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Die Inhaltsanalyse

Vergleich zweier Ansätze eines Forschungsinstruments und praktische Umsetzung

Title: Die Inhaltsanalyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anika Schürholz (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Summary Excerpt Details

„Der Gegenstand einer Wissenschaft bestimmt zwangsläufig die Art ihrer
Forschungs-Methoden.“
In den empirischen Sozialwissenschaften gibt eine Vielzahl an Forschungsmethoden
für die Mannigfaltigkeit an zu untersuchenden Problemstellungen. Es gibt die
unterschiedlichsten Meinungen darüber, welche Form der Methodik, also die
qualitative oder die quantitative, nun geeigneter ist und „bessere“ Ergebnisse liefert.
Darüber lässt sich wahrlich streiten, denn jede Technik hat Vor- und Nachteil, kann
kritisiert und gelobt werden. Allgemein lässt sich aber sagen, dass für jedes Problem
auch eine Forschungsmethode vorhanden ist und man somit individuell und
lösungsorientiert entscheiden muss, welche der zur Verfügung stehenden
Untersuchungsinstrumente für die persönliche Fragestellung die aussagekräftigsten
Resultate ermittelt.
In der vorliegenden Arbeit sollen einige Interviews im Hinblick auf die Thematik der
Lebenssituation und das Zusammenleben in den französischen Vororten,
Wohnvierteln untersucht werden.
Pierre Bourdieu et al. befragten in narrativen Interviews in Frankreich lebende
Menschen, unterschiedlichster Nationalität und sozialem Status zu den Themen
allgemeine Lebensbedingungen, Arbeit, Armut, Verzweiflung, schwierige
Lebensumstände usw. in Frankreich und fassten diese in dem Buch „Das Elend der
Welt – Zeugnisse und Diagnosen alltäglichen Leidens an der Gesellschaft“
zusammen. Diese Interviews liefern die Grundlage für die zu untersuchende,
aufgestellte Fragestellung.
Bei dieser Datenbasis, ergo den Interviews, bietet sich als Untersuchungs-instrument
„die Inhaltsanalyse“ an, da sie zunächst einen großen Spielraum bei der Erfassung
der Interviews bietet und sich dann immer mehr, methodisch gezielt dem Problem
nähert.
„Die Stärke der Inhaltsanalyse ist, dass sie streng methodisch kontrolliert das
Material schrittweise analysiert. Sie zerlegt ihr Material in Einheiten, die sie
nacheinander bearbeitet.“ Diese Arbeit wird sich zum besseren Verständnis zunächst mit „der Inhaltsanalyse“
allgemein, ihre Definition, Historie und besonders der Unterscheidung der
quantitativen und qualitativen Form widmen, um dann im zweiten Teil die zuvor
dargestellte Vorgehensweise an den ausgewählten Interviews anzuwenden.
Abschießend wird ein Fazit gezogen über die jeweilige Analysemethode und die
damit gewonnenen Ergebnisse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 „Die Inhaltsanalyse“

2.1 Definition der „Inhaltsanalyse“

2.2 Historie der „Inhaltsanalyse“

2.3 Differenzierung der „quantitativer vs. qualitativer Inhaltsanalyse“

2.4 Inhaltsanalytische Techniken

3 Vorgehensweise bei der Inhaltsanalyse

3.1 Die Phasen der quantitativen Inhaltsanalyse

3.2 Die Phasen der qualitativen Inhaltsanalyse

4 Erstellung einer eigenen Untersuchung mit Anwendung der Inhaltsanalyse

4.1 Durchführung der Untersuchung mit der quantitativen Inhaltsanalyse

4.1.1 Ergebnis

4.2 Durchführung der Untersuchung mit der qualitativen Inhaltsanalyse

5 Fazit

6 Anmerkung der Autorin

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die methodischen Unterschiede zwischen quantitativer und qualitativer Inhaltsanalyse anhand einer praktischen Untersuchung aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, inwieweit die jeweilige Forschungsmethode geeignet ist, komplexe soziale Fragestellungen bezüglich der Lebenssituationen in französischen Vororten zu beantworten.

  • Methodischer Vergleich von quantitativer und qualitativer Inhaltsanalyse.
  • Anwendung der Verfahren auf narrative Interviews aus der Studie „Das Elend der Welt“.
  • Untersuchung sozialer Brennpunkte und Lebensrealitäten in französischen Vororten.
  • Kritische Reflexion der Eignung beider Ansätze für spezifische Forschungsfragen.
  • Analyse von Zusammenhängen, Ursachen und Einstellungen im urbanen sozialen Kontext.

Auszug aus dem Buch

Die Phasen der qualitativen Inhaltsanalyse

Innerhalb einer empirischen Studie findet die qualitative Inhaltsanalyse zu Beginn und am Ende der Studie ihre Aufgabe. In der Eingangsphase entwickelt der Untersuchende eine Forschungsfrage, die von dem Problem abgeleitet ist. Diese neue Frage muss allerdings offen formuliert sein, so dass sie je nach ermittelten empirischen Befunden zu jedem Zeitpunkt der Untersuchung noch verändert werden kann. Dies kann sogar soweit führen, dass Forschungsfragen gänzlich revidiert werden müssen.

Dann wird am Forschungsinteresse orientiert das zu untersuchende Material ausgewählt. Vorwiegend handelt es sich um schriftliches Material in Textform, wie beispielsweise eine Videoaufnahme von einer Gruppendiskussion, die anschließend Wort für Wort niedergeschrieben wurde. Es werden jedoch nicht ganze Texte ausgewertet, sondern nur Ausschnitte. Diese gewählten Untersuchungsmaterialien bestimmen das Ziel der qualitativen Inhaltsanalyse, nämlich Kommunikation zu entschlüsseln, beziehungsweise alltägliche Handlungen nachvollziehen zu können, Kontexte zu verstehen und latente Sinnstrukturen zu erfassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Vielfalt der sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden und führt in das Thema der Untersuchung ein, welches den Vergleich zweier inhaltsanalytischer Ansätze an Hand von Interviews zur Lebenssituation in französischen Vororten fokussiert.

2 „Die Inhaltsanalyse“: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Inhaltsanalyse, zeichnet ihre historische Entwicklung nach und erläutert die wesentlichen theoretischen Differenzen zwischen quantitativen und qualitativen Ansätzen sowie deren spezifische Techniken.

3 Vorgehensweise bei der Inhaltsanalyse: Hier werden die methodischen Ablaufschritte der beiden Analyseformen detailliert beschrieben, wobei die Relevanz der Regelgeleitetheit für die wissenschaftliche Reliabilität und Validität unterstrichen wird.

4 Erstellung einer eigenen Untersuchung mit Anwendung der Inhaltsanalyse: Im Hauptteil wird die praktische Anwendung der Methoden an fünf ausgewählten Interviews demonstriert, wobei sowohl die quantitative Auszählung als auch die qualitative Zusammenfassung auf die Forschungsfragen zu sozialen Problemen in Vororten angewendet werden.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass keine der beiden Methoden grundsätzlich überlegen ist, sondern die Wahl des Instruments maßgeblich von der spezifischen Forschungsfrage und dem Bedarf an Kontextverständnis abhängt.

6 Anmerkung der Autorin: Die Autorin legt dar, warum sie sich während des Arbeitsprozesses dazu entschloss, beide Methoden in den praktischen Teil aufzunehmen, um die Unterschiede und Anwendungsbereiche tiefergehend zu durchdringen.

Schlüsselwörter

Inhaltsanalyse, Qualitative Sozialforschung, Quantitative Forschung, Empirische Sozialforschung, Pierre Bourdieu, Lebenssituation, Französische Vororte, Interviewanalyse, Methodik, Forschungsinstrumente, Sozialwissenschaften, Soziale Brennpunkte, Kommunikation, Hermeneutik, Kategorienbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Forschungsinstrument der Inhaltsanalyse, indem sie den quantitativen und den qualitativen Ansatz vergleicht und ihre praktische Eignung anhand von Interviewmaterial testet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die methodischen Grundlagen der Inhaltsanalyse sowie die Anwendung dieser Methoden auf Interviews über Lebensbedingungen, soziale Konflikte und Problematiken in französischen Vororten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich die beiden Analyseformen unterscheiden und welche Methode für spezifische Forschungsfragen zu sozialen Lebensrealitäten die aussagekräftigeren Ergebnisse liefert.

Welche wissenschaftliche Methode wird konkret verwendet?

Es werden sowohl die quantitative Inhaltsanalyse (Frequenzanalyse) als auch die qualitative Inhaltsanalyse (Zusammenfassung) auf fünf ausgewählte narrative Interviews aus dem Buch „Das Elend der Welt“ angewendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Durchführung der Untersuchung, beginnend mit der quantitativen Auszählung relevanter Begriffe bis hin zur qualitativ-interpretativen Zusammenfassung der Interviewinhalte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Inhaltsanalyse, Qualitative Sozialforschung, Sozialwissenschaften und empirische Methoden beschreiben.

Warum spielt die Auswahl des Materials aus Pierre Bourdieus Buch eine so wichtige Rolle?

Das Material dient als fundierte Datenbasis, die es ermöglicht, soziale Probleme, wie Arbeitslosigkeit und Rassismus, sowohl quantitativ zu zählen als auch qualitativ in ihrem tiefgehenden Kontext zu verstehen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Eignung der Methoden?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Forschungsfrage das methodische Vorgehen bestimmt und die qualitative Analyse bei komplexen, inhaltlichen Fragestellungen tiefergehende Interpretationen ermöglicht als eine reine Frequenzanalyse.

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Details

Title
Die Inhaltsanalyse
Subtitle
Vergleich zweier Ansätze eines Forschungsinstruments und praktische Umsetzung
College
University of Duisburg-Essen
Course
Sozialwissenschaftliche Forschungsmethodik
Grade
1,0
Author
Anika Schürholz (Author)
Publication Year
2007
Pages
39
Catalog Number
V92451
ISBN (eBook)
9783638061612
ISBN (Book)
9783640109128
Language
German
Tags
Inhaltsanalyse Sozialwissenschaftliche Forschungsmethodik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anika Schürholz (Author), 2007, Die Inhaltsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92451
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