Durch die umfassende Digitalisierung beinahe all unserer Lebensbereiche (ausgenommen sind hier, zumindest im deutschsprachigen Raum, vor allem noch soziale Interaktionen zwischen beispielsweise Sozialarbeitern und deren Klienten oder auch Pflegern und Patienten) läuft die Gesellschaft und in ihr das Individuum Gefahr sich zu stark vom Selbst-Bewusstsein zu entfernen. Mit Selbst-Bewusstsein sind hier zwei Dinge gemeint, zum einen die Sicherheit sich voll auf das eigene Wissen verlassen zu können, zum anderen das Bewusstsein für die eigene Zeit und Gesundheit. Wie die Digitalisierung und das Mehr an Wissen dieses Selbst-Bewusstsein ungünstig beeinflusst und welche Unterstützungsmaßnahmen sinnvoll sein könnten, wird im Folgenden dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Über das ausgelagerte Wissen der Digitalisierung und den Verlust eines Selbst-Bewusstseins
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung und der Auslagerung von Wissen an Maschinen auf das individuelle Selbst-Bewusstsein sowie die psychische Gesundheit in der sogenannten Echtzeitgesellschaft. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern ein ganzheitlicher Bildungsansatz als Gegenentwurf zur digitalen Entfremdung dienen kann.
- Digitalisierung und Wissensauslagerung
- Kritik an der Echtzeitgesellschaft
- Verlust von Selbst-Bewusstsein und Zeitgefühl
- Herausforderungen für das Bildungssystem
- Förderung von Entschleunigung und analogen Erfahrungen
Auszug aus dem Buch
Über das ausgelagerte Wissen der Digitalisierung und den Verlust eines Selbst-Bewusstseins
Dass die Vermittlung der Fähigkeit die Sütterlinschrift lesen zu können heute keine Bedeutung mehr hat, ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass die Digitalisierung und die ständig verfügbaren Wissensdatenbanken in der Echtzeitgesellschaft (Weyer 2019, S. 10) die Übersetzung von Unlesbarem in Lesbares so einfach wie nie zuvor macht. Maschinen übernehmen für uns die lästigen Aufgaben und erleichtern uns vormals zeitaufwändige und umständliche Prozesse, wie Beispielsweise das Recherchieren von Literatur (Weyer 2019, S. 19) oder eben das Erfassen und Umwandeln von ungeliebten Schriftsätzen.
Durch die umfassende Digitalisierung beinahe all unserer Lebensbereiche (ausgenommen sind hier, zumindest im deutschsprachigen Raum, vor allem noch soziale Interaktionen zwischen beispielsweise Sozialarbeitern und deren Klienten oder auch Pflegern und Patienten) läuft die Gesellschaft und in ihr das Individuum Gefahr sich zu stark vom Selbst-Bewusstsein zu entfernen. Mit Selbst-Bewusstsein sind hier zwei Dinge gemeint, zum einen die Sicherheit sich voll auf das eigene Wissen verlassen zu können, zum anderen das Bewusstsein für die eigene Zeit und Gesundheit.
Zusammenfassung der Inhalte
1. Über das ausgelagerte Wissen der Digitalisierung und den Verlust eines Selbst-Bewusstseins: Das Kapitel analysiert den schleichenden Wissensverlust durch die Abhängigkeit von digitalen Systemen und warnt vor einer Entfremdung des Menschen von seinen ursprünglichen Fähigkeiten und seinem Zeitgefühl.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Echtzeitgesellschaft, Wissensauslagerung, Selbst-Bewusstsein, Entschleunigung, Bildungssystem, Technikvertrauen, digitale Entfremdung, Medienkonsum, Gesundheitsprävention, Künstliche Intelligenz, sozialer Austausch, Kompetenzverlust, Medienpädagogik, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung und der Tendenz, menschliches Wissen und Entscheidungsprozesse an digitale Maschinen auszulagern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen digitalem Fortschritt, psychischer Gesundheit, der Veränderung von Lernprozessen und der Notwendigkeit von Entschleunigung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Mensch seine natürliche Mitte bewahren kann, ohne sich in einer rein digitalen Scheinrealität zu verlieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse basierend auf soziologischer Fachliteratur (insb. Johannes Weyer und Hartmut Rosa), kombiniert mit aktueller Mediennutzungsstatistik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Wandel vom Handwerk zur maschinellen Bedienung, die Gefahren der ständigen Erreichbarkeit und die psychischen Folgen der modernen "Echtzeitgesellschaft" diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind unter anderem Digitalisierung, Echtzeitgesellschaft, Wissensauslagerung, Selbst-Bewusstsein und Entschleunigung.
Wie definiert die Autorin "Selbst-Bewusstsein" in diesem Kontext?
Es beschreibt sowohl die Sicherheit, sich auf das eigene Wissen verlassen zu können, als auch das Bewusstsein für die eigene Zeit und körperliche Gesundheit.
Welche Rolle spielt das Bildungssystem für die Lösung der beschriebenen Probleme?
Die Autorin fordert ein Umdenken weg von rein theoretischer Vermittlung hin zu einer Bildungskultur des Vorlebens, die handwerkliche und naturverbundene Erfahrungen einbezieht.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Über das ausgelagerte Wissen der Digitalisierung und den Verlust eines Selbst-Bewusstseins, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924953