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Die Städtepolitik der Luxemburger

Title: Die Städtepolitik der Luxemburger

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Raoul Giebenhain (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Fast 130 Jahre lang steuerten über vier Generationen hinweg Mitglieder einer „kleinen Grafenfamilie“ des an der westlichen Grenze zum Reich gelegenen Luxemburg die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Heiligen Römischen Reiches. Mit Heinrich VII., Karl IV. und Sigmund von Luxemburg erlangten dabei drei herausragende, aber individuell völlig verschiedene Charaktere des Kaiserwürde, denen es trotz einer sukzessiv voranschreitenden Zurückdrängung der monarchischen Zentralgewalt, dem damit einhergehenden Ausbau der Landesherrschaften und der teilfürstlichen Zersplitterungen, gelang das Reich als nicht weg zu denkende Kraft im Zentrum Europas zu etablieren.
Welches Verhältnis die Könige und Kaiser dabei zu den Städten in ihren Herrschaftsbereichen hatten, welche Rolle den Städten in dieser Zeit zukam und wie die Luxemburger Politik mit und gegen die Städte machten, möchte ich in dieser Arbeit aufzeigen. Dabei werde ich anhand zwei ausgewählter Beispiele (Karl IV. und Sigmund von Luxemburg) versuchen eine Antwort auf die Frage ob die Städtepolitik der Luxemburger lediglich als Herrschaftsmaßnahme oder aber auch als Heran- und Einbeziehen der Städte in die Politik der Luxemburger zu verstehen ist, zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Begrifflichkeit von Städtepolitik

3. Städtepolitik unter Karl IV

a.) Herrschaftsanspruch und Herrschaftsziele

b.) Mittel der Städtepolitik

4. Städtepolitik unter Sigmund von Luxemburg

a.) Herrschaftsanspruch und Herrschaftsziele

b.) Mittel der Städtepolitik

5. Epilog

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen den luxemburgischen Königen und Kaisern (Karl IV. und Sigmund von Luxemburg) und den Städten ihrer Herrschaftsbereiche. Zentrales Forschungsziel ist es zu klären, ob die Städtepolitik der Luxemburger primär als bloße Herrschaftsmaßnahme oder als bewusste Einbeziehung der Städte in die Reichspolitik zu verstehen ist.

  • Die begriffliche Analyse und Definition von "Städtepolitik" im mittelalterlichen Kontext.
  • Untersuchung der Herrschaftsansprüche und -ziele von Karl IV. und Sigmund von Luxemburg.
  • Analyse der praktischen Mittel der Städtepolitik (Finanzen, Privilegien, Friedenspolitik).
  • Die Rolle der Städte als wirtschaftliche und politische Akteure im spätmittelalterlichen Reich.
  • Evaluation des Erfolgs und Scheiterns der luxemburgischen Reformbemühungen gegenüber den Städten.

Auszug aus dem Buch

b.) Mittel der Städtepolitik

„In der Städtepolitik seiner Territorien erwies sich Karl als rigoroser Fürst. Er erhöhte die Gehorsamen und warf die Widerspenstigen nieder.“22 Karl bevorzugte gerne seine hörigen böhmischen Städte dem Landesadel. Dies galt insbesondere für die beiden reichsten Städte Prag und Kuttenberg. Karl behandelte die Räte der Städte stets gleichberechtigt gegenüber dem Landesadel, wobei er der Rechtssprechung und Verwaltungskunst des Adels sichtlich mehr vertraute. Dementsprechend bevorzugte er beispielsweise auch den so genannten Sechsstädtebund der Oberlausitz, „den er 1346 im Gegensatz zu der im allgemeinen doch misstrauischen Politik gegenüber Städtebünden ausdrücklich privilegiert hatte, geradeso wie er auch den Nürnbergern 1350 einen Bund mit Nachbarstädten in Franken gestattete“23.

Dabei ließ Karl die Zügel selber nie aus der Hand. Seine Fürsorge trat überall zu Tage: Sie gebot hier den Bau einer Brücke, dort die Rücknahme des ungerechtfertigten Zolls, da die Anlage einer Mühle und verbot wiederum vor einem anderen Hintergrund die ihm zugetragene Bedrückung einer Stadt oder eines Dorfes.24 Dabei führte der Weg zum einen weg von der alten Herrschaftsweise überall selbst nach dem Rechten zu sehen. Zum anderen hat Karl aber auch die alten Pflichten eines reisenden Herrschers keineswegs vernachlässigt. Von den 62 Jahren, die sein Leben dauerte, hat er ca. die Hälfte im Königreich Böhmen verbracht, die anderen fast zu gleichen Teilen im Reich und in Europa.25

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament für die Untersuchung der Städtepolitik der Luxemburger und definiert die leitende Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise.

2. Zur Begrifflichkeit von Städtepolitik: In diesem Kapitel wird die theoretische Berechtigung und Definition des Begriffs Städtepolitik im Mittelalter kritisch beleuchtet.

3. Städtepolitik unter Karl IV: Es werden die Herrschaftsziele Karls IV. analysiert und aufgezeigt, wie diese in eine spezifische Städtepolitik und Landfriedenspraxis übersetzt wurden.

4. Städtepolitik unter Sigmund von Luxemburg: Dieses Kapitel untersucht die komplexere Städtepolitik Sigmunds, insbesondere im Hinblick auf Reformbemühungen und wirtschaftliche Abhängigkeiten.

5. Epilog: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Städtepolitik weder als reines Herrschaftsinstrument noch als reine Kooperation zu bezeichnen ist.

Schlüsselwörter

Luxemburger, Karl IV., Sigmund von Luxemburg, Städtepolitik, Reichspolitik, Landfrieden, Hausmacht, Spätmittelalter, Stadtprivilegien, Herrschaftsgeschichte, Reichsreform, Finanzen, Bündnispolitik, Mittelalterliche Geschichte, Städtebund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Verhältnis zwischen den luxemburgischen Herrschern Karl IV. und Sigmund von Luxemburg und den Städten in ihrem Machtbereich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition der mittelalterlichen Städtepolitik, der Herrschaftsanspruch der Luxemburger, wirtschaftliche Steuerungsmaßnahmen sowie die Rolle der Städte bei der Friedenssicherung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob die Städtepolitik der Luxemburger lediglich als repressive Herrschaftsmaßnahme diente oder ob sie die Städte als Partner in die politische Gestaltung des Reiches einbezog.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer Fachliteratur und Denkschriften, um die politischen Konzepte und das tatsächliche Handeln der Herrscher vergleichend gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Karl IV. und Sigmund von Luxemburg, wobei jeweils deren spezifische Herrschaftsziele, die Anwendung von Privilegien und die Steuer- sowie Landfriedenspolitik analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Städtepolitik, Luxemburger, Spätmittelalter, Reichspolitik, Herrschaftsgeschichte und Landfrieden.

Wie unterscheidet sich die Städtepolitik von Karl IV. von der Sigmunds?

Während Karl IV. das Königtum primär auf einer gefestigten Hausmacht und diplomatischen Friedenssicherung aufbaute, integrierte Sigmund die Städte stärker in ein weiterführendes, wenn auch oft erfolgloses, Reformprogramm zur Wiederherstellung der Reichseinheit.

Welche Bedeutung hatte das Stapelrecht in der Städtepolitik?

Das Stapelrecht wurde von Sigmund von Luxemburg als Mittel eingesetzt, um wirtschaftliche Grenzstädte strategisch zu stärken, wobei es jedoch oft zu Spannungen mit den Binnenstädten führte.

Warum wird im Fazit von einem "Scheitern" gesprochen?

Es wird aufgezeigt, dass die Kooperation zwischen König und Städten häufig an gegensätzlichen Interessen sowie an der mangelnden Freiheit der Städte scheiterte, was zu dem historisch verbreiteten Urteil der Erfolglosigkeit beitrug.

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Details

Title
Die Städtepolitik der Luxemburger
College
Technical University of Darmstadt  (Geschichte)
Grade
1,7
Author
Raoul Giebenhain (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V92420
ISBN (eBook)
9783638061452
ISBN (Book)
9783638951531
Language
German
Tags
Städtepolitik Luxemburger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Raoul Giebenhain (Author), 2006, Die Städtepolitik der Luxemburger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92420
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