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Frida Kahlo im Zeichen der Postmoderne

Título: Frida Kahlo im Zeichen der Postmoderne

Trabajo Escrito , 2008 , 25 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Nadine Seidel (Autor)

Romanística - Estudios españoles
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Das Werk Frida Kahlos in einer 20seitigen Hausarbeit auf ausreichende und ihr gebührende Weise analysieren zu wollen, ist aufgrund der Vielzahl an Gemälden, Skizzen und Schriften, die in sich wiederum so facettenreich sind, verschiedene Interpretationen zulassen und aus vielen Blickwinkeln zu sehen sind, von Vornherein zum Scheitern verurteilt. Genauso wenig erscheint es sinnvoll, nur einen Teil ihrer Person oder ihrer Arbeiten isoliert zu betrachten, da es gerade die Querverweise und intertextuellen Bezüge sind, die die Gesamtheit ihrer Faszination ausmachen. Die Künstlerin, die zu den bedeutendsten Mexikos zählt und letztes Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, wird oft als „Malerin des Schmerzes“ oder „Malerin wider das Leiden“ bezeichnet, dabei ist sie viel mehr. Ihre bewegte Biographie und die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und sowohl körperlichen als auch seelischen Qualen sind sicher ein wesentlicher Bestandteil ihrer Kunst und nicht zuletzt auch mitverantwortlich für das breite Interesse an ihr, doch würde man ihr mit einer Reduzierung darauf Unrecht tun.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Aufbau der Arbeit

2. Zum Leben Frida Kahlos

3. Frida Kahlos Selbstbildnisse

3.1 Allgemeines

3.2 Die Beziehung zu Diego Rivera

3.3 Fridas Kinderlosigkeit

3.4 Das körperliche Leiden

4. Frida Kahlo als Repräsentantin der Postmoderne

4.1 Zur Postmoderne

4.2 Hybridität

4.3 Intertextualität

4.4 Die Aufhebung des Logos

5. Zusammenfassung und abschließende Gedanken

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Werk von Frida Kahlo, um deren hybride Persönlichkeit und künstlerisches Schaffen als beispielhafte Repräsentation postmoderner Diskurse zu verdeutlichen, wobei die Vielschichtigkeit der Künstlerin über ihre Biografie und ihre Selbstporträts erschlossen wird.

  • Analyse der Selbstbildnisse von Frida Kahlo
  • Untersuchung der Konzepte Hybridität und Intertextualität im Werk
  • Diskussion der Aufhebung des Logos in der Postmoderne
  • Biografische Einordnung des künstlerischen Schaffens

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemeines

Allgemein lässt sich sagen, dass die Selbstbildnisse einen anzahlmäßig sehr großen und bedeutsamen Teil von Frida Kahlos Werk ausmachen und seit Beginn ihrer Malerei durch alle Schaffensphasen hindurch entstanden. Doch warum malte sie immer wieder sich selbst - wollte sie sich ein Denkmal setzen, ihren eigenen Lebensweg mit all seinen Stimmungen und Veränderungen dokumentieren, sich auf diese Weise selbst therapieren? Kahlo sagte: „Me retrato a mí misma porque paso mucho tiempo sola, porque soy el motivo que mejor conozco“4. Die erwähnte Einsamkeit begann, als Frida nach ihrem schweren Unfall monatelang ans Bett gefesselt blieb und zwar Besuch empfangen konnte und im Haus ihrer Eltern war, jedoch die meiste Zeit mit sich selbst verbringen musste. Ihre Mutter ließ damals eine Art Staffelei anfertigen, die so am Bett befestigt wurde, dass sie im Liegen malen konnte. Zudem sollte sie sich an einem am Baldachin ihres Bettes angebrachten Spiegel selbst sehen und so als Modell dienen können.5 In dieser Zeit entstanden ihre ersten Selbstporträts, die insgesamt mehr als die Hälfte all ihrer Bilder ausmachen und sich in ganzfigurige Porträts sowie Kopf- und Brustporträts untergliedern lassen.

Bei Kahlos ganzfigurigen Porträts handelt es sich um szenische Darstellungen ihrer Wirklichkeit, die dem Betrachter oft auf drastische Weise einen Einblick in ihre gelebte und gefühlte Welt geben. Wir sehen sie verletzt unter einer Straßenbahn liegend, aus dem nackten Unterleib blutend auf einem Krankenhausbett (Henry Ford Hospital, 1932), mit durchbohrter Brust und verkrüppeltem Fuß neben einem herausgerissenen Herzen stehend (Erinnerung, 1937), allerlei Getier und Gedärm ausspeiend (Ohne Hoffnung, 1945) oder mit überdimensional großem Kopf an der nackten Brust einer maskierten Amme saugend (Meine Amme und ich, 1937). Mit immer wiederkehrenden Motiven wie Blut, isolierten Organen und Körperteilen, Nacktheit oder Symbolen, die vor allem die weibliche Sexualität thematisieren, brach sie Tabus und schockierte ihr Publikum ebenso wie sie es faszinierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel führt in die Problematik ein, Frida Kahlos komplexes Werk zu analysieren, und erläutert die methodische Vorgehensweise, das Werk im postmodernen Diskurs zu verorten.

2. Zum Leben Frida Kahlos: Dieser Abschnitt bietet einen biografischen Abriss der Künstlerin, der ihre Schicksalsschläge, die Ehe mit Diego Rivera und ihren Einfluss auf ihr künstlerisches Schaffen beleuchtet.

3. Frida Kahlos Selbstbildnisse: Hier werden Entstehung und Bedeutung der Selbstporträts thematisiert und durch drei Unterkapitel zu den zentralen Themen wie Beziehung, Kinderlosigkeit und körperliches Leiden vertieft.

3.1 Allgemeines: Dieses Kapitel erläutert die Motivation hinter Kahlos Selbstbildnissen und unterscheidet zwischen verschiedenen Typen ihrer Porträtdarstellungen.

3.2 Die Beziehung zu Diego Rivera: Das Kapitel analysiert, wie die ambivalente und schmerzhafte Liebesbeziehung zu Diego Rivera in ihre Bildwelt einfließt.

3.3 Fridas Kinderlosigkeit: Dieser Abschnitt behandelt die Verarbeitung ihrer Fehlgeburten und die daraus resultierende symbolische Darstellung im Werk, insbesondere am Beispiel des Bildes „Henry Ford Hospital“.

3.4 Das körperliche Leiden: Hier wird der Einfluss ihrer körperlichen Versehrtheit und chronischen Schmerzen auf ihre Kunst, beispielhaft am Gemälde „Baum der Hoffnung bleibe stark“, erörtert.

4. Frida Kahlo als Repräsentantin der Postmoderne: Dieses Kapitel verknüpft Kahlos Werk theoretisch mit dem postmodernen Diskurs durch Begriffe wie Hybridität, Intertextualität und die Aufhebung des Logos.

4.1 Zur Postmoderne: Es erfolgt eine theoretische Definition der Postmoderne als Reaktion auf die Moderne, gekennzeichnet durch Erkenntnisskepsis und die Abkehr von großen Erzählungen.

4.2 Hybridität: Das Kapitel definiert den Begriff Hybridität und zeigt auf, wie Kahlos Identität und Arbeitsweise als hybride Phänomene interpretiert werden können.

4.3 Intertextualität: Hier wird die Dialogizität von Kahlos Bildern untersucht, indem Bezüge zu Tradition, anderen Künstlern und eigenen früheren Arbeiten analysiert werden.

4.4 Die Aufhebung des Logos: Das Kapitel erklärt das postmoderne Prinzip der semantischen Offenheit und zeigt, dass eine eindeutige Wahrheit in der Interpretation von Kunstwerken nicht existiert.

5. Zusammenfassung und abschließende Gedanken: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, dass Kahlos hybrides Schaffen eine passende Antwort auf die Vielschichtigkeit der heutigen Welt darstellt.

Schlüsselwörter

Frida Kahlo, Postmoderne, Hybridität, Intertextualität, Logos, Selbstporträts, Diego Rivera, Identität, Körperlichkeit, Mexikanische Kunst, Symbolik, Kunsttheorie, Postkolonialismus, Transmedialität, Diskurs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Frida Kahlos Leben und Werk, um aufzuzeigen, wie die Künstlerin und ihre Bilder als Symbole für postmoderne Konzepte fungieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Selbstbildnisse Kahlos, ihre Biografie, sowie theoretische Ansätze wie Hybridität, Intertextualität und die Aufhebung des Logos.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Ambiguität und Multiplizität von Kahlos Person und Werk exemplarisch anhand postmoderner Kategorien zu demonstrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine transversale und transdisziplinäre Herangehensweise, indem sie kunsttheoretische, biografische und kulturwissenschaftliche Analysen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Themen in Kahlos Selbstporträts (Beziehung, Leiden) sowie in die theoretische Verortung ihres Werkes innerhalb der postmodernen Philosophie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Hybridität, Identität, Postmoderne, Intertextualität und Selbstporträts.

Inwiefern beeinflusste Kahlos Kinderlosigkeit ihr Werk?

Ihre Kinderlosigkeit wird als traumatische Erfahrung begriffen, die sie in drastischen, symbolgeladenen Werken wie „Henry Ford Hospital“ verarbeitet hat.

Warum wird Frida Kahlo als Repräsentantin der Postmoderne bezeichnet?

Weil ihr Werk Grenzen verschwimmen lässt und sie sich über verschiedene Kanäle (Malerei, Tagebuch, Kleidung) ausdrückt, ohne eine kohärente, eindimensionale Identität anzustreben.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Frida Kahlo im Zeichen der Postmoderne
Universidad
University of Leipzig  (Romanistik)
Curso
Diskurse der Hybridität: Die Eroberung von Mexiko: Cortés, Malinche Chroniken – Texte – Theater – Tanz – Kunst – Frida Kahlo
Calificación
2,0
Autor
Nadine Seidel (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
25
No. de catálogo
V92325
ISBN (Ebook)
9783638061223
ISBN (Libro)
9783638950626
Idioma
Alemán
Etiqueta
Frida Kahlo Zeichen Postmoderne Diskurse Hybridität Eroberung Mexiko Cortés Malinche Chroniken Texte Theater Tanz Kunst
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Seidel (Autor), 2008, Frida Kahlo im Zeichen der Postmoderne, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92325
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