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Jugendlicher Konsum suchtverursachender Substanzen

Empirische Untersuchung zu möglichen Präventionsangeboten

Title: Jugendlicher Konsum suchtverursachender Substanzen

Thesis (M.A.) , 2006 , 175 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jessica Boche (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

„Lass ihn! Er ist noch so jung. Er muss erst noch lernen, dass es so keinen Sinn macht.“
Eine Mutter zu einem Vater über deren 14-jährigen Sohn.
„Mensch war das eine Zeit! Als ich noch jung war, konnte mich nichts aufhalten.“
Ein Großvater zu seinem jugendlichen Enkel.
„Ich bin alt genug! Ich weiß alleine, was gut für mich ist.“
Eine 15-Jährige zu ihren Eltern.
„Mein Gott! Die heutige Jugend – wo soll das nur hinführen?“
Ein Erwachsener zu einem anderen.
Solche oder ähnliche Situationen kennt jeder Jugendliche und jeder Erwachsene. Sie drücken die Besonderheit der Lebensphase Jugend aus. Zu den speziellen Charakteristika dieses Lebensabschnittes gehört u.a. auch das Experimentieren mit suchtverursachenden illegalen und legalen Stoffen (vgl.: Raithel 2004, S. 9f). Die vorliegende Arbeit setzt den Fokus speziell auf den Konsum suchtverursachender Substanzen in dieser Lebensphase eines jeden Menschen – irgendwo zwischen Kindheit und dem Erwachsensein. Als Erstes soll der jugendliche Konsum suchtverursachender Substanzen als der Objektbereich der Untersuchung definiert (Teil I) und die Möglichkeiten der sozialen Arbeit im Rahmen der Sucht- und Drogenprävention bei Jugendlichen erörtert werden (Teil II), um die theoretische Basis der im Teil III vorgestellten Untersuchung zu schaffen. Dabei gilt es,
die Jugendlichen zu verstehen, so dass nach der Analyse des erhobenen Datenmaterials die daraus resultierenden Erkenntnisse in Überlegungen zur Verbesserung der Sucht- und Drogenprävention einfließen können. Im Vordergrund der Analyse soll die Frage stehen, welche Faktoren eine abstinente Haltung gegenüber Drogen bzw. den Genuss/ vorübergehenden Konsum begünstigen und/oder negativ beeinflussen, um im Anschluss daran Aussagen über effektive Maßnahmen zur zielgruppenspezifischen Sucht- und Drogenprävention mit Jugendlichen treffen zu können.Ausgangspunkt der Untersuchung war die Feststellung, dass Präventionsangebote die Jugendlichen in zunehmendem Maße nicht erreichen. Es wird vergessen, dass das Jugendalter mit Risikoverhalten und speziell mit dem Experimentieren mit suchtverursachenden Substanzen, sprich sowohl mit legalen als auch illegalen Drogen, einhergeht und die Schwerpunktsetzung
auf Primärprävention bzw. Tertiärprävention in diesem Bereich nicht zielgruppenspezifisch ist (vgl.: Schmidt 1998, S. 20; Hurrelmann 2005, S. 172; Raithel 2004, S. 9).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Erster Teil: Objektbereich der Untersuchung - Problemdefinition jugendlichen Konsums suchtverursachender Substanzen

1 Sucht - Formen, Entwicklung und Folgen

1.1 Suchtverursachende Substanzen - Definition, Wirkung und Verbreitung des Konsums der bekanntesten

1.1.1 Gesellschaftlicher Umgang mit suchtverursachenden Stoffen

2 Lebensphase Jugend – Definition und Bedeutung aus Sicht verschiedener Sozialwissenschaften

2.1 Jugendliche als Konsumenten suchtverursachender Substanzen

2.1.1 Ätiologie - Ursachen jugendlichen Konsums suchtverursachender Substanzen aus der Sicht unterschiedlicher Sozialwissenschaften

2.1.2 Folgen jugendlichen Konsums suchtverursachender Substanzen

3. Fazit Teil I: Problemdefinition jugendlichen Drogenkonsums aus pädagogischer Sicht

Zweiter Teil: Sucht- und Drogenpräventionsarbeit mit Jugendlichen in Deutschland als Antwort auf das Problem des jugendlichen Konsums suchtverursachenden Stoffe

4. Formen der Sucht- und Drogenprävention - Primär-, Sekundär und Tertiärprävention

4.1 Stand der Jugendforschung zum Thema „Suchtprävention“

5 Fazit Teil II: Phänomenologie der Sucht- und Drogenprävention und Stand der qualitativ-verstehenden Jugendforschung als Grundlage des Forschungsinteresses und der Methodik der empirischen Untersuchung

Dritter Teil: Empirische Untersuchung zu Faktoren, die den jugendlichen Drogenkonsum beeinflussen

6 Entwicklung der Untersuchungsinstrumente „leitfadengestütztes Interview“ & „standardisierter Fragebogen“

6.1 Verfahren und Erkenntnisgewinn „standardisierter Fragebogen“

6.1.1 Auswahl der Informanten „standardisierter Fragebogen“

6.1.2 Durchführung der Befragung

6.1.3 Überblick über die Erhebungsstichprobe

6.1.4 Auswertung des Datenmaterials - Deskriptive Daten aus dem Fragebogen

6.2 Verfahren und Erkenntnisgewinn „leitfadengestütztes Interview“

6.2.1 Auswahl der Informanten „leitfadengestütztes Interview“

6.2.2 Durchführung der Interviews

6.2.3 Überblick über die Untersuchungspersonen

6.2.4 Auswertung des Datenmaterials – Die Portraits

6.3 Vor- und Nachteile des Untersuchungsdesigns

7 Ergebnisse der empirischen Untersuchung – Eine Zusammenfassung

8 Ausblick – Im Hinblick auf Soziale Arbeit und im Bezug auf zukünftige Untersuchungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die den Drogenkonsum bei Jugendlichen beeinflussen, um auf Basis verstehender Forschung Empfehlungen für eine zielgruppenspezifische Sucht- und Drogenprävention zu entwickeln.

  • Definition und Problematisierung jugendlichen Substanzkonsums
  • Sozialwissenschaftliche Analyse der Lebensphase Jugend
  • Kritische Bewertung bestehender Suchtpräventionsarbeit
  • Empirische Triangulation durch Fragebögen und leitfadengestützte Interviews
  • Analyse der jugendlichen Lebenswelt (Schule, Familie, Freunde) als Einflussfaktor

Auszug aus dem Buch

1 Sucht – Formen, Entwicklung und Folgen

Wenn man sich eine/n Süchtige/n vorstellt, denken die meisten Menschen an Schicksale wie Christiane F. aus „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“ oder den Obdachlosen, der stadtbekannt ist und jeden Tag in schmutzigen Sachen und einem Beutel voller Bierflaschen seine Runden dreht. Die wenigsten sehen vor ihrem inneren Auge den Familienvater, der am Anfang des Monats sein komplettes Gehalt in den Spielautomaten steckt oder die 12-Jährige, die seit einem Jahr täglich beim Spaziergang mit dem Hund heimlich immer zwei und manchmal auch schon drei Zigaretten, die sie von ihrem Taschengeld am Kiosk nebenan kauft, raucht.

An diesen Beispielen ist bereits zu erkennen, dass Sucht nicht vor Status, nicht vor Alter oder Geschlecht halt macht. „Sucht ist gekennzeichnet durch ein chronisches Ausweichen vor scheinbar unlösbaren Konflikten. Sucht wird heute definiert als ein unabweisbares, starkes Verlangen nach einer Droge (z.B. Heroin, Alkohol, Tabletten) oder einem bestimmten Verhalten (z.B. Spielen, Essen, Arbeiten, Sex) mit dem Ziel, vor dem gegenwärtigen unerwünschten Erlebnis- und Bewusstseinszustand in einen anderen, einen gewünschten zu fliehen. Dieses Ziel kann dauerhaft oder periodisch angestrebt werden. Dem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes ebenso untergeordnet wie die Emotionen. Der willentliche Einfluss auf das Suchtverhalten geht mehr und mehr verloren (Kontrollverlust). Es kommt zur Dosissteigerung („more – effect“). Das Suchtverhalten will immer wieder befriedigt werden (Wiederholungszwang). Der Süchtige kann nicht von seiner Sucht lassen (Abstinenzunfähigkeit) (vgl.: Gross, 1990. In: Lindner und Reiners-Kröncke, 1993). Sucht hat viele Gesichter, verschiedene Ursachen sowie unterschiedliche Folgen. Kellermann (2005) stellt fest, dass der Suchtbegriff immer unschärfer wird und somit Ziele der Therapie und Prävention auf diesem Gebiet wenig erfolgsversprechend seien.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des jugendlichen Substanzkonsums und Vorstellung der Forschungsabsicht.

Erster Teil: Objektbereich der Untersuchung - Problemdefinition jugendlichen Konsums suchtverursachender Substanzen: Theoretische Auseinandersetzung mit Suchtformen, den Ursachen jugendlichen Konsums und den spezifischen Herausforderungen der Lebensphase Jugend.

Zweiter Teil: Sucht- und Drogenpräventionsarbeit mit Jugendlichen in Deutschland als Antwort auf das Problem des jugendlichen Konsums suchtverursachenden Stoffe: Analyse der bestehenden Präventionsansätze und deren Defizite in der aktuellen Praxis.

Dritter Teil: Empirische Untersuchung zu Faktoren, die den jugendlichen Drogenkonsum beeinflussen: Präsentation der methodischen Herangehensweise (Triangulation), Datenauswertung und Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Suchtprävention, Jugendforschung, Drogenkonsum, Lebenswelt, Soziale Arbeit, Primärprävention, Sekundärprävention, Tertiärprävention, Triangulation, Jugendalter, Substanzmissbrauch, Sozialisation, Erziehungswissenschaft, Suchtformen, Präventionsangebote

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Magisterarbeit befasst sich mit dem Konsum suchtverursachender Substanzen bei Jugendlichen und untersucht, wie Präventionsangebote zielgruppengerechter gestaltet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Sucht, die Bedeutung der Lebensphase Jugend, Formen der Suchtprävention in Deutschland sowie eine empirische Untersuchung des jugendlichen Alltags.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis verstehender qualitativer und quantitativer Forschung Faktoren zu identifizieren, die den Drogenkonsum bei Jugendlichen begünstigen oder verhindern, um daraus effektive Vorschläge für die Präventionsarbeit abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Triangulation angewandt, die eine quantitative Datenerhebung mittels standardisiertem Fragebogen mit einer qualitativen Erhebung durch leitfadengestützte Interviews kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Problemdefinition, die Analyse von Präventionsformen (Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention) sowie die Darstellung und Interpretation der empirischen Ergebnisse aus der Befragung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Suchtprävention, Jugendforschung, Drogenkonsum, Sozialisation, Lebensweltorientierung und Triangulation sind zentrale Begriffe der Studie.

Welche Rolle spielt die Lebenswelt für den Konsum?

Die Untersuchung verdeutlicht, dass der Drogenkonsum tief in der alltäglichen Lebenswelt (Familie, Schule, Freizeit, Freunde) verankert ist und als funktional für die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben oder als soziale Praxis (z.B. in der Gruppe) verstanden werden kann.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Prävention?

Die Autorin stellt fest, dass viele bestehende Angebote nicht zielgruppengerecht sind. Sie fordert eine stärkere Einbeziehung von Jugendlichen, eine bessere Kommunikation durch Betroffene oder Experten statt rein abschreckender Maßnahmen und eine engere Einbindung der Eltern.

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Details

Title
Jugendlicher Konsum suchtverursachender Substanzen
Subtitle
Empirische Untersuchung zu möglichen Präventionsangeboten
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Grade
1,3
Author
Jessica Boche (Author)
Publication Year
2006
Pages
175
Catalog Number
V92619
ISBN (eBook)
9783638054805
Language
German
Tags
Jugendlicher Konsum Substanzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Boche (Author), 2006, Jugendlicher Konsum suchtverursachender Substanzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92619
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