Die in dieser Arbeit behandelten Aspekte lauten wie folgt:
- Klärung der Terminologie ‘Indianer’, ‘Stamm’ und ‘indigen’, mit dem Ziel, einen diplomatischen Denkansatz anzusteuern;
- Überblick sowohl über die Vorgeschichte, als auch über die Durchführung des 'Indian Reorganization Act' (IRA) im Zuge des 'Indian New Deal' durch John Collier;
- schwerpunktmäßige historische Darstellung der 'Indian Congresses' (Tagungen der Amerikanischen Ureinwohner) im Hinblick auf deren Funktion als Wahlkampf-Medium zugunsten des IRA, bei gleichzeitiger Beleuchtung der divergierenden Stellungnahmen seitens der Ureinwohner;
- Abschließende Betrachtung der hypothetischen Fragestellung: 'Wären zu Beginn der Beziehungen zwischen den Amerikanischen Ureinwohnern und den europäischen Siedlern bereits diplomatischere Resultate erzielbar gewesen?'
Ziel dieser Arbeit:
Darstellung eines kulturhistorischen Überblicks über das Verhältnis zwischen indigenen Kulturen in Nordamerika und der US-Regierung, insbesondere anhand des 20. Jahrhunderts zur Zeit der Durchführung des ‚Indian New Deal’, aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
I. Prolog
II. Einführung
II. 1.) Klärung der Terminologie
II. 2.) Zur Geschichte der Beziehungen zwischen der US-Regierung und Amerikanischen Ureinwohnern
II. 2. a) Eine Völkerschaft ohne Geschichtsschreibung
II. 2. b) Tabellarische Auflistung der Geschichte der Beziehungen
II. 2. c) Zur Erläuterung von Tabelle 1:
III. John Collier und die Vorgeschichte des Indian Reorganization Acts
IV. Charakterisierung des Indian Reorganization Acts
V. Der ‚Wahlkampf’: Die Tagungen der Amerikanischen Ureinwohner
V. 1.) Der Rapid-City-Kongress
V. 2.) Die Westküsten-Konferenzen
V. 3.) Die Südwest-Kongresse
V. 4.) Die Oklahoma-Kongresse
V. 5.) Die Große-Seen-Kongresse:
V. 6.) Fazit der Kongresse
VI. Epilog
VII. Persönliche Stellungnahme
VIII. Bibliographie / Bildnachweise
VIII. 1.) Sekundärliteratur:
VIII. 2.) Internetquellen:
VIII. 3.) Bildnachweise:
IX. Anhang: Darstellung der Gesetzestexte
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, einen historischen Überblick über das Verhältnis zwischen indigenen Kulturen in Nordamerika und der US-Regierung zu geben, wobei der Schwerpunkt auf der Durchführung des „Indian New Deal“ im 20. Jahrhundert und der Rolle von John Collier liegt.
- Historische Analyse der US-Politik gegenüber indigenen Völkern.
- Untersuchung des „Indian Reorganization Act“ (IRA) als zentrales Gesetzgebungsinstrument.
- Kulturhistorische Darstellung der „Indian Congresses“ als Instrument der politischen Meinungsbildung.
- Kritische Beleuchtung der divergierenden Stellungnahmen indigener Gruppen zur US-Politik.
Auszug aus dem Buch
V. 1.) Der Rapid-City-Kongress
Diese erste Tagung wurde abgehalten in Rapid City, South Dakota, am 02.-06. März 1934, mit über 200 Repräsentanten aus 40 Ethnischen Gruppierungen. Die Atmosphäre war eher kühl und unzugänglich, zumindest laut Collier, welchem außerdem sogar nachgesagt wurde, er habe einen der Häuptlinge bestochen, damit dieser den IRA befürworte.
Die wichtigsten Ereignisse des Rapid-City-Kongresses waren:
Ø Das Vorstellen der Collier Bill in Zusammenhang mit Illustration und Zahlen, die speziell die an diesem Tag anwesenden Gruppierungen betrafen (dieser Tagesordnungspunkt war ebenso Thema der anderen indigenen Kongresse);
Ø Anhörung der Repräsentanten der Gruppierungen (dies war ebenfalls Thema aller weiteren Kongresse);
Ø Aufklärung über die Situation der Landverteilung anhand von Landkarten, die das Collier-Team mitbrachten, welche aufzeigten, wie viel Land verloren wurde, wie viel sich davon in Treuhänderschaft befand, und wo die Ländereien zu so genannten Schachbrettern7 zerfallen waren; speziell im Falle der Prärie-Indianer;
Ø Die Zuschüsse für die Sioux (so genannte Sioux benefits: Zahlungen, die Sioux-Indianer erhalten sollten, nachdem sie ihr Land zugeteilt bekommen hatten);
Ø Die Halbblut-/Vollblut-Kontroverse: George White Bull (ein Standing Rock Sioux) bezog Opposition gegenüber der Collier Bill und wandte ein, sie würde lediglich unterstützt von Halbblut-Indianern ohne Land, welchen Landbesitz als Status auch nicht viel bedeute. Weiterhin fragte er Collier aus über den Effekt, den die Bill, die Ansprüche seitens der Amerikanischen Ureinwohner gegenüber der US-Regierung betreffend, haben würde. Collier beschwichtigte George White Bull, indem er einlenkte, dieser Punkt könne frühestens Teil eines weiteren Schrittes sein, jedoch nicht zu diesem momentanen Zeitpunkt.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Prolog: Einführung in das Thema der Hausarbeit, die den Indian New Deal und die historische Bedeutung des Indian Reorganization Acts thematisiert.
II. Einführung: Erläuterung der verwendeten Terminologie und ein historischer Überblick über das fragile Verhältnis zwischen der US-Regierung und den indigenen Völkern.
III. John Collier und die Vorgeschichte des Indian Reorganization Acts: Darstellung der Rolle von John Collier als Reformer und der Einflussfaktoren, die zur Entstehung des IRA führten.
IV. Charakterisierung des Indian Reorganization Acts: Analyse der Ziele des Gesetzes, insbesondere der Förderung der Selbstverwaltung und der Ressourcenentwicklung.
V. Der ‚Wahlkampf’: Die Tagungen der Amerikanischen Ureinwohner: Detaillierte Betrachtung der regionalen Kongresse, die dazu dienten, den IRA bekannt zu machen und die Unterstützung der Ureinwohner zu gewinnen.
VI. Epilog: Kritische Reflexion der Umsetzung des Indian New Deal und der langfristigen Auswirkungen auf die indigene Selbstbestimmung.
VII. Persönliche Stellungnahme: Auseinandersetzung mit der hypothetischen Frage nach der Möglichkeit früherer diplomatischer Erfolge zwischen Siedlern und Ureinwohnern.
VIII. Bibliographie / Bildnachweise: Verzeichnis der genutzten Sekundärliteratur, Internetquellen und Bildnachweise.
IX. Anhang: Darstellung der Gesetzestexte: Wiedergabe der relevanten Gesetzestexte des Indian Reorganization Acts in englischer Sprache.
Schlüsselwörter
Indian New Deal, Indian Reorganization Act, John Collier, Amerikanische Ureinwohner, Selbstbestimmung, Bureau of Indian Affairs, Reservationspolitik, Assimilation, Tribale Regierung, Politische Partizipation, Landrechte, Gesetzgebung, Kulturgeschichte, USA, Souveränität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der US-Politik gegenüber den Amerikanischen Ureinwohnern, mit einem speziellen Fokus auf die Gesetzesreformen der 1930er Jahre im Rahmen des „Indian New Deal“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Geschichte der US-Regierungspolitik, die Rolle von John Collier, die Analyse des „Indian Reorganization Act“ sowie die Untersuchung der regionalen Indianerkongresse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist ein historischer Überblick über das Verhältnis zwischen indigenen Kulturen und der US-Regierung im 20. Jahrhundert, unter Einbeziehung der Frage, inwieweit eine frühere diplomatische Einigung möglich gewesen wäre.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer kulturhistorischen Analyse unter Verwendung von Sekundärliteratur und historischen Dokumenten zur US-Indianerpolitik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der politischen Vorgeschichte, dem Inhalt des „Indian Reorganization Act“ sowie den Abläufen und der Bedeutung der regionalen Tagungen der Ureinwohner zur Umsetzung dieser Reformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Indian New Deal, Selbstbestimmung, Souveränität, John Collier, Landrechte und die verschiedenen politischen Phasen der US-Indianerpolitik.
Wie bewerten die Autoren des Textes die Rolle von John Collier?
John Collier wird als eine ambivalente Figur dargestellt; er leistete zwar einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung des politischen Klimas, stieß aber bei der Durchführung des IRA durch seine Strategien auch auf Widerstand und Misstrauen bei den Ureinwohnern.
Was war die Funktion der „Indian Congresses“?
Die Kongresse dienten als Wahlkampf-Medium für den „Indian Reorganization Act“, um die Ureinwohner über die neuen Gesetzesentwürfe zu informieren und deren Zustimmung einzuholen, statt diese lediglich administrativ zu verkünden.
Wie ist das Verhältnis der Ureinwohner zum „Bureau of Indian Affairs“ einzuschätzen?
Das Verhältnis ist historisch von Misstrauen geprägt, da das Bureau of Indian Affairs oft als Werkzeug der US-Regierung zur Kontrolle und bürokratischen Bevormundung wahrgenommen wurde.
Warum spielt die Terminologie in dieser Arbeit eine Rolle?
Die Klärung der Begriffe wie „Indianer“, „Stamm“ oder „indigen“ ist laut Autor essenziell, um einen diplomatischen Denkansatz zu verfolgen und eine diskriminierungsfreie Kommunikation zu gewährleisten.
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- Alexander Täuschel (Autor), 2005, Der Indian New Deal, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93312