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Wer ist die Neue Frau? Zwischen Ideal und Realität

Eine Untersuchung der Neuen Frau der 1920er Jahre

Titre: Wer ist die Neue Frau? Zwischen Ideal und Realität

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Lettres - Littérature comparée
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"Schöne Berlinerin, du bist tags berufstätig und abends tanzbereit. Du hast einen sportgestählten Körper, und deine herrliche Haut kann die Schminke nur erleuchten." Dieser Weiblichkeitstypus, der hier von Franz Hessel beschrieben wird und als Neue Frau bezeichnet wurde, soll in der Arbeit untersucht werden. Das schließt mit ein, nicht nur das idealisierte Bild der Neuen Frau darzustellen, sondern auch auf deren Realität, Rezeption und Repräsentation einzugehen.

Zuerst wird die Frage "Wer ist die Neue Frau?" anhand der Diskrepanz von Idealität und Realität beantwortet und anschließend die unterschiedliche Rezeption dieses Frauentyps dargestellt. Dabei stehen die zeitgenössische Fremd- und Selbstwahrnehmung, als auch die sich wandelnde Rezeption in der Forschung ab den 1970er Jahren im Fokus.

Da die Neue Frau oft als mediales Konstrukt beschrieben wird, sollen zeitgenössische Medien, die die Neue Frau thematisieren, genauer analysiert werden. Dabei werden Zeitschriften und Literatur Gegenstand der Untersuchung sein, die getrennt voneinander behandelt werden. In ausgewählten Zeitschriftenartikeln und Frauenromanen, die alle die Neue Frau zum Inhalt haben, werden verschiedene Arten und Schwerpunkte der Repräsentation dargestellt. Aber auch nach den Gründen für eine bestimmte Art der Repräsentation in den Medienformaten wird gefragt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wer ist die Neue Frau?

2.1 Idealität

2.2 Realität

2.3 Rezeptionen der Neuen Frau von der Vergangenheit bis in die 1990er Jahre

3. Die Repräsentation der Neuen Frau in den zeitgenössischen Medien

3.1 Zeitschriften

3.1.1 Repräsentation in der Berliner Illustrirten Zeitung

3.1.2 Repräsentation in Die Dame

3.2 Literatur

3.2.1 Gilgi - eine von uns und Der Herr Direktor

3.2.2 Das kunstseidene Mädchen

3.2.3 Stud. chem. Helene Willfüer

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das medial konstruierte Frauenbild der „Neuen Frau“ in den 1920er Jahren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit das idealisierte Bild der modernen, berufstätigen Frau mit der gesellschaftlichen Realität korrespondiert und welche Rolle Zeitschriften sowie zeitgenössische Literatur bei der Festigung dieses Typs spielten.

  • Gegenüberstellung von Idealbild und sozioökonomischer Lebensrealität der Frauen in den 1920er Jahren.
  • Analyse der Rezeptionsgeschichte des Frauenbildes von der Weimarer Republik bis in die 1990er Jahre.
  • Untersuchung der medialen Repräsentation in illustrierten Zeitschriften wie der Berliner Illustrirten Zeitung und Die Dame.
  • Literarische Dekonstruktion des Frauenbildes anhand ausgewählter Romane von Irmgard Keun, Alice Berend und Vicki Baum.
  • Kritische Betrachtung der Verknüpfung von Geschlechterrollen, Arbeitswelt und körperlicher Normierung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Idealität

Durch die neu aufkommenden Massenmedien wurde in den 1920er Jahren ein Bild eines neuen Frauentyps entworfen und verbreitet, das als Traumvorlage vieler junger zeitgenössischer Frauen diente. Dabei unterschied sich dieser Frauentyp von den Frauenbildern der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg immens hinsichtlich der inneren Einstellung und äußeren Erscheinung.

Die ideale Neue Frau war eine junge Dame, die moderne Kleidung und einen modernen Haarschnitt trug und sich schminkte. Die Mode entsprach dem Garçonne-Stil: Gerade Hemdblusen und Kleider sowie kürzere Röcke, die die Bewegungsfreiheit der Beine ermöglichten, wurden bevorzugt. Außerdem trug die Neue Frau sportliche Jumper und Jacketts. Stümpfe in Hautfarben und Beine generell galten als neues erotisches Symbol. Da die Frau nun zum ersten Mal Bein zeigen konnte, stellte dieses weibliche Körperteil ein öffentliches Novum dar. Deshalb kann man argumentieren, dass die neue Öffentlichkeit der Grund für den Status des Beins als erotische Attraktion war. Durch die Mode wurde sowohl die Identität der Frau gekennzeichnet als auch eine bestimmte Verbindung von Charaktereigenschaften und Kleidung geschaffen. Mode als äußerliches Attribut der Neuen Frau spielte also eine ganz entscheidende Rolle bei deren Konstituierung. Der Bubikopf, der durch den Film Hamlet aus dem Jahr 1921 bekannt wurde, komplementierte dieses Erscheinungsbild und stellte einen krassen Gegensatz zur populären Hochsteckfrisur des Kaiserreichs dar. Die neue Frisur war „nicht nur hübsch, [sondern] auch praktisch“, da sie die Beweglichkeit der Frauen garantierte und leicht zu pflegen war.

Auch hinsichtlich des weiblichen Körpers gab es ein Idealmaß an Formen, dem die Neue Frau entsprechen musste. „[K]nabenhafte Schlankheit, kleine Brüste [und] schmale Hüften“ wurden mit der Neuen Frau assoziiert und waren für die Zeitgenossinnen so erstrebenswert, dass weibliche Körperformen oftmals kaschiert wurden, um dem propagierten androgynen Typ zu entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der „Neuen Frau“ ein, skizziert die wissenschaftliche Herangehensweise und legt den Fokus auf die Diskrepanz zwischen medialem Ideal und tatsächlicher Lebensrealität.

2. Wer ist die Neue Frau?: Dieses Kapitel beleuchtet das idealisierte Erscheinungsbild sowie die sozioökonomische Realität der Frauen in den 1920ern und zeichnet die wandelnde Rezeption des Themas seit den 1970er Jahren nach.

3. Die Repräsentation der Neuen Frau in den zeitgenössischen Medien: Dieser Hauptteil analysiert, wie Zeitschriften und Literatur das Bild der Neuen Frau prägten, wobei sowohl affirmative Darstellungen als auch kritische Gegenentwürfe untersucht werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Neue Frau primär ein ideologisches Konstrukt war, das in der Literatur teilweise entlarvt und kritisch als ambivalente Fiktion hinterfragt wurde.

5. Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche wissenschaftlichen Quellen und Primärtexte aufgeführt, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Neue Frau, 1920er Jahre, Weimarer Republik, Medienwissenschaft, Geschlechterrollen, Emanzipation, Garçonne, Flapper, Zeitschriftenanalyse, Literatur, Körperbild, Erwerbstätigkeit, Konstitutionsmedizin, Modernisierung, Weiblichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das mediale Phänomen der „Neuen Frau“ während der Weimarer Republik und hinterfragt, inwieweit dieses Idealbild mit der Lebensrealität berufstätiger Frauen der 1920er Jahre übereinstimmte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen zählen die mediale Konstruktion von Weiblichkeit durch Mode und Presse, der Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die literarische Darstellung dieses Frauentypus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen der propagierten Freiheit der Neuen Frau und der tatsächlichen, oftmals prekären Lebenssituation vieler Frauen dieser Ära aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine medienkulturwissenschaftliche Analyse angewandt, die Zeitschriftenartikel und ausgewählte Romane auf ihre inhaltliche und ideologische Aussagekraft hin untersucht.

Was behandelt der Hauptteil der Publikation?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Zeitschriften wie „Die Dame“ und die Analyse literarischer Werke von Autorinnen wie Irmgard Keun und Vicki Baum, um verschiedene Facetten des Frauenbildes aufzuzeigen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie „Neue Frau“, „Weimarer Republik“, „Geschlechterrollen“, „Medienkonstruktion“ und „Emanzipation“ beschreiben.

Welche Rolle spielt die „Konstitutionsmedizin“ in der Analyse der Romane?

Die Arbeit zeigt auf, wie die pseudowissenschaftliche Konstitutionsmedizin in der Literatur der Zeit genutzt wurde, um das Bild der Neuen Frau als unnatürlich oder als bloße „Maskerade“ zu diskreditieren.

Inwiefern unterscheidet sich der Typus des „Flappers“ von der klassischen Neuen Frau?

Der Flapper wird als amerikanisierte Variante beschrieben, die zwar modisch dem Ideal entsprach, sich jedoch durch eine bewusste Abneigung gegen Erwerbsarbeit und einen hedonistischen Lebensstil von der arbeitenden Neuen Frau abhob.

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Résumé des informations

Titre
Wer ist die Neue Frau? Zwischen Ideal und Realität
Sous-titre
Eine Untersuchung der Neuen Frau der 1920er Jahre
Université
University of Constance
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
19
N° de catalogue
V931493
ISBN (ebook)
9783346241429
ISBN (Livre)
9783346241436
Langue
allemand
mots-clé
Die Goldenen Zwanziger Die Neue Frau Goldene Zwanziger Neue Frau 1920
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2015, Wer ist die Neue Frau? Zwischen Ideal und Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931493
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