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Stimmbildung im Kinderchor

Stimmtraining unter Beachtung physiologischer Besonderheiten der Kinderstimme

Title: Stimmbildung im Kinderchor

Thesis (M.A.) , 2008 , 101 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Stephanie Gunkel (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Mit Kindern zu singen kann zu den erfreulichsten Aufgaben eines Chorleiters oder Lehrers gehören, wenn erst einmal deren Zuwendung und Neugierde gewonnen werden konnte.Für Kinder ist das Singen ein elementares Grundbedürfnis, dessen Wurzeln schon im Schreien und Lallen des Säuglings zu erkennen sind.
Besonders die Kinderstimme bedarf größter Pflege und Achtsamkeit, denn in diesen Lebensjahren wird der Grundstein für das richtige Funktionieren der Stimmregister, für Umfang und Singlage sowie für die gesunde Atmung und die wichtigen Beziehungen zwischen Gehör und Stimme gelegt. Ohne grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten wird die Arbeit mit der Kinderstimme jedoch im schlimmsten Fall schädlich für die Kinder. Sie erfordert daher präzise Feinarbeit, viel Wissen und Erfahrung. Dies bedeutet eine große Verantwortung für den Chorleiter, Stimmbilder bzw. Lehrer.
Die stimmbildnerische Arbeit mit Kindern erschöpft sich allerdings nicht ausschließlich in der Vermittlung technischer Fertigkeiten und physiologischer Einstellungen. Vielfältige Übungen und Werkzeuge können diese Arbeit zu einem ganzheitlichen, zweckgerichteten und nachhaltigen Erlebnis, verknüpft mit Spaß und Freude am Singen, gestalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DAS SINGEN MIT KINDERN

3 DIE STIMME

3.1 Der Stimmapparat

3.1.1 Das Atmungsorgan

3.1.2 Der Kehlkopf

3.1.3 Das Ansatzrohr

3.2 Die Register

3.3 Die Resonanz

3.4 Über die Haltung

3.5 Vergleich Erwachsenenstimme - Kinderstimme

4 EIGENSCHAFTEN DER KINDERSTIMME

4.1 Klanglichkeit der Kinderstimme

4.2 Umfang der Kinderstimme

4.3 Fähigkeiten der Kinderstimme

4.3.1 Veranlagung

4.3.2 Defizite

4.4 Stimmfehler

4.4.1 Fehler im Atmungssystem

4.4.2 Fehler im Tonerzeugungssystem

4.4.3 Fehler im Tonverstärkungssystem

4.4.4 Fehlverhalten im Artikulationssystem

4.5 Mutation

4.5.1 Die Mutation der Knabenstimme

4.5.2 Die Mutation der Mädchenstimme

5 STIMMBILDUNG IM KINDERCHOR

5.1 Die Kinderstimmpflege

5.2 Lehrinhalte der Kinderstimmbildung

5.3 Werkzeuge der Stimmbildung

5.3.1 Vokale

5.3.2 Konsonanten

5.3.3 Musikalisches Material

5.4 Systematik stimmbildnerischer Übungen

5.4.1 Übungen zur Atmung

5.4.2 Arbeit am Ansatzrohr

5.4.2.1 Lockerung der Artikulationswerkzeuge

5.4.2.2 Übungen für den Vokalausgleich

5.4.2.3 Übungen zur Erschließung der Resonanzräume

5.4.3 Übungen zur Stimmtechnik

5.4.3.1 Übungen zum Registerausgleich

5.4.3.2 Übungen für das Legato

5.4.3.3 Übungen für die Höhe

5.4.3.4 Übungen für die Tiefe

5.5 Systematik des chorischen Einsingens

5.5.1 Begründungen für die Notwendigkeit des Einsingens

5.5.2 Bestandteile des Einsingens

5.5.3 Einsingen mit Literatur

6 ÜBUNGEN ZUR KINDERSTIMMBILDUNG

6.1 Körperhaltung

6.1.1 Hinweise

6.1.2 Übungen

6.2 Atmung

6.2.1 Hinweise

6.2.2 Übungen

6.3 Ansatzrohr

6.3.1 Lockerung der Artikulationswerkzeuge

6.3.2 Vokalarbeit und Vokalausgleich

6.3.3 Resonanz

6.4 Stimmtechnik

6.4.1 Registerübungen

6.4.2 Legato

6.4.3 Höhentraining

6.4.4 Tiefentraining

6.4.5 Dynamik

6.5 Atem-Stimm-Kopplungsübungen

6.5.1 Hinweise

6.5.2 Übungen

6.6 Einsingen und Anwenden chorischer Stimmbildungsübungen bezogen auf das Lied „Leise zieht durch mein Gemüt“

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Grundlagen und Methoden einer physiologisch orientierten Stimmbildung für Kinder in einem Kinderchor zu erarbeiten. Die Arbeit adressiert das Problem der stimmlichen Fehlbelastung bei Kindern und zeigt Wege auf, wie durch gezieltes Training, den richtigen Umgang mit Resonanz, Atmung und Artikulation eine gesunde, tragfähige Kinderstimme gefördert werden kann, ohne dabei die kindliche Freude am Singen zu verlieren.

  • Theoretische Grundlagen der Stimmanatomie und Physiologie bei Kindern.
  • Systematik stimmbildnerischer Übungen (Atmung, Ansatzrohr, Registerausgleich).
  • Bedeutung und Durchführung des chorischen Einsingens.
  • Praktische Anwendungsbeispiele und Übungsrepertoire für die Chorprobe.
  • Berücksichtigung von Mutationserscheinungen und individueller kindlicher Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Atmungsorgan

Das Atmungsorgan ist ein Organsystem, das aus mehreren Komplexen besteht:

• der Lunge,

• der Luftröhre mit dem Kehlkopf als Abschluss,

• dem Zwerchfell und

• der Zwischenrippen- sowie Bauch- und Rückenmuskulatur.

Der Muskel, der den Atemvorgang steuert, ist das Zwerchfell (s. Anhang). Es liegt quer (zwerch) im Körper und trennt die Brust- von der Bauchhöhle. Das Zwerchfell entspringt an den unteren Randbegrenzungen des Brustkorbs. Von dort aus steigt es an der Innenseite der Rippen nach oben und wölbt sich dicht unterhalb des Herzens zu einer Kuppel (vgl. Bastian/Fischer 2006, S. 324).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit von Stimmbildung im Kinderchor, um gesundheitlichen Schädigungen durch ungeeignete Tonlagen oder falsche Gesangstechniken entgegenzuwirken.

2 DAS SINGEN MIT KINDERN: Dieses Kapitel erörtert die pädagogische und entwicklungspsychologische Relevanz des Singens und betont die Verantwortung des Chorleiters für eine kindgerechte Stimmführung.

3 DIE STIMME: Es werden die physiologischen Grundlagen des Stimmapparates, der Register, der Resonanz und der Haltung erläutert und mit der Erwachsenenstimme verglichen.

4 EIGENSCHAFTEN DER KINDERSTIMME: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Merkmale der kindlichen Stimmorgane, Stimmfehler und die Phänomene der Mutation.

5 STIMMBILDUNG IM KINDERCHOR: Hier werden didaktische Ansätze, Werkzeuge der Stimmbildung und eine Systematik für das chorische Einsingen und für Übungen vorgestellt.

6 ÜBUNGEN ZUR KINDERSTIMMBILDUNG: Ein umfassender praktischer Teil, der konkrete Übungsbeispiele zu Körperhaltung, Atmung, Ansatzrohr, Stimmtechnik und Dynamik für die Chorarbeit liefert.

Schlüsselwörter

Kinderstimmbildung, Kinderchor, Stimmphysiologie, Zwerchfellatmung, Vokalausgleich, Registerausgleich, Resonanz, Körperhaltung, Chorleitung, Stimmbildung, Mutation, Stimmpflege, Gesangspädagogik, Stimmtechnik, Einsingen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Umsetzung von Stimmbildung im Kinderchor, um die gesunde Entwicklung der Kinderstimme zu gewährleisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Anatomie und Physiologie der Stimme, spezifische Eigenschaften der Kinderstimme sowie methodische Konzepte für eine nachhaltige Kinderstimmbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Chorleitern und Lehrern theoretisches Wissen und praxisnahe Übungen an die Hand zu geben, um Schädigungen der Kinderstimme zu vermeiden und eine physiologisch korrekte, lebendige Singweise zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine umfassende Literaturanalyse stimmphysiologischer Grundlagen mit eigenen Hospitationserfahrungen (z. B. beim Thomanerchor) und einer systematischen Zusammenstellung praktischer Übungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der stimmlichen Grundlagen (Kapitel 3 und 4) sowie in einen ausführlichen methodischen Teil (Kapitel 5 und 6), der Übungen für verschiedene Bereiche der Stimmtechnik und des chorischen Einsingens detailliert beschreibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kinderstimmbildung, Registerausgleich, Vokalausgleich, Stimmphysiologie und chorisches Einsingen geprägt.

Welche Rolle spielen "Bildhafte Vorstellungen" in der Stimmbildung?

Die Autorin betont nach Andreas Mohr, dass Kinder stimmbildnerische Wirkungen oft leichter über Vorstellungen, Bilder und Suggestionen (z. B. beim „Kutschersitz“ oder „Schreibmaschinenspiel“) erzielen können als allein durch rein technische Anweisungen.

Wie geht die Autorin mit dem Thema Mutation um?

Die Mutation wird als Wachstumsstadium betrachtet, wobei die Arbeit zwischen der Knaben- und Mädchenmutation unterscheidet und betont, dass der Zeitpunkt und der Verlauf individuell sehr unterschiedlich sein können.

Warum ist die Wahl des "musikalischen Materials" für Übungen entscheidend?

Laut der Arbeit beeinflusst die Richtung der Melodie (z. B. Auf- oder Abwärtssingen) den Grad der Muskelanspannung; daher muss das Material gezielt ausgewählt werden, um beispielsweise den Registerausgleich zu unterstützen oder Fehlhaltungen zu vermeiden.

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Details

Title
Stimmbildung im Kinderchor
Subtitle
Stimmtraining unter Beachtung physiologischer Besonderheiten der Kinderstimme
College
University of Erfurt
Grade
1,00
Author
Stephanie Gunkel (Author)
Publication Year
2008
Pages
101
Catalog Number
V93042
ISBN (eBook)
9783638054911
ISBN (Book)
9783638947374
Language
German
Tags
Stimmbildung Kinderchor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Gunkel (Author), 2008, Stimmbildung im Kinderchor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93042
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