Der Wandel der Kommunikation durch WhatsApp. Das Internet und Emojis als Vermittler von Gefühlen


Hausarbeit, 2018

30 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG IN MODERNE KOMMUNIKATIONSMIT

2. DAS MODERNE KOMMUNIKATIONSMITTEL WHATSAPP

3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
3.1 Das Vierseiten-Modellvon Schulzvon Thun
3.2 Die fünf Axiome von Paul Watzlawick

4. ANWENDUNG DER MODELLE AUF WHATSAPP
4.1 Anwendung des Vier-Seiten-Modells auf WhatsApp
4.2 Anwendung der fünf Axiome von Paul Watzlawick auf WhatsApp
4.2.1 Man kann nicht nicht kommunizieren
4.2.2 Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspe
4.2.3 Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
4.2.4 Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäte
4.2.5 Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.

5. DISKUSSION

LITERATURVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Einleitungsfolie

Abbildung 2: Folie zu WhatsApp

Abbildung 3: Folie zum Vierseiten-Modell

Abbildung 4: Folie zum ersten Axiom

Abbildung 6: Folie zum dritten Axiom

Abbildung 7: Folie zum vierten Axiom

Abbildung 8: Folie zum fünften Axiom

Abbildung 9: Folie zur Anwendung des Vierseiten-Modells auf WhatsApp

Abbildung 10: Folie zur Antwort der Freundin

Abbildung 11: Folie zur Anwendung des ersten Axioms

Abbildung 12: Folie zur Anwendung des zweiten Axioms

Abbildung 13: Folie zur Anwendung des dritten Axioms

Abbildung 14: Folie zur Anwendung des vierten Axioms

Abbildung 15: Folie zur Anwendung des fünften Axioms

Abbildung 17: Folie zur Diskussion

1. Einführung in moderne Kommunikationsmittel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Einleitungsfolie (Bildquelle: CC0-Lizenz, https://pixabay.com/de/medien-social- media-apps-998990/)

Erläuterung Präsentation Abbildung 1:

Die Folie soll gleich zu Anbeginn einen Überblick über einige der aktuell genutzten Medien verschaffen. Somit soll die Vielfalt der modernen Kommunikationsmittel ganz ohne Text oder sonstige Hervorhebungen deutlich werden.

Weltweit werden etwa 2,7 Milliarden Smartphones benutzt (Vgl. „Anzahl der in Gebrauch befindlichen Smartphones weltweit nach Betriebssystem im Dezember 2017 (in Millionen)“, 2017), auf denen laut einer Prognose bis 2021 2,5 Milliarden Menschen Messaging-Apps nutzen werden (Vgl. „Anzahl der monatlich aktiven Nutzer von Messaging-Apps weltweit im Jahr 2016 sowie eine Prognose bis 2021 (in Milliarden)", 2017). Auf sozialen Netzwerken werden bis 2021 sogar 3,02 Milliarden Menschen vertreten sein (Vgl. „Anzahl der Nutzer sozialer Netzwerke weltweit in den Jahren 2010 bis 2016 sowie eine Prognose bis 2021 (in Milliarden)“, 2017). Je mehr Personen solche Plattformen oder Instant Messenger - ein Message Service, das den Gesprächspartnern eine „Echtzeit-Kommunikation“ ermöglicht - nutzen, desto reger und flächendeckender können auch Gespräche darüber gehalten werden. Doch Kommunikation im „sozialen Netzwerk“ ist nicht erst seit dem Einzug des digitalen Zeitalters, sondern schon seit Anbeginn der Menschheit ein essenzielles Thema. Denn das „soziale Netzwerk [beschreibt] ein System, dessen Elemente aus einzelnen Menschen oder aus Gruppen von Menschen bestehen, die durch soziale Beziehungen miteinander verbunden sind“ (Gabriel und Röhrs, 2017, S.3).

Die Kommunikationsart dabei erweiterte sich über Jahrhunderte hinweg von der „Face- to-face“-Kommunikation über die schriftliche Form wie Brief, Telegramm oder SMS bis hin zum aktuell modernsten Kanal der Kommunikation: dem Internet. Neben dem klassischen E-Mail-Austausch nutzen mittlerweile immer mehr sowohl Privat- als auch Geschäftsleute Instant Messenger wie WhatsApp, Facebook Messenger, und Co. als Kommunikationsmittel. „Weil Online-Partner schnell reagieren, [ermöglicht diese Form der modernen Kommunikation] eine gesprächsnahe Atmosphäre ...“ (Kielholz, 2008, S.13). Dies bedeutet, dass das Internet „schon lange nicht nur für die Informationsgewinnung zuständig ist“, (Scheerer, 2013, S.13) so wie es beim Web 1.0 der Fall war, sondern die Vermittlung von Emotionen und Gefühlen mittlerweile eine relevante Rolle dabei spielt. Ein gutes Beispiel hierfür stellt auch facebook, eine „social network site“ (SNS), dar. Besonders bekannt ist diese SNS durch ihren „Like-Button“. Stellt ein Nutzer einen Beitrag online, kann durch einen einzelnen Klick auf den „Daumen-hoch-Button“ eine Emotion gezeigt werden. Dabei kann dieser - abhängig vom Kontext - nicht nur „gefällt mir“ bedeuten, sondern auch eine andere Nachricht übermitteln. Konstanze Marx führt in ihrem Aufsatz „ ,Es ist kompliziert' Facebook- Kommunikation über Gefühle als Diskussionsgegenstand im Kompetenzbereich Sprachreflexion“ (2015, S.37) als Beispiel eine Person an, die einen Beitrag zu ihrem Geburtstag postet. Darunter kommentieren und gratulieren ihr einige Personen aus ihrer Freundesliste und das Geburtstagskind reagiert auf die Glückwünsche lediglich damit, indem es den „Gefällt-mir-Button“ der jeweiligen Kommentare anklickt. Damit drückt die Person aus, dass sie sich für die netten Worte bedanken möchte, ohne auch nur einmal das Wort „Danke“ geschrieben zu haben.

Aber nicht nur bei Facebook sondern eben auch bei Instant-Messengern wie WhatsApp gibt es verschiedene Arten der Informationsübermittlung, die sowohl mit einer „face-to- face“-Kommunikation kongruieren als auch sich davon differenzieren können, was oft zu Missverständnissen führen kann. Genau diese Parallelen und Abweichungen sollen in dieser Arbeit dargestellt werden.

2. Das moderne Kommunikationsmittel WhatsApp

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Folie zu WhatsApp (Bildquelle: CC0-Lizenz, https://pixabay.com/de/bald-vektor- whatsapp-bald-whatsapp-873316/)

Erläuterung Präsentation Abbildung 2:

Die Farbe der Überschrift dieser Folie gibt die Farbe des WhatsApp-Logos wider und zieht sich auch in den weiteren Folien hindurch. Außerdem soll auch der Hintergrund der Folie die Farbgebung des Originalhintergrunds eines WhatsApp­Chats imitieren. Die Fakten werden nacheinander in der Reihenfolge eingeblendet, in der sie auch vorgestellt werden.

Im Jahr 2009, also vor nicht einmal zehn Jahren, wurde das Startup-Unternehmen WhatsApp.Inc. von Jan Koum und Brian Acto gegründet. Bereits fünf Jahre später konnte das Unternehmen eine Nutzerzahl von weltweit 400 Millionen verzeichnen (Vgl. Groll, 2014). Mittlerweile sind es sogar 1,5 Milliarden Menschen weltweit (Vgl. „Anzahl der monatlich aktiven Nutzer von WhatsApp weltweit in ausgewählten Monaten von April 2013 bis Januar 2018 (in Millionen)“, 2013-2018), die diesen Messenger auf ihrem Smartphone installiert haben und 450 Millionen die diesen auch täglich nutzen (Vgl. „Anzahl der täglich aktiven Nutzer von WhatsApp Status weltweit in ausgewählten Monaten von Juli 2017 bis Mai 2018 (in Millionen)“, 2017-2018).

Ein Grund, weshalb diese App so angenommen wird, könnte sein, dass es vor Einführung von WhatsApp keinen Instant-Messenger gab, bei dem man keinen eigenen Account anlegen musste, sondern die Angabe der Handynummer und ein funktionierendes Internet zur Nutzung ausreichte. „Im Kern ähnelt der Dienst der klassischen Short Text Message (SMS) - nur mit dem gewichtigen Unterschied, dass für die Nutzer anfangs keinerlei zusätzliche Kosten anfielen“ (Morcinek, 2014). Zudem kann die Unterhaltung über WhatsApp mit zusätzlichen Medien wie Bild, Ton und Video erweitert und mit aussagekräftigen Emoticons und sogenannten GIFs (eine animierte Bilddatei, die in einer Endlosschleife abläuft und meistens eine Reaktion oder ein Gefühl abbildet) unterstrichen werden. Dies führt dazu, dass die Kommunikation übers Internet, ganz speziell über WhatsApp der „Face-to-face“-Kommunikation ähnlicher ist als je zuvor, da geschriebene Worte nun auch mit der zugehörigen Emotion übermittelt werden können.

3. Theoretische Grundlagen

Anhand von zwei bekannten Kommunikationsmodellen soll später ermittelt werden, inwiefern bei der Kommunikation über WhatsApp Probleme und Missverständnisse entstehen können und in welchen Punkten es kongruent zum klassischen Gespräch ist. Dabei sollen zum einen das Vierseiten-Modell von Schulz von Thun und zum anderen die fünf Axiome von Watzlawick Abhilfe schaffen. Was die jeweiligen, grundsätzlichen Erkenntnisse und Inhalte der Modelle sind, wird im Weiteren erläutert.

3.1 Das Vierseiten-Modell von Schulz von Thun

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Folie zum Vierseiten-Modell (Bildquellen: 1: „Vier-Seiten-Modell“. In: https://commons.wikimedia.Org/wiki/File:Vier-Seiten-Modell_de.svg, 2:„SchulzVonThunVierOhrenModell“. In https://commons.wikimedia.Org/wiki/File:SchulzVonThunVierOhrenModell.svg)

Erläuterung Präsentation Abbildung 3:

Hier wird zuerst das linke Modell eingeblendet und allgemein erklärt. Daraufhin soll mit der Einblendung des rechten Modells noch die Spezialisierung auf das Vier- Ohren-Modell erläutert werden. Auch hier ist wieder die Farbgebung des WhatsApp-Logos anhand der Überschrift und des Pfeils zu erkennen.

Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun stellte 1981 (Vgl. Schulz von Thun, o.J.) fest, dass jede Nachricht „..., die ein Sender einem Empfänger übermittelt, eine Einheit darstellt, die vier Botschaften gleichzeitig umfasst“ (Traut-Mattusch/Frey, 2006, S.539). Er stellte diese vier Seiten in einem Quadrat dar und definierte sie folgendermaßen: Zum einen kann die Äußerung über die Ebene der Sachinformation laufen, also worüber genau wird informiert, was ist der sachliche Inhalt der Botschaft. Zum zweiten beschreibt das Quadrat die Selbstkundgabe. Sie beschreibt das, was der Sender über sich selbst Preis gibt. Eine weitere Seite ist die Beziehungsseite. Hier wird ersichtlich, in welcher Beziehung die Kommunizierenden zueinander stehen - dabei ist nicht unbedingt der dauerhafte Beziehungszustand gemeint, sondern wie die beiden im Moment zueinander stehen. Als viertes spielt noch die Appellseite eine Rolle, da diese Aufschluss darüber gibt, welche Reaktion der Sender beim Empfänger eigentlich mit seiner Nachricht erreichen will. Eine weitere Erkenntnis bezüglich des Vier-Seiten­Modells ist, dass „der Schwerpunkt, der in der Nachricht enthalten ist, [meistens] auf einer oder zwei der insgesamt vier relevanten Kommunikationsebenen [liegt]“ (Traut- Mattusch/Frey, 2006, S.540). Während man bei der Gesprächsrichtung vom Sender zum Empfänger von vier Schnäbeln spricht, wird das Quadrat, wenn es in Empfänger-zu Sender-Richtung verwendet wird, zu einem Vier-Ohren-Modell. Die Seiten werden bei beiden Modellvarianten wie bereits oben beschrieben definiert. Auch bei letzterer Variante ist den Empfängern „häufig ... gar nicht bewusst, dass drei Ohren geschlossen sind, während eines weit offen steht“ (Walter, 2010, S.55). Dadurch kann es laut Traut­Mattausch (2006) und Frey sehr schnell zu Missverständnissen kommen, vor allem wenn sich beim Empfänger einseitige Empfangsgewohnheiten ausbilden.

3.2 Die fünf Axiome von Paul Watzlawick

Der österreich-amerikanische Psychotherapeut, Kommunikationswissenschaftler und Autor Paul Watzlawick veröffentlichte 1969 (Vgl. Klenk, 2007) eine Kommunikationstheorie, die sich auf fünf Axiome (Grundsätze, die keines Beweises bedürfen) beruft. Diese „können ... als Richtschnur für [die] Gesprächsführung dienen“ (Walter, 2004, S.24). Dabei hat er folgende fünf Axiome aufgestellt:

1. Man kann nicht nicht kommunizieren
2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt
3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

Im Folgenden sollen diese genauer erläutert werden:

1. Man kann nicht nicht kommunizieren

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Folie zum ersten Axiom (Bildquelle: CC0-Lizenz, https://pixabay.com/de/emotionen- smileys-gef%C3%BChle-gesichter-36365/)

Erläuterung Präsentation Abbildung 4:

Anhand der unterschiedlichen Mimiken soll dem Zuhörer deutlich gemacht werden, dass jeglicher Ausdruck auch eine Form der Kommunikation ist. Dabei sollen keine Texte oder Stichpunkte vom Vortrag ablenken.

„Für Watzlawick ist jegliches Verhalten bzw. Handeln Kommunizieren“ (Walter, 2004, S.24). Dabei ist zu beachten, dass laut Ternes (2003, S.33) es drei grundsätzliche Kommunikationsformen gibt, nämlich die verbale, paralinguistische und nonverbale Kommunikation. Letzteres bedeutet somit, dass man auch bei einer vermeintlichen Nichthandlung ein Signal oder eine Botschaft sendet. Auch Rowold (2015) beschreibt, dass das fehlende Reagieren eine Kommunikation darstellt, woraus man folgen kann, dass man, egal wie man es auch versuchen mag, nicht nicht kommunizieren kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Folie zum zweiten Axiom (Bildquellen: 1: CC0-Lizenz, https://pixabay.com/de/hilfe-information-probleml%C3%B6sung-1013701/, 2: CC0-Lizenz, https://pixabay.com/de/gesch%C3%A4ft-b%C3%BCro-vertrag-vereinbarung-3167295/)

Erläuterung Präsentation Abbildung 5:

Auch hier sollen wieder nur die Bilder unterstützend zur Erläuterung des Vortragenden dienen. Dabei soll das Informationsbild und das Händeschütteln die Kernaussage des zweiten Axioms erklären.

Dieses Axiom ist ähnlich zu der Aussage von Schulz von Thun, dass sowohl die Sachebene als auch die Beziehungsebene bei der Kommunikation relevant sind. „Man kann keine Botschaft senden, ohne dass der Beziehungsaspekt eine Rolle spielt“ (Rowold, 2015, S.46). Neben dem informativen Inhalt kann man aus einer Nachricht immer noch zusätzlich rauslesen, in welchem Verhältnis die Interagierenden zueinander stehen, denn „über den Beziehungsaspekt teilt der Sender dem Empfänger mit, wie er verstanden werden möchte, also wie die Daten aufzufassen sind“ (Ternes, 2003, S.38).

3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Folie zum dritten Axiom (Bildquelle: User:SvT-Institut .„Teufelskreis thun“. In: https://commons.wikimedia.Org/wiki/File:Teufelskreis_thun.svg)

Erläuterung Präsentation Abbildung 6:

Anhand des einfach dargestellten Kreislaufs soll das dritte Axiom erklärt werden.

Auch hier werden wieder keine erklärenden Stichpunkte verwendet.

„Kommunikation beruht auf einem Wechselspiel aus Aktion und Reaktion“ (Geipel, 2017). Damit ist gemeint, dass eine Handlung beziehungsweise eine Aussage meistens eine Antwort auf eine vorhergehende Situation ist. „[Dabei nehmen beide Kommunikationspartner an], dass der jeweils andere die gleichen Informationen besitzt, wie er selbst“ (Rowold, 2015, S.47). Da dies aber oft nicht der Fall ist, kann dies schnell in einem Teufelskreis enden und die Gesprächspartner fühlen sich angegriffen oder missverstanden. Denn „jeder der beiden macht den von ihm erkannten Anfangspunkt für den Beginn der Auseinandersetzung geltend“ (Walter, 2010, S.27).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Folie zum vierten Axiom (Bildquellen: Bild 1: https://karrierebibel.de/positive- emotionen/, Bild 2: CC0-Lizenz, https://pixabay.com/de/hilfe-information-probleml%C3%B6sung- 1013701/)

Erläuterung Präsentation Abbildung 7:

Auch hier sollen die Bilder wieder nur unterstützend dienen. Das linke Bild stellt die nonverbalen und das rechte Bild die verbalen Modalitäten dar.

Wenn man miteinander kommuniziert, ist nicht nur relevant, was dabei gesagt wird, sondern auch, welche anderen Faktoren dabei mitspielen. Eine Botschaft ist „digital“, „wenn der Inhalt [der] Mitteilung in Zeichen verschlüsselt wird (Buchstaben, Wörter, Zahlen) und deren gegenständliche und/oder begriffliche Bedeutung eindeutig ist“ (Walter, 2010, S.28). „Analog“ hingegen kann beispielsweise die Mimik, Körpersprache oder der Tonfall sein. „Hier fehlt häufig eine klare Regelung, wie diese Zeichen zu entschlüsseln sind. Sie sind auf unterschiedliche Art interpretierbar“ (Walter, 2010, S.28). Wenn also analoge und digitale Modalitäten nicht übereinstimmen oder die analoge Seite der Botschaft falsch aufgefasst wird, kann es auch hier zu Missverständnissen kommen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Folie zum fünften Axiom (Bildquellen: 1: CC0-Lizenz, https://pixabay.com/de/silhouette-waage-gerechtigkeit-3267887/, 2: CC0-Lizenz, https://pixabay.com/de/waage-gerechtigkeit-wiegen-gekippt-307248/)

Erläuterung Präsentation Abbildung 8:

Der rote Faden zieht sich auch bis zum letzten Axiom durch. Auch hier werden wieder keine Worte auf der Folie verwendet, sondern die Waagen sinnbildlich für symmetrische (linke Waage) und komplementäre (rechte Waage) Kommunikationsarten abgebildet.

Eine Kommunikation kann stark davon abhängen, ob die Gesprächspartner sich auf „Augenhöhe“ begegnen oder einer von beiden der Überlegene im Gespräch ist. „Dabei ist nicht von Bedeutung, ob die Kommunikation mit einer ranghöheren Person stattgefunden hat oder nicht. Viel wichtiger ist, dass die beiden Gesprächspartner versuchen, die Unterscheide auszugleichen“ (Rowold, 2015, S.47). Wenn also einer der Interagierenden sich von vornherein überlegen verhält im Gespräch, handelt es sich um eine komplementäre Kommunikation. Stellen sich beide auf eine Ebene führen sie eine symmetrische Kommunikation.

[...]

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Der Wandel der Kommunikation durch WhatsApp. Das Internet und Emojis als Vermittler von Gefühlen
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
30
Katalognummer
V931718
ISBN (eBook)
9783346250377
ISBN (Buch)
9783346250384
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation, WhatsApp, Instantmessenger, Wandel der Kommunikation, Social Media
Arbeit zitieren
Alina Scheitza (Autor), 2018, Der Wandel der Kommunikation durch WhatsApp. Das Internet und Emojis als Vermittler von Gefühlen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931718

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