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Ein Wunder Benedikts von Nursia: Wasser aus dem Felsen

Titre: Ein Wunder Benedikts von Nursia: Wasser aus dem Felsen

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Timo Castens (Auteur)

Études latines - Néolatin et Latin contemporain
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Mittelpunkt dieser Arbeit soll die Interpretation des 5. Kapitels der Benediktsvita stehen.
Unter anderem soll die Intention Gregors des Großen und die Stellung der Passage im
Gesamtwerk untersucht werden. Außerdem wird geprüft, inwiefern Gregor beim Verfassen
dieses Werkes Vorbildern aus der antiken Hagiographie und der Bibel gefolgt ist.
Dazu werden vor allem Pratsch und Theißen zu Rate gezogen, die auf diesem Gebiet sehr
wichtige Arbeiten geschrieben haben. Theißen hat in seiner Arbeit „Urchristliche
Wundergeschichten“ die synoptischen Wundergeschichten systematisiert und dient somit sehr
gut zur Analyse der Wunder in der Benediktsvita. Pratsch hat in „Der hagiographische Topos“
vor allem die mittelbyzantinische Hagiographie analysiert und dient somit zur Einbettung der
Dialoge Gregors in die hagiographische Tradition.
Der Aufbau dieser Arbeit sieht so aus, dass zunächst der textkritische Apparat aufgelöst wird,
worauf die Übersetzung der gewählten Passage folgt. In der dann folgenden Interpretation
wird ein Blick auf die Wundergeschichte in der Gattungstheorie geworfen, ehe der
religionsgeschichtliche Rahmen erläutert wird. Dann folgt die Interpretation der gewählten
Passage und die Einordnung in das gesamte Werk. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die textkritische Ausgabe von de Vogüé,
ebenso die Übersetzung im nächsten Kapitel.
In Zeile 4 entscheidet sich der Editor für die Lesart ex deuexo, die durch die Handschrift H
(Augustodunensis 20, saec. VIII²) und im textkritischen Apparat des Editors m (U. Moricca
ed., Romae 1924) überliefert ist. Die Edition b (Benedictinorum ed., Parisiis 1705) schlägt e
deuexo vor. Die Handschrift G (Sangallensis 213, saec. VIII med) und die Editoren m und r
(R. Mittermüller ed., Ratisbonae 1880 (Liber II)) bevorzugen die Lesart ex diuexo.
In Zeile 11 übernimmt der Editor die Lesart consolatus, die bei m, z (Zachariae testimonia
graeca, saec. VIII, a Benedictinis edita) und im Apparat von b, sowie in den Handschriften G
und H bezeugt ist. Dagegen nennen die Editoren b, m und r zusätzlich die Lesart consolatos,
wobei sich die Edition b für consolans entscheidet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auflösung des textkritischen Apparats

3. Übersetzung

4. Interpretation

4.1 Gattungstheorie

4.2 Religionsgeschichtlicher Hintergrund

4.3 Kategorisierung des Wunders

4.4 Interpretation der Textstelle: Wasser aus dem Felsen

4.5 Stilanalyse

4.6 Positionierung des Wunders in der gesamten Vita

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

6.1 Primärliteratur:

6.2 Sekundärliteratur:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der detaillierten Interpretation des 5. Kapitels der Benediktsvita von Gregor dem Großen, mit einem besonderen Fokus auf die Wundergeschichte vom „Wasser aus dem Felsen“. Ziel der Untersuchung ist es, die Intention Gregors sowie die Einbettung der Passage in das Gesamtwerk zu analysieren und zu prüfen, inwieweit dabei hagiographische und biblische Vorbilder adaptiert oder modifiziert wurden.

  • Analyse des textkritischen Apparats und der Übersetzung
  • Gattungstheoretische Einordnung von Wundergeschichten
  • Untersuchung des religionsgeschichtlichen Rahmens
  • Interpretation der Wunder-Symbolik und Bedeutung des Gebets
  • Stilanalyse und didaktische Funktion der Benediktsvita

Auszug aus dem Buch

4.4 Interpretation der Textstelle: Wasser aus dem Felsen

In der Exposition dieses Wunders findet sich zunächst die Beschreibung eines locus terribilis, die im Gegensatz zu antiken literarischen Vorbildern allerdings sehr knapp ausfällt. Es wird lediglich beschrieben, dass sich die drei Klöster hoch im Gebirge (in rupibus montis) befinden und dass Wassermangel herrscht, wodurch das Leben in den Klöstern schwierig wird. Das Wasser ist ein Symbol für die Grundbedürfnisse menschlichen Lebens. Ohne es ist kein Leben möglich. Daher muss es mühsam auf den Berg gebracht werden. Der Aspekt der anstrengenden Arbeit zur Beschaffung von Lebensmitteln findet sich oft im Zusammenhang mit Geschenkwundern. Die lebensbedrohliche Lage spiegelt möglicherweise auch die Situation in Italien im 6. Jahrhundert wieder. Gregor will womöglich mit dieser Wundergeschichte den Menschen Hoffnung geben, dass Gott alles zum Guten wenden wird.

Die Bergeshöhe kann einerseits als unwirtliche Gegend verstanden werden, andererseits aber auch als Refugium für den Mönch, um den Lastern der Gesellschaft zu entgehen. Diese Abgelegenheit von der Zivilisation bedeutet also gleichzeitig, Gott näher zu sein, auch im geographischen Sinne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit stellt die Interpretation des 5. Kapitels der Benediktsvita in den Mittelpunkt und untersucht Gregors Intention sowie den Rückgriff auf hagiographische Traditionen.

2. Auflösung des textkritischen Apparats: Hier werden die editorischen Entscheidungen der textkritischen Ausgabe von de Vogüé hinsichtlich spezifischer Wortlaute und Handschriftenüberlieferungen analysiert.

3. Übersetzung: Dieser Abschnitt bietet eine deutsche Übersetzung der gewählten Passage über die Not der Mönche und das Wunder der Wasserquelle.

4. Interpretation: Das zentrale Kapitel analysiert Gattung, religiösen Kontext, die Wunder-Kategorisierung, die spezifische Textstelle sowie den Stil und die Einordnung in die gesamte Vita.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Gregor in der Benediktsvita einerseits hagiographischen Vorbildern folgt, andererseits Benedikt als tugendhaftes, aber von Gottes Gnade abhängiges Vorbild für die Mönche zeichnet.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Unterstützung der Argumentation.

Schlüsselwörter

Benedikt von Nursia, Gregor der Große, Vita, Hagiographie, Wundergeschichte, Geschenkwunder, Quellwunder, klösterliche Gemeinschaft, Gattungstheorie, Stilus humilis, Wasser aus dem Felsen, Frömmigkeit, Mittelalter, Spätantike, Exegese

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert eine spezifische Wundererzählung aus der Benediktsvita von Gregor dem Großen und beleuchtet dabei literarische und religiöse Hintergründe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Gattungstheorie der Hagiographie, der religionsgeschichtliche Kontext der Spätantike sowie die didaktische Absicht hinter der Darstellung Benedikts als klösterliches Vorbild.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Analyse?

Das Ziel ist es, das „Wunder vom Wasser aus dem Felsen“ in den Kontext der gesamten Vita zu stellen und aufzuzeigen, wie Gregor durch biblische Anleihen Autorität und Glaubwürdigkeit für seine Erzählung schafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine philologische und literaturwissenschaftliche Analyse, die textkritische Apparate auflöst und die Erzählung anhand formgeschichtlicher Kriterien, insbesondere nach den Modellen von Theißen, untersucht.

Welche inhaltlichen Aspekte behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung zur Gattung, den historischen Rahmen, die Einordnung des Wunders als „Geschenkwunder“, eine detaillierte Exegese der Textstelle sowie eine Analyse von Stil und Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Benediktsvita, Hagiographie, Wundergeschichte, klösterliche Gemeinschaft, stilus humilis und die symbolische Bedeutung von Wasser und Zahlen.

Warum spielt die Zahl Drei in der Erzählung eine solch zentrale Rolle?

Der Autor argumentiert, dass die Zahl Drei im christlichen Kontext heilig ist (Trinität) und hier primär die Gemeinschaft der Mönche symbolisiert, die Benedikts Hilfe in Anspruch nehmen.

Welche Rolle spielt Benedikt laut der Interpretation in diesem Wunder?

Benedikt wird nicht als aktiver Wundertäter dargestellt, der aus eigener Macht handelt, sondern als bescheidener Vermittler, der durch intensives Gebet auf Gottes Güte vertraut.

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Résumé des informations

Titre
Ein Wunder Benedikts von Nursia: Wasser aus dem Felsen
Université
University of Göttingen  (Seminar für Klassische Philologie)
Cours
Bischöfe, Mönche und Asketen
Note
2,0
Auteur
Timo Castens (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
16
N° de catalogue
V92578
ISBN (ebook)
9783638065078
Langue
allemand
mots-clé
Wunder Benedikts Nursia Wasser Felsen Bischöfe Mönche Asketen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Timo Castens (Auteur), 2008, Ein Wunder Benedikts von Nursia: Wasser aus dem Felsen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92578
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Extrait de  16  pages
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