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Der Verlag der Waisenhausbuchhandlung der Franckeschen Stiftungen zu Halle

Von der Gründung 1698 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts

Titel: Der Verlag der Waisenhausbuchhandlung der Franckeschen Stiftungen zu Halle

Akademische Arbeit , 86 Seiten

Autor:in: Julia Eydt (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Verlag der Waisenhausbuchhandlung der Franckeschen Stiftungen ist Gegenstand der Arbeit.

Der Fokus liegt auf der Anfangszeit des Verlages, der unter Heinrich Julius Elers, einem der engsten Freunde und Mitarbeiter August Hermann Franckes zu einer ersten (pietistischen) Blüte kommt. Neben den ungewöhnlichen Anfängen der Stiftungen und somit auch des Verlages, werden die vielfältigen Privilegien, die eine verlegerische Tätigkeit überhaupt erst ermöglichten, erste Messbesuche und die thematische Ausrichtung des Verlages in seiner Anfangszeit ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit sein.

Um dem Thema der Arbeit, die Verlagsgeschichte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu illustrieren, gerecht zu werden, wird die Krisenzeit unter Gotthilf August Francke angeschlossen, die sowohl die Franckeschen Stiftungen allgemein als auch den Verlag im Speziellen umfasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Worte

2. Die Anfänge

2.1 Eine Sammelbüchse im Pfarrhaus zu Glaucha

2.2 Der Erwerb der kurfürstlichen Privilegien

2.3 Das Generalprivilegium von 1702

3. Der Verlagsbetrieb unter Elers und Francke

3.1 Von ersten Messbesuchen und den Gründungen der Zweigfilialen

3.2 Die Cröllwitzer Papiermühle

3.3 Die Buchpreiskalkulation

4. Das Verlagsprogramm

4.1 Theologische Literatur

4.2 Die Schulbuchliteratur

4.3 Die Waisenhausbuchhandlung als zeitgenössischer Gelehrtenverlag

5. Der Waisenhausverlag und das Zeitungsprivileg

5.1 Die Correspondenz und die Hällischen Blätter als erste Gehversuche im Zeitungswesen

5.2 Die Halleschen Berichte als erste protestantische Missionszeitschrift

6. Management in Krisenzeiten: Das Direktorat Gotthilf August Franckes

6.1 Kontextuale Einbettung: historische Hintergründe und Situation der Franckeschen Stiftungen ab 1740

6.2 Der Verlagsprogramm ab 1740

6.2.1 Französischsprachige Literatur

7. Die beginnende Epoche August Hermann Niemeyers (1754-1828)

7.1 „Frankens Stiftungen“ als Auftakt einer neuen Allianz mit Preußen

7.2 Die Situation des Verlages bis zum Ende des 18. Jahrhunderts

7.2.1 Exkurs: Friedrich August Wolf und die homerischen Texte im Waisenhausverlag

7.3 Niemeyers eigenes Wirken im Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses: theologische und pädagogische Schriften

8. Schlussreflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Verlages der Waisenhausbuchhandlung der Franckeschen Stiftungen in Halle von seiner Gründung 1698 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, wobei der Schwerpunkt auf den institutionellen Anfängen, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Privilegien und Papiermühle sowie der inhaltlichen Ausrichtung des Verlagsprogramms liegt.

  • Gründungsgeschichte und frühe Verlagsstruktur unter August Hermann Francke und Heinrich Julius Elers.
  • Die Bedeutung von Privilegien, Messbesuchen und Zweigfilialen für den wirtschaftlichen Erfolg.
  • Entwicklung des Verlagsprogramms mit Fokus auf Theologie, Schulbuchliteratur und Gelehrtenpublikationen.
  • Frühe Unternehmungen im Zeitungswesen und die Rolle der Missionsberichte.
  • Krisenmanagement unter Gotthilf August Francke und die Neuausrichtung unter August Hermann Niemeyer.

Auszug aus dem Buch

2.1 Eine Sammelbüchse im Pfarrhaus zu Glaucha

Betrachtet die man die Komplexität der Schulstadt zur Francke-Zeit, zur Blütezeit unter dem jungen Niemeyer oder gar gegenwärtig als Schuleinrichtung und universitäre sowie museale Herberge und Anwärter auf das UNESCO-Weltkulturerbe, ist es kaum vorstellbar, dass alles mit einer Sammelbüchse im Glauchaer Pfarrhaus begann. Glaucha, eine ehemalige kleine Amtsstadt bei und mittlerweile fester Bestandteile von Halle an der Saale, ist ab 1692 der Pfarrsitz August Hermann Franckes. Der junge Theologe Francke, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Sprachbegabung zugleich die Professur für griechische und orientalische Sprachen bekleidete, war schon von Haus aus von Reformbestrebungen erfasst und dem Gedanken, sein gesamtes Wirken in den Dienst des Nächsten zu stellen.

Als überzeugter Pietist ist es für Francke von zentraler Bedeutung gewesen, ganz aus der Bibel heraus zu leben. Aus diesem Grund setzte er sich zum Ziel, eine Armenschule für Glaucha aufzubauen, die den armen und Waisenkindern eine schulische Ausbildung ermöglichte. Hierfür nutzte Francke die bereits genannte Sammelbüchse, versehen mit zwei Bibelzitaten, die jeden Besucher indirekt zu einer Spende aufforderten, ganz im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Worte: Einführung in die historische Bedeutung der Franckeschen Stiftungen und Erläuterung des Untersuchungsfokus auf die Anfangsjahre des Waisenhausverlages.

2. Die Anfänge: Beschreibung der Gründung des Waisenhauses durch August Hermann Francke sowie die Etablierung erster finanzieller Grundlagen und kurfürstlicher Privilegien.

3. Der Verlagsbetrieb unter Elers und Francke: Analyse der geschäftlichen Aktivitäten unter Heinrich Julius Elers, der Bedeutung von Messen, der Gründung der Papiermühle und der frühen Preisgestaltung.

4. Das Verlagsprogramm: Untersuchung der inhaltlichen Ausrichtung des Verlages auf theologische Schriften, Schulbücher und wissenschaftliche Werke der Gelehrten.

5. Der Waisenhausverlag und das Zeitungsprivileg: Darstellung der frühen Versuche im Pressewesen durch Korrespondenzen und der Bedeutung der Missionsberichte.

6. Management in Krisenzeiten: Das Direktorat Gotthilf August Franckes: Analyse der Herausforderungen durch den Siebenjährigen Krieg und der wirtschaftlichen Anpassungsstrategien unter Gotthilf August Francke.

7. Die beginnende Epoche August Hermann Niemeyers (1754-1828): Darstellung der Neuausrichtung und Konsolidierung des Verlages unter August Hermann Niemeyer sowie dessen pädagogische und theologische Publikationstätigkeit.

8. Schlussreflexion: Zusammenfassende Betrachtung der Verlagsgeschichte als ein Projekt, das trotz Krisen durch Netzwerke, Privilegien und eine pädagogische Ausrichtung überdauern konnte.

Schlüsselwörter

August Hermann Francke, Waisenhausverlag, Franckesche Stiftungen, Pietismus, Heinrich Julius Elers, Buchhandel, Privilegien, Schulbuchliteratur, Gelehrtenverlag, Messwesen, August Hermann Niemeyer, Papiermühle, Missionsarbeit, Hallische Berichte, Preußen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung des Verlages der Waisenhausbuchhandlung der Franckeschen Stiftungen zu Halle von der Gründung im Jahr 1698 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den zentralen Themen zählen die institutionelle Entwicklung der Verlagsinfrastruktur, die Bedeutung finanzieller Privilegien, das Verlagsprogramm (Theologie, Schule, Wissenschaft) und die Reaktionen des Verlages auf gesellschaftliche und politische Krisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Verlagsgeschichte in ihren historischen Kontext einzuordnen und aufzuzeigen, wie aus einem anfänglichen sozialen Projekt zur Kinderfürsorge ein erfolgreicher, überregional bedeutender Verlag entstehen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Quellenanalyse, unter anderem durch das Studium historischer Korrespondenzen, alter Verlagskataloge, zeitgenössischer Fachliteratur und einschlägiger Sekundärliteratur zur Buch- und Verlagsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Anfänge unter Francke und Elers, die ökonomischen Aspekte (Papiermühle, Preisgestaltung), das inhaltliche Programm (Schul- und Gelehrtenbücher), die journalistischen Aktivitäten und die schwierige Zeit unter Gotthilf August Francke sowie die Erneuerung durch Niemeyer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind pietistische Verlagsarbeit, frühneuzeitliches Verlagswesen, Schulbuchgeschichte, Wissenschaftstransfer und das ökonomische Wirken im Kontext der preußischen Allianz.

Wie beeinflusste der Pietismus das Verlagsprogramm?

Der Pietismus prägte anfangs stark die theologische Ausrichtung, förderte die Verbreitung erbaulicher Schriften und bildete die moralische Basis für das geschäftliche Handeln, welches stets dem Gemeinwohl der Stiftungen dienen sollte.

Welche Rolle spielte Friedrich August Wolf für den Verlag?

Wolf war ein bedeutender Philologe, der als Professor in Halle Projekte für den Waisenhausverlag anstieß, wobei sein Wirken – insbesondere die Edition der Prolegomena ad homerum – sowohl als wissenschaftlicher Erfolg als auch als Beispiel für die komplexen Honorar- und Autorenbeziehungen jener Zeit dient.

Wie veränderte sich die Rolle des Verlages unter August Hermann Niemeyer?

Niemeyer leitete eine Phase der Erneuerung ein, modernisierte die pädagogischen Konzepte und verband diese mit dem wissenschaftlichen Verlagswesen, was den Waisenhausverlag für das 19. Jahrhundert zukunftsfähig machte.

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Details

Titel
Der Verlag der Waisenhausbuchhandlung der Franckeschen Stiftungen zu Halle
Untertitel
Von der Gründung 1698 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Autor
Julia Eydt (Autor:in)
Seiten
86
Katalognummer
V924375
ISBN (eBook)
9783346239327
ISBN (Buch)
9783346239334
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte Germanistik Verlagsgeschichte Mediengeschichte Kulturgeschichte Franckesche Stiftungen Halle Hallesche Geschichte Frühe Neuzeit Francke August Hermann Francke Niemeyer Niemeyer Verlag Verlag Verlage Pietismus Theologie Preußen Kulturwissenschaft Schulbuchverlag Philologie Waisenhaus Halle Saale
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Julia Eydt (Autor:in), Der Verlag der Waisenhausbuchhandlung der Franckeschen Stiftungen zu Halle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924375
Blick ins Buch
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