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Nachhaltige Wasserwirtschaft am Beispiel der Stadt Hannover

Title: Nachhaltige Wasserwirtschaft am Beispiel der Stadt Hannover

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 36 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

Meine Arbeit widmet sich der nachhaltigen Wasserwirtschaft. Als Anschauungsbeispiel wurde die Stadt Hannover herangezogen, die schon einige Schritte zum Thema Nachhaltigkeit unternommen hat.
Wasser ist das wichtigste Gut der Erde. Ohne Wasser gäbe es kein Leben. Alle zwölf
Sekunden stirbt irgendwo auf der Welt ein Mensch infolge von unreinem Wasser (ATVDVWK
2001, S.4). Weltweit haben ca. 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem
Wasser und doppelt so viele keinen Anschluss an das Abwassersystem
(BUNDESREGIERUNG o.J., S.316 f.). Zunehmend entflammen Kriege wegen
Nutzungskonflikten um Wasser.
Diese Bilder vor Augen, sollten sich die Menschen in den reichen Industrieländern Gedanken
über sinnvollen Gebrauch von Wasser machen. Die Verbesserung der Wasserversorgung für
alle Menschen und ein nachhaltiges, integriertes Management der Ressource Wasser sollte ihr
Ziel sein.
Meine Arbeit widmet sich der nachhaltigen Wasserwirtschaft. Als Anschauungsbeispiel
wurde die Stadt Hannover herangezogen, die schon einige Schritte zum Thema Nachhaltigkeit
unternommen hat. In dieser Arbeit sollen zunächst die Begriffe „Nachhaltigkeit“ und
„Agenda 21“ geklärt werden. Im darauffolgenden Kapitel wird die Notwendigkeit einer
lokalen und regionalen Umsetzung der Agenda 21 erläutert und vorgestellt, was die Stadt
Hannover zur Agenda 21 beiträgt. Nach Vorstellung der Leitlinien Hannovers wird in Kapitel
4 die gegenwärtige Situation in Hannover geschildert und welche Projekte die Stadt gerade
durchführt bzw. in nächster Zeit durchführen will. Welcher rechtlichen Instrumente sich die
Stadt zur praktischen Durchführung bedient, ist Gegenstand von Kapitel 5. Zuletzt versuche
ich, eine Art Bilanz zu ziehen, was bisher in Hannover tatsächlich zum Thema Nachhaltigkeit
geschehen ist und wie sich die ergriffenen Maßnahmen mit den formulierten Leitzielen
Hannovers zur lokalen Agenda 21 vereinbaren lassen. Die Grundregel der Nachhaltigkeit lautet folgendermaßen: „Jede Generation muss ihre Aufgaben
selbst lösen und darf sie nicht den kommenden Generationen aufbürden. Sie muss
zugleich Vorsorge für absehbare zukünftige Belastungen treffen. Das gilt für die Erhaltung
der natürlichen Lebensgrundlagen, für die wirtschaftliche Entwicklung sowie den sozialen
Zusammenhalt und den demographischen Wandel.“ (BUNDESREGIERUNG o.J., S.50)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was versteht man unter Nachhaltigkeit und Agenda 21?

3 Wie kann die Agenda 21 lokal umgesetzt werden?

3.1 Regionale Nachhaltigkeit in der Wasserversorgung

3.2 Die lokale Agenda 21 in Hannover

3.2.1 Chronologie

3.2.2 Praktische Umsetzung der lokalen Agenda 21 in Hannover

3.2.3 Leitziele/ Leitlinien nachhaltiger Wasserwirtschaft der Stadt Hannover

4 Wie sieht die nachhaltige Wasserwirtschaft der Stadt Hannover aus?

4.1 Schutz von Grund- und Trinkwasser

4.2 Abwasserentsorgung

4.3 Renaturierung der Flüsse

4.4 Regenwasserbewirtschaftung

4.4.1 Grundkonzepte

4.4.2 Einzelne Typen von Versickerungsanlagen

5 Wasserrechtliche Instrumente der Stadt Hannover

5.1 Verwaltungseinheiten und Gebührenerhebung

5.2 Durchsetzung der Regenwasserbewirtschaftung

5.2.1 Bebauungspläne

5.2.2 Städtebauliche Verträge

5.2.3 Vorhaben- und Erschließungspläne

5.2.4 Grundstückskaufverträge

5.2.5 Abwassersatzung

5.2.6 Baugenehmigungen

5.2.7 Örtliche Bauvorschrift durch Satzung

5.2.8 Förderprogramme

6 Bilanz

6.1 Trinkwasserverbrauch und Abwasserentsorgung

6.2 Regenwasserbewirtschaftung

6.3 Gewässergüte

6.4 Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung

6.5 Übersicht über die Verwirklichung der Leitziele der lokalen Agenda 21

7 Tragweite nicht bekannt

8 Neubildungsrate nicht bekannt

9 Schlussbetrachtung

10 Begriffserklärungen und wichtige Abkürzungen

11 Quellenverzeichnis

11.1 Literatur

11.2 Internet

11.3 Weiterführende Quellen

11.4 Internet:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Implementierung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft am Beispiel der Stadt Hannover. Ziel ist es, den Status quo der lokalen Agenda 21 in Bezug auf den Wasserkreislauf zu analysieren und zu bewerten, inwiefern politische, rechtliche und praktische Maßnahmen zur Schonung der Ressource Wasser beitragen.

  • Grundlagen der Nachhaltigkeit und Agenda 21
  • Lokale Umsetzung der Wasserwirtschaft in Hannover
  • Schutzkonzepte für Grund-, Trink- und Regenwasser
  • Rechtliche Steuerungsinstrumente der Stadtverwaltung
  • Bilanzierung der bisherigen Erfolge und Entwicklungen

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Grundkonzepte

Weil Regenwasser meist immer noch ungenutzt in die Flüsse oder Kläranlagen geleitet wird, wird dem natürlichem Kreislauf Regenwasser entzogen. Somit kann keine Grundwasserneubildung stattfinden und der Grundwasserspiegel sinkt ab, was gegen die nachhaltige Wasserwirtschaft verstößt (ATV-DVWK 2001, S.14 ff.). Deshalb gilt es, die Flächenversiegelung zu verhindern oder zu kompensieren, zieht man in Betracht, dass der ungenutzte Oberflächenabfluss bei einer Wiese 0 bis 20 % und bei Dächern, Asphalt und Beton hingegen 90 –100 % beträgt.

Als wichtige Konzepte zur Regenwassernutzung werden das modifizierte Trennsystem und die Versickerung gesehen. Beim modifizierten Trennsystem wird nicht verschmutztes Regenwasser versickert oder in den nächsten Vorfluter geleitet, so dass es die Kanalisation nicht in Anspruch nimmt (ATV 1997, S.6).

Argumente für die Regenwasserversickerung sind, dass dies eine natürliche Entsorgungsmethode für Wasser ist, die ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist. Als Gegenargumente lassen sich die mögliche Verunreinigung von Boden und Grundwasser nennen und die Verlagerung der Kosten auf den Grundstückseigentümer (ATV 1997, S.3). Versickerung bietet sich vor allem auf dem Land an, da dort das Wasser meist sauberer ist und Abwasserrohre gespart werden können (ATV 1997, S.4).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der globalen Wasserkrise und Definition der Zielsetzung der Arbeit zur Untersuchung der nachhaltigen Wasserwirtschaft in Hannover.

2 Was versteht man unter Nachhaltigkeit und Agenda 21?: Erläuterung der Grundprinzipien von Nachhaltigkeit und des Konzepts der Agenda 21 als globaler Handlungsrahmen.

3 Wie kann die Agenda 21 lokal umgesetzt werden?: Analyse der regionalen Notwendigkeit einer Agenda 21 und Darstellung der praktischen, stadtweiten Umsetzung in Hannover.

4 Wie sieht die nachhaltige Wasserwirtschaft der Stadt Hannover aus?: Detaillierte Betrachtung der Schutzmaßnahmen für Wasserressourcen, der Abwasserentsorgung, Renaturierung von Flüssen und Regenwasserbewirtschaftung.

5 Wasserrechtliche Instrumente der Stadt Hannover: Beschreibung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Instrumente, die der Stadt Hannover zur Durchsetzung nachhaltiger Wasserkonzepte zur Verfügung stehen.

6 Bilanz: Bewertung des aktuellen Erfolgs der Maßnahmen anhand von Kennzahlen zu Verbrauch, Gewässergüte und Initiativen.

7 Tragweite nicht bekannt: Kurzes Kapitel zur Einordnung unklarer Wirkungsbereiche.

8 Neubildungsrate nicht bekannt: Analyse von Wissenslücken bezüglich der regenerativen Kapazitäten von Grundwasserkörpern.

9 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der nachhaltigen Ausrichtung Hannovers und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Agenda 21, Wasserwirtschaft, Hannover, Regenwasserbewirtschaftung, Grundwasserschutz, Abwasserentsorgung, Renaturierung, Bauleitplanung, Versickerung, Trinkwasser, Umweltschutz, Wasserrecht, ökologische Entwicklung, Ressourcenschonung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bemühungen der Stadt Hannover, die Prinzipien der Agenda 21 im Bereich der Wasserwirtschaft konkret in die Tat umzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind der Grundwasserschutz, die Regenwasserbewirtschaftung sowie die Renaturierung von Fließgewässern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, wie effektiv bisherige Maßnahmen sind und welche rechtlichen Instrumente die Stadt einsetzt, um eine nachhaltige Wasserwirtschaft zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Analyse fachspezifischer Literatur, städtischer Konzeptpapiere, Berichte der lokalen Agenda 21 sowie Daten zur Gewässergüte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Leitziele, die Analyse technischer Schutzmaßnahmen, die Untersuchung rechtlicher Steuerungselemente und eine Bilanzierung des Fortschritts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nachhaltigkeit, Agenda 21, Regenwasserbewirtschaftung, Grundwasserschutz und kommunale Wasserpolitik sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielt das "Expo-Programm" für die Stadt Hannover?

Das Programm "Stadt als Garten" diente als Anschauungsbeispiel für Maßnahmen wie den Bau von Fischaufstiegsanlagen und die Aktivierung von Überschwemmungsflächen in der Leineaue.

Was ist das Fazit zur Regenwasserbewirtschaftung?

Die Autorin stellt fest, dass es zwar vielfältige technische Konzepte und rechtliche Vorgaben gibt, der tatsächliche Umsetzungserfolg jedoch oft von der Motivation der Akteure und der finanziellen Situation abhängt.

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Details

Title
Nachhaltige Wasserwirtschaft am Beispiel der Stadt Hannover
College
LMU Munich  (Institut für Geographie)
Course
Hydrologie und Wasserwirtschaft
Grade
1,7
Author
M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author)
Publication Year
2002
Pages
36
Catalog Number
V92552
ISBN (eBook)
9783638063814
Language
German
Tags
Nachhaltige Wasserwirtschaft Beispiel Stadt Hannover Hydrologie Wasserwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author), 2002, Nachhaltige Wasserwirtschaft am Beispiel der Stadt Hannover, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92552
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