Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss, welche Vermögensbesteuerung auf den Staat und Individuen hat. Es ist umstritten, dass Vermögenssteuern zu einer nötigen Umverteilung führen, sodass die Unterschicht und Mittelschicht steuerlich entlastet werden können. Jedoch ist es auch entscheidend zu wissen, wie es denn mit der Wirtschaft des Staats weitergehen würde.
Eine mögliche Erklärung wäre "Geht es den Menschen gut, geht es der Wirtschaft gut." Wenn die Menschen mehr Geld ausgeben, so wird auch die Wirtschaft angekurbelt. Umso mehr vermögensbezogenen Steuern ein Land führt, desto besser ist die soziale Entwicklung und der wirtschaftliche Aufschwung in diesem Land. Ob diese aufgestellte Hypothese ihre Richtigkeit hat, wird versucht in dieser Arbeit auf den Grund zu gehen.
Das altbekannte Problem der Kluft zwischen Arm und Reich beschäftigt die Welt schon seit langer Zeit. Mittlerweile ist es zu mindestens in Österreich wieder soweit, dass die Debatte um Vermögenssteuern in aller Munde ist. Manche Stimmen behaupten sogar, dass dieses Thema essenziell wichtig ist, wenn die jetzige Regierung in Österreich bestehen bleiben will.
Vermögensbezogene Steuern bedeuten für die einen die Zerstörung der Wirtschaft des Landes und für die anderen die Stärkung der kleinen Leute und ein damit verbundener Aufschwung der Wirtschaft. Besonders in Zeiten der wirtschaftlichen Krise hat diese Frage eine sehr große Relevanz.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wesentliche vermögensbezogene Steuern
2.1. Grundsätzliches
2.2. Allgemeine Vermögenssteuern
2.3. Grundsteuer
2.4. Erbschafts- und Schenkungssteuer
3. Vermögensbesteuerung in Deutschland
3.1. Vermögensbesteuerung allgemein
3.2. Grundsteuer
3.3. Erbschafts- und Schenkungssteuer
4. Vermögensbesteuerung in der Schweiz
4.1. Allgemeine Vermögenssteuern
4.2. Grundsteuer
4.3. Erbschafts- und Schenkungssteuer
5. Vermögenssteuern in Österreich
5.1. Vermögensbesteuerung generell
5.2. Grundsteuer
5.3. Erbschafts- und Schenkungssteuer
6. Mögliche soziale und wirtschaftliche Auswirkungen
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Vermögensbesteuerungen auf Staat und Individuen und analysiert die Auswirkungen dieser Steuern auf die soziale Entwicklung und den wirtschaftlichen Aufschwung in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
- Grundlagen der vermögensbezogenen Steuersysteme
- Vergleich der Steuerpraktiken in Deutschland, der Schweiz und Österreich
- Analyse der sozialen Umverteilungseffekte
- Diskussion über wirtschaftliche Auswirkungen und Kaufkraft
- Evaluation der Hypothese zur Korrelation von Vermögenssteuern und Wirtschaftswachstum
Auszug aus dem Buch
3.1.Vermögensbesteuerung allgemein
Eine allgemeine Vermögenssteuer gibt es in Deutschland zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland ein sogenannter Lastenausgleich in Kraft, welche den Zweck hatte, dass „die Vermögenden denjenigen Deutschen eine Entschädigung finanzieren, die in Folge des Krieges relevante Vermögensverluste erlitten hatten“ (Scholz, Truger 2013).
Dieser Lastenausgleich fungierte damals jedoch nicht alleine als vermögensbezogene Steuer, sondern nebenbei wurde eine allgemeine Vermögenssteuer (Vermögenssteuergesetz 1952) im Ausmaß von 0,75 % erhoben. Die letzte Änderung vor der Abschaffung wurde mit Kraft treten des Vermögensbesteuerungsgesetz 1974 vollzogen.
Die allgemeine Vermögenssteuer in Deutschland war bis einschließlich in das Jahr 1996 gültig und wurde das Nettovermögen erhoben, wobei unter Vermögen „Sachvermögen“ (Realvermögen) zählt. Dieses Sachvermögen wird unterteilt in: Betriebsvermögen (direktes Eigentum), Grundvermögen (vermietet, selbstgenutzt oder nicht genutzt), Immaterielles Vermögen (Lizenzen, Patente, Urheberrechte), Bodenschätze, Wälder und natürliche Ressourcen, Haushalts- und Gebrauchsvermögen (Kunstsammlungen, Autos oder Schmuck), Spar- und Sichteinlagen bei Banken und Versicherungen, Anleihen und andere Rentenwerte/ Geldmarktprodukte, Produktivvermögen (Aktien, Geschäftsanteile/ Beteiligungen) (Scholz, Truger 2013).
Die allgemeine Vermögenssteuer wurde von natürlichen wie auch juristischen Personen eingehoben. Natürliche Personen hatten einen Steuersatz von 1% (bzw. 0,5% auf land- und forstwirtschaftliches Vermögen) und juristische Personen bekamen einen Steuersatz von 0,6% des Vermögens. (Scholz, Truger 2013)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Vermögenssteuerdebatte dar und formuliert die Hypothese zum Zusammenhang zwischen Vermögenssteuern und wirtschaftlichem Aufschwung.
2. Wesentliche vermögensbezogene Steuern: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die drei Hauptarten vermögensbezogener Steuern: Bestands-, Übergangs- und Zuwachssteuern.
3. Vermögensbesteuerung in Deutschland: Es wird die historische Entwicklung und Ausgestaltung der allgemeinen Vermögenssteuer sowie der Grund- und Erbschaftssteuer in Deutschland beschrieben.
4. Vermögensbesteuerung in der Schweiz: Dieses Kapitel analysiert das dezentrale Schweizer Steuersystem und die spezifische Ausgestaltung von Vermögens-, Grund- sowie Erbschaftssteuern in den Kantonen.
5. Vermögenssteuern in Österreich: Die Darstellung behandelt die Situation in Österreich, inklusive des Wegfalls der allgemeinen Vermögenssteuer und der Struktur der aktuellen Grund- und Schenkungsbesteuerung.
6. Mögliche soziale und wirtschaftliche Auswirkungen: Hier wird der Einfluss von Vermögenssteuern auf die Umverteilung, das Konsumverhalten und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit diskutiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Unterschiede zwischen den drei betrachteten Ländern zusammen und bewertet die anfängliche Hypothese kritisch anhand von Steuerdaten.
Schlüsselwörter
Vermögenssteuer, Grundsteuer, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer, Umverteilung, Wirtschaftswachstum, Deutschland, Schweiz, Österreich, Sachvermögen, Steuerlast, Kapitalbildung, Kaufkraft, Fiskalpolitik, Nettovermögen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Formen der Vermögensbesteuerung und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft sowie die soziale Entwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf den steuerrechtlichen Rahmenbedingungen (Grund-, Erbschafts- und allgemeine Vermögenssteuer) sowie den ökonomischen Folgen dieser Steuern für Staat und Bürger.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Hypothese zu überprüfen, ob eine höhere Vermögensbesteuerung zwangsläufig mit einer besseren sozialen Entwicklung und einem stärkeren wirtschaftlichen Aufschwung eines Landes korreliert.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Steuerdaten der drei genannten Länder basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Steuerarten und eine detaillierte länderweise Betrachtung der Steuersysteme sowie eine Diskussion über volkswirtschaftliche Auswirkungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Vermögenssteuer, Umverteilung, Fiskalpolitik, Steuerlast und Wirtschaftsvergleich geprägt.
Warum spielt der Lastenausgleich für die deutsche Steuerhistorie eine Rolle?
Der Lastenausgleich war ein historisch bedeutendes Instrument nach dem Zweiten Weltkrieg, das als Wegbereiter für die spätere allgemeine Vermögenssteuer in Deutschland fungierte.
Wie unterscheidet sich die schweizerische Besteuerung von der österreichischen?
Die Schweiz erhebt auch auf kantonaler Ebene allgemeine Vermögenssteuern, während Österreich seit 1993 keine allgemeine Vermögenssteuer mehr kennt.
Welchen Einfluss hat die Grundsteuer auf die kommunale Finanzierung?
Die Grundsteuer dient in allen drei untersuchten Ländern primär der Finanzierung lokaler Infrastruktur und der kommunalen Haushalte.
Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin hinsichtlich der zentralen Hypothese?
Die Hypothese kann nicht bestätigt werden; Vermögenssteuern sind zwar ein Werkzeug der Umverteilung, aber nicht der alleinige oder ausschlaggebende Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Staates.
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- Anonym (Autor), 2016, Vermögensbesteuerungen und deren soziale und wirtschaftliche Auswirkungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/926215