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Die "klassische" Entwicklungsfinanzierung: Official Development Assistance

Titre: Die "klassische" Entwicklungsfinanzierung: Official Development Assistance

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Kristof Krahl (Auteur)

Politique - Sujet: Politique de développement
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Was heißt Entwicklung? Wie kann finanzielle Entwicklungszusammenarbeit dazu beitragen, dass sich „unterentwickelte“ Länder „entwickeln“? Warum sind große Probleme der Weltwirtschaft nicht gelöst? Wieso konnte das Armutsproblem in nunmehr fünf Dekaden der Entwicklungszusammenarbeit nicht behoben werden und verschlimmerte sich sogar?
Dies sind die Fragen, die in der Entwicklungspolitik-Forschung aufgeworfen wurden und behandelt werden. Offensichtlich gibt es hierzu viele Denkschulen und demzufolge unterschiedliche Erklärungsansätze. In dieser Arbeit soll die „klassische“ öffentliche Entwicklungsfinanzierung, die Official Development Assistance (ODA), behandelt werden. Dies impliziert, dass dies weder die einzige Möglichkeit der Entwicklungsfinanzierung, noch dass dies eine besonders „neue“ Möglichkeit darstellt. Bereits durch die Anführungszeichen wird angedeutet, dass die ursprüngliche Form der ODA ebenfalls kritisiert werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Definition und Abgrenzung

III. Akteure

III.1 Die Weltbank

III.2 Der Internationale Währungsfonds (IWF)

III.3 United Nations Development Programme (UNDP)

III.4 Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

IV. Kritik an der „klassischen“ ODA

IV.1 Entwicklungspolitik als Interessenpolitik der Geberländer?

V. Neue Ansätze der finanziellen Entwicklungszusammenarbeit

V.1 Armutsorientierung

V.2 Wirtschaftliche und politische Konditionen

V.3 Art der Hilfe

VI. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die „klassische“ Form der finanziellen Entwicklungszusammenarbeit, die Official Development Assistance (ODA), und stellt deren Strukturen, Akteure sowie die existierende Kritik in den Vordergrund. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den proklamierten Zielen der Armutsbekämpfung und der tatsächlichen Interessenpolitik der Geberländer aufzuzeigen, um eine Neuorientierung der entwicklungspolitischen Konzepte kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen und Kriterien der Official Development Assistance (ODA)
  • Strukturen und Arbeitsweisen internationaler Finanzakteure wie Weltbank, IWF und UNDP
  • Kritische Analyse der Konditionalitäten und Interessenpolitik in der Entwicklungshilfe
  • Das Nord-Süd-Gefälle und die Problematik von Strukturanpassungsprogrammen
  • Perspektiven für eine nachhaltige Neuorientierung der Entwicklungsfinanzierung

Auszug aus dem Buch

IV.1 Entwicklungspolitik als Interessenpolitik der Geberländer?

Der entscheidende Kritikpunkt der öffentlichen Entwicklungshilfe ist und bleibt jedoch immer die Frage, welche Ziele verfolgt werden. Ist es tatsächlich Hilfe oder verfolgen Staaten bei der Vergabe von Finanzmitteln nicht in erster Linie originär eigene Interessen? In der Entwicklungspolitik-Forschung besteht „weitgehende Übereinstimmung [darüber], dass die Geberländer mit Entwicklungshilfe handfeste politische und wirtschaftliche Eigeninteressen“ verfolgen. Gründe hierfür gibt es viele in den Geberländern, die von entscheidender Bedeutung für die Vergabe finanzieller „Hilfe“ an Entwicklungsländer sind.

Zu nennen als entscheidende wären „weltpolitische und weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen [beispielsweise politische Vergabekriterien zu Zeiten des Kalten Krieges oder die Hallstein-Doktrin der Bundesrepublik Deutschland, die an eine Nichtanerkennung der Deutschen Demokratischen Republik geknüpft war; K. K.], Entwicklungen in den Nord-Süd-Beziehungen und in den Entwicklungsregionen, binnenwirtschaftliche Konjunkturlage im eigenen Land [beispielsweise die starken Lieferbindungen der französischen Entwicklungszusammenarbeit, weshalb diese Politik in erster Linie als Exportförderung angesehen werden kann; K. K.], Interessen anderer Ressorts [zum Beispiel sicherheitspolitische Ziele, die mit Hilfe von Entwicklungszusammenarbeit erreicht werden sollen; K. K.], öffentlich wirksame Aktivitäten der Entwicklungslobby“.

Stefan Brüne brachte diesen Missstand folgendermaßen auf den Punkt: „Das zentrale Kriterium für die Vergabe von Entwicklungshilfe ist nicht Bedarf. Im Vordergrund stehen, seitens der Geber, außenwirtschaftliche und geopolitische Gesichtspunkte und Einflusskalküle. Ins Gewicht fallen zudem [...] bürokratische Eigeninteressen großer nationaler und internationaler Durchführungsorganisationen.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Entwicklungszusammenarbeit ein und stellt die Official Development Assistance (ODA) als zentrales Instrument vor.

II. Definition und Abgrenzung: Das Kapitel definiert ODA anhand der OECD-Kriterien und grenzt diese Form von anderen Finanzflüssen wie OOF oder privaten Leistungen ab.

III. Akteure: Hier werden die Strukturen und Funktionen bedeutender Institutionen wie der Weltbank, dem IWF, dem UNDP und der KfW kurz dargestellt.

IV. Kritik an der „klassischen“ ODA: Dieses Kapitel analysiert das Scheitern der ODA an ihren eigenen Zielen und beleuchtet die Kluft zwischen Rhetorik und Realität.

IV.1 Entwicklungspolitik als Interessenpolitik der Geberländer?: Es wird untersucht, inwieweit Eigeninteressen der Geberstaaten die Vergabe von Entwicklungshilfe steuern.

V. Neue Ansätze der finanziellen Entwicklungszusammenarbeit: Das Kapitel diskutiert alternative Reformansätze zur bisherigen Praxis der ODA.

V.1 Armutsorientierung: Fokus auf die Ausrichtung der Hilfe an den tatsächlichen Bedürfnissen der ärmsten Bevölkerungsgruppen.

V.2 Wirtschaftliche und politische Konditionen: Kritische Betrachtung der Verknüpfung von Kapitalhilfe mit marktwirtschaftlichen und politischen Auflagen.

V.3 Art der Hilfe: Erörterung der Bedeutung von Nachhaltigkeit und der Qualität der Finanzierungsmittel.

VI. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Entwicklungspolitik zu überwinden.

Schlüsselwörter

Official Development Assistance, ODA, Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit, Weltbank, IWF, UNDP, KfW, Armutsorientierung, Konditionalität, Kapitalhilfe, Nord-Süd-Konflikt, Nachhaltigkeit, Strukturpolitik, Interessenpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die „klassische“ öffentliche Entwicklungsfinanzierung (ODA) und deren Bedeutung für die internationale Zusammenarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die Definition von ODA, die Rolle wichtiger Akteure sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Zielen und der Effektivität dieser Hilfe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu prüfen, ob die klassische ODA noch zeitgemäß ist und warum eine signifikante Kluft zwischen den proklamierten Anti-Armuts-Zielen und der Realität besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische und institutionelle Analyse auf Basis relevanter Fachliteratur und Berichte internationaler Organisationen durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Institutionen wie der Weltbank und dem IWF sowie die spezifische Kritik an deren Einflussnahme und Vergabepraktiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind ODA, Entwicklungshilfe, Konditionalität, Armutsorientierung und Interessenpolitik.

Warum wird die Weltbank als Akteur der Entwicklungsfinanzierung kritisiert?

Kritiker bemängeln insbesondere die Gewichtung der Stimmanteile nach Kapitalanteilen sowie die ökologischen und sozialen Schäden der Strukturanpassungsprogramme.

Welche Rolle spielt die KfW in der deutschen Entwicklungspolitik?

Die KfW fungiert als Durchführungsorganisation der Bundesregierung und wickelt die Kapitalhilfe in Form von zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen ab.

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Résumé des informations

Titre
Die "klassische" Entwicklungsfinanzierung: Official Development Assistance
Université
University of Heidelberg  (Alfred-Weber-Institut)
Note
2,0
Auteur
Kristof Krahl (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
19
N° de catalogue
V92623
ISBN (ebook)
9783638065757
ISBN (Livre)
9783638952477
Langue
allemand
mots-clé
Entwicklungsfinanzierung Official Development Assistance
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kristof Krahl (Auteur), 2006, Die "klassische" Entwicklungsfinanzierung: Official Development Assistance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92623
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Extrait de  19  pages
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