In dieser Hausarbeit werden die Auswirkungen inklusiver Bildung auf die schulischen Leistungen, die soziale Partizipation und das Wohlbefinden am Beispiel von Kindern mit Förderschwerpunkt in inklusiven Schulen gehen.
Dazu werden die Ergebnisse der Längsschnittstudie „Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements“ (BiLieF) betrachten und die Auswirkungen anhand dessen am Beispiel des Förderschwerpunkts Lernen erläutert.
Zuerst wird erklärt, was Inklusion und inklusive Bildung überhaupt bedeuten. Dabei wird es sich um die erziehungswissenschaftliche Perspektive handeln. Danach werden die Unterschiede zwischen Inklusion und Integration verdeutlicht. Im Anschluss daran, werden die Ergebnisse der Längsschnittstudie BiLieF erläutert und anschließend die Grenzen der Studie aufgezeigt. Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit in einem Fazit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist Inklusion? Die erziehungswissenschaftliche Perspektive
2.1 Unterschiede zwischen Integration und Inklusion
3 Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements (BiLieF)
3.1 Womit beschäftigt sich die BiLieF?
3.2 Methodisches Vorgehen der BiLieF
4 Ergebnisse der BiLieF
4.1 Das akademische Selbstfähigkeitskonzept
4.2 Schulische Leistungen
4.2.1 Schulische Leistungen im Verhältnis zum FSK
4.3 Schulisches Wohlbefinden
4.4 Soziale Partizipation
4.5 Streuung der Ergebnisse: Proximale Faktoren inklusiver Beschulung
4.5.1 Konsequenzen für die LehrerInnenbildung
5 Auswirkungen von Inklusion auf Kinder ohne Förderschwerpunkt
6 Reflexion: Grenzen von BiLieF
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der inklusiven Beschulung auf SchülerInnen mit dem Förderschwerpunkt Lernen unter Rückgriff auf die Bielefelder Längsschnittstudie (BiLieF), um Erkenntnisse über Leistung, Wohlbefinden und soziale Partizipation zu gewinnen.
- Vergleich zwischen inklusiver und exklusiver sonderpädagogischer Förderung
- Entwicklung des Selbstfähigkeitskonzepts und schulischer Leistungen
- Analyse des schulischen Wohlbefindens und der sozialen Partizipation
- Identifikation proximaler Faktoren für den Schulerfolg
- Implikationen für die LehrerInnenbildung und Schulentwicklung
Auszug aus dem Buch
3.2 Methodisches Vorgehen der BiLieF
In BiLieF wurde sowohl mit quantitativen als auch mit qualitativen Forschungsmethoden gearbeitet, um ein umfassendes Bild der Entwicklung von Grundschulkindern mit FSP-L zu erhalten. In der quantitativen Teilstudie wurde ein quasi-experimentelles Längsschnittdesign mit drei Messzeitpunkten in der dritten und vierten Klasse realisiert. Eine weitere Messung fand in der fünften Klasse statt, um ein Übergangsmuster zu erhalten. Dabei wurden Kinder, Lehrende und Schulleitungen aus allen drei genannten Formen der Beschulung mit Fragebögen befragt und ein Testverfahren durchgeführt, dass die Lese- und Rechtschreibleistungen abdeckt. Des Weiteren wurden beim ersten und dritten Messzeitpunkt Lehrkräfte und beim ersten Messpunkt Schulleitungen mit standardisierten Fragbögen zu den Rahmenbedingungen der Schule, sowie Eltern zweimal zu den Merkmalen des Elternhauses befragt. Diese Befragungen fanden von 2012 bis 2014 statt.
Auf Grundlage der Ergebnisse der ersten Befragung wurden sieben Schulen ausgewählt, in denen SchülerInnen sowohl sehr hohe als auch sehr niedrige Wohlbefindenswerte aufwiesen, um die Extreme abzudecken. In diesen sieben Schulen fanden in der Phase der qualitativen Forschung Gruppendiskussionen zwischen allgemeinen und sonderpädagogischen Lehrkräften, standardisierte Interviews mit Schulleitungen, Dokumentenanalysen und Unterrichtshospitationen statt. Die Auswertung fand mittels strukturierter Inhaltsanalyse statt. Die Ergebnisse wurden in einem Kategoriensystem zusammengeführt. Anschließend wurden gehaltvolle Stellen ausgewählt und mittels dokumentarischer Analyse rekonstruiert (Wild/Lütje-Klose/Schwinger/Gorges/Neumann 2017: 9ff).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema Inklusion im Kontext der UN-Konvention und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit, Auswirkungen inklusiver Bildung anhand der BiLieF-Studie zu untersuchen.
2 Was ist Inklusion? Die erziehungswissenschaftliche Perspektive: Das Kapitel definiert den Inklusionsbegriff, grenzt ihn von der Integration ab und beleuchtet die erziehungswissenschaftliche Vision eines Bildungssystems ohne Aussonderung.
3 Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements (BiLieF): Hier werden Forschungsgegenstand und methodisches Vorgehen der BiLieF-Studie vorgestellt, welche verschiedene Formen der sonderpädagogischen Förderung vergleicht.
4 Ergebnisse der BiLieF: Dieses Hauptkapitel präsentiert die differenzierten Ergebnisse der Studie hinsichtlich Selbstfähigkeitskonzept, Leistung, Wohlbefinden und sozialer Teilhabe sowie Faktoren der LehrerInnenbildung.
5 Auswirkungen von Inklusion auf Kinder ohne Förderschwerpunkt: Das Kapitel reflektiert Forschungsergebnisse dazu, wie Kinder ohne Förderbedarf vom gemeinsamen Unterricht profitieren oder davon beeinflusst werden.
6 Reflexion: Grenzen von BiLieF: Die Grenzen der Studie werden kritisch diskutiert, insbesondere hinsichtlich des Fokus auf den Förderschwerpunkt Lernen und der untersuchten Altersstufen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, insbesondere die Bedeutung proximaler Faktoren für den Erfolg inklusiver Beschulung.
Schlüsselwörter
Inklusion, Integration, Förderschwerpunkt Lernen, BiLieF, schulische Leistungen, Selbstfähigkeitskonzept, Wohlbefinden, soziale Partizipation, Heterogenität, proximale Faktoren, LehrerInnenbildung, sonderpädagogische Förderung, inklusive Schule, Schulentwicklung, empirische Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der inklusiven Beschulung auf die Entwicklung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Felder sind die schulischen Leistungen, das schulische Wohlbefinden, die soziale Partizipation sowie die Bedeutung der LehrerInnenbildung und schulischer Rahmenbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, anhand der Bielefelder Längsschnittstudie (BiLieF) zu ermitteln, wie sich inklusive versus exklusive Förderarrangements auf Kinder mit Förderschwerpunkt Lernen auswirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse der quantitativen und qualitativen Ergebnisse der Bielefelder Längsschnittstudie (BiLieF).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Selbstfähigkeitskonzept, schulische Leistungstests, Indikatoren für Wohlbefinden und soziale Partizipation sowie der Einfluss proximaler Faktoren auf den Schulerfolg analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, BiLieF, Förderschwerpunkt Lernen, soziale Partizipation und proximale Faktoren charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Schulleitung laut BiLieF?
Die Schulleitung ist zentral, da sie durch die Förderung gemeinsamer Leitbilder und die effiziente Ausschöpfung von Ressourcen maßgeblich zu einem inklusiven Schulklima beiträgt.
Warum gibt es laut Studie große Leistungsunterschiede?
Große Streuungen in den Ergebnissen liegen primär an proximalen Faktoren wie der pädagogischen Haltung im Kollegium und dem kooperativen Umgang mit Diversität, nicht primär am Schultyp an sich.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Inklusive Bildung. Auswirkungen auf SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923676