Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins auf 0,00 Prozent, was die Idee einer Anlage in ein klassisches Sparbuch undenkbar macht. Mit diesem Gedanken beschäftigen sich in der heutigen Zeit viele Sparer, die eine Möglichkeit suchen, angespartes Kapital bestmöglich anzulegen. Eine Alternative ist die Anlage in die Aktienmärkte, welche eine gute Rendite versprechen. Bei einer attraktiven Rendite existiert jedoch auch ein Risiko, was vielen Anlegern nicht bewusst ist. Es gibt jedoch Unterstützung in Form von Fonds, die die Anlage und das Management am Kapitalmarkt gegen Gebühren und Gewinnbeteiligungen übernehmen. Um das Gewinnmaximum am Markt zu generieren, gibt es Instrumente, die eine konstante Rendite für den Anleger erwirtschaften. Vor diesem Hintergrund wird zunächst die Charakteristik sowie die Eigenschaft des Instruments „Future-Kontrakt“ erläutert.
In diesem Zuge wird der Grundgedanke sowie die geschichtliche Entstehung beleuchtet sowie die Anwendungsmöglichkeiten in Bezug auf verschiedene Werte am Aktienmarkt sowohl in physischer Form von Rohstoffen als auch in ganzen Indizes, die eine Summe von Wertpapieren oder börsennotierten Firmen abbilden. Es werden zwei Formen der alternativen Anlageklassen in Hinblick auf die Charakteristiken und Unterschiede erklärt. In Bezug auf die Anlageklassen wird sich zudem mit einer allgemeinen Kritik durch die Vorgehensweise und Aufstellung von Fonds mit überdurchschnittlichen Gewinnerwartungen auseinandergesetzt. Mit dem Hintergrund der Funktionsweise von Futures und der Frage, wie der Einsatz von Futures für die Absicherung eines Portfolios angewandt werden kann, wird das Instrument einem beispielhaften Portfolio beigemischt und die Auswirkungen in einem möglichen Marktszenario dargestellt. Anschließend wird auf die Folgen möglicher falscher Prognosen bzw. welche Wirkung das hohe Risiko auf den Wert eines Portfolios hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen und Begriffserklärungen
2.1 Futures
2.2 Portfoliomanagement in Bezug auf Fonds
2.3 Hebeleffekt
3 Eigenschaften von Futures
3.1 Ausgewählte Arten von Futures
3.1.1 Index-Futures
3.1.2 Aktien-Futures
3.1.3 Rohstoff-Futures
3.2 Preisfindung von Futures
4 Anwendung in Portfolios oder Fonds
4.1 Ausgewählte Fonds mit Futures
4.1.1 Hedgefonds
Managed Futures
4.2 Kritik an der Anwendung in Portfolios
5 Futures Zur Absicherung am Beispiel eines fiktiven Rohstoffportfolios
5.1 Vorstellung des Portfolios mit Anteilen
5.2 Beispiel-Szenario und Berechnung
5.3 Ausblick
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Funktionsweise von Futures als Instrument zur Portfolioabsicherung zu analysieren und deren Einsatzmöglichkeiten sowie Risiken in verschiedenen Anlageklassen praxisnah darzustellen.
- Grundlagen und Eigenschaften von Future-Kontrakten
- Anwendung von Futures in Hedgefonds und Managed Futures
- Risiko- und Chancenanalyse durch den Hebeleffekt
- Praktische Simulation einer Absicherungsstrategie für ein Rohstoffportfolio
Auszug aus dem Buch
2.3 Hebeleffekt
Future-Kontrakte können wie bereits erwähnt zur Sicherung eines bestimmten Preises des Basiswertes zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen werden, woraus sich für den einen Vertragspartner eine Long-Position (die Spekulation auf steigende Preise) oder eine Short-Position (die Spekulation auf fallende Preise) ergibt. Durch einen Hebel kann diese Position verstärkt werden, da häufig nicht der gesamte Preis eines Basiswertes bezahlt werden muss, sondern nur ein gewisser Prozentsatz (Margin). Durch diesen niedrigen Einsatz ergibt sich der Hebel, was dazu führen kann, dass bei einer falschen Einschätzung des Basiswertes ein Totalverlust erfolgt oder sogar ein Betrag nachgezahlt werden muss. In der nachfolgenden Abbildung wird deutlich wie sich die Veränderung von 10% des Dax bei einem Kontraktwert von 25€ pro Daxpunkt auf die prozentuale Veränderung des Futures auswirkt. In dem Beispiel beträgt die Margin des Futures 10% des Basiswertes.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Niedrigzinsphase ein und erläutert die Notwendigkeit, alternative Instrumente wie Futures zur Portfoliooptimierung und Absicherung zu untersuchen.
2 Definitionen und Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert grundlegende Finanzbegriffe wie Futures, Portfoliomanagement und den Hebeleffekt, die als Basis für das Verständnis der weiteren Arbeit dienen.
3 Eigenschaften von Futures: Hier werden verschiedene Arten von Futures (Index-, Aktien- und Rohstoff-Futures) vorgestellt und die Mechanismen der Preisfindung für diese Kontrakte erläutert.
4 Anwendung in Portfolios oder Fonds: Es wird analysiert, wie Hedgefonds und Managed Futures das Instrument der Futures nutzen, wobei kritische Aspekte wie Regulierung, Gebührenstrukturen und Marktrisiken thematisiert werden.
5 Futures Zur Absicherung am Beispiel eines fiktiven Rohstoffportfolios: Anhand eines fiktiven Rohstoffportfolios (Öl und Getreide) wird praktisch simuliert, wie eine Short-Position zur Absicherung gegen sinkende Marktpreise eingesetzt werden kann.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Futures ein effektives Absicherungsinstrument darstellen, jedoch ein hohes Fachwissen erfordern, da die Hebelwirkung bei falschen Marktprognosen zu erheblichen Verlusten führen kann.
Schlüsselwörter
Futures, Portfolioabsicherung, Hebeleffekt, Margin, Hedgefonds, Managed Futures, Rohstoffportfolio, Marktrisiko, Spekulation, Derivate, Mark-to-Market, Risikomanagement, Finanzierung, Investition, Anlageklasse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Future-Kontrakten als Instrument zur Absicherung und Renditesteigerung in Anlageportfolios.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Futures, der Funktionsweise des Hebeleffekts sowie der Anwendung in professionellen Anlagevehikeln wie Hedgefonds und Managed Futures.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Futures zur Absicherung gegen Marktschwankungen beitragen können, ohne die zugrunde liegenden Positionen im Portfolio direkt verkaufen zu müssen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf eine beispielhafte mathematische Berechnung an einem fiktiven Portfolio, um die Wirkung von Futures und Margins zu verdeutlichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen von Futures, die Analyse von Fondsstrukturen und eine praktische Simulationsrechnung für ein Rohstoffportfolio.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen gehören Futures, Hebeleffekt, Margin, Hedgefonds, Managed Futures und Portfolioabsicherung.
Warum ist die Margin bei Futures für das Risikoprofil so entscheidend?
Die Margin ist entscheidend, da sie den Hebeleffekt erst ermöglicht; bei einer falschen Markteinschätzung kann dies nicht nur zum Totalverlust des Einsatzes, sondern zu Nachschusspflichten führen.
Was ist der Unterschied zwischen dem Absicherungsansatz von Hedgefonds und Managed Futures?
Während Hedgefonds oft ein breiteres Spektrum an Kapitalmarktanlagen nutzen, konzentrieren sich Managed Futures stärker auf eine diversifizierte Anlage in Anleihen und Devisen unter hoher Transparenz.
- Citation du texte
- Malik Boysen (Auteur), 2017, Wie funktioniert die Portfolioabsicherung mit Futures?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/926029