Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Prozesskostenrechnung (PKR), ihre grundlegenden Prinzipien, Ziele, Aufgaben- und Einsatzfelder. Ziel ist es, ein klares Verständnis für die Bedeutung und Anwendung der PKR in verschiedenen Unternehmensbereichen zu schaffen und ihre Rolle in der Optimierung der Kosteneffizienz hervorzuheben.
Die Prozesskostenrechnung ist ein entscheidender Ansatz im modernen Kostenmanagement, der es Unternehmen ermöglicht, die Kosten ihrer Geschäftsprozesse detailliert zu analysieren und effektiv zu steuern. Dieser Artikel beginnt mit einer Einführung in das Konzept der PKR, gefolgt von einer detaillierten Diskussion über ihre Ziele, wie die verbesserte Transparenz in den indirekten Kostenbereichen und eine genauere Kostenzuweisung. Die Aufgabenfelder der PKR, einschließlich der Analyse und Bewertung von Unternehmensprozessen sowie deren Optimierung, werden ebenfalls ausführlich behandelt. Anschließend werden verschiedene Einsatzfelder der PKR beleuchtet, die ihre Anwendbarkeit in unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen demonstrieren. Der Artikel schließt mit einer umfassenden Betrachtung der Systematik und Vorgehensweise der PKR, einschließlich der Identifizierung von Kostentreibern und der Kalkulation von Prozesskosten, sowie einem abschließenden Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Prozesskostenrechnung
2.1 Das Wesen der Prozesskostenrechnung
2.2 Ziele der Prozesskostenrechnung
2.3 Aufgabenfelder der Prozesskostenrechnung
2.4 Einsatzfelder der PKR
3 Systematik und Vorgehensweise
3.1 Faktoren der Prozesskostenrechnung
3.1.1 Prozess
3.1.2 Kostentreiber
3.1.3 Prozesskosten
3.2 Vorgehensweise
3.2.1 Auswahl der einzubeziehenden Bereiche und Festlegung des Projektziels
3.2.2 Tätigkeitsanalyse und Aufstellung einer Prozesshierarchie
3.2.3 Bestimmung prozessbezogener Kostentreiber
3.2.4 Ermittlung der Prozesskosten je Teilprozess
3.2.5 Ermittlung der Prozesskostenansätze je Teilprozess
3.2.6 Hauptprozessverdichtung
3.2.7 Kalkulation mit Prozesskostensätzen
3.3 Die Funktionen-Prozess-Matrix
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Prozesskostenrechnung (PKR) als modernes Instrument zur verursachungsgerechten Gemeinkostenallokation zu erläutern und ihre methodische Anwendung sowie ihren strategischen Nutzen für Unternehmen darzustellen.
- Grundlagen und Wesen der Prozesskostenrechnung
- Differenzierung zwischen Kalkulations- und Managementaufgaben
- Systematik der Prozessanalyse und Kostentreiberermittlung
- Einsatzbereiche und strategische Bedeutung der PKR
- Kritische Würdigung der Aussagekraft und Limitationen
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Kostentreiber
Ein Kostentreiber bzw. Cost Driver ist im Prinzip nichts anderes als der Umlageschlüssel bei der klassischen Vollkostenrechnung. Ein Kostentreiber hat folgende Funktionen:
• Messgröße für Anzahl der Prozessdurchführungen bzw. Ausbringung des Prozesses (Mengenorientierung)
• proportionaler Maßstab der Ressourceninanspruchnahme und damit der (mittel- bis langfristigen) Höhe der Gemeinkosten
• Bezugsgröße für Verrechnung der Kostenstellenkosten
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel von Massenmärkten zu Käufermärkten und die daraus resultierende Notwendigkeit für präzisere Kostenrechnungssysteme angesichts steigender Gemeinkosten.
2 Prozesskostenrechnung: Dieses Kapitel definiert die PKR als Variante der Vollkostenrechnung und erläutert ihre Ziele sowie die spezifischen Aufgabenfelder in Kalkulation und Management.
3 Systematik und Vorgehensweise: Hier werden die zentralen Faktoren wie Prozesse und Kostentreiber definiert sowie der methodische Ablauf von der Bereichsauswahl bis zur Prozesskostenkalkulation detailliert beschrieben.
4 Fazit: Das Fazit bewertet die PKR kritisch hinsichtlich ihres Anspruchs auf verursachungsgerechte Kostenverteilung und betont ihre Bedeutung für langfristige strategische Entscheidungen.
Schlüsselwörter
Prozesskostenrechnung, PKR, Gemeinkosten, Kostentreiber, Cost Driver, Vollkostenrechnung, Prozessmanagement, Tätigkeitsanalyse, Kalkulation, Prozesshierarchie, Ressourcenverbrauch, Leistungsmenge, Strategische Entscheidung, Gemeinkostenmanagement, Unternehmensprozesse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Prozesskostenrechnung als Instrument zur effizienten Erfassung und Zurechnung von Gemeinkosten in modernen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der PKR, deren methodische Umsetzung im Unternehmen und der Vergleich zur traditionellen Vollkostenrechnung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Identifikation von Prozessen und Kostentreibern eine verursachungsgerechtere Kostenverrechnung erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein systematischer, literaturbasierter Ansatz gewählt, um die Vorgehensweise der Prozesskostenrechnung in logische Einzelschritte zu zerlegen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Faktoren der PKR, das methodische Vorgehen bei der Einführung und Analyse sowie Instrumente wie die Funktionen-Prozess-Matrix.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Prozesskostenrechnung, Kostentreiber, Gemeinkostenmanagement und strategische Entscheidung definiert.
Was unterscheidet leistungsmengeninduzierte von leistungsmengenneutralen Prozessen?
Leistungsmengeninduzierte Prozesse (lmi) lassen sich über Kostentreiber direkt quantifizieren, während leistungsmengenneutrale Prozesse (lmn) indirekt über Personalkapazitäten verteilt werden.
Warum ist die PKR für langfristige Entscheidungen relevant?
Sie ermöglicht eine genauere Analyse des Ressourcenverbrauchs, was die Qualität strategischer Entscheidungen über Marktpositionierungen oder Investitionen deutlich erhöht.
Welche Rolle spielt die Funktionen-Prozess-Matrix?
Sie dient als Analyseinstrument, um funktionale Kostenstellenstrukturen in prozessuale Abläufe zu überführen und sowohl Top-down- als auch Bottom-up-Analysen zu unterstützen.
Inwiefern ist die PKR als Kritikpunkt zu sehen?
Ein Kritikpunkt ist die fehlende Trennung von fixen und variablen Kosten, weshalb die PKR primär für mittel- bis langfristige Zielsetzungen geeignet ist.
- Citation du texte
- Farouk Saou (Auteur), 2020, Prozesskostenrechnung. Ziele, Aufgaben- und Einsatzfelder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924368