Al-Dschasira und der Westen


Vordiplomarbeit, 2007

22 Seiten, Note: Sehr gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Stammsitz Katar – Daten und Fakten

2. Hauptteil
2.1 Entstehungsgeschichte: ein Medienprojekt scheitert
2.2 Der 11. September
2.3 Afghanistan-Krieg
2.4 Irak-Krieg
2.5 Reaktionen auf Al-Dschasira

3. Schluss
3.1 Fazit: Al-Dschasira – eine Bestandaufnahme

4. Anhang
4.1 Fremdwörtererklärungen
4.2 Schaubild: den Nahe Osten
4.3 Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ausgangslage

Bereits zu Beginn des 2. Weltkrieges zeigte sich sehr deutlich, welche strategische Bedeutung dem direkten oder mittelbaren Einfluss auf meinungsbildende Medien durch einen Machtapparat beigemessen werden muss. Als Adolf Hitler am 1. September 1939 in einer Radioansprache verkündete: „Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen“, konnte er sich eines großes Rückhaltes in der Bevölkerung gewiss sein. Anlass der Rede war ein vorangegangener angeblicher polnischer Überfall auf den Sender Gleiwitz[1] und eine polnische Truppen-Offensive an der deutschen Grenze. Wie sich später herausstellte, waren diese Ereignisse durch Soldaten der Wehrmacht bewusst inszeniert worden, um die Rechtfertigungsgründe für einen Überfall auf Polen zu schaffen. Der Plan gelingt: bereits am 27. September 1939 kapituliert das zerbombte Warschau.

Nachdem der zweite Weltkrieg seine verheerenden Auswirkungen auf die gesamte europäische Zivilbevölkerung entfaltet und Millionen von Todesopfern gefordert hat, kapituliert schließlich auch das in die Defensive geratene Deutschland am 8. Mai 1945 bedingungslos. Hitler hat zu diesem Zeitpunkt bereits Selbstmord begangen. Die Gegner der deutschen Expansion hatten erfolgreich auch Ihre Bevölkerung gegen die Nazis mobilisiert. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang insbesondere die Disney-Produktion „Education for Death: The Making of a Nazi“[2], einem Zeichentrickfilm, der von einem kleinen Jungen namens „Hans“ handelt, welcher zu einem unbarmherzigen Soldaten erzogen wird, um für das Vaterland in den Krieg zu ziehen.

Auch nach dem Krieg zeigte sich die strategische Bedeutung der Medien beim Wiederaufbau Europas. Nun machten sich selbige die gegenüberstehenden Großmächte Sowjetunion und USA zu nutze: nachdem die erst später eintreffenden US-Truppen feststellen mussten, dass sich die sowjetischen Truppen bereits des Rundfunks in Berlin bemächtigt hatten und der Anspruch auf ein eigenes Rundfunkangebot nicht durchsetzbar war, beschlossen sie schließlich, ein eigenes Rundfunkprogramm einzurichten: RIAS – Radio im amerikanischen Sektor[3] (zuvor DIAS). Erster offizieller Sendetermin war der 5. September 1945. Rias dehnte in dieser Zeit seine Sendeaktivitäten auch auf das Gebiet der ehemaligen DDR aus. Infolgedessen installierte man in zahlreichen Staaten des damaligen Ostblocks Störanlagen, um den Empfang zu unterbinden. Durch immer leistungsfähigere Sendetechnik musste man RIAS aber schließlich gewähren lassen, ein Amerika-freundliches Radioprogramm zu verbreiten. Ebenso sind an dieser Stelle die amerikanischen Sender Radio Free Europe und Voice of America zu erwähnen. RIAS stellte wenige Jahre nach Zusammenfall des Ostblocks sein Informationsangebot ein, was wiederum die medienstrategische Bedeutung des Senders unterstreicht. Im Laufe der Zeit verschob sich aufgrund der technischen Entwicklung die Hörfunk- aber immer mehr zu einer Fernsehpräferenz der Zielgruppe, sodass auch RIAS zuletzt ein Fernsehprogramm betrieb.

Während im Golfkrieg 1991 noch maßgeblich der amerikanische Nachrichtenssender CNN die Fernseh-Berichterstattung und das Bild vom Krieg prägte[4], so gewann spätestens seit den verheerenden Terroranschlägen vom 11. September 2001 eine neue Nachrichtenquelle an Bedeutung: Al-Dschasira. Kein anderes Medium wurde in den vergangen Jahren so kontrovers diskutiert, wie dieser Fernsehsender aus dem kleinen Emirat Katar, der im wesentlichen aus einer gescheiterten Allianz zwischen Saudi-Arabien und der britischen BBC hervorgegangen ist, sich aber weltweites Renommee verschaffen konnte und mittlerweile zu einer festen Größe im Mediengeschäft gehört, vor der sich auch Großmächte wie die USA nicht mehr länger verschließen können. Al-Dschasira ist ein neuer Player auf einem globalisierten Markt der Meinungsbildung und Bilder.

1.2. Stammsitz Katar – Daten und Fakten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Geographie:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bevölkerungsstruktur:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Politik:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] http://www.stern.de/politik/historie/:Zweiter-Weltkrieg-Seit-5.45-Uhr/529192.html

[2] http://www.disneyshorts.org/years/1943/educationfordeath.html

[3] http://www.riasberlin.de/

[4] http://www.heise.de/newsticker/meldung/59909

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Al-Dschasira und der Westen
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Fak I - Inst. für Bildung und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Die Zivilgesellschaft und ihre Feinde
Note
Sehr gut
Autor
Jahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V92526
ISBN (eBook)
9783638061964
ISBN (Buch)
9783638949996
Dateigröße
1539 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Al-Dschasira, Westen, Zivilgesellschaft, Feinde
Arbeit zitieren
Onur Yamac (Autor), 2007, Al-Dschasira und der Westen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92526

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