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Modernes ertragsorientiertes Bankencontrolling

Title: Modernes ertragsorientiertes Bankencontrolling

Seminar Paper , 2006 , 51 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Fähnrich (Author), Denise Manns (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

In einem einführenden Kapitel wird zunächst der Begriff Controlling kurz erläutert, sowie eine umfassende Übersicht über den Begriff des Bankencontrollings gegeben. Das zweite Kapitel gewährt einen kurzen Einblick in die Entwicklung von Basel II und dessen Auswirkungen auf das Bankencontrolling. Im dritten Kapitel der Arbeit wird die Marktzinsmethode mit ihrem klassischen Konzept erläutert, gefolgt von einer ausführlichen Darstellung des aktuell verwendeten ertragsorientierten Konzept der Marktzinsmethode. Das vierte Kapitel ist den Konzepten zur Risikobemessung und -steuerung gewidmet. Die Instrumente der DB-III-Rechnung sowie des ROI-Schemas werden in den Kapiteln fünf bzw. sechs abgehandelt. Gefolgt werden diese beiden Kapitel von einem abschließenden Resümee und einem Ausblick über die Zukunft des Bankencontrollings. In der Bankenwelt erfolgt aktuell ein geschäftspolitisches Umdenken, welches durch die Abkehr der Banken von den Wachstumsphilosophien der sechziger und siebziger Jahre gekennzeichnet ist. In dieser Zeit war das Ziel der Banken ein möglichst starkes Wachstum ihrer Bilanzsummen zu erreichen, daraus resultierte, dass Banken Kredite und Einlagen zu fast jedem Preis „einsammelten.
Das geschäftspolitische Umdenken Anfang der achtziger Jahre, zog einen Rückgang der Bedeutung des Bankenmarketing nach sich. Das Marketing wurde in den vorherigen Jahren als Garant dafür gesehen, das Wachstumsdenken in konkrete Geschäftsabschlüsse umzusetzen. Der klassische „Bankbeamte“ wandelte sich zum Verkäufer. Die Marktforschung wurde zur Erschließung neuer Geschäftsfelder ausgeweitet. Gleichzeitig erfolgte eine Expansion der Filialnetze, die die Grundlagen der Bankorganisation stark veränderte.
Genauso wie das Bankenmarketing das Synonym für die Geschäftspolitik der sechziger und siebziger Jahre war, so wird in der heutigen Zeit das Banken-Controlling, als solches für die Umstrukturierung der Banken zu einer verstärkten Ertragsorientierung gebraucht. Im Folgenden werden als Gegenstand dieser Arbeit der Aufbau, aktuelle sowie historische Entwicklungen und die, in einem modernen ertragsorientierten Bankencontrolling, eingesetzten Instrumente dargestellt.
In einem einführenden Kapitel wird zunächst der Begriff Controlling kurz erläutert, sowie eine umfassende Übersicht über den Begriff des Bankencontrollings gegeben. Das zweite Kapitel gewährt einen kurzen Einblick in die Entwicklung von Basel II und dessen Auswirkungen auf das Bankencontrolling.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Definition des Controlling

1.2. Einführung in das Bankencontrolling

1.3. Aufgaben des Bankencontrolling

1.4. Aufbau des Bankencontrolling

1.4.1. Ertragsorientierte Geschäftsphilosophie

1.4.2. Marktorientierte duale Strukturorganisation

1.4.3. Institutionalisierter Controlling-Zyklus

1.4.4. Steuerungsadäquates Führungsinformationssystem

2. Basel II

2.1. Entwicklung und Regelung von Basel II

2.2. Auswirkungen auf das Bankencontrolling

3. Marktzinsmethode

3.1. Grundlagen der Marktzinsmethode

3.2. klassischer Ansatz der Margenkalkulation

3.2.1. Pool- und Schichtenbilanzmethode

3.2.2. Kritische Sicht des klassischen Ansatzes

3.3. Entscheidungsorientiertes Konzept der Marktzinsmethode

3.3.1. Strukturbeitrag

3.3.1.1. Ursachen des Strukturbeitrags

3.3.1.2. Zinsänderungsrisiko

3.3.2. Konditionsbeitrag

3.3.2.1 Ausfallrisiko

4. Methoden zur Risikobemessung & -steuerung

4.1. Value at Risk

4.1.1. Allgemeine Grundlagen

4.1.2. Analytische Bestimmung des Value at Risk

4.1.3. Simulative Verfahren zur Ermittlung des Value at Risk

4.1.3.1. Historische Simulation

4.1.3.2. Monte-Carlo Simulation

4.2. Swap

4.2.1. Grundlagen und Vorteile von Swaps

4.2.2. Währungsswap

4.2.3. Zinsswap

4.2.4. Beispiel zur Funktionsweise eines Swaps

4.2.5. Einsatz von Zinsswaps zur Risikoabsicherung

5. DB-III-Rechnung

5.1. Definition und Ziele der DB-III-Rechnung

5.2. Kalkulationsformen

5.3. Aufbau der DB-III-Rechung

5.3.1. Konditionsbeitrag

5.3.2. Provisionsbeitrag

5.3.3. Risikoprämie

5.3.4. Standardstückkosten

5.3.5. Bestandteile und Interpretation des DB-IV

6. ROI-Management

6.1. Grundschema der ROI Kennzahlensystematik

6.2. Strukturkennzahlen im ROI-Grundschema

7. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Grundlagen und Instrumente eines modernen, ertragsorientierten Bankencontrollings darzustellen, um eine zielgerichtete Steuerung der Bankaktivitäten zu ermöglichen. Dabei wird untersucht, wie historische Entwicklungen und regulatorische Anforderungen, insbesondere Basel II, die Steuerungsinstrumente und Risikomanagementprozesse beeinflussen.

  • Grundlagen des ertragsorientierten Bankcontrollings
  • Auswirkungen von Basel II auf das Risikomanagement
  • Methoden zur Zins- und Margenkalkulation (Marktzinsmethode)
  • Instrumente zur Risikobemessung und Steuerung (Value at Risk, Swaps)
  • Erfolgssteuerung mittels DB-III-Rechnung und ROI-Management

Auszug aus dem Buch

3.3.1.2 Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko beschreibt das Risiko, das sich ein Zinssatz nach oben oder nach unten zu ungunsten der Bank verändert. In der Literatur wird das Zinsänderungsrisiko auch als Marktrisiko bezeichnet. Wie oben schon angesprochen sind die Banken bei der Fristentransformation einer gewissen Zinsschwankung ausgesetzt, die wiederum mit einem erheblichen Zinsänderungsrisiko verbunden ist. Durch die große Ertragsabhängigkeit der Banken von den Zinsgeschäften, können Zinsschwankungen zu erheblichen Verlusten führen.

Das Zinsänderungsrisiko selbst kann in zwei Risiken unterteilt werden, zum einen in das zinsinduzierte Marktwertrisiko zum anderen in das Zinsspannenrisiko.

Beim zinsinduzierten Marktwertrisiko werden die Marktwertveränderungen der bilanzwirksamen und bilanzunwirksamen Geschäftspositionen analysiert. Zu diesem Zweck wird die Volatilität aller diskontierten Cash-Flows ermittelt. Führt man nun die Aktiv- und Passivseite zusammen, besteht das Marktwertrisiko darin, dass sich der Marktwert des Eigenkapitals verschlechtert.

Abgrenzend vom zinsinduzierten Marktwertrisiko ist das Zinsspannenrisiko zu betrachten. Das Zinsspannenrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich der periodisierte Zinserfolg (Bruttozinsspanne) mindert. Das Zinsspannenrisiko bezieht sich also grundsätzlich auf alle bilanzwirksamen Geschäftspositionen, deren Zinserträge bzw. -aufwendungen sich verändern können.

Beim Management des Zinsänderungsrisikos kommt es darauf an, dass die verwendeten Messverfahren, den komplexen Anforderungen des Finanzmarktes gewachsen sind. So werden bei den modernen Messverfahren Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt und Annahmen über die zugrunde liegende Wahrscheinlichkeitsverteilung (z.B. Normalverteilung) der Daten getroffen. Darüber hinaus sollte bei der Planung beachtet werden, dass neben der kurzfristigen, auch eine mittel- und langfristige Planung erfolgt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das geschäftspolitische Umdenken in der Bankenwelt hin zu einer verstärkten Ertragsorientierung und stellt den Aufbau der Arbeit sowie die untersuchten Instrumente vor.

2. Basel II: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung und die drei Säulen der Basler Eigenkapitalvereinbarung und deren Auswirkungen auf das Risikomanagement der Banken.

3. Marktzinsmethode: Hier werden der klassische Ansatz der Margenkalkulation sowie das entscheidungsorientierte Konzept der Marktzinsmethode, einschließlich Struktur- und Konditionsbeitrag, detailliert erläutert.

4. Methoden zur Risikobemessung & -steuerung: Dieses Kapitel behandelt Instrumente wie den Value at Risk sowie den Einsatz von Zinsswaps zur Risikoabsicherung und Arbitragenutzung.

5. DB-III-Rechnung: Die DB-III-Rechnung wird als zentrales Element der Gesamtbanksteuerung definiert, wobei ihre Komponenten, Kalkulationsformen und die Erweiterung zum DB-IV beschrieben werden.

6. ROI-Management: Das Kapitel beschreibt den Aufbau und die Anwendung der ROI-Kennzahlensystematik zur Analyse der Rentabilität und zur Unterstützung der strategischen Steuerung.

7. Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die wachsende Bedeutung des Bankencontrollings in einer globalisierten Welt.

Schlüsselwörter

Bankencontrolling, Ertragsorientierung, Basel II, Marktzinsmethode, Risikobemessung, Value at Risk, Zinsänderungsrisiko, Konditionsbeitrag, Deckungsbeitragsrechnung, DB-III, ROI-Management, Rentabilitätssteuerung, Eigenkapital, Finanzinstrumente, Kreditrisiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen, Instrumenten und Strategien eines modernen, ertragsorientierten Bankencontrollings im Kontext veränderter Marktgegebenheiten und regulatorischer Anforderungen wie Basel II.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themenfelder umfassen die ertragsorientierte Geschäftsphilosophie, die Marktzinsmethode zur Zinskalkulation, moderne Methoden des Risikomanagements und die Erfolgssteuerung durch Deckungsbeitrags- sowie ROI-Systeme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein modernes Bankencontrolling durch den Einsatz spezifischer Instrumente die Ertragsorientierung in der Banksteuerung sicherstellen und zur Wertschöpfung beitragen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die systematische Darstellung bankbetrieblicher Kalkulationsmodelle (wie die Marktzinsmethode oder DB-III-Rechnung) sowie die Beschreibung von Risikosteuerungsverfahren und Kennzahlensystematiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Auswirkungen von Basel II, die detaillierte Darstellung der Marktzinsmethode, Verfahren zur Risikobemessung wie Value at Risk und Swaps sowie die Anwendung von Deckungsbeitragsrechnung und ROI-Management.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bankencontrolling, Ertragsorientierung, Basel II, Marktzinsmethode, Value at Risk, Risikosteuerung, DB-III-Rechnung und ROI-Management.

Welche Bedeutung hat die DB-III-Rechnung für die Bank?

Die DB-III-Rechnung dient der Steuerung des Kundengeschäfts und ermöglicht eine Beurteilung der Rentabilität einzelner Bankprodukte oder Geschäfte aus Sicht der Bank.

Wie unterscheidet sich der klassische Ansatz von der modernen Marktzinsmethode?

Während der klassische Ansatz oft auf historischen Durchschnittswerten basiert, verwendet die moderne Marktzinsmethode realisierbare Marktzinssätze und ermöglicht eine verursachungsgerechte Erfolgsspaltung in Struktur- und Konditionsbeitrag.

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Details

Title
Modernes ertragsorientiertes Bankencontrolling
College
University of Applied Sciences Koblenz  (Fachbereich Betriebswirtschaft)
Grade
1,0
Authors
Christian Fähnrich (Author), Denise Manns (Author)
Publication Year
2006
Pages
51
Catalog Number
V92940
ISBN (eBook)
9783638073035
ISBN (Book)
9783638957236
Language
German
Tags
Bankencontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Fähnrich (Author), Denise Manns (Author), 2006, Modernes ertragsorientiertes Bankencontrolling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92940
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