In dieser Arbeit werden anhand des Beispiels von Highsnobiety drei Mediennutzungsmotive untersucht, welche Konsumenten antreiben, Modeinhalte über Modeblogs zu konsumieren. Die Mediennutzungsmotive werden als "Gewohnheit", "Zugang" und "Gewinnen/Speichern von Inhalten" klassifiziert. Diese werden zu einem späteren Zeitpunkt definiert und erklärt.
Das Ziel der Arbeit ist es Gratifikationsmuster von Modeblogs am Beispiel von Highsnobiety.com zu betrachten, um in weiterer Folge den Erfolg von Modeblogs zu verstehen. Dazu sollen mit der Verknüpfung von Literaturquellen, User-Statistiken von Highsnobiety.com die Kaufzahlen von Highsnobiety Magazine und Nutzungsmotive von Modeblog-Rezipienten beleuchtet werden.
Die übergreifende Forschungsfrage lautet: Welche Unterschiede der Gratifikationsmuster der Mediennutzung bestehen zwischen Highsnobiety.com und Highsnobiety Magazine? Daraus entspringen untergeordnet folgende Forschungsfragen: Was sind die Motive der Leser von Fashionblogs und Mode-Printmagazinen? Unterscheiden sich die Motivationsfaktoren zwischen den Medien?
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Theoretischer Hintergrund und Themenrelevanz
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Foschungsdesign
2.1. Begriffsabgrenzung
2.2. Grundannahmen
2.3. Gratifikationen der Mediennutzung
2.3.1. Inhaltliche Gratifikationen
2.3.2. Mediale Gratifikationen
2.3.3. Soziale Gratifikationen
2.4. UG-Ansatz und das Internet
2.5. Gratifikationsprofil von Modeblogs
3. Hypothesen
4. Methodik
5. Case Study: Highsnobiety.com und Highsnobiety Magazine
5.1. Auswertung & Analyse der Umfrage
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Gratifikationsmuster bei der Mediennutzung von Konsumenten, differenziert zwischen dem digitalen Angebot Highsnobiety.com und dem Print-Magazin Highsnobiety. Dabei steht die Frage im Fokus, welche Motive die Nutzer bei der Auswahl und Verwendung dieser Medienformate antreiben.
- Anwendung des Uses- und Gratifikationsansatzes (UG-Ansatz) auf Fashion-Medien.
- Gegenüberstellung von Online-Blogs und Print-Magazinen als komplementäre oder konkurrierende Formate.
- Identifikation spezifischer Gratifikationen wie Gewohnheit, Zugang und inhaltliche Informationsgewinnung.
- Durchführung einer empirischen Online-Umfrage zur Erhebung des Nutzungsverhaltens.
Auszug aus dem Buch
2. Forschungsdesign: Der UG-Ansatz in der Mediennutzungsforschung
Der User-und-Gratifikations Ansatz (Nutzen- und Belohnungsansatz) ist ein Publikumsmodell aus der Mediennutzungsforschung. Das Modell mutmaßt, dass Menschen Massenmedien zur Befriedigung von bestimmten Bedürfnissen konsumieren. Der UG-Ansatz setzt sich mit der individuellen Mediennutzung auseinander und führt somit die Perspektive der Mediennutzungsforschung an.
In den 1970er und 1980er erfuhr der UG-Ansatz seinen Aufstieg, dank der Erweiterung von TV-Programmen und somit durch die Verbreitung von Kabelfernsehen in den USA. Auch durch das Internet, eine Revolution der Mediennutzung, wurden die Handlungsoptionen des Individuums erweitert. Diese Umstände unterstreichen die Annahme der Forschungsmethode der aktiven RezipientInnen.
Mit jedem neuen Medium und der Weiterentwicklung der Medientechnik kamen auch neue User-und-Gratifikationen Studien. Diese hatten das Ziel Funktionen und Leistungen von Medien aus der Perspektive des Nutzers zu beleuchten. Treumann et al. ist der Überzeugung, dass der Ansatz durch die Entwicklung digitaler Medien neue umfassende Sichtweisen hervorbringt. Diese neuen Perspektiven kommen durch die Interaktivität multimedialer Anwendungsmöglichkeiten sowie durch den Abbau zeitlicher, räumlicher und funktionaler Einschränkungen der Nutzung von Medien.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel stellt die theoretische Relevanz von Modeblogs dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie die zentrale Forschungsfrage.
2. Foschungsdesign: Es erfolgt die theoretische Fundierung durch den Uses- und Gratifikationsansatz sowie die begriffliche Abgrenzung relevanter Mediennutzungsmotive.
3. Hypothesen: In diesem Abschnitt werden die zentralen Vermutungen hinsichtlich der Gratifikationsmuster der Highsnobiety-Nutzer aufgestellt.
4. Methodik: Hier wird der explorative und qualitative Forschungsansatz sowie der Aufbau der durchgeführten Online-Umfrage erläutert.
5. Case Study: Highsnobiety.com und Highsnobiety Magazine: Der praktische Teil analysiert anhand der Umfragedaten die spezifischen Nutzungsweisen des Online-Portals im Vergleich zum Print-Magazin.
6. Fazit: Das abschließende Kapitel diskutiert die Ergebnisse im Kontext der Forschungsfragen und bewertet die aufgestellten Hypothesen.
Schlüsselwörter
Uses- und Gratifikationsansatz, UG-Ansatz, Mediennutzung, Highsnobiety, Modeblog, Print-Magazin, Gratifikation, Rezipienten, Medienpsychologie, Online-Medien, Konsumverhalten, Nutzerforschung, Fashion-Journalismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Mediennutzungsverhalten von Konsumenten im Bereich Mode, wobei der Schwerpunkt auf dem Vergleich zwischen dem digitalen Angebot Highsnobiety.com und dem dazugehörigen Print-Magazin liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Uses- und Gratifikationsansatz, die Rolle von Modeblogs in der modernen Medienlandschaft sowie die Differenzierung zwischen inhaltlichen, medialen und sozialen Bedürfnissen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die spezifischen Motive und Gratifikationsmuster zu identifizieren, die Nutzer dazu bewegen, entweder das Web-Portal oder das physische Magazin zu konsumieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem zweigeteilten Ansatz: Einer theoretischen Literaturanalyse und einer empirischen, quantitativen Online-Umfrage, um das Verhalten der Highsnobiety-Zielgruppe zu erfassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beinhaltet die theoretische Herleitung des UG-Ansatzes, die Definition relevanter Fachbegriffe sowie die detaillierte Auswertung und Analyse der erhobenen Umfragedaten zu Highsnobiety.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind der UG-Ansatz, Mediennutzung, Modeblogs, Konsumentenmotive, Gratifikationen und die Gegenüberstellung von Online- und Print-Formaten.
Wie unterscheidet sich die Nutzung von Highsnobiety.com von der des Magazins?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Website vor allem für den täglichen Informationszugang und Trends genutzt wird, während das Print-Magazin eher als statisches Produkt mit ästhetischem Anspruch für längere Zeiträume dient.
Was ist eine zentrale Schlussfolgerung hinsichtlich der Mediennutzung?
Es zeigt sich, dass Nutzer Medien gezielt wählen, um unterschiedliche Bedürfnisse zu befriedigen – das Internet dient stärker der kurzfristigen Information, während Print-Medien oft eine intensivere und längere Beschäftigung erfordern.
- Citation du texte
- Geraldine Warczinski (Auteur), 2020, Der Uses-and-Gratifications-Ansatz von Printmagazinen und Blogs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925752