite: Dieses Kapitel erörtert, wie Augustus den Senatorenstand durch Anreize, Patronage und den Druck der lectiones senatus in die res publica restituta integrierte, ohne die republikanische Tradition vollständig aufzugeben.

2.3 Augustus – Die zentrale Figur der res publica restituta: Abschließend wird herausgearbeitet, wie Augustus durch die gezielte Steuerung der Eliten seine Position als faktischer Alleinherrscher sicherte, während er nach außen hin die Fassade des primus inter pares wahrte.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die soziale Struktur zwar weitgehend stabil blieb, Augustus jedoch das politische System durch die geschickte Manipulation der Eliten erfolgreich in eine Alleinherrschaft überführte.

Schlüsselwörter

Augustus, res publica restituta, römische Elite, homines novi, Senatorenstand, Prinzipat, politische Transformation, Kaisertum, Machtbasis, Patronage, lectiones senatus, Regimetransformation, römische Geschichte, soziale Struktur, Aristokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Strategie des Augustus, die römische Elite während des Übergangs von der Republik zur Kaiserzeit umzugestalten und so seine Alleinherrschaft zu festigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Integration der homines novi, die Disziplinierung und Einbindung des Senatorenstands sowie die Aufrechterhaltung einer republikanischen Fassade zur Sicherung politischer Stabilität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Augustus die Machtstrukturen innerhalb der römischen Elite veränderte und durch welche Mittel er Loyalität im transformierten System erzeugte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse unter Einbeziehung historischer Fachliteratur und antiker Quellen zur Untersuchung von Eliten und Regimetransformationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die zwei Hauptgruppen der Elite – die homines novi und der Senatorenstand – einzeln untersucht und die spezifischen Strategien des Augustus zu ihrer Einbindung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Augustus, res publica restituta, Elite, Senatorenstand und Machtkonzentration charakterisiert.

Warum waren die homines novi für Augustus so wichtig?

Sie dienten als kompetentes und loyales Personal, das Augustus für seine Verwaltung benötigte und das zudem in Konkurrenz zur alten Aristokratie stand, was deren Machtanspruch schwächte.

Wie ging Augustus mit dem Senatorenstand um?

Augustus nutzte eine Mischung aus informeller Aufwertung durch Traditionspflege, finanzieller Patronage und institutionellen Eingriffen wie der Revision der Senatslisten, um den Senat zur Kooperation zu bewegen.

Veränderte Augustus die soziale Struktur der römischen Elite grundlegend?

Nein, die soziale Struktur blieb weitgehend bestehen; der Wandel lag vor allem darin, dass Augustus die Macht über diese Elite zentralisierte, ohne die gesellschaftliche Ordnung der Nobilität radikal umzuwerfen.

Kann man Augustus als einen einfachen "primus inter pares" bezeichnen?

Obwohl er sich selbst so darstellte, um die Fassade der Republik zu wahren, war er de facto ein Alleinherrscher, weshalb diese Bezeichnung in der Realität der Machtausübung nicht wörtlich genommen werden kann.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Augustus und die Umgestaltung der römischen Elite in der res publica restituta
College
LMU Munich
Grade
1,3
Author
B.A. Carla Herrmann (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V922951
ISBN (eBook)
9783346243430
ISBN (Book)
9783346243447
Language
German
Tags
Augustus res publica restituta homines novi Senat Elite
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Carla Herrmann (Author), 2020, Augustus und die Umgestaltung der römischen Elite in der res publica restituta, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922951
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint