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Die Zeit als Raum der Kausalität - Über die aktuelle Diskussion Kants

Titre: Die Zeit als Raum der Kausalität - Über die aktuelle Diskussion Kants

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 34 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Nikolaos Kromidas (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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Die Zeit als Raum der Kausalität erfährt von den behandelten Autoren eine Neugestaltung. Die Zeit wird als notwendiger Bestandteil des Begriffs der Kausalität verstanden, aber es wird nicht, wie in Kants Ansatz davon ausgegangen, dass jede Veränderung nach dem Kausalgesetz geschieht, d.h. dass jede Veränderung unter den Begriff der Kausalität subsumiert werden kann. Es gibt Veränderungen, für die wir keine hinreichenden (und notwendigen) Bedingungen der Zeitordnung angeben können (Bereiche der Quantenmechanik). Aber diese Gegebenheiten beeinflussen die Gültigkeit und die Anwendbarkeit des Begriffs der Kausalität keineswegs. Wir können weiterhin und müssen sogar große Gebiete unserer Erfahrung unter den Begriff der Kausalität stellen. Beck vertritt ausdrücklich die Meinung, dass nur entlang kausaler Determiniertheit (unserer Messverfahren im makroskopischen Bereich) ein Wissen über kausale Indeterminiertheit (im mikroskopischen Bereich) überhaupt möglich ist.
Strawson legt die Gewichtung seiner Ausführungen auf die Zeit-Relationen, die er auf reale Gegenstände zurückführt (und nicht auf die äusseren Gegenstände Kants, die nichts über reale Ding aussagen, ausser dass diese existieren mögen), um objektive von subjektiven Zeit-Relationen zu unterscheiden. Beck verbindet die Zeitverhältnisse mit den Kategorien und zeigt, dass diese Verbindung anhand der Empirie einer Prüfung unterzogen wird, ob sie im Einklang mit dem "perceptual isomorphism" steht. Bennett wendet gegen Kant vor allem ein, dass ein immerwährendes, ein immer wieder auftretendes Zeitverhältnis keine Notwendigkeit beinhaltet, auch wenn es in Mackies Worten eine natürliche Notwendigkeit ausdrückt. Und Mackie verwendet die Zeit als einen epistemischen Fluchtpunkt der Perspektive, aus der heraus die Richtung der Kausalität fixiert wird, um damit den Begriff der Kausalität als kausale Vorrangigkeit zu definieren.
M. E. ist die Nähe von Beck und Mackie zu Kants Argumentationsgang am größten, in welchem die Dimension Zeit als Evidenz eine Nutzung widerfährt, uns einen epistemischen Zugang zu eröffnen, den empirisch unbeobachtbaren (Wirkungs-)Raum der Kausalität als kategorische Regel zu verstehen. Die Zeit ist als epistemischer Raum der Anwendung der Kausalität (als Regel) zu begreifen, und nicht als ontologischer Raum zwischen zwei Zeigerstellungen.

Keywords: Kant, Kausalität, Zeit, Kategorien.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Kants Ansatz Oder: Wie hängen Zeit und Kausalität zusammen?

2. Das Kausalgesetz: Die Unterscheidung zwischen Sachverhalt und Ereignis, sowie Ursache und Wirkung

2.1. Peter F. Strawsons Diskussionsbeitrag

2.2. Erwiderung auf Strawson

2.3. Lewis W. Becks Diskussionsbeitrag

2.4. Jonathan Bennetts Diskussionsbeitrag

2.5. Erwiderung auf Bennett

2.6. J. L. Mackies Diskussionsbeitrag

2.6.1. Die Asymmetrie zwischen Ursache und Wirkung

2.6.2. Die fehlende Koinzidenz von zeitlichem Ablauf und Kausalbeziehung

2.6.3. Kausale Priorität: Fixiert und Unfixiert

3. Der Non-Sequitur

3.1. Der Non-Sequitur – Einleitung

3.2. Strawson und Bennett: Der Non-Sequitur bei Kant

3.3. Becks Verteidigung Kants und eine Kommentierung

3.4. Zusammenfassung und nähere Erläuterung der Argumentation Becks

4. Ein kurzer Blick auf die Ausführungen der vier Autoren zur Notwendigkeit der Kausalbeziehung

5. Zusammenfassung der Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kritische Auseinandersetzung bedeutender Philosophen mit Kants Theorie der Zeit und Kausalität, mit dem Ziel, die objektive Erkenntnisgewinnung durch Kategorien und Zeitverhältnisse zu klären.

  • Die systematische Unterscheidung zwischen Sachverhalt und Ereignis.
  • Die Rolle der Zeitordnung als notwendige Bedingung für objektive Wahrnehmung.
  • Kritische Reflexion der "Non-Sequitur"-Vorwürfe gegen Kant durch Strawson und Bennett.
  • Die Analyse der kausalen Priorität und Asymmetrie zwischen Ursache und Wirkung.
  • Der Vergleich von Kants transzendentalem Ansatz mit empirischen Modellen der Kausalität.

Auszug aus dem Buch

2.1. Peter F. Strawsons Diskussionsbeitrag

Nach Strawson ist die Voraussetzung, einen Sachverhalt von einem Ereignis objektiv unterscheiden zu können, dass der betrachtete Gegenstand in einem subjektunabhängigen, raumzeitlichen System als von Dauer eingeordnet wird, als etwas, was unabhängig von der subjektiven Wahrnehmung, datierbar und lokalisierbar ist.

Wir können nicht die Beharrlichkeit des räumlichen Systems oder die Beharrlichkeit der Gegenstände in diesem wahrnehmen, so dass wir genötigt sind, einige Gegestände als beharrliche Objekte ausserhalb unserer wechselnden "Erfahrungswege" zu erkennen. Die Beharrlichkeit selbst ist uns unzugänglich, wir nehmen nur etwas als beharrlich wahr.

Sowenig wir die Beharrlichkeit des Raumes wahrnehmen können, sowenig ist uns auch die Möglichkeit gegeben, die Zeit an sich zu rezipieren; wir sind angewiesen, ein Datum (die Stelle innerhalb eines zeitlichen Ablaufs), als die objektive Erfahrung von einem Ding zu betrachten, das unterschieden ist von unseren wechselnden, subjektiven Erfahrungen. Die Zeit selbst erfassen wir nicht, nur die Zeitverhältnisse von Dingen.

Ohne diese Bedingung des relativierten Substanzbegriffs, der uns keine absolute Beharrlichkeit an sich bietet, aber der garantiert, dass sich ein Gegenstand, der als unter ihn fallend aufgefasst wird, sich nicht über „das Maß der Wiedererkennung“ hinaus verändert, wäre es unvorstellbar, wie wir einer Veränderung gewahr werden. Wir müssen innerhalb einer objektiven Welt die Reidentifizierbarkeit der Gegenstände gewährleistet sehen, damit die Objektivität überhaupt empirisch angewandt und als objektiv verstanden werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kants Ansatz Oder: Wie hängen Zeit und Kausalität zusammen?: Diese Einleitung führt in Kants Theorie ein, wie durch Verstandesbegriffe eine objektive Erfahrung der Welt als raumzeitliches System ermöglicht wird.

2. Das Kausalgesetz: Die Unterscheidung zwischen Sachverhalt und Ereignis, sowie Ursache und Wirkung: In diesem Kapitel werden die Perspektiven von Strawson, Beck, Bennett und Mackie auf die Kausalitätsdefinition im Kontext der Kants'schen Analogielehre diskutiert.

3. Der Non-Sequitur: Hier wird der von Strawson und Bennett erhobene Vorwurf eines logischen Fehlschlusses in Kants Argumentation untersucht und durch Becks Verteidigung kritisch kommentiert.

4. Ein kurzer Blick auf die Ausführungen der vier Autoren zur Notwendigkeit der Kausalbeziehung: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Auffassungen der Autoren zur Notwendigkeit kausaler Gesetze und wie diese von Kants strikter Position abweichen.

5. Zusammenfassung der Diskussion: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und betont den Wert der Zeit als epistemischen Raum für die Anwendung von Kausalitätsregeln.

Schlüsselwörter

Zeit, Kausalität, Kant, Kritik der reinen Vernunft, Ereignis, Sachverhalt, Zeitordnung, Apprehension, Kategorien, Strawson, Beck, Bennett, Mackie, Objektivität, Empirie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Kants Theorie der Zeit und der Kausalität in der Kritik der reinen Vernunft und setzt diese in Beziehung zu modernen philosophischen Diskussionsbeiträgen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Unterscheidung von Ereignis und Sachverhalt, der Rolle der Zeit als epistemischer Rahmen sowie der kausalen Notwendigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung, wie wir zu einer objektiven Welterfahrung gelangen und wie die moderne analytische Philosophie die kantischen Argumente interpretiert und teilweise herausfordert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit verwendet eine exegetische und komparative philosophische Methode, um Argumentationsgänge klassischer und zeitgenössischer Philosophen kritisch zu rekonstruieren.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Besprechung der Beiträge von Strawson, Beck, Bennett und Mackie sowie eine Auseinandersetzung mit dem Vorwurf eines Non-Sequitur bei Kant.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Zeitordnung, die Kategorien, die Einbildungskraft, kausale Priorität und die transzendentale Objektivität.

Welche Rolle spielt das "Bahnhof-Beispiel" von Beck?

Das Beispiel verdeutlicht den Unterschied zwischen der notwendigen kategorischen Differenzierung sukzessiver Zustände und der empirischen Beobachtung von Bewegung.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Zeit und Kausalität?

Der Autor argumentiert, dass die Zeit nicht als ontologischer Raum, sondern als notwendiger epistemischer Raum für die Anwendung von Kausalregeln zu begreifen ist.

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Résumé des informations

Titre
Die Zeit als Raum der Kausalität - Über die aktuelle Diskussion Kants
Université
Saarland University
Cours
Zur Aktualität Kants
Note
1,0
Auteur
Nikolaos Kromidas (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
34
N° de catalogue
V93260
ISBN (ebook)
9783638066310
ISBN (Livre)
9783638953535
Langue
allemand
mots-clé
Zeit Raum Kausalität Diskussion Kants Aktualität Kants
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nikolaos Kromidas (Auteur), 2004, Die Zeit als Raum der Kausalität - Über die aktuelle Diskussion Kants, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93260
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Extrait de  34  pages
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