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Die Referenztheorie - Ein Kapitel der Semantik

Titel: Die Referenztheorie - Ein Kapitel der Semantik

Hausarbeit , 1998 , 12 Seiten , Note: 1

Autor:in: Stefan Frenzen (Autor:in)

Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Referenztheorie ist ein nicht unwesentliches Kapitel in der Semantik. In dieser Hausarbeit werde ich versuchen, die Grundzüge dieser Theorie zu erläutern und zu beschreiben, wann und wo wir mit welchen Mitteln referieren und welche Bedingungen für erfolgreiches Referieren gewährleistet sein müssen. In meinen Ausführungen, sowie in der groben Gliederung werde ich mich eng auf das Buch von Schwarz/Chur (1996): Semantik. Ein Arbeitsbuch. (2. Aufl.). Tübingen (Günther Narr Verlag) beziehen, da mir deren Gliederung und Ausführungen als sinnvoll und einleuchtend erschienen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Referenz - Eine allgemeine Einführung

2.1 Probleme der Referenztheorie

2.1.1 Prädikative Ausdrücke

2.1.2 Eigennamen

2.2 Möglichkeiten der Referenz

2.2.1 Perzepte als Referenten

2.2.2 Mentale Bilder als Referenten

2.2.3 Der Unterschied zwischen Perzepten und mentalen Bildern

3 Die Referenz im Kommunikationsakt

3.1 Prinzipien für erfolgreiche Kommunikation (nach Grice)

3.1.1 Maxime der Quantität

3.1.2 Maxime der Qualität

3.1.3 Maxime der Relation

3.1.4 Maxime der Modalität

3.1.5 Maxime der Höflichkeit (nach Leech)

3.1.6 Probleme der Maximen

3.2 Bedingungen für erfolgreiche Referenz

4 Die Koreferenz

4.1 Vorbetrachtung: Deiktische Ausdrücke

4.2 Die Bedeutung der Koreferenz

4.3 Implizite Koreferenz

4.3.1 Bestimmter Artikel und Demonstrativa

4.4 Ein Sonderfall

5 Schlußbetrachtung

6 Literaturverzeichnis:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen der Referenztheorie innerhalb der Semantik und Pragmatik, um zu klären, wie sprachliche Ausdrücke in verschiedenen Situationen auf reale oder mentale Gegenstände verweisen.

  • Grundlagen und Definitionen der Referenztheorie.
  • Die Rolle der Referenz innerhalb des zwischenmenschlichen Kommunikationsaktes.
  • Anwendung der Konversationsmaximen nach Grice und deren Probleme.
  • Theoretische Abgrenzung zwischen Perzepten und mentalen Bildern.
  • Mechanismen der Koreferenz und deren implizite sowie explizite Ausprägungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Probleme der Referenztheorie

Nicht alle Wörter der deutschen Sprache sind geeignet, um auf Dinge der Welt zu referieren. Funktionswörter, also Konjunktionen, Präpositionen und Adverben referieren nicht, sie drücken lediglich Relationen zwischen Sachverhalten aus. Lediglich Inhaltswörter sind mit einem Objekt oder Zustand der außersprachlichen Welt verbunden und können zum Referieren gebraucht werden (Schwarz, Chur 1996).

2.1.1 Prädikative Ausdrücke

Man ist lange davon ausgegangen, daß nur Nomen oder Nominalphrasen referierend sind. 1)Der Junge weint. 2)Die Rose ist gelb. Demnach wären in den beiden obigen Sätzen die Ausdrücke Junge und Rose referierend (Schwarz, Chur 1996). Doch auch prädikative Ausdrücke können auf Aspekte der Welt, z.B. auf Eigenschaften, Beziehungen oder Zustände, Bezug nehmen: 3) Das schöne Gelb der Bank. In diesem Satz wäre dann das schöne Gelb referierend, obwohl es ja kein faßbarer Gegenstand oder Ereignis ist, sondern lediglich ein Zustand, nämlich der des ,,gelbseins" (Schwarz, Chur 1996).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Relevanz der Referenztheorie innerhalb der Semantik und stellt das methodische Vorgehen unter Bezugnahme auf die Fachliteratur dar.

2 Die Referenz - Eine allgemeine Einführung: Dieses Kapitel definiert Referenz als Relation zwischen sprachlichen Ausdrücken und Gegenständen und differenziert zwischen Perzepten und mentalen Bildern.

3 Die Referenz im Kommunikationsakt: Hier werden die Bedingungen für erfolgreiche Referenz im Kontext der Konversationsmaximen von Grice sowie deren Einhaltung und Problematik analysiert.

4 Die Koreferenz: Dieses Kapitel erläutert, wie durch Antezedenz und implizite Bezüge mehrere Ausdrücke auf dasselbe Objekt verweisen können, inklusive einer Untersuchung deiktischer Ausdrücke.

5 Schlußbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der vielfältigen Möglichkeiten der expliziten und impliziten Referenz und betont die Basis für weiterführende Studien.

Schlüsselwörter

Referenztheorie, Semantik, Pragmatik, Kommunikation, Konversationsmaximen, Koreferenz, Perzepte, Mentale Bilder, Antezedent, Deixis, Sprachliche Ausdrücke, Referent, Weltwissen, Sprachphilosophie, Inhaltswörter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Referenztheorie als Teilbereich der Semantik und untersucht, wie sprachliche Zeichen auf Objekte oder Sachverhalte in der Welt verweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den allgemeinen Definitionen der Referenz, dem Zusammenspiel von Referenz und Kommunikation, sowie der Analyse von Koreferenz-Phänomenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Grundlagen und Bedingungen für erfolgreiches Referieren zu erläutern und zu verdeutlichen, dass Referenz nicht nur semantische, sondern wesentlich auch pragmatische Aspekte umfasst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer theoretischen Analyse und strukturierten Aufarbeitung der Fachliteratur, insbesondere unter Bezugnahme auf das Arbeitsbuch von Schwarz und Chur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, welche sprachlichen Mittel referieren, wie Referenz im Kommunikationsakt unter Berücksichtigung von Grice’schen Maximen funktioniert und wie Koreferenzen durch Antezedenz etabliert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Referenz, Koreferenz, Kommunikationsmaximen, Perzepte, mentale Bilder und deiktische Ausdrücke.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Perzepten und mentalen Bildern?

Perzepte beziehen sich auf die objektiv wahrnehmbare Umwelt, während mentale Bilder kognitive Repräsentationen im Langzeitgedächtnis darstellen, die im Gegensatz zu Perzepten geistig verändert werden können.

Was besagt das Kapitel zur impliziten Koreferenz?

Es wird aufgezeigt, dass Koreferenz auch ohne explizite Antezedenten bestehen kann, indem Weltwissen genutzt wird, um Bezüge zu Verben oder semantischen Rollen innerhalb eines Kontextes herzustellen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Referenztheorie - Ein Kapitel der Semantik
Hochschule
Universität zu Köln  (FB Germanistik)
Veranstaltung
Einführung in die Sprachwissenschaft
Note
1
Autor
Stefan Frenzen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
12
Katalognummer
V927
ISBN (eBook)
9783638105866
ISBN (Buch)
9783638745529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Referenztheorie Kapitel Semantik Einführung Sprachwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Frenzen (Autor:in), 1998, Die Referenztheorie - Ein Kapitel der Semantik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/927
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Leseprobe aus  12  Seiten
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