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Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen - ein kurzer Überblick

Title: Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen - ein kurzer Überblick

Term Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Josephin Reichert (Author)

Communications - Movies and Television
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Der ab 1984 zugelassene private Rundfunk unterliegt ebenfalls strengen Auflagen. Er benötigt eine Zulassung durch die jeweilige Landesmedienanstalt und muss ebenso wie der öffentlich- rechtliche Rundfunk die Meinungsvielfalt gewährleisten. Es ist nicht zulässig, dass ein Sender nur die Meinung einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe widerspiegelt.
Denn als Mittler stellt der Rundfunk politische, gesellschaftliche du soziale Vorgänge ins Licht der Öffentlichkeit und ist somit wichtiges Mittel für den Erhalt und die Bildung von Demokratie.
Dabei stehen nicht nur Regierung und Parteien im Blickpunkt. Vielmehr erstreckt sich die Bewertung auf alle Personen und Institutionen des täglichen Lebens
Durch die Autonomie des Rundfunks sollte der Instrumentalisierung entgegnet, Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit geschützt werden.
Politisch und gesellschaftlich unabhängig soll der Rundfunk zur freien Meinungsbildung der Bürger dienen.
Mit der Einführung des dualen Rundfunkssystems änderte sich die Position des Rundfunks vom Angebots- zum Nachfragemedium. Nun geht es tendenziell weniger um den Bürger, der politisch aktuell informiert sein soll, sondern eher um den Kunden, der sich auf schnelle und einfache Weise unterhalten lassen möchte.
Im Zuge dieser Umstellung geraten auch medienethische Prinzipien immer mehr ins Hintertreffen.
Gerade im privaten Rundfunk dreht sich alles um Einschaltquoten.
Um dennoch auf die Einhaltung der Jugendschutzrichtlinien vor der Ausstrahlung des Programms zu achten, hat sich ein gemeinnütziger Verein aus verschiedenen privaten Fernsehanbietern gegründet, die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeine Überlegungen zum Rundfunk

2 Entstehung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen

3 Aufbau der FSF

3.1 Der Vorstand

3.2 Das Kuratorium

3.3 Die Geschäftsstelle

3.4 Die Prüferinnen und Prüfer

4 Die Programmprüfung

4.1 Prüfung von wiederkehrenden Formaten

4.2 Der Berufungsausschuss

4.3 Programmprüfung nach der Ausstrahlung

4.4 Unzulässige Sendungen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur und Funktionsweise der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) als ein zentrales Instrument zur Sicherung medienethischer Standards und des Jugendschutzes im privaten Rundfunk. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die FSF trotz der Herausforderungen durch sich wandelnde Sendeformate und den ökonomischen Druck des dualen Rundfunksystems wirksamen Schutz für Kinder und Jugendliche gewährleisten kann.

  • Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen des Rundfunks in Deutschland.
  • Historische Entstehung und organisatorischer Aufbau der FSF.
  • Verfahrensweisen und Gremien der Programmprüfung.
  • Kriterien der Jugendschutzprüfung und Platzierung von Sendungen.
  • Herausforderungen der Selbstkontrolle in einem dynamischen Medienmarkt.

Auszug aus dem Buch

4 Die Programmprüfung

Ziel der Programmprüfungen ist die Einhaltung des JMStV und der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor entwicklungsbeeinträchtigenden Einflüssen durch Sendungen, die die Menschenwürde herabsetzen, um sie zu verantwortungsbewussten Gesellschaftsmitgliedern zu erziehen. Die Prüfung der Programme durch die FSF wird von unabhängigen Prüferinnen und Prüfern durchgeführt.

Geprüft wird das Fernsehprogramm vor allem auf die Menge von sexuellen und gewalthaltigen Darstellungen, von denen abhängt, wann eine Sendung gezeigt werden darf. „Ziel der Prüfungen ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Sendungen, die geeignet sind, ihre Entwicklung oder Erziehung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu beeinträchtigen oder zu gefährden, sowie der Schutz vor solchen Sendungen, die die Menschenwürde oder sonstige durch das Strafgesetzbuch geschützte Rechtsgüter verletzten“.

Um eine Prüfung zu veranlassen, muss ein Jugendschutzbeauftragter eines Senders einen Antrag auf Prüfung stellen. Auch die für die Aufsicht der Privatsender zuständige Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) oder die Mitglieder des Kuratoriums können einen Prüfungsantrag stellen. Vorgelegt werden sollen alle Programme der ordentlichen Mitglieder, die nicht „offensichtlich unbedenklich sind“ vor ihrer Ausstrahlung.

Nach Antragstellung erfolgt die Programmprüfung durch einen Prüfungsausschuss. Falls dessen Entscheidungen angezweifelt werden, wird ein Berufungsausschuss mit einer weiteren Programmprüfung beauftragt.. Bei der Programmprüfung sind die Prüfer völlig unabhängig und müssen sich lediglich nach dem JMStV richten. Den Ausschüssen obliegt es die Sendungen antragsgemäß freizugeben, Schnittauflagen zu verlangen, gegebenenfalls eine andere Sendezeit festlegen oder die Ausstrahlung ganz abzulehnen. Dabei muss die Entscheidung einstimmig gefällt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Allgemeine Überlegungen zum Rundfunk: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtlichen Grundlagen des Rundfunks, insbesondere die Anforderungen an die Meinungsvielfalt und die Rolle des Rundfunks für den Erhalt der Demokratie.

2 Entstehung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen: Hier wird der historische Kontext der Gründung der FSF als Reaktion auf den Wandel vom Angebots- zum Nachfragemedium und die Notwendigkeit des Jugendschutzes im privaten Rundfunk beschrieben.

3 Aufbau der FSF: Das Kapitel beschreibt die organisatorische Struktur der FSF, inklusive Vorstand, Kuratorium, Geschäftsstelle sowie der Auswahl und Rolle der Prüferinnen und Prüfer.

4 Die Programmprüfung: Dieses Kapitel detailliert die konkreten Prüfverfahren, die Kriterien für die Altersfreigaben und die Sendeplatzierung von Fernsehformaten sowie den Umgang mit Verstößen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hinterfragt kritisch die Wirksamkeit der FSF im Hinblick auf den Jugendschutz sowie das Zusammenwirken von Selbstkontrolle und staatlicher Aufsicht.

Schlüsselwörter

Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen, FSF, Jugendschutz, Rundfunk, Medienethik, Programmprüfung, Landesmedienanstalten, Jugendschutzgesetz, JMStV, Sendeplatzierung, Medienpädagogik, privater Rundfunk, Kommission für Jugendmedienschutz, KJM, Medienaufsicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), ihrer Organisation und ihren Verfahren zur Sicherung des Jugendschutzes in privaten Rundfunkprogrammen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die rechtliche Einordnung des Rundfunks, die Struktur der FSF-Gremien sowie die Kriterien und Prozesse der Programmprüfung zum Schutz Minderjähriger vor medienethisch bedenklichen Inhalten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Arbeitsweise und die Effektivität der FSF als Selbstkontrolleinrichtung zu analysieren und deren Rolle im Kontext des dualen Rundfunksystems kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit medienrechtlichen Grundlagen, der Analyse von Satzungen und Prüfordnungen der FSF sowie der Auswertung weiterführender medienethischer Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Aufbauorganisation der FSF und eine detaillierte Erläuterung des Prüfungsprozesses, einschließlich der Entscheidungsfindung bei wiederkehrenden Formaten und der Kriterien für die Sendezeiteinteilung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Jugendschutz, Selbstkontrolle, Medienethik, Programmprüfung, Rundfunkstaatsvertrag und Sendeplatzierung.

Wie wird sichergestellt, dass die Prüfer bei der FSF unabhängig arbeiten können?

Die Unabhängigkeit wird durch vom Kuratorium benannte Prüfer gewährleistet, die nicht bei den Mitgliedssendern oder deren Anteilseignern beschäftigt sein dürfen.

Was geschieht, wenn ein Sender mit einer Entscheidung der FSF nicht einverstanden ist?

Der Antragsteller hat die Möglichkeit, einen Berufungsausschuss anzurufen, um die getroffene Entscheidung durch ein Gremium erfahrener Prüfer überprüfen zu lassen.

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Details

Title
Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen - ein kurzer Überblick
College
University of Leipzig  (Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Medienethik
Grade
2,7
Author
Josephin Reichert (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V93333
ISBN (eBook)
9783638068048
Language
German
Tags
Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen Medienethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josephin Reichert (Author), 2007, Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen - ein kurzer Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93333
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