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Rezeption & Bewältigung einer "apokalyptischen" Anschlagsserie aus medialer Perspektive

Titre: Rezeption & Bewältigung einer "apokalyptischen" Anschlagsserie aus medialer Perspektive

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Oliver Köller (Auteur)

Politique - Sujet: Paix et Conflits, Sécurité
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Résumé Extrait Résumé des informations

In Zeiten die im Zeichen des globalen Terrors stehen, ist es nicht unvernünftig, sich mit Spekulationen über zukünftige Bedrohungen aus dieser Richtung zu befassen. Dabei klang bereits desöfteren das wenn auch gemeinhin als unwahrscheinlich betrachtete, dafür aber umso verheerendere Szenario eines Anschlages mit Nuklearwaffen an. Filmstoff, möchte man sagen, doch die Größenordnung und Grauenhaftigkeit eines nach wie vor unfassbaren, leider real kollabierten WTC hätte man bis dato wohl auch nur den schlechteren unter den Billigreißern zugetraut, nicht aber "Menschen", die sich damit in einer Tradition äußerst trauriger und verdammenswerter Begebenheiten der Geschichte wiederfinden, so unangebracht eine Aufsummierung und Vergleichbarkeit von Schicksalen auch immer bleiben wird; in der Tat eine Krankheit auch des außer Kontrolle geratenen Diktums des Ökonomischen. Insofern ist es aber gerade dieser Logik zufolge mehr denn je geboten auch noch so minimal erscheinende Risiken abzuwägen und in proaktive Kalkulationen einzubinden. Freilich kann man gegen einen kleinen Koffer, eine sogenannte "dirty bomb" wenig unternehmen außer hoffen; doch man kann zumindest versuchen aufzuzeigen, welch katastrophales Potential der Terrorismus namhaften Stimmen zufolge bereits innehaben könnte, wie labil unsere Sicherheitssysteme trotz aller Hysterie neuerdings womöglich wären, um nicht zuletzt eines zu erzeugen: Aufmerksamkeit. Betroffen sind von dieser "worst case analysis" natürlich alle, in unserer reizüberfluteten und mehr denn je isolierten "Gesellschaft" vor allem aber auch nicht zuletzt die sich in umgekehrter Proportionalität zunehmend als "sozialen Kitt" auffassenden vor allem audiovisuellen Medien, wo auch oft nur wünschenswerter denn legitimer Weise. Und gerade darum, um die geht es hier. Wie würden sie sich verhalten? Würde einerseits die Krisenkommunikation greifen, effektiv und erfolgreich sein? Und gelänge es dem kommerziellen Medienbetrieb andererseits eine sozialintegrative Berichterstattung aufrechtzuerhalten, ein Mindestmaß an "staatlicher" Funktionalität zu gewährleisten, so die Welt nicht ohnenhin ins Chaos totaler Anarchie stürzen würde? Diese und ähnliche Fragen werden hier angeschnitten, aufgrund des gegenwärtig glücklicherweise fiktionalen Charakters des antizipierten Ereignisses aber mehr explorativ als unbedingt zutreffend beantwortet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2. Was bedeutet „postapokalyptisch“?

2.1. Eine Katastrophe bisher ungekannten Ausmaßes

2.2. Die Zeit unmittelbar danach

2.3. Methodische Vorüberlegungen

3. Storyline & Szenarienaufbau

3.1. Eine Anschlagsserie unter Zuhilfenahme von „dirty bombs“

3.2. Konstruktion eines Ereignishorizonts: das Dreiachsenmodell

3.2.1. Herleitung der acht Zukunftsoptionen

3.2.1.1. Täter, Vorgehen & Schäden im binären Schema

3.2.1.2. Variationen/Kombinationen

3.2.2. Plausibilität der Entwicklungslinien

3.2.2.1. Unwahrscheinliches

3.2.2.2. „Familiäre“ Repräsentanz

3.2.3. Kritik der gewählten Variablen bzw. Szenarien

3.3. Festlegung von signifikanten Akteursgruppen

4. Die Eindämmung der Folgen aus der Sicht des „stakeholders“ Medien

4.1. Definition Media

4.1.1. Medien im breiteren kommunikationstechnischen Sinne

4.1.1.1. BBK, deNIS, GMLZ, SatWas

4.1.1.2. bilaterales, supra- & internationales Krisenmanagement

4.1.2. Medien im engeren, kommerziellen Verständnis

4.1.2.1. Rolle der Konzerne

4.1.2.2. Berichterstattung

4.2. Das Militär – Feindschaft oder „modus vivendi“?

4.2.1. Thesen gegen eine Symbiose

4.2.2. Argumente für Kybernetik statt Rivalitäten

4.3. Naheliegende Vergleiche: Hiroshima, 9/11

5. „Manöverkritik“: Fiktion oder reale Möglichkeit?

5.1. ABC-Waffensicherheit

5.2. Auswertung der „visionären Elemente“, ergänzende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein dystopisches Szenario einer „postapokalyptischen“ Anschlagsserie unter Verwendung von „dirty bombs“ in Deutschland zu entwerfen und deren mediale sowie politische Bewältigung unter Krisenbedingungen zu analysieren.

  • Konstruktion eines Dreiachsenmodells zur Szenarienbildung.
  • Analyse der Rolle der Medien als zentraler Stakeholder in Krisenzeiten.
  • Untersuchung der Interaktion zwischen Militär und Medien unter Ausnahmebedingungen.
  • Bewertung der Umsetzbarkeit fiktionaler Katastrophenszenarien durch reale Gefahrenpotenziale.
  • Diskussion von Krisenkommunikation und staatlichem Katastrophenmanagement.

Auszug aus dem Buch

Die Zeit unmittelbar danach

In den Brennpunkt der Betrachtung wandert also v. a. der an die „Momentaufnahme“ mehrerer unmittelbar aufeinanderfolgender Explosionen anschließende weitere Fortgang der Begebenheiten. Hier werden dann vorwiegend die üblichen Maßnahmen des Krisenmanagements und Katastrophenschutzes relevant, die an späterer Stelle abrissartig behandelt werden sollen. Hierher gehören als die Gemeinplätze, die man nicht zuletzt auch aus Film & Fernsehen düsterer Endzeitvisionen kennt und zumeist mit einer „no future“-Attitüde verbindet. Wirtschaftlicher Zusammenbruch, Börsencrashs, Kollaps der Regierungsbehörden, logistische Alpträume, Verwüstungen, die einen nicht mehr von Infrastruktur sprechen lassen, „Hamsterkäufe“ (vermeintlich) notwendiger Güter, wie Medikamente, Lebensmittel, Schutzmasken, Campingzubehör etc., plündernde Mobs, desertierende Militärstützpunkte, aufständische Banden, Stadtguerilleros, verzweifelnde Sicherheitskräfte, desolate Hilfsorganisationen, Elektromagnetische Pulse (EMP) und nuklearer Fallout, begleitet von Bildern äußerster Vernichtung an Bausubstanz von Metropolenzentren, Horrorvorstellungen zu Tausenden vaporisierter Opfer: alles das und vieles mehr findet sich hier wieder.

Zusammenfassung der Kapitel

Was bedeutet „postapokalyptisch“?: Das Kapitel führt in den dystopischen Charakter des Szenarios als „worst case analysis“ ein und erläutert die etymologische sowie inhaltliche Abgrenzung des Begriffs.

Storyline & Szenarienaufbau: Hier wird die methodische Herleitung des Dreiachsenmodells beschrieben, das als Strukturhilfe für die acht erarbeiteten Zukunftsoptionen dient.

Die Eindämmung der Folgen aus der Sicht des „stakeholders“ Medien: Das Kapitel untersucht die komplexe Rolle der Medien in der Krisenkommunikation, inklusive technischer Warnsysteme und des Spannungsfeldes zwischen staatlicher Reglementierung und kommerzieller Berichterstattung.

„Manöverkritik“: Fiktion oder reale Möglichkeit?: Abschließend wird die Plausibilität des entworfenen Szenarios vor dem Hintergrund realer Risiken im Bereich der ABC-Waffensicherheit kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

Postapokalyptisch, Szenario, Krisenkommunikation, Dirty Bombs, Katastrophenmanagement, Massenmedien, Terrorismus, Sicherheitsmaßnahmen, Dreiachsenmodell, Krisenbewältigung, Nuklearwaffen, Nachrichtenwerttheorie, Staatskrise, Risikominimierung, Zivilgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem dystopischen Zukunftsszenario, in dem eine Anschlagsserie durch nukleare „dreckige Sprengkörper“ in Deutschland simuliert wird, um die Reaktionen von Politik und Medien unter extremen Krisenbedingungen zu untersuchen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die methodische Szenarienentwicklung, das staatliche Katastrophenmanagement, die Rolle der Medien als „Stakeholder“ sowie die Dynamik der Berichterstattung in Ausnahmesituationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den potenziellen Umgang von Gesellschaft und Entscheidungsträgern mit einer „postapokalyptischen“ Bedrohungslage unter Berücksichtigung medialer Einflussnahmen und staatlicher Kriseninterventionen theoretisch zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich methodisch auf die „Delphistrategie“ und die Konstruktion eines Dreiachsenmodells, um komplexe Variablen in acht logische Zukunftsoptionen zu überführen und so eine strukturierte Analyse zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Szenarienaufbau inklusive Variablenkritik, die Analyse der Krisenkommunikation durch technische Medien und staatliche Stellen sowie eine Diskussion über das Verhältnis zwischen Militär und Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Postapokalyptisch, Krisenkommunikation, Szenario, Terrorismus, Katastrophenmanagement und Massenmedien geprägt.

Welche Rolle spielen „dirty bombs“ innerhalb der Szenarien?

Sie dienen als hypothetischer Auslöser einer systemischen Krise, wobei ihr Einsatz bewusst gewählt wurde, um die Grenzen zwischen fiktionalem „worst case“ und realer Gefahrenlage auszuloten.

Wie bewertet der Autor die mediale Berichterstattung in einem solchen Ernstfall?

Der Autor argumentiert, dass Medien trotz ihrer Pluralität unter dem Druck der Katastrophe zu einer Art „Gleichschaltung“ oder konformistischen Berichterstattung neigen könnten, da die staatliche Funktionsfähigkeit und der öffentliche Schutz Vorrang vor kritischer Distanz erhielten.

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Résumé des informations

Titre
Rezeption & Bewältigung einer "apokalyptischen" Anschlagsserie aus medialer Perspektive
Université
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft)
Cours
Die Zukunft internationaler Politik - Szenarien-Bildung in den Internationalen Beziehungen
Note
1,7
Auteur
Oliver Köller (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
25
N° de catalogue
V92516
ISBN (ebook)
9783638061872
ISBN (Livre)
9783640109159
Langue
allemand
mots-clé
Rezeption Bewältigung Anschlagsserie Perspektive Zukunft Politik Szenarien-Bildung Internationalen Beziehungen postapokalyptisch Terrorismus dirty bomb Medien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Oliver Köller (Auteur), 2008, Rezeption & Bewältigung einer "apokalyptischen" Anschlagsserie aus medialer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92516
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Extrait de  25  pages
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