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Web 2.0 in Lehr-Lern-Arrangements

Eine subjektwissenschaftliche Begründung für Lehren und Lernen im Netz

Title: Web 2.0 in Lehr-Lern-Arrangements

Term Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Johannes Strittmatter (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Der Begriff Web 2.0 ist in aller Munde. Dabei beschreibt dieser Terminus weniger eine neue Softwareversion noch eine neue Generation von Internettechnologien. Web 2.0 ist vielmehr der Überbegriff für ein neues Denken und Begreifen des Vernetzt-Seins. Das Internet wird zunehmend zu einer Plattform für Algorithmen und individuelle Inhalte, die beliebig erweitert und rekombiniert werden können. Das Netz ist nicht mehr bloßer Massenspeicher, sondern tritt ein in die Sphäre kontinuierlicher, kollaborativer Inhaltsgenerierung.

Lassen sich diese Neuerungen im Umgang mit dem Internet auch in einem pädagogisch-reflektierten Sinne nutzbar machen? Wo liegen die Stärken aber auch die Grenzen von Web 2.0 für Lehr-Lern-Verhältnisse? Dieses herauszuarbeiten und wissenschaftlich zu durchleuchten, ist Gegenstand dieser Arbeit.

Zwei Lehr-Lern-Plattformen (Drupal und sTeam) werden in dieser Arbeit unter lerntheoretischen Gesichtspunkten genauer untersucht. Hierfür wird als Heuristik eine konstruktivistische und eine subjektwissenschaftliche Lerntheorien angeboten, die Lernen – und damit auch Lehren – verschieden beschreiben. Abschließend wird dargelegt, wo beide Theorieansätze gegenseitige Anschlußfähigkeit aufweisen.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WEB 2.0 IN BILDUNGSKONTEXTEN

3. LEHREN UND LERNEN MIT WEB 2.0 – EIN PRAXISBEISPIEL

3.1. Intentionen für den Einsatz von Web 2.0 in den Kognitionswissenschaften

3.2. Das CMS Drupal

3.3. Der konkrete Einsatz von Drupal in der Lehrveranstaltung

4. LERNTHEORETISCHE REFLEXIONEN

4.1. Goal Based Scenario

4.2. Die subjektwissenschaftliche Lerntheorie nach Holzkamp

4.3. Das Anknüpfungspotential beider Theorie-Ansätze

5. STEAM – LERNEN NACH HOLZKAMP

6. FAZIT

7. LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Web 2.0-Technologien unter Anwendung der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie nach Holzkamp und dem Goal-Based Scenario (GBS) didaktisch sinnvoll in Lehr-Lern-Arrangements integriert werden können, um den Lernenden stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

  • Rollenveränderung von Lehrenden und Lernenden durch Web 2.0
  • Einsatz des Content Management Systems Drupal in der Hochschullehre
  • Lerntheoretische Einordnung von kollaborativem Online-Lernen
  • Bedeutung von Differenzbildung und subjektivem Handeln im Lernprozess
  • Anforderungen an die Moderationsrolle des Dozenten in Web 2.0-Umgebungen

Auszug aus dem Buch

3.3. Der konkrete Einsatz von Drupal in der Lehrveranstaltung

Drupal sollte für diese LV eine Ergänzung in Form einer Online-Unterstützung bieten. Angedacht war ein Einsatz parallel zu den wöchentlichen Präsenzveranstaltungen. Der Dozent sollte wöchentlich eine Aufgabe auf die Plattform stellen. Die Studierenden sollten gemeinsam an Lösungsstrategien arbeiten, um die Aufgabe zu bewältigen. Die verschiedenen Perspektiven, die sich aus den verschiedenen Einzeldisziplinen als auch den persönlichen Lösungsstrategien ergaben, sollten textlich dokumentiert werden. Hierfür wurde die Möglichkeit geschaffen, dass jeder Studierende einen eigenen Account hatte, der ihm nach erfolgreichem Log-In die Berechtigung gab, Beiträge zu veröffentlichen und andere zu kommentieren sowie Verschlagwortung vorzunehmen. Ein Erstellen von Inhalt ohne Anmeldung war nicht vorgesehen.

Der Ablauf in Kombination mit der Präsenzveranstaltung war wie folgt geplant: In der Präsenzsitzungen führt der Dozent in ein neues Themenfeld ein. Nach einer theoretischen Einführung wird dies an Beispielen aus der Praxis konkretisiert. Die geeignete Literatur wird vom Dozenten ausgehändigt. Ein Bereitstellen der Literatur auf Drupal war nicht geplant, wenngleich das jederzeit umzusetzen möglich wäre. Die Studierenden bearbeiten die Texte und beginnen die vom Dozenten gestellte Aufgabe selbständig zu lösen. Ihre Ausarbeitungen, Gedanken und Lösungsansätze werden in einer vierten Phase auf Drupal eingestellt. Die dort veröffentlichten Texte stehen damit allen anderen Kursteilnehmern zur Verfügung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Der Autor führt in die Begrifflichkeit des Web 2.0 ein und formuliert das Erkenntnisinteresse, die pädagogische Nutzbarkeit dieser Technologien anhand des Beispiels Drupal zu reflektieren.

2. WEB 2.0 IN BILDUNGSKONTEXTEN: Dieses Kapitel thematisiert die konzeptionellen Veränderungen des Internets, insbesondere die Verschiebung der Rollen von Usern zu Autoren sowie die Auflösung von räumlichen und zeitlichen Grenzen.

3. LEHREN UND LERNEN MIT WEB 2.0 – EIN PRAXISBEISPIEL: Es wird der konkrete Einsatz des CMS Drupal im Studiengang Kognitionswissenschaften beschrieben, um fallbasiertes Arbeiten und den Austausch von Wissensbeständen zu unterstützen.

4. LERNTHEORETISCHE REFLEXIONEN: Hier werden die Theorien "Goal Based Scenario" und die "subjektwissenschaftliche Lerntheorie nach Holzkamp" einander gegenübergestellt und deren Anknüpfungspunkte für das Drupal-Projekt analysiert.

5. STEAM – LERNEN NACH HOLZKAMP: Das Kapitel reflektiert das Projekt "sTeam" als Beispiel für eine Online-Umgebung, die die reale Lehr-Lern-Situation und individuelles Handeln stärker in den Vordergrund rückt.

6. FAZIT: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Web 2.0 erst durch eine lerntheoretische Fundierung und Fokus auf die Dokumentation individueller Lernprozesse eine echte Lernunterstützung bieten kann.

7. LITERATUR: Zusammenstellung der verwendeten Quellen und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Web 2.0, E-Learning, Drupal, subjektwissenschaftliche Lerntheorie, Holzkamp, Goal Based Scenario, Kognitionswissenschaften, Wissensmanagement, Differenzbildung, Online-Plattform, Lehr-Lern-Arrangement, Kollaboration, Medienkompetenz, Lernprozess, sTeam.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den pädagogischen Mehrwert von Web 2.0-Technologien, indem sie diese kritisch mit didaktischen und lerntheoretischen Ansätzen verknüpft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Rolle von Lernplattformen, die Veränderung der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden sowie die Bedeutung individueller Interessen beim Wissenserwerb.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Web 2.0-Umgebungen gestaltet sein müssen, um Lernende in ihrem subjektiven Lernprozess tatsächlich zu unterstützen und nicht nur neue technologische Hüllen zu schaffen.

Welche wissenschaftlichen Theorien werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Theorie des "Goal-Based Scenario" (GBS) nach Schank sowie die subjektwissenschaftliche Lerntheorie nach Klaus Holzkamp.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert zwei Praxisbeispiele (Drupal und sTeam) vor dem Hintergrund der genannten Lerntheorien und diskutiert, wie Online-Plattformen die Differenzbildung und Reflexion fördern können.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zu den zentralen Begriffen zählen Differenzbildung, soziale Handlungsfähigkeit, kollaborative Wissensgenerierung, subjektorientiertes Lernen und Web 2.0.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Dozenten in diesen neuen Arrangements?

Der Dozent agiert nicht mehr als reiner Wissensvermittler oder Verwalter von Inhalten, sondern nimmt eine beratende und lenkende Rolle im gemeinsamen Reflexionsprozess ein.

Warum spielt die Funktion des Kommentierens bei Drupal eine so wichtige Rolle?

Die Kommentierfunktion ermöglicht den Studierenden, die eigenen Gedankengänge zu rekonstruieren und die Perspektiven anderer zu reflektieren, was zentral für den Lernprozess der "Differenzbildung" ist.

Was unterscheidet das System sTeam von herkömmlichen Lernplattformen laut Autor?

sTeam bietet eine weitgehende Übertragung realer Gruppenstrukturen in den virtuellen Raum und stellt jedem Benutzer einen persönlichen "Schreibtisch-Raum" für individuelles Arbeiten zur Verfügung.

Kann Web 2.0 allein den Lernerfolg garantieren?

Nein, der Autor betont ausdrücklich, dass der bloße Einsatz moderner Technik keineswegs zu Lernerfolgen führt; entscheidend ist die lerntheoretisch begründete didaktische Umsetzung.

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Details

Title
Web 2.0 in Lehr-Lern-Arrangements
Subtitle
Eine subjektwissenschaftliche Begründung für Lehren und Lernen im Netz
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
Johannes Strittmatter (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V92538
ISBN (eBook)
9783638062077
ISBN (Book)
9783638950909
Language
German
Tags
Lehr-Lern-Arrangements
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Strittmatter (Author), 2007, Web 2.0 in Lehr-Lern-Arrangements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92538
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