Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Offline Marketing and Online Marketing

Preispolitik in der Energiewirtschaft. Innovative Elemente im Privatkundenbereich

Title: Preispolitik in der Energiewirtschaft. Innovative Elemente im Privatkundenbereich

Seminar Paper , 2006 , 53 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl.-Ing Marco Groschke (Author), Thomas Rauer (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der Preispolitik in der Energiewirtschaft aus der Sichtweise des Marketings. Die Preispolitik ist eines der wichtigsten Instrumente des Marketings. Sie versucht, durch Preisgestaltung den Nachfrager zum Kauf zu animieren und somit den Absatz und den Gewinn zu steigern. Der Preis spielt dabei eine überaus wichtige Rolle (vgl. Meffert, 2000, 483).
Die Preispolitik umfasst also vielfältigste Bereiche und Prinzipen, die in dieser Arbeit nicht alle behandelt werden können. Die Verfasser konzentrieren sich auf die Preisdifferenzierungsstrategien. Die Formen der Preisdifferenzierung werden theoretisch erarbeitet und anhand von Beispielen der Energiewirtschaft untersucht und erläutert .
Zuvor erläutern die Verfasser die Struktur und Besonderheiten des Elektrizitätsmarktes (Kapitel 2). Ein sehr interessanter Aspekt im Elektrizitätsbereich ist die Preisbildung, die im Kapitel 3 erläutert wird. Im Kapitel 4 wird erörtert, ob Strom ein Sachgut oder eine Dienstleistung ist. Diese Einordnung ist für das Kapitel 5 Preisdifferenzierung von großer Bedeutung. Der Spezialfall der zeitlichen Preisdifferenzierung, dynamische Stromtarife, wird anhand der Eckernförder Tarifstudie sowie weiteren Beispielen dargestellt. Diese bisher wenig umgesetzten Möglichkeiten der Energieversorgungsunternehmen ist das innovative Element der Preispolitik in der Energiewirtschaft und wird deshalb besonders herausgestellt. Die Verfasser untersuchen die Akzeptanz von Realpreisen für Elektrizität durch eine Befragung. Abschließend wird die Arbeit im Fazit zusammengefasst und bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Thema und Aufbau der Arbeit

2. Struktur und Besonderheiten des Elektrizitätsmarktes

3. Preisbildung in der Elektrizitätswirtschaft

3.1. Kostenfaktoren

3.2. Preisbildung am Markt

4. Strom- Produkt oder Dienstleistung?

5. Preisdifferenzierung

5.1. Theoretische Ansätze der Preisdifferenzierung

5.2. Definition, Arten und Ziel der Preisdifferenzierung

5.3. Personenbezogene Preisdifferenzierung

5.4. Räumliche Preisdifferenzierung

5.5. Verwendungsabhängige Preisdifferenzierung

5.6. Mengenbezogene Preisdifferenzierung

5.7. Produktionsbezogene Preisdifferenzierung

5.8. Preisbündelung

5.9. Leistungsbezogene Preisdifferenzierung

5.10. Zeitliche Preisdifferenzierung

6. Dynamische Stromtarife

6.1. Realtime Pricing am Beispiel Eckernförder Tarif

6.2. Time-of-Use tariffs am Beispiel Option Tempo

6.3. Demand Bidding der Southern California Edison

6.4. Critical Peak Pricing in Kalifornien

6.5. Akzeptanz für die Umsetzung eines dynamischen Tarifs in Deutschland

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Preispolitik im Elektrizitätsmarkt für Privatkunden, wobei der Fokus auf innovativen Preisdifferenzierungsstrategien und der praktischen Implementierung dynamischer Stromtarife liegt. Ziel ist es, die Eignung von Preismodellen zur Laststeuerung und die damit verbundene Akzeptanz bei Endkunden zu untersuchen.

  • Grundlagen der Elektrizitätsmarktstruktur
  • Preisbildung und Kostenfaktoren im Energiesektor
  • Charakterisierung von Strom als Dienstleistung
  • Strategien zur Preisdifferenzierung
  • Dynamische Tarife (Realtime Pricing, Time-of-Use)
  • Akzeptanzanalyse bei Haushaltskunden

Auszug aus dem Buch

6.1. Realtime Pricing am Beispiel Eckernförder Tarif

Bei der Verwendung einer Ressource ist es normalerweise so, dass der Preis den jeweiligen Ressourcenverzehr widerspiegelt und dieser vom Verbraucher bezahlt werden muss. Dies gilt ebenfalls für die Stromversorgung in Deutschland. Dabei ist bei großer Nachfrage durch eine hohe Netzbelastung und die Produktion in Spitzenlastkraftwerken der Strom teuer, wogegen er bei geringer Netzbelastung und Betrieb von Grundlastkraftwerken gering ist. Eine hohe Belastung tritt z.B. an Wochentagen, in der Mittagszeit oder bei Einsatz von Beleuchtung in den Abendstunden auf. Dagegen kommt es nachts oder am Wochenende zu einem eher geringen Strombedarf und somit zu geringen Strompreisen. Bei den gegenwärtigen Tarifen wird jedoch ein gleich bleibender Preis über die gesamte Zeit verlangt. Bei einem dynamischen Strompreis wird eine zeitpunkt- und realpreispreisorientierte Abrechnung vorgenommen. Dadurch kommt es für den Verbraucher, wenn er in Spitzenlastzeiten viel Elektroenergie verbraucht, zu höheren Stromkosten. Demzufolge wird der Verbraucher versuchen, die in Spitzenlasten hohen Strompreise durch Verlagerung von Tätigkeiten zu umgehen und somit seinen Stromverbrauch in diesen Zeiten reduzieren (vgl. Feldversuch Eckernförder Tarif, 1996, 1).

Bei den Stadtwerken Eckernförde wurde ein Realtime Pricing Stromtarif von 1994 bis 1996 getestet, der die ändernden Grenzkosten der Stromversorgung unmittelbar widerspiegelt und an den Verbraucher weitergibt. Dabei wurden 1.000 Haushaltskunden in 7 Gebieten getestet, die ein breites Spektrum an unterschiedlichen Haushaltstypen aufweisen. Dadurch konnte sichergestellt werden, dass Aussagen auf Grundlage einer gesicherten Datenbasis gemacht werden konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der Preispolitik im Marketing-Kontext der Energiewirtschaft und Vorstellung der Gliederung.

2. Struktur und Besonderheiten des Elektrizitätsmarktes: Analyse der politischen Rahmenbedingungen, der Marktstruktur und der speziellen Eigenschaften von elektrischer Energie als Gut.

3. Preisbildung in der Elektrizitätswirtschaft: Detaillierte Betrachtung der Kostenfaktoren und der Marktmechanismen der Preisbildung.

4. Strom- Produkt oder Dienstleistung?: Diskussion der Einordnung von Elektrizität als Produkt oder Dienstleistung anhand verschiedener Kriterien.

5. Preisdifferenzierung: Systematische Untersuchung verschiedener Strategien zur Preisdifferenzierung in der Energiewirtschaft.

6. Dynamische Stromtarife: Vorstellung dynamischer Preissysteme wie Realtime Pricing und deren Auswirkungen sowie eine Akzeptanzstudie.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Preissituation und der zukünftigen Anwendbarkeit dynamischer Tarife.

Schlüsselwörter

Preispolitik, Energiewirtschaft, Preisdifferenzierung, Dynamische Stromtarife, Realtime Pricing, Strommarkt, Laststeuerung, Verbraucherverhalten, Elektrizitätsversorgung, Marktstruktur, Strompreis, Akzeptanzstudie, Merit Order, Dienstleistung, Effizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Preispolitik für elektrische Energie im Privatkundenbereich mit einem besonderen Schwerpunkt auf innovativen, dynamischen Preisgestaltungsmodellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Preisbildung an den Strombörsen, theoretische Ansätze zur Preisdifferenzierung sowie die Anwendung und Akzeptanz dynamischer Stromtarife.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, wie Energieversorgungsunternehmen durch gezielte Preisstrategien ihre Marktbearbeitung optimieren können und wie Kunden auf variable Preissignale reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer umfassenden Literatur- und Theorieanalyse führten die Verfasser eine Primärforschung in Form einer Umfrage durch, um die Akzeptanz von dynamischen Stromtarifen in der Bevölkerung zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturelle Marktanalyse, die Erörterung von Preisdifferenzierungskriterien und eine detaillierte Fallstudie zu dynamischen Stromtarifen sowie deren Hemmnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Preisdifferenzierung, Realtime Pricing, Energiewirtschaft, Strommarkt und Lastmanagement.

Warum wird Strom in der Arbeit als Dienstleistung bezeichnet?

Die Verfasser ordnen Strom primär als Dienstleistung ein, da die Mehrzahl der Kriterien für Dienstleistungen, wie die Immateriellkeit und das Dienstleistungsergebnis, erfüllt sind, auch wenn bei der Erzeugung materielle Aspekte eine Rolle spielen.

Was ergab die Umfrage zur Akzeptanz von dynamischen Tarifen?

Die Umfrage zeigt ein eher verhaltenes Interesse; ein Großteil der Befragten kennt den eigenen Strompreis nicht und äußert Bedenken hinsichtlich einer möglichen Kostensteigerung durch dynamische Modelle.

Welche Rolle spielt das Energiemodem in diesem Kontext?

Das Energiemodem fungiert als technisches Hilfsmittel zur automatisierten Laststeuerung, welches den Kunden von der manuellen Überwachung der Strompreise entlastet.

Wie bewerten die Verfasser die Zukunft dynamischer Tarife in Deutschland?

Die Autoren gehen davon aus, dass die kurzfristige flächendeckende Implementierung unwahrscheinlich ist, sehen jedoch langfristig ein hohes Potenzial zur Schaffung eines besseren Energiebewusstseins bei den Konsumenten.

Excerpt out of 53 pages  - scroll top

Details

Title
Preispolitik in der Energiewirtschaft. Innovative Elemente im Privatkundenbereich
College
Brandenburg Technical University Cottbus
Grade
2,0
Authors
Dipl.-Ing Marco Groschke (Author), Thomas Rauer (Author)
Publication Year
2006
Pages
53
Catalog Number
V93048
ISBN (eBook)
9783638070294
ISBN (Book)
9783638955409
Language
German
Tags
Preispolitik Energiewirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing Marco Groschke (Author), Thomas Rauer (Author), 2006, Preispolitik in der Energiewirtschaft. Innovative Elemente im Privatkundenbereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93048
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  53  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint