Ziel der Arbeit soll es sein, einen Überblick über die regionalen Gebrauchsstandards in Deutschland von Nord nach Süd zu geben. Untermauert werden soll dieser Überblick durch eine Betrachtung verschiedener sprachlicher Phänomene mit der Darstellung von Sprachkarten zu Beispielworten und deren Aussprache in Nord- und Süddeutschland. Unter Zuhilfenahme der Ausarbeitungen von Nina Berend zum Gebrauchsstandard soll eine Unterscheidung zwischen der Standardsprache und der tatsächlichen Gebrauchssprache gefunden werden. Auch möchte diese Arbeit der Frage nachgehen, warum die eigentliche Gebrauchssprache bisher noch nicht in den täglich genutzten Sprachgebrauch etabliert wurde, obwohl sie doch diejenige ist, die, neben der Form des formellen und informellen Hochdeutsch, von den Sprechern genutzt wird.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Hauptteil
2.1 Definition zentraler Begrifflichkeiten
2.2 Exkurs: Regionale Gebrauchsstandards nach Nina Berend
2.3 Exkurs: Atlas zur Aussprache des deutschen Gebrauchsstandards
2.4 Methodisches Vorgehen
2.5 Vergleich der Sprachkarten von Nord- bis Süddeutschland
2.5.1 Vokalismus
2.5.1.1 Kurzvokale
2.5.1.2 Langvokale
2.5.2 Konsonantismus
2.5.3 Wortnebenton
III. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die regionalen Gebrauchsstandards in Deutschland mit einem Fokus auf den nord-südlichen Vergleich. Ziel ist es, anhand des "Atlas zur Aussprache des deutschen Gebrauchsstandards" (AADG) linguistische Variationen in der Aussprache darzustellen und zu analysieren, warum sich diese Gebrauchsformen bisher kaum in der normierten Standardsprache widerspiegeln.
- Unterscheidung zwischen Standardsprache und tatsächlicher Gebrauchssprache
- Analyse regionaler Ausspracheunterschiede anhand von Sprachkarten
- Kategorisierung sprechsprachlicher Merkmale (Vokalismus, Konsonantismus, Wortnebenton)
- Diskussion über die Relevanz von Gebrauchsstandards in der Sprachforschung
Auszug aus dem Buch
2.1 DEFINITION ZENTRALER BEGRIFFLICHKEITEN
Zu aller erst ist wichtig, den Begriff der Standardsprache zu definieren, da wir hier eine übergeordnete Form der Sprache vorfinden, der sich die im Folgenden genannten Begrifflichkeiten unterordnen. Unter Standardsprache versteht man laut Duden Fremdwörterbuch eine „[…] über Umgangssprache, Gruppensprache und Mundarten stehende, allgemein verbindliche Sprachform, die sich im mündlichen und schriftlichen Gebrauch normsetzend entwickelt hat [...]“ (Duden Fremdwörterbuch 2016: 986)
Hierbei stellt sich anschließend die Frage, was für eine Bedeutung die der Standardsprache untergeordneten Begriffe haben.
Unter Umgangssprache zählt man gemeinhin die Sprache, die „im täglichen Umgang mit anderen Menschen verwendet wird; [die] nicht der Standardsprache [entspricht], aber weitgehend akzeptierte, meist gesprochene überregionale Sprache“. (Duden online: „Umgangssprache“) Umgangssprache wird demnach vor allem in Gruppierungen, Freundeskreisen oder unter Bekannten genutzt; sei es in der Schule, im Rahmen der Universität unter Kommilitonen, bei der Arbeit etc..
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Seminarthema ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und definiert den methodischen Rahmen sowie die zentrale Fragestellung zur Gebrauchssprache.
II. Hauptteil: Der Hauptteil bietet eine theoretische Fundierung durch Begriffsdefinitionen und Exkurse zur Forschung von Nina Berend sowie zum AADG, gefolgt von einer detaillierten Analyse ausgewählter Sprachkarten.
2.1 Definition zentraler Begrifflichkeiten: Hier werden grundlegende Termini wie Standardsprache, Umgangssprache und Dialekt/Mundart definiert, um ein Verständnis für die Varietätenlinguistik zu schaffen.
2.2 Exkurs: Regionale Gebrauchsstandards nach Nina Berend: Dieses Kapitel widmet sich der Definition und Kategorisierung von Gebrauchsstandards durch Nina Berend, insbesondere der Unterscheidung zwischen sprechsprachlichen und regionaltypischen Merkmalen.
2.3 Exkurs: Atlas zur Aussprache des deutschen Gebrauchsstandards: Hier wird der AADG als zentrales Analyseinstrument vorgestellt und seine Bedeutung für die Untersuchung formeller und informeller Aussprachevariationen dargelegt.
2.4 Methodisches Vorgehen: Dieser Abschnitt beschreibt das Vorgehen beim Vergleich der Sprachkarten unter Berücksichtigung der Kategorien Vokalismus, Konsonantismus und Wortnebenton.
2.5 Vergleich der Sprachkarten von Nord- bis Süddeutschland: In diesem Kapitel werden konkrete Sprachbeispiele analysiert, um die regionalen Unterschiede in der Aussprache von Nord nach Süd empirisch zu veranschaulichen.
2.5.1 Vokalismus: Analyse der Vokalrealisierungen anhand von Fallbeispielen zu Kurzvokalen und Langvokalen.
2.5.2 Konsonantismus: Untersuchung konsonantischer Variationen in An- und Inlautpositionen anhand ausgewählter Begriffe.
2.5.3 Wortnebenton: Betrachtung der Auslautphänomene bei Wörtern mit der Endung -ig.
III. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Validität der aufgestellten Thesen und reflektiert die Komplexität regionaler Sprachunterschiede im deutschen Sprachraum.
Schlüsselwörter
Gebrauchsstandard, Standardsprache, Umgangssprache, Dialekt, AADG, Sprachkarten, Vokalismus, Konsonantismus, Wortnebenton, Regionalsprache, Sprachvariation, Deutschland, Linguistik, Aussprachenorm, Sprachgebrauch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung regionaler Gebrauchsstandards in Deutschland und beleuchtet die Diskrepanz zwischen kodifizierter Standardsprache und der tatsächlich gesprochenen Sprache.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Definition linguistischer Begriffe, die Auswertung von Sprachdaten aus dem Atlas zur Aussprache des deutschen Gebrauchsstandards sowie die Analyse spezifischer phonetischer Phänomene.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die regionale Variation der deutschen Aussprache von Nord nach Süd zu geben und zu untersuchen, warum diese Varietäten oft nicht als Standard anerkannt sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?
Die Arbeit stützt sich primär auf die qualitative Analyse von Sprachkarten des AADG (Atlas zur Aussprache des deutschen Gebrauchsstandards) sowie auf die theoretischen Vorarbeiten von Nina Berend.
Welche Inhalte werden im Hauptteil vertieft behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodische Erläuterungen und einen empirischen Vergleich phonetischer Phänomene in den Bereichen Vokalismus, Konsonantismus und Wortnebenton.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?
Gebrauchsstandard, Sprachvariation, AADG, Nord-Süd-Vergleich und regionale Aussprachenormen sind die prägenden Begriffe dieser Untersuchung.
Was zeichnet die Definition des Gebrauchsstandards nach Nina Berend aus?
Berend versteht unter Gebrauchsstandard geographisch definierte Sprachmuster, die im jeweiligen Kontext ein hohes Prestige genießen und sowohl in formellen als auch informellen Registern akzeptiert sind.
Warum ist der Vergleich zwischen den Wörtern "Gipfel" und "Lippe" für die Analyse relevant?
Dieser Vergleich verdeutlicht, wie Kurzvokale je nach geographischer Lage unterschiedlich oder einheitlich realisiert werden, was die Vielfalt und die Grenzen des Gebrauchsstandards aufzeigt.
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- Anonym (Autor:in), 2020, Literatur und Sprache der Gegenwart. Ein Vergleich von Nord nach Süd, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/932039