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Der Genitivschwund. Sprachwandel und Sprachkritik anhand eines Beispiels

Titre: Der Genitivschwund. Sprachwandel und Sprachkritik anhand eines Beispiels

Dossier / Travail , 2018 , 18 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Walter (Auteur)

Philologie Allemande - Sémiotique, Pragmatique, Sémantique
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Offenkundig bietet Sprachwandel viele Anhaltspunkte für sowohl positive als auch negative Sprachkritik. Ergo stehen Sprachwandel und Sprachkritik immer in Verbindung. Anhand des Beispiels des Genitivs, der scheinbar vom Dativ ersetzt wird, lässt wird in dieser Arbeit veranschaulicht, was man unter Sprachwandel im Allgemeinen versteht, wie Sprachkritik damit korreliert, welche Ansichten der Autor Bastian Sick in dieser Hinsicht vertritt und was an diesen zu kritisieren ist.

"Früher war alles besser", sagen ältere Menschen gern. Wie auch immer man die Vergangenheit bewertet, sicher ist: Früher war einiges anders." Was in diesem Zusammenhang für die Gesellschaft, den Lebensstil der Menschen, Politik oder auch Medizin gilt, gilt ebenso für die Sprache. Sowohl in geschriebener, aber auch in gesprochener Form unterscheidet sich unsere heutige Sprache grundlegend von früheren Varianten. Sprachwandel ist ein Phänomen, welches sich seit Beginn der Sprachbeobachtung fortlaufend wahrnehmen lässt.

Die Gründe dafür sind vielseitig: Während in den älteren Formen der deutschen Sprache die Lautverschiebungen eine Rolle spielten, sind es heutzutage Vorgänge wie die Globalisierung und die Digitalisierung, die zu maßgeblichen Veränderungen unserer Art des Sprechens und des Schreibens beitragen. Ein prägnantes Beispiel für den Sprachwandel ist der Wechsel vom Gebrauch des Genitivs zum Dativ. Damit befasst sich auch Bastian Sick, welcher dieses Phänomen und die Ausmaße dieses Wandels in seinem Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" auf humorvolle Art und Weise vorstellt und erklärt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Was versteht man unter Sprachwandel?

2.2 Was versteht man unter Sprachkritik?

2.3 Das Phänomen des Genitivschwunds

2.4 Kritik an Sick

2.4.1 Kritik an Sicks Meinung zum Genitivschwund

2.4.2 Kritik an Sicks Meinung zu Anglizismen und „making sense“

3 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen Sprachwandel und Sprachkritik am Beispiel des sogenannten Genitivschwunds. Ziel ist es, die populärwissenschaftlichen Thesen von Bastian Sick kritisch zu beleuchten und den Sprachwandel in einen diachronen Kontext zu setzen, um dessen Natürlichkeit und Unausweichlichkeit wissenschaftlich einzuordnen.

  • Analyse des Prozesses des Sprachwandels im Deutschen
  • Definition und Funktion der Sprachkritik
  • Untersuchung des Genitivschwunds als historisches Phänomen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Position von Bastian Sick
  • Diskussion über Anglizismen und deren Bewertung in der Sprachpflege

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Phänomen des Genitivschwunds

Ganz simpel erklärt bezeichnet man als „Genitiv“ den zweiten Fall und somit eine Deklinationsform in der deutschen Sprache. Der Genitiv markiert in den typischsten Fällen Attribute, wie zum Beispiel „das Haus des Nachbarn“ oder „der Klang einer fernen Glocke“. „Daneben tritt der Genitiv auch bei Ergänzungen von Präpositionen, Adjektiven und Verben auf, sowie in bestimmten adverbiellen Funktionen“ (s. Wikipedia: Genitiv). Den dritten Fall in der deutschen Grammatik nennt man „Dativ“. Es ist des Dativs Aufgabe, den Empfänger eines Gegebenen zu bezeichnen. Daher nennt man den dritten Kasus auch den „Wem-Fall“ . In dem Satz „Die Jacke gehört dem Vater“ wäre das sogenannte Dativ-Objekt folglich „dem Vater“. Nun ist es allerdings so, dass der Dativ den Genitiv zu ersetzen scheint. „Im Deutschen als einer flektierenden Sprache spielt Kasus immer noch eine große Rolle, er wird allerdings zunehmend abgebaut. Insbesondere der Genitiv scheint von diesen Abbautendenzen betroffen zu sein“ (Pittner, 2014, S.1). Als „Genitivschwund“ wird das zuvor bereits erwähnte und von Sick so stark kritisierte Phänomen bezeichnet. Auch Sprachwissenschaftler sind sich mittlerweile einig, dass der Dativ den Genitiv ersetzt. „Der Genitivschwund und stellt ein Problem dar, das in der deutschen Sprachwissenschaft heftig diskutiert wird. Es scheint, als verliere vor allem die Jugend die Fähigkeit, den Genitiv korrekt zu benutzen und wende sich lieber anderen Konstruktionen, wie dem possessiven Dativ, zu. Viele interpretieren dies als Verkümmerung der deutschen Sprache. Es handelt sich jedoch nicht um ein Phänomen, das erst in jüngster Vergangenheit auftrat…“ (Schätzle, 2013). Schon hier wird die gängige Meinung der Kritiker zu dieser sprachlichen Auffälligkeit deutlich, nämlich, dass der Wechsel vom Genitiv zum Dativ sprachlichen Verfall markiert. Dieser spezifische Sprachwandel wird in den meisten Fällen negativ bewertet und kritisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Sprachwandels ein, stellt die populären Werke von Bastian Sick vor und skizziert die kontroversen Reaktionen auf seine sprachkritischen Ansichten.

2 Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Grundlagen des Sprachwandels und der Sprachkritik, analysiert das Phänomen des Genitivschwunds anhand historischer Daten und bietet eine kritische Auseinandersetzung mit Sicks Thesen zu Genitiv und Anglizismen.

3 Schluss: Das Schlusskapitel resümiert, dass Sprachwandel ein natürlicher, bereichernder Prozess ist und appelliert an eine weitsichtigere, weniger puristische Betrachtungsweise von Sprachveränderungen.

Schlüsselwörter

Sprachwandel, Sprachkritik, Genitivschwund, Bastian Sick, Anglizismen, Sprachpurismus, Dativ, Sprachwissenschaft, Sprachverfall, historische Syntax, Normierung, Sprachpflege, Standardsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Sprachwandels im Deutschen, insbesondere im Hinblick auf die kritische Auseinandersetzung mit dem sogenannten Genitivschwund und den populären Thesen von Bastian Sick.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der linguistischen Einordnung von Sprachwandel, dem Wesen der Sprachkritik und der Bewertung von Sprachveränderungen durch den Sprachgebrauch der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die populärwissenschaftlichen Forderungen nach einem Erhalt alter grammatischer Formen wissenschaftlich zu hinterfragen und den Wandel der Sprache als natürlichen Prozess darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie den Vergleich historischer Sprachdaten, um die diachrone Entwicklung des Genitivs zu belegen und Sicks Thesen zu entkräften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen von Sprachwandel und Sprachkritik, eine detaillierte Analyse des Genitivschwunds mittels empirischer Belege sowie eine explizite Kritik an Bastian Sicks Publikationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sprachwandel, Sprachkritik, Genitivschwund, Bastian Sick, Anglizismen und Sprachpurismus.

Inwiefern entkräftet die Arbeit die Kritik am „Sinn machen“?

Unter Verweis auf Anatol Stefanowitsch zeigt die Arbeit auf, dass „Sinn machen“ historisch bereits im 18. Jahrhundert von Gotthold Ephraim Lessing verwendet wurde und keine bloße unreflektierte Übernahme aus dem Englischen darstellt.

Wie steht die Arbeit zum Verein Deutsche Sprache (VDS)?

Die Arbeit betrachtet die Bemühungen des Vereins, deutsche Äquivalente für Anglizismen zu finden, als teils künstlich und erzwungen, da Sprachentwicklungen sich kaum durch bewusste Normierung stoppen lassen.

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Résumé des informations

Titre
Der Genitivschwund. Sprachwandel und Sprachkritik anhand eines Beispiels
Université
University of Trier
Note
1,7
Auteur
Daniel Walter (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
18
N° de catalogue
V931901
ISBN (ebook)
9783346253248
ISBN (Livre)
9783346253255
Langue
allemand
mots-clé
Germanistik Sprachwandel Sprachkritik Genetiv Genetivschwund Hausarbeit
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Citation du texte
Daniel Walter (Auteur), 2018, Der Genitivschwund. Sprachwandel und Sprachkritik anhand eines Beispiels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/931901
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Extrait de  18  pages
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