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Rodins Gipsfassung der "Bürger von Calais" und deren künstlerische Rezeption von Candida Höfer

Título: Rodins Gipsfassung der "Bürger von Calais" und deren künstlerische Rezeption von Candida Höfer

Trabajo , 2019 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Laura Gruhn (Autor)

Arte - Historia del Arte
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit Auguste Rodins Gipsfassung "Die Bürger von Calais", die auf der neunten Sezessionssausstellung und auf der vierten Biennale in Venedig 1901 ausgestellt wurde. Ziel ist es sowohl, Rodin als Person als auch sein Œuvre nach modernen Merkmalen zu analysieren. Dabei liegt ein Fokus auf den Gipsarbeiten, um darauf aufbauend Überlegungen zur Gipsarbeit "Die Bürger von Calais" nachvollziehen zu können.

Anschließend folgen eine Beschreibung und Analyse der späteren Rezeption des Werkes durch Candida Höfer. Durch Höfers Rezeption wird deutlich werden, inwiefern sich Rodins Plastik "Die Bürger von Calais" einer neuen Fragestellung zu Beginn des 20. Jahrhunderts widmet, da Höfer diese in besonderer Weise zitiert und erweitert.

Durch ihre fotografische Arbeit intensiviert sich der Eindruck der Plastik Rodins, wie auch die theoretischen Überlegungen, die auf der Grundlage seiner Arbeit entstehen. Gleichzeitig wird der Diskurs um die Einordnung der Begriffe Original und Reproduktion um eine, sich mit dieser Frage erneut befassenden Künstlerin, bereichert.

Rodins Gipsfassung befindet sich heute im Ca‘ Pesaro, als Teil der Sammlung der Galeria Internationale d’Arte Moderna. 1901 wurde sie von der Stadt Venedig für diese Sammlung angekauft. Das Repertoire der Sammlung erfasst preisgekrönte Werke, welche in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf der Biennale in Venedig ausgestellt und dann verkauft worden waren. Der Fokus der Sammlung liegt, wie bereits im Namen d’Arte Moderna (ital. Moderne Kunst) deutlich wird, auf der Moderne.

Warum also Rodin mit seiner Plastik Einzug in diese Sammlung erhält, warum er Teil dieser modernen Sammlung ist, soll im Folgenden ebenso beantwortet werden, wie auch die Frage, wieso im Ca’ Pesaro eine Gipsplastik, eigentlich im klassischen Sinne ein Modell für ein späteres Original, gezeigt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auguste Rodin – „Die Bürger von Calais“

2.1 Auguste Rodin

2.2 „Die Bürger von Calais“

2.3 Die Bedeutung von Gips im Œuvre Rodins

2.4 Rodins Testament

3. Candida Höfer – Zwölf

3.1. Candida Höfer – Biografisches und Gesamtœuvre

3.2. Zwölf - Twelve

3.3. Interpretation der Rezeption Höfers

4. Abschließende Betrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die künstlerische Rezeption der Gipsfassung von Auguste Rodins Monument „Die Bürger von Calais“ durch die Fotografin Candida Höfer und analysiert in diesem Kontext den Wandel des Werkbegriffs sowie die Bedeutung von Original und Reproduktion.

  • Die biografischen und künstlerischen Grundlagen des Œuvres von Auguste Rodin.
  • Die kunsthistorische Einordnung der Plastik „Die Bürger von Calais“ und die Rolle des Materials Gips.
  • Die fotografische Auseinandersetzung von Candida Höfer mit den verschiedenen Gipsfassungen des Denkmals.
  • Die kritische Reflexion des Begriffs der Originalität im 20. und 21. Jahrhundert.
  • Die Analyse der musealen Präsentationsformen und deren Einfluss auf die Wahrnehmung des Kunstwerks.

Auszug aus dem Buch

2.3. Die Bedeutung von Gips im Œuvre Rodins

„Man wusste immer, das Gips im Schaffen [Rodins] eine bedeutende Rolle gespielt hatte, aber man unterlag in der Beurteilung dem traditionellen Vorurteil einer Minderbewertung des Gipsmaterials“16. Nicht wie in der klassischen Bildhauerei üblich und durch die Werkverzeichnisse der Künstler des 19. Jahrhunderts belegbar, erkennt Rodin Gips als Ersatzstoff für das Entwurfsmaterial an, welcher nur zu Vorstudien oder als Negativform für einen Bronzeguss dient. Rodin nutzt Gips extensiv als Material seiner fertigen Plastik und veredelt dieses somit: Das Gipsmaterial erhält durch Rodin in der klassischen Materialhierarchie die gleiche, wertvolle Bedeutung, wie Bronze und Marmor.17 „Die dominierende Wahl von Gipsen als Repräsentanten seines Œuvres [...]“18 während der Pariser Weltausstellung 1900 zeigt, dass Rodin seine Gipse nicht nur als Entwurfsmaterial ansah, sondern ihnen autonomen Charakter zuwies. Es ist anzumerken, dass eine Präsentation von Gipsentwürfen auch in anderen Ausstellungen dieser Zeit üblich war. So zeigten Künstler der Pariser Salons Gipsmodelle, um die Chancen für einen Verkauf oder einen Auftrag für Bronze- oder Marmorfassungen zu erhöhen. Rodins Exponate auf der Weltausstellung entziehen sich jedoch dieser Intention. Dies zeigt Rodins Umgang mit den scheinbaren Modellen deutlich: Er signierte sie, versah sie mit Inschriften und Widmungen und schuf sie weitestgehend ohne Auftraggeber.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung von Rodins Gipsfassung in Venedig und stellt die zentrale Fragestellung zur künstlerischen Rezeption durch Candida Höfer dar.

2. Auguste Rodin – „Die Bürger von Calais“: Dieses Kapitel beleuchtet das Leben Rodins, die Entstehung der Plastik „Die Bürger von Calais“ sowie die theoretische Aufarbeitung des Gipses als eigenständiges künstlerisches Medium.

3. Candida Höfer – Zwölf: Hier wird das Werk der Fotografin Candida Höfer analysiert, insbesondere ihre Dokumentation der verschiedenen Aufstellungsorte der Gipsfassungen und die damit verbundene neue Interpretation des Originals.

4. Abschließende Betrachtungen: Das Fazit würdigt Rodins Modernität und unterstreicht die Leistung Höfers, den Diskurs über Originalität durch ihre fotografischen Arbeiten kritisch weiterzuführen.

Schlüsselwörter

Auguste Rodin, Candida Höfer, Die Bürger von Calais, Gips, Originalität, Werkbegriff, Reproduktion, Skulptur, Kunstfotografie, Museale Präsentation, Moderne, Denkmal, Moderne Kunst, Werkverzeichnis, Bildhauerei.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Auguste Rodins Gipsplastiken, am Beispiel der „Bürger von Calais“, und analysiert, wie die Fotografin Candida Höfer diese Objekte in ihrer eigenen künstlerischen Praxis rezipiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Materialität des Gipses, der Verschiebung des Begriffs der Originalität, dem Wandel von der Plastik zur fotografischen Reproduktion sowie musealen Ausstellungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, wie Rodin den Werkbegriff durch die Verwendung von Gips transformierte und inwiefern Candida Höfer mit ihrer Fotoserie „Zwölf“ diesen Diskurs im 21. Jahrhundert fortsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Analyse, die auf der Auswertung von Primär- und Sekundärliteratur, dem Vergleich von Werken und einer kritischen Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen zum Werkbegriff basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische und werkanalytische Betrachtung Rodins, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Material Gips und eine Interpretation der fotografischen Arbeit von Candida Höfer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Neben den Namen der beiden Protagonisten stehen Begriffe wie „Originalität“, „Gips“, „Reproduktion“, „Werkbegriff“ und „Skulptur“ im Zentrum der inhaltlichen Charakterisierung.

Welche Rolle spielt das „Non-finito“ in Rodins Schaffen laut der Arbeit?

Das „Non-finito“ wird als ein bewusster Aspekt Rodins beschrieben, der den Werkprozess sichtbar macht und die klassische, akademische Vorstellung eines abgeschlossenen Kunstwerks zugunsten einer moderneren Auffassung aufbricht.

Warum war die Aufnahme der Gipsfassung in die Sammlung von Ca' Pesaro bedeutsam?

Die Arbeit betont, dass dies zeigt, wie Rodin bereits zu Lebzeiten den Status des Gipses als autonomes Kunstwerk und nicht nur als Vorstufe für Bronzegüsse etablieren konnte.

Inwiefern hinterfragt Candida Höfer mit ihren Fotografien den Status des Originals?

Höfer dokumentiert die Plastik in verschiedenen institutionellen Kontexten, wodurch die Abhängigkeit des Werks von seiner Präsentation und die Flüchtigkeit des Begriffs der Einzigartigkeit in der musealen Zirkulation deutlich werden.

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Detalles

Título
Rodins Gipsfassung der "Bürger von Calais" und deren künstlerische Rezeption von Candida Höfer
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Kunstgeschichte)
Calificación
1,0
Autor
Laura Gruhn (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
20
No. de catálogo
V923433
ISBN (Ebook)
9783346252869
ISBN (Libro)
9783346252876
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rodin Die Bürger von Calais Gips Gipsfassung Candida Höfer Original Kopie Originalkopie Replik Fälschung Originalbegriff Impressionismus Fotografie Rezeption Gipsmaterial Plastik Skulptur Auguste Rodin Reproduktion Originalität Originalkunstwerk Einmaligkeit Gruppenplastik Werkbegriff Werkkategorie Kunstbegriff Ursprünglichkeit Materialhierarchie Konzeption
Seguridad del producto
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Citar trabajo
Laura Gruhn (Autor), 2019, Rodins Gipsfassung der "Bürger von Calais" und deren künstlerische Rezeption von Candida Höfer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923433
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