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Metafiktionalität in Calderòn de la Barcas Drama 'La vida es sueno'

Title: Metafiktionalität in Calderòn de la Barcas Drama 'La vida es sueno'

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Martin Walter (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Summary Excerpt Details

Calderón de la Barca gilt als der bedeutendste Protagonist des spanischen Theaters der Barockzeit, sein philosophisch-theologisches Ideendrama La vida es sueño sticht als das berühmteste und am weitesten verbreitete Werk aus seinem Œuvre hervor. Daher ist auch die Menge der Interpretationen und inhaltlichen Analysen zum dem Drama von großer Zahl. Bis heute ist sich die Forschung nicht einig, in welche Richtung die Interpretation und infolgedessen eine Schlussfolgerung, eine Botschaft aus Calderóns Werk letztlich gehen muss.
Ziel dieser Arbeit soll es bei der Untersuchung von La vida es sueño allerdings gerade nicht sein, eine weitere Zusammenfassung dieser zahlreichen Auslegungsansätze zu liefern und daraus eine mögliche Botschaft des Stückes heraus zu filtern. Vielmehr soll im Folgenden das Stück an sich zwar auch inhaltlich thematisiert und untersucht werden, jedoch wird der Fokus dabei in erster Linie auf Aspekte der Metafiktionalität gerichtet sein.
Voraussetzung für eine eingehendere Betrachtung von Metafiktionalität in Calderóns Werk ist zunächst, wie schon angedeutet, natürlich dennoch eine Auseinandersetzung mit der Handlung des Dramas und möglichen Interpretationsversuchen. Sodann gilt es die Begrifflichkeiten der Themenstellung näher zu beleuchten und vor allem eine klare Definition des Terminus Metafiktion festzulegen, ehe dann im Hauptteil der Arbeit intensiv auf die eigentliche Themenstellung eingegangen werden kann. Dort gilt es zu prüfen, ob und in welcher Form Calderón de la Barca bereits im 17. Jahrhundert Metafiktion bewusst in seinem Schauspiel eingesetzt hat. Dafür wird eine eng an den Primärtext gebundene Form der Darstellung nötig sein. Die Sekundärliteratur bezüglich Calderón und seinem Drama La vida es sueño ist, was ob seiner intensiven Rezeptionsgeschichte kaum verwunderlich erscheint, relativ umfangreich und zeitlich breit gestreut, wobei sich die vorliegende Ausarbeitung in der Hauptsache auf deutschsprachige Forschungsliteratur bezieht. Vor allem seien hier Christoph Strosetzki und sein Buch über Calderón genannt, ebenso aber Max Kommerells Aufsatz über Die Kunst Calderóns oder Martin Franzbachs Untersuchungen zum calderónschen Theater.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu Inhalt und Interpretation von La vida es sueño

2.1 Inhaltsangabe

2.1.1 Die Haupthandlung

2.1.2 Die Nebenhandlung

2.1.3 Zusammenfassung

2.2 Quellen

2.3 Interpretationsversuche

3. Definition von Metafiktion

4. Metafiktionalität in La vida es sueño

4.1 Komische Elemente

4.2 Inszenierungen und Beobachtungen

4.3 Das Medium Theater

4.4 Theatermetaphern

4.5 Das Ende des Stückes

5. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Drama "La vida es sueño" von Calderón de la Barca unter dem spezifischen Fokus metafiktionaler Aspekte. Dabei soll geprüft werden, inwieweit Calderón bereits im 17. Jahrhundert bewusst Metafiktion in seinem Schauspiel eingesetzt hat, indem er die dramatische Illusion durchbricht und die künstliche Beschaffenheit des Werks thematisiert.

  • Metafiktionalität in der Literatur des 17. Jahrhunderts
  • Analyse von Inhalts- und Interpretationsansätzen zu "La vida es sueño"
  • Untersuchung von Illusionsdurchbrechung und Selbstreflexion im Drama
  • Die Rolle der Figur des Clarin als Zuschauerfigur
  • Theatermetaphern als Mittel zur Ironisierung der Fiktion

Auszug aus dem Buch

4.2 Inszenierungen und Beobachtungen

Noch markanter wird an der Zerstörung der dramatischen Illusion des Zuschauers bzw. Lesers an den Punkten gearbeitet, an denen einzelne Handlungsabschnitte scheinbar als Spiel im Spiel existieren. Dies wird bereits am Aufbau ersichtlich, der die Szenen als Inszenierungen oder gar als Beobachtungen von Teilen des Bühnenpersonals darstellt. Die Protagonisten des Stückes nehmen dort die eigentlich dem Zuschauer zugedachte Rolle ein, indem sie selbst das Geschehen auf der Bühne beobachten.

Das erste Beispiel hierfür findet sich gleich zu Beginn des Stückes im ersten Akt, als Rosaura und Clarin heimlich die Klage des Sigismund belauschen:

„Rosaura. [...] Wir hören jetzt aus seinem Mund sein Leid Und lauschen heimlich seiner Stimme Ton.“

Die beiden verfolgen Sigismunds Wehklagen durch das sich langsam öffnende Gefängnistor aus der gleichen Perspektive wie der normale Zuschauer und treten erst wieder aktiv in das Geschehen mit ein, als Sigismund etwas gehört zu haben glaubt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Bedeutung von Calderóns Werk und Definition des Fokus auf die Metafiktionalität in "La vida es sueño".

2. Zu Inhalt und Interpretation von La vida es sueño: Überblick über die Haupthandlung, die Nebenhandlung sowie die quellenkritische Einordnung und erste Interpretationsansätze.

3. Definition von Metafiktion: Theoretische Herleitung des Begriffs der Metafiktion unter Einbeziehung literaturwissenschaftlicher Fachlexika und Definitionen.

4. Metafiktionalität in La vida es sueño: Hauptteil der Analyse, in dem anhand von komischen Elementen, Inszenierungen, Theatermetaphern und dem Schluss des Stücks die Metafiktionalität im Primärtext nachgewiesen wird.

5. Schlussbetrachtungen: Fazit zur Relevanz und Anwendung der Metafiktion in Calderóns Werk im historischen Kontext.

Schlüsselwörter

Metafiktion, La vida es sueño, Calderón de la Barca, Illusionsdurchbrechung, Theatermetapher, Selbstreferenzialität, Barocktheater, Siglo de Oro, Spiel im Spiel, Dramentheorie, literarische Fiktion, dramatische Parabel, Rezeptionsästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das berühmte barocke Ideendrama "La vida es sueño" von Calderón de la Barca und untersucht dabei gezielt metafiktionale Elemente, die das Stück als Kunstwerk reflektieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Traum und Wirklichkeit, die Rolle des Zuschauers innerhalb des Dramas sowie die Art und Weise, wie Calderón die dramatische Illusion bewusst durchbricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Calderón bereits im 17. Jahrhundert Techniken der Metafiktion nutzte, um das Medium Theater zu hinterfragen und die Grenze zwischen Fiktion und Realität zu verwischen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textnahe Analyse, die primär auf der Auseinandersetzung mit dem Primärtext sowie der Einordnung in die literaturwissenschaftliche Sekundärliteratur zu Metafiktion und dem calderónschen Theater basiert.

Was sind die Schwerpunkte im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse komischer Elemente (insbesondere durch die Figur Clarin), die Untersuchung von beobachtenden Inszenierungen, die explizite Thematisierung des Mediums Theater sowie den Einsatz von Theatermetaphern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Metafiktion, Selbstreferenzialität, Illusionsdurchbrechung, Fiktionsironie und die Rolle des "Gracioso" im barocken spanischen Drama.

Welche Rolle spielt die Figur des Clarin in der Analyse?

Clarin fungiert als "Zuschauer im Stück", der durch seine Kommentare und seine Position als Beobachter die dramatische Illusion bricht und den Zuschauer an die Aufführungssituation erinnert.

Wie deutet der Autor das Ende des Stückes im Kontext der Metafiktion?

Der Autor argumentiert, dass das Ende für die Zuschauer eine Meta-Information enthält, die dem Helden Sigismund verwehrt bleibt: Die Erkenntnis, dass die "Lehre" keine objektive Wahrheit, sondern eine vom Autor kunstvoll geschaffene Fiktion ist.

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Details

Title
Metafiktionalität in Calderòn de la Barcas Drama 'La vida es sueno'
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Course
Metafiktionalität in der Literatur
Grade
2,0
Author
Martin Walter (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V92934
ISBN (eBook)
9783638072984
ISBN (Book)
9783638957366
Language
German
Tags
Metafiktionalität Calderòn Barcas Drama Metafiktionalität Literatur La vida es sueno Das Leben ein Traum Traum Metafiktion Fiktion Selbstreflexion Patricia Waugh
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Walter (Author), 2007, Metafiktionalität in Calderòn de la Barcas Drama 'La vida es sueno', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92934
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