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Verknüpfung von Technology-Forecasting und monetärer Technologie-Bewertung am Beispiel von Roadmaps

Title: Verknüpfung von Technology-Forecasting und monetärer Technologie-Bewertung am Beispiel von Roadmaps

Seminar Paper , 2005 , 50 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Oec. Franziska Seidl (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die unternehmerischen Rahmenbedingungen sind durch eine fortschreitende Globalisierung und Internationalisierung der Märkte, eine zunehmende Wettbewerbsintensität, kürzer werdende Produktlebenszyklen bei gleichzeitig steigenden Entwicklungszeiten sowie einen rasanten technologischen Fortschritt charakterisiert. In Beug auf die Existenzsicherung eines Unternehmens wird Technologien und Innovationen eine herausragende Bedeutung beigemessen. Sie gelten als das Schlüsselelement der Wettbewerbsfähigkeit und sind gewissermaßen der Stellhebel für den wachstumsorientierten Erfolg eines Unternehmens.

Die mit Technologien und Innovationen verbundenen Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen. Meist sind sie mit hohen Investitionen verbunden und bewirken Veränderungen in Form unternehmerischer Chancen und Risiken. Diese gilt es zu erkennen und daraus Handlungsoptionen abzuleiten. In diesem Zusammenhang wird die frühzeitige Identifikation und Bewertung von Technologieentwicklungen bzw. zukünftiger Technologietrends verstärkt zum kritischen Erfolgsfaktor beim Wettbewerb um künftige Marktpotenziale.

Technology-Forecasting unterstützt die Unternehmensplanung beim Aufdecken neuartiger Technologieoptionen. Zudem sollten diese zur strategischen Vorsteuerung von Technologie- und Innovationsaktivitäten einem Bewertungsprozess unterzogen werden. Existieren mehrere Investitionsalternativen, sind Methoden notwendig, die die unterschiedlichen Investitionsprojekte objektiv bewerten, insbesondere vor dem Hintergrund der Forderung nach einer optimalen Allokation der knappen Ressourcen. Die Fakten, dass zum einen die Ausgaben für neue Technologien den größten Anteil vom Investitionsbudget ausmachen und zum anderen hiervon annähernd die Hälfte fehlgeleitet wird, verstärken die Notwendigkeit von monetären Bewertungsverfahren für Technologien, um die Budgets ökonomisch in die korrekte Richtung lenken zu können.

Technologien sind jedoch mit Ungewissheit verbunden, wodurch exakte Prognosen in Bezug auf die zukünftige Relevanz bestimmter Technologien erschwert werden. Daraus resultiert die Frage, welches Bewertungsverfahren sich trotz eingeschränkter Antizipationsfähigkeit für eine möglichst genaue sowie realitätsnahe Bestimmung des Technologiewertes eignet.

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, einen Überblick über die wesentlichen monetären Bewertungsansätze von Technologien zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Technologien – Erfolgsfaktor von zunehmender Relevanz

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Roadmapping – Instrument der strategischen Planung

3 Technology-Forecasting

4 Technologiebewertung

4.1 Bewertungskonzepte im Kontext des Technology-Forecasting

4.2 Kapitalwertbasierte Investitionsbewertung

4.2.1 Die Kapitalwertmethode

4.2.2 Sensitivitätsanalyse

4.2.3 Monte-Carlo-Simulation

4.2.4 Entscheidungsbaumanalyse

4.2.5 Kritik

4.3 Realoptionen als Instrument für die Bewertung von Technologien

4.3.1 Der Optionsansatz

4.3.2 Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen

4.3.3 Optionspreismodelle

4.3.3.1 Das Binomialmodell

4.3.3.2 Das Black-Scholes-Modell

4.3.4 Kritik

5 Grenzen und Probleme der Bewertung von Technologien

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, einen Überblick über wesentliche monetäre Bewertungsansätze für Technologien zu geben, wobei insbesondere die Formalisierung des Technology-Forecasting durch Roadmaps sowie die Anwendung kapitalwertbasierter Verfahren und moderner Realoptionsmodelle untersucht werden.

  • Grundlagen der strategischen Planung durch Roadmapping
  • Methoden des Technology-Forecasting
  • Kritische Analyse traditioneller kapitalwertbasierter Investitionsbewertung
  • Anwendung der Realoptionstheorie bei Technologieentscheidungen

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Die Kapitalwertmethode

Das fundamentale Prinzip für die Bewertung von Zahlungsströmen, die im Zeitablauf bei einem Investitionsprojekt anfallen, ist die Kapitalwertmethode (Discounted Cash Flow (DCF)-Methode bzw. Net Present Value (NPV)-Regel).42 Die Kapitalwertmethode als finanzmathematisches Verfahren bzw. dynamisches Modell der Investitionsrechnung berechnet die Wirtschaftlichkeit von Investitionen.43 Ferner dient sie zur Beurteilung von Investitionsalternativen hinsichtlich der monetären Größe „Kapitalwert“.

Um den Wert einer Zahlungsreihe zu einem bestimmten Zeitpunkt zu ermitteln und verschiedene Investitionsalternativen vergleichbar zu machen, werden unter der Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes alle Zahlungen mit einem einheitlichen Kalkulationszinsfuß auf diesen Zeitpunkt ab- bzw. aufgezinst.44 Der Kapitalwert einer Investition ist der Wert der Ein- und Auszahlungsreihen zum Zeitpunkt der Anschaffung des Investitionsobjekts.

Eine Investition ist nach der Kapitalwertmethode vorteilhaft, wenn der Kapitalwert K0 positiv ist, und entsprechend nachteilig, wenn K0 negativ ist.45 Bei K0 = 0 herrscht Entscheidungsindifferenz.

Die Kapitalwertmethode unterstellt ein bestimmtes Erwartungswertszenario, d.h. die Erwartungswerte zukünftiger Zahlungsströme werden als gegeben angenommen.46 Insofern setzt sie das Management bereits am Anfang des Planungshorizonts auf eine Handlungsstrategie fest und ignoriert Handlungsspielräume. Des Weiteren impliziert die Kapitalwertmethode somit einen statischen Ansatz in der Durchführung eines Investitionsprojekts, was bedeutet, dass die optimalen Handlungen bezüglich der Investition für verschiedene Umweltzustände a priori bekannt sind bzw. festliegen.47 In der Realität sind jedoch zukünftige Zahlungsströme, insbesondere die Einzahlungen, mit Unsicherheit behaftet. Das Unterstellen gegebener Erwartungswerte bzw. eine fehlende Ermittlung von Erwartungswerten unsicherer Einzahlungsüberschüsse unter Berücksichtigung von Handlungsspielräumen im Rahmen der Kapitalwertmethode ist deshalb realitätsfern.48

Zusammenfassung der Kapitel

1 Technologien – Erfolgsfaktor von zunehmender Relevanz: Erläutert die wachsende Bedeutung von Technologie und Innovation für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einem dynamischen Umfeld.

2 Roadmapping – Instrument der strategischen Planung: Beschreibt Roadmapping als systematisches Instrument der Technologiefrühaufklärung zur Visualisierung und Prognose technologischer Entwicklungspfade.

3 Technology-Forecasting: Definiert Technology-Forecasting als proaktives Verfahren der Informationsgewinnung zur Absicherung von Investitionsvorhaben unter Unsicherheit.

4 Technologiebewertung: Analysiert verschiedene Verfahren zur Bewertung von Technologien, von klassischen kapitalwertbasierten Methoden bis hin zu modernen Realoptionsansätzen.

5 Grenzen und Probleme der Bewertung von Technologien: Diskutiert die Herausforderungen bei der Operationalisierung von Bewertungsverfahren und die Anforderungen an eine valide Technologiebewertung.

6 Fazit und Ausblick: Betont die Notwendigkeit der integrativen Verknüpfung von Planung und Bewertung zur erfolgreichen Steuerung von Innovationsprojekten.

Schlüsselwörter

Technologiebewertung, Technology-Forecasting, Roadmapping, Kapitalwertmethode, Realoptionen, Investitionsrechnung, Strategische Planung, Unsicherheit, Innovationsmanagement, Finanzoptionen, Black-Scholes-Modell, Binomialmodell, Sensitivitätsanalyse, Monte-Carlo-Simulation, Entscheidungsflexibilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der monetären Bewertung von Technologien und Innovationsprojekten im Kontext der strategischen Unternehmensplanung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Technology-Forecasting, Technologie-Roadmapping, traditionelle kapitalwertbasierte Investitionsrechnung sowie die Realoptionstheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über Bewertungsmethoden zu geben und aufzuzeigen, wie Technologien in der Unternehmensplanung unter Berücksichtigung von Unsicherheit und Flexibilität bewertet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen methodisch-analytischen Ansatz, der existierende finanzmathematische Modelle (wie Kapitalwert- und Optionspreismodelle) auf technologische Investitionsprojekte überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden kapitalwertbasierte Verfahren (Sensitivitätsanalyse, Monte-Carlo-Simulation, Entscheidungsbaumanalyse) und optionspreistheoretische Ansätze (Binomial- und Black-Scholes-Modell) ausführlich analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Technologiebewertung, Realoptionen, Kapitalwert, Roadmapping und strategische Investitionsplanung.

Warum wird die klassische Kapitalwertmethode für technologische Projekte oft als kritisch angesehen?

Sie gilt als statisch, da sie Handlungsspielräume und die Flexibilität des Managements, auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren, nur unzureichend abbildet.

Wie unterscheidet sich der Realoptionsansatz von traditionellen Modellen?

Der Realoptionsansatz bewertet nicht nur die unmittelbare Investition, sondern den strategischen Wert zukünftiger Handlungsoptionen, was besonders bei Projekten mit hoher Unsicherheit sinnvoll ist.

Was bedeutet das "Roll-Back-Verfahren" im Entscheidungsbaum?

Es ist eine Methode, bei der das Entscheidungsproblem von der letzten Stufe ausgehend rückwärts gelöst wird, um für jeden Entscheidungsknoten die jeweils optimale Folgehandlung zu bestimmen.

Welche Rolle spielt die Volatilität bei der Bewertung nach Black-Scholes?

Die Volatilität misst die Unsicherheit der zukünftigen Erträge; ein höherer Wert erhöht tendenziell den Optionswert, da die Chance auf eine positive Entwicklung bei gleichzeitiger Begrenzung des Verlustrisikos steigt.

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Details

Title
Verknüpfung von Technology-Forecasting und monetärer Technologie-Bewertung am Beispiel von Roadmaps
College
University of Kassel
Course
Roadmapping: Innovation, Strategie und Struktur
Grade
1,0
Author
Dipl.-Oec. Franziska Seidl (Author)
Publication Year
2005
Pages
50
Catalog Number
V92658
ISBN (eBook)
9783638062350
ISBN (Book)
9783638951616
Language
German
Tags
Verknüpfung Technology-Forecasting Technologie-Bewertung Beispiel Roadmaps Roadmapping Innovation Strategie Struktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Oec. Franziska Seidl (Author), 2005, Verknüpfung von Technology-Forecasting und monetärer Technologie-Bewertung am Beispiel von Roadmaps, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92658
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