Politische Bildung ruft immer auch Pädagogen auf den Plan, die Jugendliche begleiten und fördern. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit die politische Bildung als Profession bezeichnet werden kann und die Pädagogen professionell handeln.
Im Folgenden soll diesem Thema nachgegangen und die Frage beantwortet werden, ob professionelles Handeln die Anforderungen erfüllt, die an Jugendbildungsreferenten in der außerschulischen politischen Bildung gestellt werden. Hierfür wird zunächst erläutert, was eine Profession ausmacht. Dabei werden klassische Merkmale einer Profession beschrieben sowie die Antinomien der pädagogischen Professionalität und das professionelle Handeln erläutert. Anschließend wird die außerschulische politische Bildung näher definiert. Grundprinzipien und damit verbundene Herausforderungen werden benannt und erläutert und ihre Ziele erklärt.
Schließlich werden institutionelle und personelle Voraussetzungen für politische Jugendbildung beschrieben. Hier wird der Fokus auf Jugendbildungsstätten und -referenten sowie ihren Aufgaben liegen. Zum Abschluss werden die Merkmale von Professionen und professionellem Handeln und die Anforderungen, vor die Jugendbildungsreferenten gestellt werden, gegenübergestellt und es wird analysiert, inwieweit sich diese überschneiden. Dabei soll geklärt werden, ob politische Bildung zu Recht als Profession bezeichnet werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Klassische Professionen, pädagogische Professionalität, professionelles Handeln
- Außerschulische politische Bildung
- Geschichte
- Grundprinzipien
- Ziele
- Träger
- Herausforderungen
- Institutionelle und personelle Voraussetzungen
- Außerschulische politische Jugendbildung als Profession
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Frage, ob außerschulische politische Jugendbildung als Profession betrachtet werden kann. Dabei werden zunächst die klassischen Merkmale einer Profession erläutert und anschließend die spezifischen Herausforderungen der pädagogischen Professionalität im Kontext außerschulischer politischer Bildung beleuchtet.
- Definition und Merkmale klassischer Professionen
- Spezifika der pädagogischen Professionalität
- Außerschulische politische Bildung: Geschichte, Prinzipien und Ziele
- Institutionelle und personelle Voraussetzungen der außerschulischen politischen Jugendbildung
- Anforderungen an Jugendbildungsreferent*innen und ihre Professionalisierung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel definiert den Begriff der Profession anhand klassischer Merkmale und beleuchtet die spezifischen Herausforderungen der pädagogischen Professionalität. Es stellt die Antinomien des professionellen Handelns dar, die für pädagogische Berufe besonders relevant sind. Das zweite Kapitel widmet sich der außerschulischen politischen Bildung. Es gibt einen historischen Überblick, erläutert Grundprinzipien und Ziele sowie die Herausforderungen und institutionellen Voraussetzungen. Dieses Kapitel analysiert die Rolle von Jugendbildungsreferent*innen und die Anforderungen an ihre Arbeit.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Professionalisierung, pädagogisches Handeln, außerschulische politische Bildung, Jugendbildungsreferent*innen, Kompetenzen und Anforderungen. Sie analysiert die Herausforderungen und Möglichkeiten der Professionalisierung im Bereich der außerschulischen politischen Jugendbildung.
Häufig gestellte Fragen
Kann die außerschulische politische Bildung als Profession bezeichnet werden?
Die Arbeit analysiert klassische Merkmale einer Profession und prüft, inwieweit das Handeln von Jugendbildungsreferenten diesen Kriterien entspricht.
Was sind die Aufgaben eines Jugendbildungsreferenten?
Sie begleiten Jugendliche in politischen Lernprozessen, fördern deren Urteilsfähigkeit und organisieren Bildungsangebote außerhalb des klassischen Schulsystems.
Was versteht man unter 'Antinomien der pädagogischen Professionalität'?
Es bezeichnet die widersprüchlichen Anforderungen im pädagogischen Handeln, wie z. B. die Nähe zum Jugendlichen bei gleichzeitiger professioneller Distanz.
Welche Grundprinzipien gelten für die politische Bildung?
Wichtige Prinzipien sind das Überwältigungsverbot (Beutelsbacher Konsens), die Kontroversität und die Teilnehmerorientierung.
Welche Herausforderungen gibt es in der außerschulischen Bildungsarbeit?
Herausforderungen liegen in der Freiwilligkeit der Teilnahme, der Finanzierung durch Träger und der Notwendigkeit, komplexe politische Themen für Jugendliche attraktiv aufzubereiten.
- Arbeit zitieren
- Areti-Kristin Bouras (Autor:in), 2018, Jugend und Politik. Erfüllt professionelles Handeln die Anforderungen an Jugendbildungsreferenten in der politischen Bildung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925728