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Goethes Interesse an dem Islam und dem Sufismus mit Berücksichtigung von Auszügen aus "West-östlicher Divan"

Title: Goethes Interesse an dem Islam und dem Sufismus mit Berücksichtigung von Auszügen aus "West-östlicher Divan"

Term Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Carina Redekop (Author)

Literature - General
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In den folgenden Kapiteln wollen wir zunächst versuchen zu erklären, was Sufismus bedeutet. Im Anschluss daran werden wir zwei konkrete Gründe für Goethes Liebe zum Islam erarbeiten, wobei diese keineswegs einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sie dienen eher als erster Wegweiser zum Verständnis für Goethes Interesse an der orientalischen Religion. Des Weiteren werden wir anhand von Auszügen aus dem west-östlichen Divan zwei verschiedene sufistische Motive verdeutlichen. Im anschließenden Fazit werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und im Hinblick auf die oben gestellten Fragen nach den Gründen für die Zuwendung zum Islam und der Rebellion gegen das Christentum ausgewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Sufismus?

3 Gründe für Goethes Interesse an dem Sufismus

3.1 Pantheismus

3.2 Faszination für den Propheten Mohammed

4 Sufistische Motive in west-östlicher Divan

4.1 Motiv der Liebe

4.2 Motiv der Natur

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe von Goethes persönlichem Interesse am Islam und dem Sufismus, insbesondere im Kontext seines Werkes west-östlicher Divan, um zu erörtern, inwiefern seine Zuwendung zur orientalischen Mystik als Ausdruck einer spirituellen Suche oder als Kritik am christlichen Absolutheitsanspruch zu verstehen ist.

  • Analyse des Sufismus als islamische Mystik und dessen Grundzüge.
  • Untersuchung von Goethes pantheistischem Gottesverständnis.
  • Erforschung der Faszination Goethes für die Figur des Propheten Mohammed.
  • Deutung sufistischer Metaphorik im west-östlichen Divan, insbesondere Liebe und Natur.
  • Einordnung von Goethes spiritueller Ausrichtung im geschichtlichen Kontext der Aufklärung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Motiv der Liebe

Die Liebe behandelt mich feindlich! Da will ich gern gestehn: Ich singe mit schwerem Herzen. Sieh doch einmal die Kerzen: Sie leuchten, indem sie vergehn.51

Die Beschreibung der Liebe als etwas Feindliches klingt zunächst nicht sehr positiv. Auch der Vergleich mit den vergehenden Kerzen scheint sich in diesem Kontext nicht sofort eindeutig zu erschließen.

Schauen wir uns die altpersischen Religionen an, so finden wir das Prinzip des Dualismus zwischen Licht und Finsternis. Es geht hierbei um die Gegensätzlichkeit von dem Gott der Schönheit und des Guten, der als das Licht bezeichnet wird, und dem Gott des Bösen und des Hässlichen, der als die Finsternis dargestellt wird. Dieser Kampf zwischen Gut und Böse wurde mit der Zeit in den mystischen Abzweigungen der Religionen nicht mehr von den Göttern ausgeführt, sondern von Materie und Geist. Das bedeutet, dass der Geist als göttliches Wesen gesehen wird, die Materie, die dem Körper entspricht, jedoch als Widersacher des reinen Geistes. Nehmen wir jetzt noch den Aspekt der Liebe hinzu, sieht das wie folgt aus: nur durch die Liebe kann der Geist in eine göttliche Gemeinschaft gebracht werden, denn aufgrund der Liebe kann die selbstsüchtige und böse Hülle des Körpers abgelegt werden, so dass der Geist gereinigt in die Gegenwart Gottes geführt werden kann.52

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in Goethes Faszination für den Islam ein und stellt die Forschungsfrage nach den Gründen dieser Zuwendung im Kontext der Aufklärung.

2 Was ist Sufismus?: Dieses Kapitel definiert den Sufismus als islamische Mystik und erläutert zentrale Konzepte wie die Suche nach Vereinigung mit Gott.

3 Gründe für Goethes Interesse an dem Sufismus: Es wird dargelegt, wie Goethes pantheistisches Gottesbild und seine Identifikation mit dem Propheten Mohammed sein Interesse an dieser Religion begründen.

3.1 Pantheismus: Dieser Abschnitt thematisiert Goethes Suche nach Gott in der Natur und seine Übereinstimmung mit dem Determinismus.

3.2 Faszination für den Propheten Mohammed: Hier wird Goethes persönliche Identifikation mit der Rolle des Propheten als Vermittler einer göttlichen Botschaft beleuchtet.

4 Sufistische Motive in west-östlicher Divan: Das Kapitel analysiert, wie spezifische Motive im west-östlichen Divan die sufistische Spiritualität widerspiegeln.

4.1 Motiv der Liebe: Die Liebe wird als Kraft der Selbstaufgabe und notwendige Voraussetzung für die geistige Vereinigung mit der Gottheit untersucht.

4.2 Motiv der Natur: Die Naturmetaphorik, insbesondere der Regenbogen und der Lebenszyklus, wird als Ausdruck der geistigen Umwandlung gedeutet.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Goethe durch seine Beschäftigung mit dem Islam weniger Rebellion gegen das Christentum als vielmehr eine Hinwendung zum All-Einen ausdrückt.

Schlüsselwörter

Goethe, Islam, Sufismus, west-östlicher Divan, Mystik, Pantheismus, Mohammed, Liebe, Natur, Spiritualität, Gotteserkenntnis, Aufklärung, Schöpfung, Religion, Transzendenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Interesse Johann Wolfgang von Goethes am Islam und insbesondere am Sufismus, wie es sich in seinem Werk west-östlicher Divan manifestiert.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen zählen das pantheistische Gottesverständnis Goethes, seine Begeisterung für Mohammed sowie die Interpretation sufistischer Motive wie Liebe und Natur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, zu klären, ob Goethes Zuwendung zum Islam als bewusste Rebellion gegen das christliche Dogma oder als Suche nach einer universellen religiösen Wahrheit zu deuten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext (west-östlicher Divan) unter Zuhilfenahme von Sekundärliteratur zu Goethes Religion und dem Sufismus interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in den Sufismus, die Untersuchung der persönlichen Beweggründe Goethes (Pantheismus und Prophet-Identifikation) sowie eine motivgeschichtliche Analyse des Divans.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Pantheismus, Mystik, Hingabe, göttliche Einheit und die symbolische Bedeutung der Natur geprägt.

Wie deutet Goethe laut dieser Arbeit den Begriff "Islam"?

Die Autorin leitet aus Goethes Äußerungen ab, dass er den Islam primär als "Gott ergeben" interpretiert, was für ihn eine überkonfessionelle spirituelle Haltung darstellt.

Warum spielt das Bild des "Stroms" eine wichtige Rolle für das Verständnis von Goethes Mohammed-Bild?

Das Bild des Stroms symbolisiert für Goethe die missionarische Kraft des Propheten, der Gleichgesinnte mitreißt und sie in die Unendlichkeit Gottes führt.

Welche Rolle spielt die Metapher des "Schmetterlings" im Kontext der Liebe?

Der Schmetterling dient als Beispiel für das sufistische Ideal der Selbstaufgabe: Nur durch das "Verbrennen" im Licht der Liebe kann der Mensch zur höheren göttlichen Einheit gelangen.

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Details

Title
Goethes Interesse an dem Islam und dem Sufismus mit Berücksichtigung von Auszügen aus "West-östlicher Divan"
College
University of Paderborn  (Universität)
Course
Sufismus in der deutschsprachigen Literatur
Grade
2,0
Author
Carina Redekop (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V932957
ISBN (eBook)
9783346257499
ISBN (Book)
9783346257505
Language
German
Tags
Sufismus Goethe Islam
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carina Redekop (Author), 2017, Goethes Interesse an dem Islam und dem Sufismus mit Berücksichtigung von Auszügen aus "West-östlicher Divan", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/932957
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